Articles for the Month of August 2017

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2922

Die Nacht der 1000 – von Uwe Anton – Handlung:

Auf Gäon befindet sich Tysper Tauschlag auf Menschenjagd. Für seinen unbekannten Auftraggeber soll er den Gäonen Zaidan ausschalten. Der Gejagte hat Informationen über ein Attentat, das Tauschlag durchführen wird. Zaidan darf damit weder seine Unterstützer erreichen noch an die Öffentlichkeit gelangen. Der Soldat Tysper Tauschlag ist bestens gerüstet. Seine Pedgondit-Rüstung macht ihn fast jeden Gegner überlegen. In einer Kleinstadt kann er schließlich Zaidan töten, ohne dass jener noch Informationen weiter geben kann. Nun endlich kann sich Tysper Tauschlag den Vorbereitungen des Anschlags widmen. Sein Auftraggeber ist der Ansicht, dass gute Chancen bestehen, dass Perry Rhodan während des Banketts zur Nacht der 1000 eingeladen wird. Somit würden Zeit und Ort des Anschlags feststehen.

Inzwischen ist Perry Rhodan in der Hauptstadt Aponte am Sitz der Regierung angelangt und wird von der Solastratorin Cassandra Somerset empfangen. Bevor es zum Bankett geht, sucht Perry Rhodan ein Gespräch unter vier Augen mit Somerset. Obgleich sie ihm sympathisch erscheint, ist sie in wichtigen Punkten wenig auskunftsfreudig oder ihr scheint das Wissen zu fehlen. Gerade die Partnerschaft mit den Thoogondu wird von ihr nicht hinterfragt. Als Rhodan nachhakt, zieht sie die Gondu-Kontakterin Lupita Shona und den Thoogondu Doomadh hinzu. Rhodan erkennt, dass die Informationsbeschaffung des ZSI über das Gondunat läuft. Seine Hinweise, dass Informationen aus Erster Hand eine andere Qualität hätten, werden ignoriert. Auf die Vorfälle angesprochen, die zur Zerstörung eines Sonnensystems in der Milchstraße führten, weisen alle Beteiligten eine Mitschuld zurück. Doomadh sichert eine Untersuchung zu.

Während des Banketts sammelt Perry Rhodan weitere Eindrücke, auch solche, die ihm nicht behagen. Gegenüber einigen seiner Begleiter, dem Kamashiten Shalva Galaktion Shengelaia und auch dem Medienwart Col Tschubai zeigen sich die Gäonen sehr distanziert. Große Aufmerksamkeit genießt hingegen der Posbi Ariel. Bevor Rhodan Schlüsse ziehen kann, wird er abgelenkt. Er soll eine Rede halten und seine behutsamen Vorschläge eines gegenseitigen Austausches werden vom Thoogondu Doomadh skeptisch kommentiert. Als dann auch noch Sternenadmiral Arbo P. Dannan erscheint, den Perry Rhodan für den starken Mann im ZSI hält, ist das lockere Bankett zu Ende. Aber die beiden Journalisten Shari Myre und Vektur Basch bitten Rhodan um ein Interview, dem dieser zusagt. Zu einem beliebten Senderformat, der Nacht der 1000, soll es stattfinden. Da dies erst in drei Tagen über die Bühne gehen soll, steigen Perry Rhodan und seine Begleiter im Rosewood Palace ab. Auch Tysper Tauschlag weiß nun, wo er zuschlagen soll und trifft seine Vorbereitungen.

Erneut macht Perry Rhodan die Beobachtung, dass insbesondere seinen umweltangepassten Begleitern offene Abneigung entgegenschlägt. Bei einer Fahrt durch die Stadt skandieren Gäonen auch gegen Rhodan ablehnende Rufe und der Kamashite trifft auf offene Ablehnung. Die Gesellschaft der Gäonen ist zumindest teilweise rassistisch. Der Unsterbliche wird über die Erkenntnisse, die auf dem Gasriesen Byleist gewonnen wurden, informiert.

Am 18. November 1551 NGZ findet im Amphitheater in Aponte die Nacht der 1000 statt. Neben Perry Rhodan wird auch Arbo Perikles Dannan begrüßt. Cassandra Somerset ist als Zuschauerin unter den 1000 Gästen. Rhodan wird von einem TARA geschützt, während Dannan einen Soldaten in Pedgondit-Rüstung und einen Roboter mitbringt. Perry Rhodan wird gefragt, warum er damals seine Stellung als Großadministrator aufgegeben hatte und auch persönliche Fragen gehen an den Unsterblichen. Rhodan nutzt die Gelegenheit, um auch sein Missfallen gegenüber den Weg des ZSI auszudrücken, der ihm zu eng mit dem Goldenen Reich verknüpft sei. Es kommt zu einem Disput zwischen Rhodan und Dannan. Und Rhodan konfrontiert Dannan mit dem Projekt Q-Zündung.

Rhodan erhält keine Gelegenheit die Reaktionen seines Gegenübers abzuschätzen, denn in dem Moment geschieht ein Attentat. Aber von unerwarteter Seite. Der TARA fährt seine Waffenarme aus und feuert auf Dannan. Rhodan kann den Admiral gerade noch zur Seite schleudern. Dessen Begleiter feuern auf den TARA. Es kommt zum Kampf, bei dem der gäonische Roboter vernichtet wird und der TARA nunmehr auf Somerset schießt, die vom Posbi Ariel gerettet wird, der danach den TARA attackiert. Schließlich wird der TARA überwältigt und seine Reste von dem Gäonen in der Rüstung gründlich zerstrahlt.

Niemand wurde getötet, Somerset aber in eine Klinik gebracht. Dannan greift die Terraner wegen des Vorfalls scharf an. Doch Rhodan blockt ab. Ariel überrascht Rhodan. Es ist dem Posbi gelungen, dem irregeleiteten TARA einige Fragmente zu entreißen. Die belegen, dass der TARA eine Kopie war. Ein hochwertiger Transmitter mutmaßlich Thoogondu-Technologie hat den Roboter präzise gegen ein Duplikat ausgetauscht. Rhodan sucht Somerset auf und weiht sie ein. Sie war vermutlich Ziel des Attentats. Sie suchen gemeinsam den Vorgänger der Solastratorin, Syllester Ford, auf. Dannan will unbedingt dabei sein. Mit einem Trick bringt Somerset den Admiral dazu, gemeinsam das Haus zu verlassen, so dass Rhodan und Ford alleine reden können. Der berichtet, dass er einem Komplott auf die Spur gekommen sei. Zaidan hatte ihn informiert. Ford vermutet die Thoogondu oder die Abwehr des ZSI dahinter. Rhodan verdächtigt Dannan und Ford widerspricht nicht. Projekt Q-Zündung kennt er nur von Gerüchten. Möglicherweise ein Raumschiff aus Gäonen- und Thoogondu-Technologie.

Perry Rhodan lädt die beiden Journalisten während eines Live-Interviews an Bord der RAS TSCHUBAI ein. Die Einladung wird auf Somerset und Ford ausgedehnt. Tysper Tauschlag hat versagt. Im Beisein seines Auftraggebers schluckt er eine Giftkapsel. Als letzte Wahrnehmung sieht er Arbo P. Dannan.

Rezension:

1000 Romane nach dem Einstieg von Uwe Anton in die EA darf der Autor seinen persönlichen Jubiläumsband schreiben. Mit dem bezeichnenden Titel „Die Macht der 1000“ liefert Uwe Anton eine Mischung aus Politik, Ränkeschmieden, Komplotte, Attentate und ein wenig SF ab. Obwohl mir der Schreibstil und der geradlinige Aufbau zusagten, folgte die Geschichte für meinen Geschmack zu sehr bekannten Mustern.

Die Ausflüge in die Politik, die mehr oder weniger regelmäßig bei offiziellen Erstkontakten in der Serie gepflegt werden, enden mit dem unvermeidlichen Attentat. Natürlich lebte die Geschichte insbesondere in der ersten Hälfte vom Geheimnis um das eigentliche Ziel des Attentäters Und auch um die Identität des Auftraggebers wird ein Geheimnis gemacht. Aber das waren auch die einzigen Inhalte, die mich bei der Stange hielten. Erst mit den Ereignissen im Amphitheater und den Aktionen danach kann der Roman bei mir stärker punkten.

Der dritte Roman in Folge, der im Reich der Gäonen spielt und trotzdem wissen wir kaum, wie sie ticken. Die größte Herausforderung dieser Geschichte war zweifelsohne die Darstellung eines ganzen Imperiums auf begrenzten Heftromanraum. Der Autor bringt viele Figuren ins Spiel. Der Attentäter ist von Anfang an bekannt und seine Vorbereitungen werden ausführlich geschildert. Und auch der Architektur widmet der Autor etliche Zeilen. Alleine die wichtigsten Elemente der Story, die Hauptdarsteller, die Gäonen, bleiben blass in der Geschichte. Alle sind irgendwie nett aber unverbindlich. Oder schön, aber uninteressant. Oder hart aber ohne mal ein paar überraschende Charakterzüge zu zeigen oder mit ungewöhnlichen Lebensläufen zu punkten.

Das diplomatische Geplänkel alá „ich tue dir nicht weh, also tue mir auch nicht weh“ hätte man kürzen können. Erst ab dem Duell im Amphitheater werden echte Emotionen geschildert. Ein aggressiver Perry Rhodan ist ungleich besser als der zuvor geschilderte Rhodan, der in der ersten Romanhälfte ein wenig zu viel Weichgespültes in den Mund gelegt bekommen hat.

Aus Zyklussicht betrachtet waren die drei Romane um das ZSI keine Offenbarung. Das muss beim nächsten Besuch dort mal richtig zur Sache gehen.

 

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2921

Die Gewitterschmiede – von Michael Marcus Thurner – Handlung:

Die RAS TSCHUBAI hält sich im zentralen System des Zweiten Solaren Imperiums auf. Während Perry Rhodan auf Gäon unterwegs ist, obliegt dem Epsaler Odin Goya die Bewachung von Gi Barr. Der Gäone überrascht Goya und kann entkommen. Er kann seine Rüstung mit der Neurotronik Yester an sich bringen und die RAS TSCHUBAI verlassen, die sich gerade in der Nähe des Gasriesen Byleist aufhält und Daten sammelt. Odin Goya ist angefressen. Durch seine Schuld konnte der Gäone entkommen. Er ringt Kommandant Cascard Holonder das Einverständnis ab, sich an die Fersen des Flüchtigen zu heften und ihn zurückzubringen. Holonder gibt ihm den Infanteristen Karl Marginson und den Posbi Gustav mit. Letzterer verfügt über starke Ortungsgeräte.

Mit einem HALLEY-Jäger macht sich das Trio auf die Suche nach Gi Barr, der sich in die Atmosphäre Byleists abgesetzt hat. Die extremen Umweltverhältnisse des Gasriesen erschweren die Suche. In tieferen Schichten tummeln sich Lebewesen, die Energie aus den Blitzen der Atmosphäre tanken. Die Gewitterwale werden auch dem HALLEY-Jäger gefährlich und beschädigen ihn so stark, dass Odin Goya und Karl Marginson aussteigen müssen und die Suche mit den SERUNS fortsetzen. Gustav bleibt zurück und treibt die Reparatur am Jäger voran.

In tieferen Schichten der Gashülle, in der keine Gewitterwale mehr unterwegs sind, orten die beiden Verfolger endlich auch das Signal des Gäonen. Allerdings stellen sie auch Energiesignaturen von Stationen fest, die in der Atmosphäre treiben. Offensichtlich will der Gäone eine von ihnen erreichen, um dort per Funk Kontakt nach Gäon aufzunehmen.

Die Verfolger können in eine der kaum gesicherten Stationen eindringen. Sie ist seit Jahrhunderten verlassen und diente früher als Ausgangspunkt für einem Freizeitsport der Gäonen, die mit Flugdrachenähnlichen Gebilden durch die Gashülle Byleists schwebten. Wegen tödlicher Unfälle wurde das Ganze eingestellt. Immerhin können Goya und Marginson erneut die Spur des Gäonen aufnehmen. Als sie sich dem Flüchtigen nähern, prescht Karl Marginson vor und greift Gi Barr alleine an. Er bezahlt dafür mit seinem Leben.

Odin Goya folgt dem Gäonen und gelangt auf eine weitere Atmosphärenstation, in die zuvor auch Gi Barr eingedrungen ist. Dessen Rüstung ist im Kampf schwer beschädigt worden und auch Gi Barr ist verletzt. Goya erkennt in den Aufzeichnungen der Station, dass der Gäone auf etwas gestoßen ist. In der Gashülle Byleists wurde ein Projekt namens Gewitterschmiede vorangetrieben, von dem Gi Barr offensichtlich nichts wusste. Und der Gäone geht dem nach. Verfolgt vom Epsaler.

Die Gewitterschmiede entpuppt sich als ein riesiger mehrere Kilometer großer Komplex, der verborgen in der Gashülle des Planeten schwebt. Odin Goya geht an Bord der scheinbar verlassenen Station. Hier wurden früher Raumschiffe gebaut. Der Epsaler macht sich auf die Suche nach dem Entflohenen. Er findet aber nur dessen Rüstung und Visier. Der Gäone wurde gewaltsam aus dem Anzug gerissen. Und nun wird auch Odin Goya attackiert. Hybridwesen, die wie die Gewitterwale auf seine Energie aus sind. Der Epsaler nimmt die Rüstung des Gäonen an sich und flieht. In einem Versteck analysiert er die Situation. Der Gegner, der den Gäonen überwältigt hat, ist offensichtlich verrückt.

Das hat Gi Barr inzwischen auch erkannt. Ein grob humanoides Hybridwesen hat ihn in seiner Gewalt und will mit ihm verschmelzen. Gi Barr hält das Wesen hin und erlangt einige Informationen. Es ist der ehemalige Werftmeister, der nach einem Unfall mit der Biopositronik der Station verbunden wurde und noch den Bau eines Schiffes vollenden konnte. Der IWAN IWANOWITSCH GORATSCHIN. Inzwischen ist auch Odin Goya zur Stelle und kann Gi Barr aus seiner misslichen Lage befreien. Gemeinsam erhalten sie noch ein paar Antworten. Die GORATSCHIN ist ein Doppelkugelraumer aus zwei Schiffen der ACHILL-Klasse. Sie führt in einem geheimen Einsatz einen Verband von fünfzig Schiffen an. Mit dem Einsatz soll die Befreiung der Milchstraßenmenschheit eingeleitet werden. Die Mission läuft unter der Bezeichnung Q-Zündung.

Gi Barr und Odin Goya verbünden sich, um gemeinsam zum HALLEY-Jäger und zur RAS TSCHUBAI zurückzukehren.

Rezension:

Hauptakteur in Michael Marcus Thurners Roman ist der Gasriese Byleist. In dessen Umfeld sind die Figuren, die der Autor agieren lässt, nur Spielfiguren. Die Beschreibungen, mit denen der Autor den Planeten, bzw. dessen Gashülle zum Leben erweckt, haben mich beeindruckt.

Weniger beeindruckt hat mich das Figurenquartett, das der Autor in diese lebensfeindliche Umwelt schickt. Die Motive und Handlungen von Figuren sollten idealerweise an frühere Geschichten nahtlos anknüpfen, in der diese Figuren bereits auftraten. Im vorliegenden Roman trifft das auf GI Barr und Odin Goya zu. Gustav und Karl Marginson sind hingegen neu und möglicherweise Eigenkreationen von Thurner.

Fange ich mal mit Gi Barr an. In der obigen Zusammenfassung habe ich weitgehend nur die Perspektive des Epsalers geschildert, um die Ereignisse des Romans wiederzugeben. In der Geschichte selbst werden die Geschehnisse auch sehr häufig aus Sicht des Gäonen geschildert. Mir hat sich dabei nicht erschlossen, warum Gi Barr geflohen ist. Welche Ziele und Motive er verfolgt. Sicher, er war Gefangener der Terraner. Aber in den bisherigen Romanen entwickelte sich eine Art Kooperation zwischen ihm und Perry Rhodan. Es fehlt mir ein auslösendes Element für die Motivation von Barrs Flucht.

Odin Goya wurde bislang nur karg charakterisiert. Der Epsaler hat sich unglücklich mit Rhodans Entscheidung gefühlt, als Aufpasser des Gäonen eingesetzt zu werden. Nun, aus diesem Umstand kann zumindest der Schluss gezogen werden, dass dies die Flucht des Gäonen begünstigt hat. Somit passt Goya in die bisherige Linie. Dass dann alles, und wirklich alles so geschrieben wurde, dass der Gäone von der RAS TSCHUBAI fliehen konnte, ist wieder dem Autor anzulasten. Höhepunkt der Flucht ist zweifelsohne, dass der Gäone mit bloßen Händen einen TARA-Kampfroboter vernichtet (!) und einen zweiten beschädigt. Im gleichen Atemzug werden alle Spionsonden ANANSIS ausgeschaltet, ebenso wie alle stationären Helfer. Sorry, aber das war hanebüchener Unsinn!

Dem Epsaler wird von Michael Marcus Thurner noch das Nochurna mitgegeben. Eine Art ethischer Leitfaden, den die Epsaler auf ihrer unwirtlichen Welt entwickelt haben, um dem Planeten einerseits mit Mut und andererseits mit Respekt zu begegnen. Ein interessanter Ansatz, der im Geschehen des Romans allerdings nicht so richtig zündete bei mir. Die Ausflüge ins Nochurna kamen aus meiner Sicht immer zur Unzeit.

Gustav war der, inzwischen gewohnt, spleenige Posbi, der sich als Quasselstrippe erwies. Und Karl Marginson kam die Rolle des Redshirt zu. Über welche Qualitäten diese Figur verfügte, oder verfügen sollte, wie die Einführung versprach, habe ich nicht herausfinden können. Egal, er ist tot.

Geschichten wie diese, in denen die Dramaturgie über die Plausibilität triumphiert, sind nicht selten in der Perry Rhodan-Serie. Für meinen Geschmack hat es der Autor aber an einigen Stellen überzogen.

 

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2920

Die besseren Terraner – von Leo Lukas – Handlung:

Die RAS TSCHUBAI erreicht am 01. November 1551 NGZ Orionsland, einen Kugelsternhaufen oberhalb der Hauptebene von Sevcooris. Hier soll das Zweite Solare Imperium der Menschheit liegen. Mit dem MARS-Kreuzer BETTY TOUFRY stößt Rhodan weiter vor. Er will zunächst unentdeckt bleiben und Informationen sammeln. Gi Barr ist mit einem Aufpasser, einem Epsaler, mit dabei. Der Anblick eines Umweltangepassten lässt den Gäonen Gedanken anstellen. Warum es im ZSI keine solchen Menschen gibt.

Auf einem Gäonen-Planeten namens Lenleys Welt macht der Gäone Ulvik Gallodoro derweil eine ungewöhnliche Karriere. Ulvik ist nicht besonders geistreich und er ist ein Tollpatsch. Ständig passieren ihm Missgeschicke, die das Leben seiner Familie und anderer aus den Fugen geraten lässt. Teils mit beträchtlichen Schaden. Die Familie nimmt es notgedrungen mit Humor und bestätigt Ulvik von klein auf, ein Glückspilz zu sein. Ulvik glaubt das und erwirbt ein unerschütterliches Selbstvertrauen. Trotz schlechter schulischer Leistungen will er zur Raumflotte gehen und langfristig zum Geheimdienst. Er wird ausgelacht, aber tatsächlich stellt sich ihm ein Militärangehöriger vor, der ihm ein Angebot macht.

Ulvik Gallodoro wird untersucht und muss Tests über sich ergehen lassen. Hinter seinen scheinbar durch Missgeschicke ausgelöste Ereignisketten vermutet man eine Begabung. Doch trotz jahrelanger Untersuchungen kommt man zu keinem Ergebnis. Eine Parabegabung wird nicht gefunden. Allerdings auch keine Erklärung, warum es in der Umgebung von Ulvik immer wieder zu Unglücksfällen kommt. Ulvik Gallodoro wird in einem kleinen Büro am Raumhafen von Lenleys Welt eingesetzt.

Nicht nur die Gäonen haben Welten in Orionsland besiedelt, auch kleinere Völker erobern den Kugelsternhaufen. Perry Rhodan interessiert sich dafür, wie die Gäonen mit ihren kosmischen Nachbarn umgehen. Die CISTERNE, ein Transitionsraumschiff der Glossner hat sich ein strategisch wichtiges Sonnensystem zum Ziel gemacht. Zwar gibt es dort keine Welt im habitablen Bereich, aber einen Asteroiden, auf dem die Glossner einen Handelsposten errichten wollen. Die Khuluntur waren zuerst da und es kommt zu einem Scharmützel, bei der die CISTERNE schwer beschädigt wird. Ein Kugelraumschiff der Gäonen, die BETEIGEUZE erscheint und beendet den Konflikt. Unterwürfig gegenüber den Gäonen, wie Perry Rhodan beobachten muss, trennen sich die Konfliktparteien. Die CISTERNE wird von der BETEIGEUZE nach Lenleys Welt geschleppt und Perry Rhodan geht mit dem Siganesen Splendin Arangelis als blinder Passagier an Bord und macht die Reise mit. So gelangt der Unsterbliche mit seinem Partner auf eine Gäonen-Welt.

Für die freie Bewegung Perry Rhodans sorgt Splendin Arangelis. Während des Fluges hat er den ID-Chip eines Gäonen-Soldaten kopiert und verändert. Jeder Gäone trägt im ZSI einen implantierten Chip. Über Zugriffsebenen soll der Datenschutz eingehalten werden und der Chip enthält gleichzeitig Befugnisse, die seinem Träger vom ZSI gewährt werden. Perry mischt sich so gerüstet unters Volk und erkennt zwei Tendenzen. Die Mehrheit will das ZSI weiter aufrüsten und eines Tages in die Milchstraße zurückkehren und den Menschen dort den Platz an der Spitze der Völker zurückerobern. Die anderen wollen das auch, aber sie wollen nicht, dass das ZSI deswegen komplett in die Milchstraße umzieht.

Während sich Perry Rhodan weiter umsieht, kommt ihm Ulvik Gallodoro auf die Schliche. Dem tollpatschigen Gäonen ist der gefälschte Chip aufgefallen und er verfolgt Rhodan. Als er ihn stellen kann und mit der Waffe bedroht, kommt es zu einem der Unglücksfälle, die das bisherige Leben von Ulvik geprägt haben. Der Gäone wird dadurch bewusstlos und verliert die Erinnerung an die Begegnung mit Perry Rhodan. Perry Rhodan kehrt zur BETTY TOUFRY zurück und schleust schließlich in die RAS TSCHUBAI ein, mit der er dann nach Gäon fliegt. Er gibt sich zu erkennen und bekommt beim Empfang in der Hauptstadt Aponte eine Konfettiparade.

Rezension:

Nach einer kleinen Pause freute ich mich auf den Wiedereinstieg in die laufende Serie. Der Roman von Leo Lukas bot dazu, im Nachhinein analysiert, ideale Voraussetzungen. Einerseits wurde ich als Leser nicht mit überraschenden Entwicklungen konfrontiert, die den Wiedereinstieg hätten gefährden können, andererseits war die Geschichte routiniert geschrieben und bot, zumindest von den Figuren her, eine gut und flüssig zu lesende Geschichte. Es wäre interessant zu erfahren, ob die Figur des Ulvik Gallodoro einer real existierenden Person im Umfeld von Leo Lukas nachempfunden wurde. Als Filmliebhaber sehe ich auch eine gewisse Ähnlichkeit der Figur und den Unglücksereignisketten, die sie auslöst mit dem Komödianten Peter Sellers.

Dem Titel des Romans geht die Geschichte nicht so sehr auf den Grund. Zu sehr wird momentan die Frage offengehalten, inwieweit das Goldene Reich seine Völker, und somit auch das ZSI, manipuliert. Alleine die über sehr lange Zeiträume aufrechterhaltenen Gedanken der Bevölkerung an eine Rückkehr in die Milchstraße, bei derart gefestigten Strukturen, erscheinen derart abwegig, dass hier eine Beeinflussung vorliegen muss.