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Flucht nach Talanis – Handlung:

Shanda Sarmotte ist gegen die Beeinflussung durch VATROX-VAMU immun. Dennoch hat sie das Gefühl von dieser fremden Entität durchleuchtet zu werden. VATROX-VAMU, das spürt sie, ist auf der Suche nach Wissen und sammelt alle erreichbaren Informationen. Obwohl noch benommen kümmert sich Shanda um den Siganesen Vorremar Corma und ihren Vorgesetzten Fakan, die beide bewusstlos sind. Sie kann jedoch für die beiden nichts tun. Huslik Valting, den sie in der Lagerhalle vorübergehend außer Gefecht gesetzt hatte, kommt hinzu. Die beiden versuchen Informationen über die Medien zu erhalten, doch keiner der Sender bringt aktuelle Nachrichten. Wie es scheint, sind alle Menschen im Stardust-System bewusstlos. Valting verlässt die Firma vorerst, um sich einen Überblick über die Situation zu verschaffen. Shanda schließt sich notgedrungen an.

An anderer Stelle in Stardust City ist Rence Ebion mit einer Simulation der Whistler-Stardust & Co. zur Optimierung von Robotkampfschiffen beschäftigt. Nebenbei verfolgt er die Berichterstattung in den Medien. Als seine Freundin Peg sich vom Orog-Archipel meldet ist es mit seiner Konzentration in die Arbeit vorbei und er beschließt, zu ihr zu fliegen. Mit einem Gleiter macht er sich auf den Weg. Er kommt allerdings nicht weit. Durch die Beeinflussung durch VATROX-VAMU wird er kurzzeitig ohnmächtig und sein Gleiter wird von der zentralen Kontrolle notgelandet. Alle Versuche, ihn wieder in Gang zu setzen scheitern. In seinem Kopf vernimmt Ebion eine Stimme, die ihn auffordert nach Talanis zu fliehen. Er macht sich vorerst zu Fuß auf den Weg.

Unterdessen hat Huslik Valting über einen Informationsterminal von der zentralen Positronik CREST erfahren, dass es mehrere Immune gibt. Allerdings kann CREST ihren Aufenthaltsort nicht genau bestimmen, da die angelaufenen Hilfsmaßnahmen dies momentan nicht möglich machen. Wie es scheint, sind Personen, die vom Funkenregen betroffen waren und deren Kinder gegen die Beeinflussung der Geistesmacht immun. Valting und Sarmotte beschließen nach Talanis zu fliegen. Valting will dazu unbedingt den Siganesen mitnehmen. Eher aus Trotz beschließt Shanda daraufhin, auch Fakan mitnehmen zu wollen. Die beiden kehren in die Firma zurück. Im Büro angelangt kann Valting die Schaltungen des Transportroboters Cormas überbrücken. Der Roboter nimmt auch Fakan auf und die kleine Gruppe macht sich auf die Suche nach einem Gleiter für die 12000 km Strecke nach Talanis.

Rence Ebion ist noch immer zu Fuß unterwegs. Mittlerweile ist es Nacht geworden. Plötzlich beginnen die Menschen sich wieder zu regen. Alle erscheinen jedoch geistesabwesend und ignorieren anfangs seine Bemühungen, mit ihnen in Kontakt zu kommen. Stattdessen treffen sich die Beeinflussten in kleinen Gruppen. Dort berühren sie sich gegenseitig und sprechen leise miteinander. Ebion kann nicht verstehen, ob die Sprache Interkosmo oder eine andere Sprache ist. Die Bewegungen der Menschen sind wie die von Marionetten, die an mentalen Fäden hängen. Als er einen weiteren Versuch unternimmt, in Kontakt zu den Menschen zu kommen, umringen ihn diese. Er bekommt es mit der Angst zu tun. Nur mit Gewalt kann er sich befreien. Die Erwachten verfolgen ihn. Als er die Jäger schließlich abgehängt hat, nimmt jemand mentalen Kontakt zu ihm auf und dirigiert ihn an einen bestimmten Ort.

Die Gruppe mit Shanda hat es endlich geschafft einen Gleiter für die Benutzung freizuschalten. Kurz nach dem Start erwacht der Siganese und verlangt, in die Halle der tausend Aufgaben gebracht zu werden. Mit seinem Trageroboter bedroht er Valting und Shanda. Der Siganese gibt an, unter der Kontrolle von VATROX-VAMU zu stehen, der ihn auserwählt habe, weil er angeblich einzigartig sei und weil er bereits auf der Insel Talanis war. Shanda kommt in mentalen Kontakt zu Ebion. Sie bringt Ihn dazu, sich dem Gleiter in den Weg zu stellen. Ebion kann mit seiner PSI-Fähigkeit den Roboter des Siganesen außer Gefecht setzen, indem er den Waffenarm zu Staub zersetzt. Danach ist es ein Leichtes, auch den Siganesen zu überwältigen. Die Gruppe lässt Fakan und Corma zurück und fliegt nach Talanis. Ohne Zwischenfälle wird die Insel erreicht. Dort vermeint Shanda die Stimmen von Menschen zu vernehmen, die so waren wie Rence und sie.

 

Rezension:

Hubert Haensel setzt mit „Flucht nach Talanis“ die Geschichte von Shanda fort. Der Roman ist, wie auch der Vorgänger, eine Mischung aus Sightseeing-Tour durch Stardust City und Mutantenstory. Anders als im Roman zuvor, werden die Geschehnisse nicht nur aus Sicht einer Person geschildert. Leider aber ist die Sicht auf die Geschehnisse aus der Perspektive Rence Ebion keine echte Alternative, da sie wenig bis gar nichts an Überraschungen bietet. Der Flug mit dem Gleiter über die Stadt mit ihren Wahrzeichen, Prachtstraßen und Stadtvierteln ist mäßig interessant. Hubert Haensel hat das sicherlich mit dem Stadtplan von Rainer Castor auf dem Knien in den Computer geschrieben. Aber nachdem wir 3 mal über den Whistler-Kanal geflogen sind, mehrmals den Stadtteil Estaril streiften, die Avenida Reginald Bull überflogen und 3 mal den Aveda Tower von weitem gesehen haben wurde es mir doch ein bisschen langweilig. Auch als der Autor seinen neuen PSI-Menschen der Bedrohung durch die von VATROX-VAMU gesteuerten Menschen aussetzte kam keine Spannung auf. Das war einfach nur gähnend langweilig. Ebenso wie in Heft 2542 garnierte Hubert Haensel seinen Roman zudem mit einer Flut an trivialen Satzkonstruktionen. Ein ums andere Mal erlosch die Ewigkeit und Finsternis verdrängte alles. Leider nur nicht diesen Roman. Hubert Haensels bisherige Stardust-Romane hatten mir ausnehmend gut gefallen. Diesen Doppelband jedoch kann man abhaken.

 

Die letzten 4 Romane haben der Stardust-Ebene gar nicht gut getan. Das las sich richtig zäh. Es gab keinen wesentlichen Handlungsfortschritt. Noch sind es 7 Hefte bis zum kleinen Jubiläum und die Luft ist bereits jetzt raus. Gut, dass es nächste Woche nach Andromeda geht.

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