Ansichten zu Perry Rhodan Heft 3070

Die Physik des Friedens – von Michelle Stern
Atlan ist von Monkey über die wahre Identität der Arkonidin Jasmyne da Ariga in Kenntnis gesetzt worden. Sie ist die Tochter von Gaumarol da Bostich und der echten Jasmyne da Ariga und somit Atlans Enkelin. Der Arkonide ist dennoch bereit, sie zu befreien, nachdem sie von den Tomopaten Ly und Genner entführt wurde. Der Unsterbliche ist sich bewusst, dass die Cairaner ihn haben wollen und er somit offenen Auges in eine Falle geht.
Noch aber hält der Mascant die Stellung an der Bleisphäre. Er benötigt Rückendeckung, wenn er seine Enkelin befreien will. Der Thantur-Baron ernennt Markul agh Fermi zum De-Keon’athor. Damit ist der Arkonide formal berechtigt, Atlan zu vertreten. An der Bleisphäre erscheint ein Schiff der Asaran. Dieses junge Volk wird von den Cairanern gefördert. Die Botschaft der Asaran ist eindeutig. Sie haben Jasmyne da Ariga und wollen mit Atlan in Verhandlungen treten. Auf dem Planeten Sisden. Atlan verlässt die TARTS und bekommt von Reginald Bull die THORA zum Flug nach Sisden zur Verfügung gestellt. Per Kurier bekommt der Arkonide auch den Kristall ausgehändigt, der für seine Enkelin wegen seiner Vitalenergie lebensnotwendig ist. Die Epsalerin Mauran Fassler, der Oxtorner Jothan Ondroski und Gucky bilden Atlans Team.
Auf Sisden findet eine Konferenz statt. Die Physik des Friedens ist das Thema und lockt Vertreter verschiedener galaktischer Völker dorthin. Atlans Team macht Maske. Der Arkonide hat die Absicht, einen der Tomopaten habhaft zu werden. Tomopaten sind selten und Ly und Genner treten stets zusammen auf. Der Unsterbliche glaubt, dass er den anderen Tomopaten dadurch erpressbar macht.
Auf Sisden kommen sie in Kontakt zu Unterhändlern der Tomopaten. Ein Gefirne namens Shattka Agheff und der Asaran Trupar treten in Verhandlungen mit Atlan. Atlan schafft es, dass auch Ly und Genner frühzeitig ihre Deckung fallen lassen müssen. Doch der Arkonide ist von den folgenden Ereignissen überrascht. Agheff und Trupar zeigen Fähigkeiten, die sogar den Ilt überrumpeln. Und die beiden Tomopaten zeigen einmal mehr ihre Gefährlichkeit. Atlan muss erkennen, dass nicht er das Ziel der beiden Tomopaten ist.
 
Meine kurze Einführung in den Roman von Michelle Stern, der den ersten Teil eines Doppelbandes bildet, lässt diverse Blickwinkel außer Acht. Die Geschichte wird von mehreren Figuren getragen. Atlan ist eine davon. Die andere ist Jasmyne da Ariga, die sich in Gefangenschaft befindet. Eine dritte Partei bilden die beiden Tomopaten. Insbesondere mit der Sicht von Ly werden von der Autorin ein paar Einblicke in das Denken eines Tomopaten geliefert. Ly spielt ein Spielchen mit seiner arkonidischen Gefangenen. Er lässt sie, ohne dass Genner davon weiß, fliehen. Er stellt ihr Aufgaben, die ihr Wissen einbringen sollen. Jasmyne da Ariga schöpft daraus die Hoffnung, vielleicht doch entkommen zu können. Welche Absichten Ly genau verfolgt, bleibt ein Stück weit unklar. Ein Motiv seiner computerspielmäßig aufgezogenen Spielwelt ist Langeweile. Aber das alleine ist es wahrscheinlich nicht.
Die Story war einigermaßen unterhaltsam. Es fehlten mir auch hier Zyklusantreibende Elemente. Zumindest traten keine augenfällig in Erscheinung. Die seltsame Beobachtung von Jasmyne da Ariga kann ich nicht einordnen. Auch nicht, ob die Tomopaten auf eigene Rechnung handeln. Hier muss ich wohl den nächsten Band abwarten.
Die Bewertung des Romans fällt mir diesmal nicht leicht. Die Geschichte ist nicht Fisch und ist nicht Fleisch. Atlan ist gewohnt dargestellt, vielleicht zu gewohnt. Gucky lässt Roboter kreisen, um im entscheidenden Moment zu versagen und der Geschichte eine andere Richtung zu geben. Er hält die üblichen flapsigen Sprüche parat. Vielleicht zu flapsig. Und zu üblich. Mit Ly erleben wir einen Tomopaten hautnah. Könnte auch ein Terraner sein. Ein bisschen mehr Aggressivität in diese Figur hätte die Geschichte aufgewertet. Aber so war ausgerechnet der unberechenbare Killer mir ein wenig zu zahm. Die Epsalerin und der Oxtorner taten auch nichts Falsches. Aber sie waren das übliche Beiwerk. Vielleicht zu üblich. Ich erwartete nichts von den beiden Figuren. Die Asaran waren der Hintergrund der Geschichte. Ein nettes Völkchen. Mehr aber nicht. Die Geschichte war einfach auf Durchschnitt getrimmt. So kam sie bei mir an.
 

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