Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2988

Die HARUURID-Mission – von Michelle Stern – Handlung:
Perry Rhodan, Monkey, Orla Trant und Spartakus Galouye folgen Puoshoor durch den Hooris-Transmitter. Sie landen auf einer Leerraumfähre der Thoogondu. Vom Flüchtigen keine Spur. An Bord der AJATTI ist die Gäonin Abelone Jochanson für die Sicherheit zuständig. In den vergangenen Tagen wurde die Besatzung mit widersprüchlichen Informationen konfrontiert. Sie betreffen Puoshoor und seine Stellung als Garant, die plötzlich in Frage gestellt wird. Als Jochanson die Ankunft der vier Verfolger bemerkt, lässt sie sie entwaffnen und inhaftieren. Aber sie meldet es nicht weiter. Puoshoor selbst ist sicher, dass Rhodan ihm folgen wird. Er erreicht die HARUURID, wo seine Gespielin Mazuurah ihn erwartet. Er bereitet sich auf die letzte finale Auseinandersetzung mit Rhodan vor.
Nach Tagen im Gefängnis und etlichen Gesprächen mit Abelone Jochanson kann Perry Rhodan die Gäonin von seiner Sicht der Dinge überzeugen. Jochanson gibt dem Unsterblichen wertvolle Informationen. Der Flug geht zur Kleingalaxis Sagittarius. Dort will Puoshoor Verbündete für seine Invasion der Milchstraße verpflichten. Das Volk der Gursüy, ein Brudervolk der Jülziish, steht bereit, denn angeblich wurden deren Welten von Terranern der LFG angegriffen. Monkey sind diese Anschuldigungen bekannt. Auf Bitten Gatas sollte eine Untersuchungskommission in die Kleingalaxis reisen. Jochanson ist auch Seltsames aufgefallen. Sie benennt Joel Moore, den Kommandanten der KORS DANTUR. Der Gäone verhält sich seit einiger Zeit sehr merkwürdig. Rhodan vermutet eine Gedächtnismanipulation der Thoogondu dahinter. Er drängt Jochanson, ihn und sein Team an Bord der KORS DANTUR zu bringen.
Dort angekommen geraten Rhodan und seine Begleiter wieder in Gefangenschaft. Diesmal von Moore. Tatsächlich gibt sich Moore aber keine große Mühe mit seinen Gefangenen. Er gibt ihnen sogar die Gelegenheit, auszubrechen und eigene Ermittlungen anzustellen. Das Ziel der Ermittlungen von Perry und Monkey ist ein gondisches Schiff in einem Hangar. Gäonische Soldaten werden dort geimpft und an Bord einer Gedächtnismanipulation unterzogen. Und auch Trant und Galouye sammeln Beweise. Auch Joel Moore kann schließlich von Perry Rhodan vom Unrecht der Thoogondu überzeugt werden.
Gemeinsam will man Puoshoor auf der HARUURID überlisten. Doch der ist bereits von einem Getreuen über die Lage informiert worden. Als ein angeblich gefangener Agent der USO auf die HARUURID überstellt wird, schnappt die Falle zu. Spartakus Galouye, der den Gefangenen mimte, kommt ums Leben. Perry Rhodan und den anderen aber gelingt es, der Falle zu entkommen. Dabei stoßen sie auf Vertreter der Gursüy, die sich an Bord aufhalten. Auch hier kann Perry Rhodan Überzeugungsarbeit leisten.
Perry Rhodan, Monkey und Orla Trant können Puoshoor und Mazuurah aufspüren. Beim Kampf hintergeht der angebliche Gondu auch seine Gespielin, die sich daraufhin auf die Seite der Terraner schlägt. Puoshoor wird von ihr und Rhodan getötet. Die Leerraumfähre bringt Rhodan, Monkey und Trant zurück zur Hundertsonnenwelt, wo es Puorengir inzwischen gelungen ist, dank der jüngsten Ereignisse, die Thoogondu auf ihre Seite einzuschwören. Das Goldene Reich zieht seine Streitkräfte aus der Milchstraße ab. Die junge Herrscherin wird noch viel Zeit benötigen, um die neue Gilde zu zerschlagen.

 

Rezension:
Michelle Sterns Roman bringt einen Handlungsstrang zu einem Ende, der mit dem Jubiläumsband eröffnet wurde. Ich bin erleichtert. Die Thoogondu waren mir von Anfang an unsympathisch. Und deren „glühende“ Anhänger, die Gäonen, ebenso. Die Erleichterung wird aber auch etwa geschmälert. Nämlich über das Zustandekommen, über das „Wie“ dieses Endes.
An der Story selbst störte mich, dass zum absoluten Höhepunkt der Thoogondu-Thematik eine weitere Gefahr, die des Jülziish-Volks aus einer vorgelagerten Kleingalaxis „erfunden“ werden musste, um den Thoogondu-Strang abzuschließen. Das ist wie ein Krimi, bei der eine während des ganzen Falls nicht in Erscheinung getretene Person unmittelbar vor der Aufklärung eines Mordes ins Rampenlicht tritt, und sang- und klanglos wieder verschwindet. Das mag ich nicht. Und dann setzt die Autorin noch eins drauf und holt Puoshoors Gespielin aus jahrelanger Versenkung, um ihr den entscheidenden Schlag zuzuschreiben. Wenn ich es positiv beschreiben müsste, dann steht der Bösewicht am Ende ganz alleine da, während Perry Rhodan den Erfolg mit der Rekrutierung von Verbündeten erzielt. Aber ich sehe es ein wenig anders. Ein bislang gar nicht in Erscheinung getretenes Element wird überraschend aber für mich nicht überzeugend in den Ring geworfen und ein anderes Element, an das man sich als Leser kaum erinnert, ebenso.
Ich hätte mir für den Roman mehr „Aufklärungserlebnisse“ von Perry Rhodan gewünscht. Auch hinsichtlich der Gilde. Die Erfolge, die der Held erzielt, sind gut geschrieben und beschrieben. Sie sind es jedoch nur für die Hintergangenen in dem Roman. Nicht für den Leser, der das alles schon kannte.

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