Articles for the Month of April 2020

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 3061

Die Dunkle Schwere – von Michael Marcus Thurner
Von Zarut ist die RATBER TOSTAN in Richtung Dunkle Schwere unterwegs. Dem Schwarzen Loch im Zentrum von M15. Die NIKE QUINTO hat Monkey und Zemina Paath an Bord genommen und verfolgt den Schlachtkreuzer, der auf keine Funkanrufe reagiert. Zuvor hatte die TOSTAN Fluchtkapseln eines Nuruschiffes aufgenommen. Darin sind mutmaßlich der cairanische Konsul Orpard Surrutaio und zwei Tomopaten. Wie es scheint, wurde die RATBER TOSTAN entführt.
An Bord des Schlachtkreuzers ist die Situation für Daan Gudati, den Kommandanten nicht eindeutig. Der Halboxtorner kämpft gegen einen unsichtbaren Feind. Trotz Mentalstabilisierung hat sich jemand in seine Gedanken eingeschlichen und kontrolliert ihn. Schulterreiter nennt Gudati den bösen Geist. Der hat auch einen Namen. Saessbekker. Der Phersune hat eine einzigartige Fähigkeit. Er kann zwei andere Wesen kontrollieren. Er steckt im Konsul und in Daan Gudati. Letzterer soll ihn zur Stummen Station bringen, die irgendwo im Umfeld der Dunklen Schwere zu finden sein muss. Gudati kämpft gegen den Geist, der seine Gedanken beeinflusst. Er kann nicht verhindern, dass Saessbekker eine angebliche Meuterei initiiert, die es ihm ermöglicht, das Schiff alleine zu fliegen. Die hochrangigen Offiziere der Zentralebesatzung werden in Gewahrsam genommen. Und doch gelingt es dem Kommandanten ein Signal zu aktivieren, der es der NIKE QUINTO ermöglicht der TOSTAN zu folgen. Auch die Bordpositronik des Schlachtkreuzers ist misstrauisch. Einige Offiziere können sich befreien und verstecken.
Während sich an Bord ein Widerstand bildet, hat auch Monkey einen Plan, wie er auf den Schlachtkreuzer kommt. Zusammen mit der Thesan will er den Vorkommnissen auf den Grund gehen. Ihn erwarten aber mit den beiden Tomopaten zwei Gegner, die er selbst als Oxtorner nicht unterschätzen darf.
 
Autor Michael Marcus Thurner scheint ein Faible dafür zu haben, wenn es darum geht, Konflikte an Bord von Raumschiffen zu schildern. Insbesondere Schreckensszenarien der Art, dass fremde Invasoren oder durchgedrehte Positroniken gegen Leib und Leben der Besatzung vorgehen. Zur exquisiten Liste von Raumschiffen, die Thurner zum Horrorszenario für ihre Besatzungen werden ließ, zählen die GEMMA FRISIUS, die JULES VERNE, die ORION, die GORATSCHIN und nun die RATBER TOSTAN.
Ein Phersune mit einer besonderen Fähigkeit ist es diesmal, der Angst und Schrecken verbreitet. Saessbekker ist uns schon bekannt. Thurner war es, der die Figur in 3016 das erste Mal verwendete. Als Hirngespinst, als Dämon. Nun als Schulterreiter, der dem Kommandanten beeinflusst. Ihn gegen seinen Willen Dinge tun lässt. Und ihn als Dummerchen bezeichnet. Was so harmlos und wie eine Neckerei klingt, entpuppt sich als tödliches Spiel. Außerdem verbreiten die Tomopaten Tod und Zerstörung auf dem Schiff. Der Roman bringt ein wenig Licht in eine Ungenauigkeit des Vorgängerromans, als Zemina Paath die Abbildung eines Phersunen nicht erkannte. Nun erinnert sie sich vage.
In dieser Geschichte schien kein Platz für eine detaillierte Figurencharakterisierung. Aber der Autor schafft für Daan Gudati einen Hintergrund. Einen, der erklärt, warum er Wege findet, um den ungebetenen Gast hinters Licht zu führen. Und einen, der sogar ein wenig die Eigenarten seiner ebenso unfreiwilligen Heimatwelt Oxtorne zur Sprache bringt. Der Roman hat mir gut gefallen. Der Cliffhanger am Ende drängte sich geradezu auf. Doch zunächst wechselt das Geschehen wieder zu Perry Rhodan.

Ansichten zu Star Wars IX – Der Aufstieg Skywalkers

Der Aufstieg Skywalkers – Star Wars IX
Den Film habe ich, wie auch schon den Vorgänger, nicht im Kino gesehen. Gestern Abend habe ich ihn mir nun auf Blu-ray angeschaut. Die Story ist recht simpel gestrickt. Die dunkle Seite der Macht hat die letzten Jahre dazu genutzt, eine riesige Flotte von Sternzerstörern auf einem verborgenen Planeten zu bauen. Ein schon tot geglaubtes Mitglied der Sith ist wieder erstarkt und schickt sich an, die Galaxis zu unterwerfen. Rey (Daisy Ridley), Finn (John Boyega) und Poe (Oscar Isaac) müssen ein Artefakt der Sith in ihre Hand bekommen, der sie zur verborgenen Welt führen soll. Schon Luke Skywalker hat danach gesucht. Ihre Bemühungen werden ein ums andere Mal von Kylo Ren (Adam Driver) torpediert, der Rey auf die Dunkle Seite der Macht ziehen will.
Wie auch schon die Vorgängerepisoden setzt auch der letzte Teil der Saga auf die stets gleichen Elemente der 40-jährigen Star Wars-Geschichte. Die Dunkle Seite der Macht will mit einem mächtigen Kriegsinstrument die Galaxis unterwerfen und eine Schar von Rebellen will dies vereiteln. Regisseur J.J. Abrams, der seinerzeit bei der Neuauflage von Star Trek im Kino viel Mut zeigte, präsentiert mit Star Wars IX eine kraftlose Story. Immerhin kann der Film mit rasanter Action punkten und hat auch die eine oder andere Wendung. Die Anknüpfungen an die alten Filme und die früheren Darsteller entfalten bei mir nur wenig Wirkung. Dazu sind sie zu zahlreich und zu bemüht. Beispielweise Leas Auftritte oder Han Solo, als er Ben ins Gewissen redet. Überhaupt weckt der Film nur wenige Emotionen bei mir. Das Geschehen in Episode IX lässt mich weitgehend kalt. Etwas Atmosphäre entwickeln die Szenen, die auf Exegol spielen, wenn sich dort Kylo Ren und Rey durch die riesigen Statuen bewegen. Atmosphärisch und emotional wirkt nur das Ende auf mich. Rey sucht das Haus auf Tatooine auf, in dem Luke seine Kindheit verbrachte. Das von John Williams komponierte Stück „Reys Theme“ untermalt die Szene mit den beiden Sonnen wunderbar. Das ist gelungen. Eine Neuauflage in Form einer weiteren Trilogie braucht es nach diesem Ende nicht mehr.

 

Ansichten zu Perry Rhodan Mission SOL 2 Heft 03

Zielpunkt Nebelzone – von Olaf Brill
Während die SOL bei der Ritterwelt Kessaila verharrt, ist die CALAMAR, mit Roi Danton an Bord, unentdeckt geblieben. Die besondere Korvette ist mit einem leistungsfähigen Ortungsschutz von Varantir ausgestattet worden. Nun bildet das Schiff die Eingreifreserve, falls die SOL sie benötigt. Etwa 20 Spezialisten bilden die Besatzung. Einer von ihnen ist Ennyas Anchi. Der auf Evolux geborene Solaner-Nachfahre ist mit seinen 22 Jahren ein Frischling. Trotz seiner Unerfahrenheit hat Roi Danton ihn persönlich ausgewählt. Und Anchi hat nicht die geringste Ahnung, warum er ausgesucht wurde. Er hatte sich für die von Roi Danton gegründete Nachwuchsschmiede beworben. Allerdings wurde er abgelehnt.
Er wird Dantons Stellvertreter an Bord, Peet Matabiau, vorgestellt. Der sorgt dafür, dass Ennyas Anchi in den folgenden Tagen eine Ausbildung erhält. Seine Trainerin ist Minon Crompton, eine Positronikspezialistin. Nach Tagen der Ausbildung bekommt die CALAMAR einen Datensatz der SOL zugespielt. Es sind Koordinaten einer geheimen Waffenschmiede von BARILS Rittern, die Perry Rhodan erbeutet hat. Roi Danton soll sich dort umsehen.
Die CALAMAR erreicht nach drei Tagen ein Sternsystem, das noch in der Entstehung begriffen ist. Das Zentralgestirn wird nur von Staubmassen umkreist, die erst in Jahrmillionen Planeten bilden werden. Eine 1500 km durchmessende Nebelzone erregt die Aufmerksamkeit der Solaner. Zahlreiche Raumstationen umkreisen die Zone, die offensichtlich mit Projektoren errichtet wurde. Dazu kommt ein riesiger Schiffsverkehr unterschiedlicher Spezies. In all dem Trubel setzt ein Team von der CALAMAR auf eine der Stationen über, um Informationen zu sammeln. Roi Danton, Peet Matabiau, Minon Crompton und Ennyas Anchi bringen in Erfahrung, dass die Stimme BARILS, also der höchste Ritter in diesem Orden zusammen mit Vertretern der Chaos-Mächte an einem extrauniversellen Portal arbeitet. Das Team kann eine besondere Station erreichen. Dort ist auch eine Skapalm-Bark TRAITORS eingeschleust. Mit dem Eintreffen von Haldukass, der Stimme BARILS und Krefferk, einem Diener des Chaos, gerät das Team in Gefahr und sucht nach einem Ausweg.
 
Roi Danton würde eine stärkere Rolle in dieser zweiten Mini-Serie um die SOL spielen. So glaubte ich. Das Absetzen der CALAMAR mit dieser Figur an Bord deutete dies auch an. Und tatsächlich spielt Roi Danton in diesem Roman von Olaf Brill eine größere Rolle. Größer beinahe, als in den 12 Romanen der ersten Serie zusammengenommen. Und doch ist er nicht die Hauptfigur. Die ist ein anderer. Ennyas Anchi, ein Neuling. Olaf Brill schildert alle Geschehnisse aus der Sicht dieses Jungsolaners.
Und dessen Sicht ist eine emotionsgeladene Sicht. Eine mit Höhen und Tiefen. Ennyas Anchi ist nicht gerade eine Figur, die ich nach den ersten Zeilen als sympathisch einstufte. Was nicht unbedingt gleich zur Abwertung führt. Es gibt genügend andere Figuren, die ich als unsympathisch empfinde. Und deren Auftreten ich dennoch mit Begeisterung folge.
Die Figur des Ennyas Anchi wird an der Seite einer noch jüngeren Figur eingeführt. Der Autor gibt das Alter der beiden mit 22 und 20 an. Junge Erwachsene. Stilmäßig fühlte ich mich eher an Jugendliche erinnert. Und der Roman schien auf den ersten Seiten eher ein Jugendabenteuer zu werden. Die Dialoge und Handlungen wirkten so grün wie ihre Figuren. Dörfler eben, wie der Autor mehrfach betont. Damit folgt die Serie auch im 2. Zwölferblock den schon eingeschlagenen Pfaden aus der ersten Mini-Serie. Man nehme einen Unsterblichen und kombiniere diesen mit einfach gestrickten Figuren vom Land.
Nach den ersten Seiten und nachdem Anchi auf seine Mission geht, verweht dann glücklicherweise weitgehend der Stil des Jugendabenteuers. Passagen, die eher einem Jugendroman glichen, wechselten sich nun ab mit Abschnitten, die näher am Niveau der EA lagen. Ohne dies allerdings zu erreichen. Die Gefühlswelt Anchis nimmt zunehmend eine beherrschende Rolle ein. Die ist anfänglich jugendlich-arrogant. Anchi wird als „gönnerhaft“ beschrieben. Doch er ist auch wissbegierig. Er will auch nicht alles über Hypnoschulung erlernen. Er stellt eigene Recherchen an. Allerdings ist Geduld nicht seine Stärke. Er überschätzt seine Fähigkeiten. Und er verbreitet Lügen, um andere in ein schlechtes Licht zu stellen. Das ist allerdings keine Unerfahrenheit, die er da an den Tag legt. Das ist schlechter Charakter. Aber Figuren sollen ja auch eine Entwicklung machen. Die macht Anchi tatsächlich. Nur ist diese Entwicklung holprig und wirkt an einigen Stellen gekünstelt, bzw. hinausgezögert. Denn Olaf Brill drückt zwischenzeitlich auf die Bremse. Er lässt an entscheidenden Stellen nicht die Reaktionen anderer Figuren zu, die der Entwicklung der Figur des Jungsolaners förderlich gewesen wären. Besonders deutlich wird dies in zwei Passagen. In der einen lügt Anchi über einen Vorfall, während eines Einsatzes von Matabiau. Er behauptet, dies so von Meyun erfahren zu haben. Seine Gesprächspartnerin ist Crompton. Die war dabei und erkennt also, dass der Junge Lügen verbreitet. Doch statt aufzuklären und den Jungen gleich in die Schranken zu weisen, lässt der Autor die Figur eine andere Rolle spielen. Warum eigentlich? Nur damit sie ein wenig eingeschnappt ist? Der Autor lässt nicht die naheliegende Antwort von Crompton zu, bzw. erst ganz am Ende. Und auch da werden die Reaktionen nicht plausibel geschildert. Deutlich wird dies im Gespräch zwischen Anchi und Crompton an Bord der Space-Jet. Anchi will wissen, warum er ausgewählt wurde. Und verspürt bei den „Erklärungen“ Cromptons „kalte Wut“, die in ihm aufsteigt. Dabei sind die Erläuterungen eigentlich geeignet, seinen Stellenwert in der kleinen Gruppe zu erhöhen. Doch Brill will die einfachen Emotionen wohl noch längere Zeit „pflegen.“ Er verzichtet darauf, die Auswahlentscheidung durch Crompton mit dem nötigen Nachdruck zu vertiefen und damit das Selbstwertgefühl von Anchi zu steigern. Stattdessen wird die Figur in ihrer Gefühlswelt „ungeeignet“ für diese Mission zu sein, noch bestärkt. In dieser Szene fehlte es an einer Ohrfeige für den Protagonisten.
Seite 48: „Das verstand Anchi. Als er über Matabiau gelästert hatte, da hatte er in Wahrheit dasselbe Urteil über Crompton gefällt. Deswegen hatte sie so gallig reagiert.“
Nö, lieber Autor. Das war es nicht. Anchi hatte an der Stelle zwar gelästert aber Crompton hätte ohne Probleme seine Lüge mit dem Stolpern auflösen können. Und nicht nur ohne Mühe. Es wäre, das sie ja dabei gewesen war, auch naheliegend gewesen, den Neuling in die Schranken zu weisen. Stattdessen reagiert sie tagelang abweisend. Sorry, aber das sind einfach arg konstruierte Inhalte, die selbst bei Dreifachdummköpfen (Begriff aus dem Roman) deplatziert erscheinen und nur einem einzigen Zweck dienen. Diese unpassenden Emotionen noch eine Zeitlang als ein Makel den Figuren aufzudrücken, statt sie zu entwickeln. Doch die Figur bleibt erst mal wie sie ist. Schade!
Manche geschilderte Emotion oder Reaktion scheint im Widerspruch zum ansonsten geschilderten Gefühlsleben des Protagonisten zu stehen. Nicht falsch, aber irgendwie auch nicht passend. Der gleiche Anchi, der so dumme Lügen verbreitet, weil er glaubt, darüber mit anderen schwätzen zu können, hegt plötzlich aber auch andere, sensiblere Gedanken, als er sich die Zukunft des Mauritiussystems in Jahrmillionen vorstellt.
Anchis Gefühlskurve ist schon eine rechte Zick-Zack-Line. Und seine Überlegungen sind ebenfalls sprunghaft. Manche Schilderung lässt sich natürlich seiner Unerfahrenheit unterordnen. Schließlich schildert der Autor seine Geschichte aus der Perspektive von Anchi. Aber es lässt sich eben nicht alles darunter summieren. Beispielsweise als sie an Bord von S-1 gehen. Die Kontrollen, wenn man sie als solches überhaupt bezeichnen kann, regen Anchi zu der Überlegung an, dass Dantons Zellaktivatorchip entdeckt werden könnte, wenn sie gescannt würden. Auch das ist nicht verkehrt. Allerdings wäre eine andere Überlegung naheliegender gewesen. Nämlich dass sie auffliegen würden, da sie gar keine Fengolyonen sind, sondern eben Terraner. Die haben 1 ID-Karte geklaut, und 1 Schiff und sonst keine Tarnung betrieben. Diese Überlegung, hinsichtlich eines Datenabgleichs zwischen Aussehen und Gästen, kommt vom Autor tatsächlich später noch. Und zwar dann, als sie in die vier zugewiesenen Quartiere angelangt sind. Ich bevorzuge Lektüre, in der die Figuren zu dem Zeitpunkt, in dem etwas geschieht, naheliegende, zur Situation passende Überlegungen anstellen. Olaf Brill hingegen „schiebt“ naheliegende Gedanken und Reaktionen der Figuren zwei Seiten später als Beschreibung oder Beobachtung hinterher. Die Geschichte entfaltet dadurch keine Schlagkraft. Und dann sind die nachgeschobenen Erklärungen auch noch unvollständig. Angefordert waren sieben Fengolyonen. Danton und Co sind jedoch nur vier. Auch hier müssten Interaktionen zwischen Stationspersonal und dem Einsatzteam eingeschoben werden. Um einfach mehr Spannung zu generieren! So bleibt vieles harmlos.
Ich haderte mit dieser Figur. Es gelang mir nicht immer, mich als Leser auf die Figur einzulassen. Und es gab auch andere Passagen, die mich irritierten. Die CALAMAR nähert sich der Nebelzone getarnt. Allerdings macht sie den Anflug durch den Staubgürtel. Nun kenne ich zwar die Wirkungsweise des Ortungsschutzes nicht. Allerdings kennt ihn Danton auch nicht. Von daher könnte sich die Korvette durch den Flug innerhalb des Staubgürtels verraten, weil sie die Materie beeinflusst. Nun, das Manöver blieb ohne Auswirkung. Nur ich machte mir Gedanken darüber.
Die Erfolge des Teams sind übrigens einzig auf lasche Kontrollen zurückzuführen. Der Supermarkt bei mir um die Ecke hat härtere Kontrollen am Einlass und im Markt selbst. Deplatziert wirken auch andere Gedanken, die der Autor seiner Figur Anchi mitgibt. Der beobachtet auf S-1 Wesen, die allesamt ihrer Arbeit nachgingen. Und kommt zu dem Schluss, dass es an Bord offenbar keine Zivilisten gäbe. Schon merkwürdig. Zivilisten arbeiten also nicht!
Am Ende zeigt Anchi Skrupel. Er kann nicht auf Krefferk schießen. Matabiau bescheinigt ihm, dass dies sogar gut sei. Denn wenn er ohne Training auf Krefferk geschossen hätte, wäre er ein kaltblütiger Mörder. Und so einen wollen sie im Team nicht haben. Und was ist jetzt der Umkehrschluss aus dieser Szene? Mit Training wäre es in Ordnung, ein kaltblütiger Mörder zu sein? Oder nur Kaltblütig, weil ein etwaiges Training ihm diese Handlung nun erlaubt? Oder ein Mörder, weil er ein Training genossen hat? Oder erlaubt es das Training zu differenzieren, wen man töten darf und wen nicht?
Mein Fazit: Eine Geschichte und eine Figur, mit der ich leider nicht warm wurde.