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31.10.2010 von Uwe Bätz.
Poster sind eine beliebte Beilage zu den Perry Rhodan Heftromanen. Die Drucke werden zumeist den Jubiläumsbänden beigelegt. Auch in einigen Sonderpublikationen sind Poster mit PR-Motiven herausgegeben worden. Diese Poster haben in der Regel die Größe A1 oder A2. Hier stelle ich ein Poster im XXXXL-Format vor. Zum Start der 5. Auflage im Oktober 1982 gab es zunächst für die Abonnenten gratis ein Riesenposter im Format ca. 360 cm x 254 cm!
Das Poster, eigentlich eher ein Werbeplakat, trägt das Motiv des Titelbildes von PR 1100 mit dem Schriftzug „Steig‘ ein in die Zukunft!“
Das Poster gab es später auch käuflich zu erwerben. Es wurde in einer stabilen Papprolle ausgeliefert.
Das Plakat besteht aus 8 Teilen. Jedes Teil ist ca. 90 cm x 127 cm groß, wobei 0,5 cm bis 1 cm auf die Klebekanten fallen. Der Lieferung liegt auch eine Anleitung bei, wie die Teile zusammenzufügen sind.
Beispielhaft zeige ich Teil 8 (unten rechts), das von Johnny Bruck signiert wurde.
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30.10.2010 von Uwe Bätz.
Duell an der Schneise - Handlung:
Die MIKRU-JON wird von fünf Globus-Raumern der Tryonischen Allianz eingekreist. Einer der Raumer, die PACADEMO, funkt das Schiff an. Deren Befehlshaber, ein Humanoid lemurischen Aussehens, stellt sich als Adentoco Porvistar vor und lädt Rhodan ein, ihn zu besuchen. Der „Einladung“ wird von den fremden Schiffen mit Fesselfeldern Nachdruck verliehen. Die MIKRU-JON wird in einen Hangar der PACADEMO gezogen. Bevor es zu einer Begegnung mit der Besatzung kommt, lässt Rhodan das Innere des Obeliskraumers tarnen. Die TARA-Roboter werden versteckt, die Raumlandesoldaten mimen auf „Unverdächtig“. Rhodan betritt mit Sergeant Sutter von den Young Boys und dem Konzept die PACADEMO. Die Empfangsdelegation setzt sich aus Vertretern von vier unterschiedlichen Völkern zusammen. In einem Konferenzraum werden Essen und Getränke gereicht. Adentoco Porvistar stellt seine Delegation als die Mitglieder der Völker Ator, Ana und Ashen vor. Rhodan errät daraufhin fast den 4. Namen des Volkes, dem Adentoco Porvistar selbst angehört, den Arki. In der Folge kommt es zu einigen diplomatischen Plänkeleien. Keine der Parteien will ihre Karten offenlegen. Die Tryonische Allianz erhebt allerdings Anspruch auf die Psi-Materie, die an der Außenhülle der MIKRU-JON verankert ist. Von TALIN ANTHURESTA scheinen die Gastgeber keine Kenntnis zu haben. Sie erbeuten jedoch immer wieder Psi-Materie, die in der Schneise materialisiert.
Zurück an Bord der MIKRU-JON stellt Rhodan erste Überlegungen hinsichtlich der genetischen oder vielmehr phonetischen Abstammung der 4 Völker an. Er vermutet, dass die Ator von den Hathor, die Ana von den Motana, die Ashen von den Shuwashen und die Arki von den Barkoniden abstammen.
Rhodan will mehr über die Tryonische Allianz erfahren und möchte sich in der PACADEMO umsehen. Mikru bekommt die Aufgabe, als Rhodan getarnt den Arki Adentoco Porvistar an Bord der MIKRU-JON zu empfangen und abzulenken. Derweil teleportieren Rhodan und Sutter mit Lloyd/Tschubai zunächst unbemerkt in den Globus-Raumer. Für die spätere Flucht platzieren sie neben Spionsonden auch einige Sprengkörper im Schiff.
In einem Mannschaftsquartier stoßen sie auf einen seltsamen Humanoiden, der nicht zu den Vertretern der vier anderen Völker zu passen scheint. Das Wesen scheint Angst zu haben. Um nicht entdeckt zu werden, teleportiert die Gruppe an einen anderen Ort. Schließlich werden ihre Aktionen doch von der Besatzung der PACADEMO bemerkt. Rhodan geht in die Offensive und sucht Adentoco Porvistar auf. Er setzt dem Arki ein Ultimatum, um die MIKRU-JON freizusetzen und abziehen zu lassen. Der Arki lässt die 3 Eindringlinge einsperren. Über einen Mikro-Roboter und den Informationen der Spionsonden erhalten die „Gefangenen“ die Information, dass der Flug zum Handelsstern JERGALL gehen soll. Die Tryonische Allianz scheint im Bunde mit der Frequenzmonarchie zu sein. Auch über die Schneise werden Informationen gesammelt. Demnach ist die Schneise ein sternarmes Gebiet von hoher Materiedichte im ehemaligen galaktischen Zentrum von Anthuresta. 10.000 Lichtjahre lang und mit 500 LJ Durchmesser.
Nach Ablauf des Ultimatums lässt Rhodan die Sprengkörper zünden. Die Gruppe gelangt zurück an Bord der MIKRU-JON. Sutter gelingt im Alleingang die Zerstörung der Hangarschotte, wobei er in den freien Raum gerissen wird und der Obeliskraumer kann die PACADEMO verlassen. Da tauchen mehrere Schlachtlichter der FM auf. Die MIKRU-JON kann gerade noch rechtzeitig den im Raum treibenden Sutter an Bord nehmen und die Flucht ergreifen.
Rezension:
Marc A. Herren setzt die Erlebnisse des Titelhelden aus seinem Roman 2563 fort. Der Roman war flott geschrieben und lebte von der Ungewissheit, wer oder was die Tryonische Allianz ist und auf welcher Seite sie steht. Die Rückblenden Scotty Sutters waren z.T. mit hintergründigem Humor geschrieben. Einige der Rückblicke waren etwas arg lang und dienten zuweilen auch der „Auffrischung“ früherer Ereignisse. Insgesamt hat es der Autor jedoch nicht übertrieben, zumal seine Rückblenden „echte“ Perspektiven darstellten und nicht nur bloße Abschreibe, wie sie zuweilen bei anderen Autoren und Gelegenheiten in diesem Zyklus schon öfter zu sehen und zu lesen waren.
Der Logikaufbau der Geschichte hinkte zuweilen etwas. Nicht so sehr, dass man sich daran stören konnte. Es fiel aber auf. Die MIKRU-JON hätte zumindest aufgrund überlegener Beschleunigung und Defensivsysteme einer Begegnung mit der Tryonischen Allianz anfangs aus dem Weg gehen können. Später, als zusätzlich sogar die Schiffe der FM zugegen waren, gelang dies weitgehend problemlos. Vom Telepathen Lloyd gab es zu wenig Informationen. Dabei hätte gerade ein Telepath wertvolle Erkundigungen einholen können. Seltsam, dass er zwar an jeder Aktion teilnimmt, Rhodan ihn aber nie direkt fragt, welchen Gedanken die Mitglieder der Tryonischen Allianz gerade nachgehen. Es gibt da nur die ominöse Auskunft, dass sich Lloyd schwer tut. Na ja, der Autor wollte die Karten eben nicht zu früh offen legen. Und über den Einsatz von Deflektorfeldern und Anti-Ortungsschirmen wäre auch noch zu reden.
Gefallen haben mir die Gimmicks, die Herren in seinem Roman einbaut, z.B. die intelligenten Gläser oder Fred. Schön, dass sich ein Science-Fiction-Autor auch Gedanken um die Details macht und nicht nur große Space-Opera schreibt.
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24.10.2010 von Uwe Bätz.
Oase der Wissenden - Handlung:
Sinnafoch, Kruuper und Philip sind kurz davor, das Land D´Tarka zu verlassen. Kruupers Wasserstoffvorrat geht zu Ende. Als Ziel wurde der Handelsstern JERGALL programmiert, zu dem die Drei ursprünglich reisen wollten. Sinnafoch nimmt sich vor, zur Scheibenwelt zurückzukehren, um deren Geheimnisse zu lösen. Sein Entschluss zurückzukehren wird noch verstärkt, als er unmittelbar vor der Abreise die Signatur eines der FM unbekannten Handelssterns zwischen den Scheibenwelten entdeckt.
Auf JERGALL eingetroffen werden sie von Frequenzmittler Demeiro empfangen. Der Empfang ist wenig herzlich. Demeiro lässt sich von Sinnafoch berichten, wo dieser seit seinem Aufbruch vom Handelsstern FATICO abgeblieben war. Sinnafoch verschweigt bei seinem Bericht einige Informationen. Seine Erlebnisse auf der Scheibenwelt und die Entdeckung des unbekannten Handelssterns hingegen gibt er preis, allerdings kann er diese Erkenntnisse nicht belegen, da sein Controller die Polyport-Höfe der Scheibenwelten nicht mehr anzeigt. Demeiro setzt Sinnafoch und seiner Diener fest. In der gemeinsamen Zelle schmiedet Sinnafoch den Plan Frequenzmittler Demeiro zu töten und dessen Vamu im Seelenkerker, der von Philip getragen wird, einzusperren. Doch dazu kommt es nicht. Demeiro erscheint und beschuldigt Sinnafoch für die größte Niederlage verantwortlich zu sein, die die Frequenzmonarchie je erlitten hat. Er gibt Sinnafoch jedoch die Chance sein ach so wertvolles Leben zu retten. In einem Kampf auf Leben und Tod soll er sich beweisen. Sein Gegner in diesem Kampf würde Philip sein. Sinnafoch und Kruuper werden zum Planeten Bargeron geflogen. Der Planet zeigt sich als karge Welt mit einer Sauerstoff-Atmosphäre. Die Städte auf dem Planeten sind verfallen und nur mehr Trümmerhaufen. Das Landungsboot setzt Sinnafoch und den Okrivar in der Nähe einer solchen Stadt ab. Das zweite Landungsboot mit Philip landet auf der anderen Seite der Stadt. Ein letztes Mal meldet sich Demeiro über Funk. Er teilt Sinnafoch mit, dass er die Selbstzerstörung des Landungsboots aktiviert habe. Sollte sich Sinnafoch weigern, den Kampf aufzunehmen, würde er sterben. Sinnafoch und Kruuper können sich gerade noch rechtzeitig in Sicherheit bringen. Als einzige Waffen haben sie zwei Strahler mitbekommen. Gegen Philip sind die Waffen jedoch nutzlos. Kruuper ist verzweifelt. Er sieht keine Chance für sich und möchte seinem Leben ein Ende setzen. Sinnafoch, der so etwas wie Mitgefühl für den Okrivar entwickelt hat, versucht das zu verhindern. Schließlich jedoch gibt er Kruuper auf. Sinnafoch begibt sich auf die andere Seite der Stadt. Nur mit dem Landungsboot Philips kann er den Planeten verlassen.
Kruuper sucht indes eine Stelle, wo er unbeobachtet vom Frequenzmittler seinem Leben ein Ende setzen kann. In einer Ruine entdeckt er eine Öffnung und steigt hinein. Er fällt mehrere Meter tief. Plötzlich wird er von einem Roboter angesprochen. Der Roboter, der aussieht, als wäre er aus Schrott zusammengesetzt, fragt Kruuper, ob der der Wissende sei und ob noch andere Wissende kommen. Der Schrottroboter, der sich Elkayam nennt, führt Kruuper in eine unterirdisch angelegte Welt. Wie es sich herausstellt, hat der Roboter, von dem Kruuper ausgeht, das er mehr ist als die bloße Summe seiner Bestandteile, ein riesiges Biotop angelegt. Und er hat andere, einfachere Roboter konstruiert, die das Biotop hegen. Er kann sogar Wasserstoff für Kruupers Anzug erzeugen.
Sinnafoch hat unterdessen Philip vergeblich versucht zu überzeugen, dass er dem Vatrox zu gehorchen habe. Philip steckt erkennbar in einem Konflikt. Sinnafoch rätselt darüber, wie Demeiro den Okrill beeinflusst haben könnte. Er vermutet, dass der Frequenzmittler die Induktivzelle des Okrills manipuliert. Vorerst kann Sinnafoch einem Kampf mit Philip entgehen, da der Okrill nicht alle Fähigkeiten ausspielt. Auch Sinnafoch zieht sich in die Ruinen der Stadt zurück. Als er Schutz in einem Keller sucht, entdeckt er durch Zufall einen Zugang zur Unterwelt und macht sich an den Abstieg.
Elkayam macht Kruuper auf einen Eindringling aufmerksam. Als der Roboter Sinnafoch auf einem Bildschirm sieht, bezeichnet er ihn als „Befreier“ und will ihn töten, denn es waren Vatrox, die die Truppen anführten und vor Jahrmillionen Bargeron verwüsteten. Kruuper kann den Tod Sinnafochs verhindern. Anschließend lockt Kruuper Philip in die Unterwelt. Sinnafoch will Philip von der Induktivzelle befreien. Mit Hilfe der Roboter gelingt es, Philip für einen Moment kampfunfähig zu machen. Als Kruuper die Induktivzelle entfernen will, passiert es. Der dritte Triumvir der Vatrox, VATROX-DAAG meldet sich. Er offenbart Sinnafoch, dass er Philip „übernommen“ hat, den Okrill als „Gefäß“ verwendet. Er will Sinnafoch zu seinem Statthalter in Anthuresta machen und er warnt Sinnafoch davor, ihn zu hintergehen. Er ist über Sinnafochs Taten bestens informiert. VATROX-DAAG kennt auch den Seelenkerker, der noch immer um Philips Hals hängt. VATROX-DAAG missbilligt die Taten Sinnafochs, duldet sie aber, weil sie im Interesse der Frequenz-Monarchie lagen. Als erste Information bekommt Sinnafoch eine Aufstellung der Kräfte der FM in Anthuresta. Seine erste Aufgabe wird es sein, Perry Rhodan zu finden und auszuschalten. Als Sinnafoch zum Schlachtlicht über Bargeron zurückkehrt, erwartet ihn eine Überraschung. Vastrear und Satwa werden ihm von VATROX-DAAG als seine Mitstreiter vorgestellt.
Rezension:
Frank Borsch setzt die Erlebnisse Sinnafochs aus seinem Roman 2553 fort. Bei Frank Borsch habe ich zuweilen das Gefühl, dass er ein Stück weit „außerhalb“ des PR-Kosmos schreibt. Für sich alleine betrachtet sind seine Hefte richtig gut, im Kontext zur Serie betrachtet scheint jedoch was zu fehlen. Seine Romane wirken dadurch auf mich etwas „unpassend“. Auf der einen Seite sind andere Perspektiven reizvoll, auf der anderen Seite ist es nun mal eine Serie und die Serie hat gewisse Gesetzmäßigkeiten, die man nicht einfach über den Haufen werfen kann. Dieser Frank-Borsch-Stil kollidiert dann zuweilen mit den Serienelementen. Dadurch bekommt die Erzählung Kanten und liest sich einfach nicht so rund, wie eine Geschichte, die vollständig im PR-Kosmos angesiedelt ist. Aber wie gesagt, das ist meine Empfindung. Am Ende seines Romans „schiebt“ Frank Borsch dann die notwendigen Serienelemente nach, als er z.B. ein paar Fakten zur Aufstellung der FM in Anthuresta liefert. Diese Informationen wirken dadurch, dass sie erst ganz am Ende stehen, etwas deplatziert.
Der Schreibstil des Autors ist wie immer lesenswert. Und wie immer nimmt sich Frank Borsch die Zeit, seinen Figuren mehr Tiefe zu verleihen. Das gelingt. Es sind eine ganze Reihe von wirklich gut gelungenen Textstellen, z.B. Kruupers Gespräch mit einem Darturka über Nahtoderfahrungen oder seine Überlegungen zu seiner Rolle als kleines Rädchen im Getriebe der Frequenzmonarchie. Und auch Sinnafochs Gefühlswelt wird ein ums andere Mal näher beleuchtet. Der Autor sollte jedoch nicht vergessen, seinen Figuren auch ein Ziel zu geben. Besonders für Sinnafoch braucht es nach 2/3 des Zyklus endlich einer Perspektive. Ich mag es gar nicht, wenn gerade bei so komplexen Figuren erst am Zyklusende herauskommt, welche Richtung sie einschlagen. Das sieht dann so aus, dass in Heft 2598 oder 2599 plötzlich ein Schalter umgelegt wird. Egal in welcher Richtung der Schalter gestellt wird, der Autor kann sich zurücklehnen und dem erstaunten Leser die Quellen in seinen Romanen nennen, die die jeweilige Entwicklung der Figur bestimmt haben. Ich mag dieses „Offenhalten“ von Lösungen nicht. Das ist wie ein Krimi, mit einem Dutzend hochkarätiger Verdächtiger und am Ende war der Gärtner der Mörder.
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21.10.2010 von Uwe Bätz.
Vastrears Odyssee - Handlung:
Der Frequenzfolger Vastrear hat sich nach seiner Niederlage vom Handelsstern FATICO abgesetzt. Begleitet von seinen Ordonnanzen Bhustrin und Satwa erreicht er Hibernation-3. Er besucht sein Refugium, jenen Ort, an dem er zuletzt wiedergeboren wurde. Seine Versuche, Vorgesetzte von der Gefährlichkeit der Terraner und der Allianz zu überzeugen, scheitern. Niemand nimmt seine Warnungen ernst. Schließlich wird sogar ein Attentat auf ihn verübt. Vastrear muss untertauchen. Dann ist es soweit, 45.000 Schiffe des Gegners durchdringen den Facettennebel um Hibernation-3 und greifen an. Vastrear bekommt das Angebot, sich als Kommandant eines Schlachtlichts an der Verteidigung zu beteiligen. Er verlässt sein Versteck und wird zum zweiten Mal angegriffen. Seine Ordonnanzen können erneut die Attentäter stoppen. Vastrear hört in den Nachrichten, dass das Vamu getöteter Vatrox nicht zurückkehrt. Obwohl er die Nachrichten kaum glauben kann, können ihn Satwa und Bhustrin dazu überreden, den Planeten über den Polyport-Hof zu verlassen. Unmittelbar vor der Vernichtung seiner Wiedergeburtswelt kann sich Vastrear mit seinen Begleitern nach Hibernation-4 absetzen. Doch auch dort sind sie nicht lange in Sicherheit. Auch Hibernation-4 wird angegriffen. Auch hier gelingt die Flucht nur knapp. Nach einigen Umwegen über die Galaxis Diktyon und die Galaxis Bra-Nok-Zo und über den Handelsstern GARONFO reist die Gruppe weiter nach Anthuresta und erreicht dort den Handelsstern BAGNORAN. Von dort geht die Reise zum Handelsstern JERGALL. Kaum dort angekommen, kann sich Vastrear endlich einer höheren Instanz mitteilen. VATROX–DAAG erscheint. Doch das Geistwesen ist an Vastrear kaum interessiert. Vastrear hat in den Augen VATROX–DAAGs versagt. Das Geistwesen zeigt jedoch Interesse an seinen beiden Ordonnanzen. Unter dem Druck des Triumvirs gestehen die beiden Begleiter Vastrears jeweils für eines der Attentate auf den Frequenzfolger verantwortlich zu sein. Beide wollten damit die andere Ordonnanz ausstechen. VATROX–DAAG gefällt dieses Vorgehen. Er degradiert Vastrear und verpflichtet die beiden Ordonnanzen zur Zusammenarbeit. Sie sollen frischen Wind in die Operationen der Frequenz-Monarchie in Anthuresta bringen.
Der erste Auftrag von VATROX-DAAG ist die Suche nach einer bestimmten Person, die über kurz oder lang in Anthuresta erscheinen wird oder bereist eingetroffen ist. Diese Person sei in Besitz eines besonderen Controllers. Die Gefahr, die von diesem Gerät ausgeht, bedroht sogar VATROX-DAAG.
Rezension:
Warum dieser Roman, war mein erster Gedanke. An einen Typen namens Vastrear konnte ich mich kaum erinnern. Der Phonetik des Namens nach ein Vatrox aber wer war dieser Typ nochmal? Na ja, die Auflösung lieferte Michael Marcus Thurner dann gleich auf der ersten Romanseite. Vastrear hatte den Handelsstern FATICO verloren und irrte durch Andromeda.
Verwundert nahm ich auch den Rest des Romans hin. Wobei der Schwerpunkt der Geschichte darin bestand, ein 20 Wochen altes Ereignis aus der Andromeda-Ebene aufzuwärmen. Die Hibernationswelten sind nach Leserstand bereits Geschichte. Irgendwie wollte es da so gar nicht recht passen, dass sich der Autor dann auch noch zu umfänglichen Beschreibungen der Architektur, der Flora und Fauna von Hibernation-3 hat hinreißen lassen.
Manche Inhalte verstehe ich gar nicht. Der Autor schildert mehrfach, dass Einheiten nach Anthuresta verlegt werden. Wenn FATICO zu diesem Zeitpunkt nicht zur Verfügung stand, wie soll das dann gehen? Auch Vastrears Ankunft selbst auf Hibernation-3 über einen Transferkamin ist überraschend, ebenso seine Weiterreise auf demselben Weg. Bislang war keine Rede davon, dass die Vatrox Polyport-Höfe auf ihren Hibernationswelten haben oder vielmehr hatten. Wenn ich mich recht entsinne, hatte die Allianz neben den Hibernationswelten auch die im freien Raum befindlichen Distribut-Depots und Polyport-Höfe über das Polyport-Netz angegriffen. Die im Besitz der Terraner befindlichen Controller, z.B. Rhodans B-Controller, hätten auch die Höfe auf den Welten der Vatrox anzeigen müssen. Taten sie aber nicht. Na gut, darüber kann man hinwegsehen.
Der Autor zeichnet zudem ein Bild von den Vatrox, das ebenfalls nicht zu den bisherigen Schilderungen passte. Vastrear selbst entwickelte sich zu einem Neurotiker. Er flucht, brüllt, betrinkt sich, hat Angst, versteckt sich und tut auch sonst alles, um sich und sein Volk zu demontieren. In der Zeit der Hyperdepression sind die Vatrox angetreten, um zu herrschen, nur mit Vastrears Beherrschung ist es nicht weit her. Das hatte schon beinahe komische Züge, was Michael Marcus Thurner über den Vatrox abliefert.
Satwa verkommt zum Anhängsel. Aus der bösen Braut von FATICO ist ein störrisches Mädchen geworden. Vastrear will sie eigentlich die ganze Zeit über loswerden und Thurner glaube ich auch, bloß das Exposé ist dagegen. Das Geplauder mit dem Triumvir war eine lose Abfolge von Banalitäten.
Fazit: Die Schreibweise von Thurner konnte einigermaßen gefallen, der Roman selbst war überflüssig. Schön, dass wir alle Handelssterne und alle Galaxien des Polyportnetzes im Schnelldurchlauf besucht haben!
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17.10.2010 von Uwe Bätz.
Galaktisches Garrabo – Handlung
Im Jahre 1341 NGZ, also 10 Jahre nach dem Hyperimpedanz-Schock von 1331 kommt es zu einem Treffen zwischen Rhodan und Bostich. Die beiden mächtigsten Männer der Galaxis reisen zu einem Treffen in das Marlath-System. Auf dem Planeten Marlian hat ein Referendum stattgefunden. Die ehemals terranischen Siedler dieser recht unbedeutenden Welt haben sich mehrheitlich für einen Beitritt zum arkonidischen Imperium ausgesprochen. Obwohl das Referendum nach allem was Rhodan wusste regulär verlaufen zu sein scheint, ist sich Rhodan sicher, dass es dort etwas geben muss, weswegen Bostich persönlich nach Marlian reist. Auf dem Weg ins Marlath-System werden von der LEIF ERIKSSON II mehrere Raumschiffe geortet, die den Diskusraumschiffen der Jülziish ähneln. Allerdings sind die Schiffe mit seltsamen Aufbauten versehen und gehören lt. Schiffsdatenbank zu den Cheborparnern. Es kommt zu einem kurzen Kontakt zu den 10 Schiffen. Die Cheborparner, die sich von den bekannten Cheborparnern durch ein ungewöhnlich weißes Fell unterscheiden, sind recht abweisend und bekunden ein rein privates Interesse an ihrer Mission bevor sie in den Linearraum eintreten. Rhodans Neugier ist geweckt, erst recht, als in 38 LJ Entfernung ein GWALON-Schlachtschiff auftaucht, das offenbar Probleme hat. Die LEIF ERIKSSON II fliegt dorthin.
Auf Bostichs Schiff, der GOS’TUSSAN bricht plötzlich die Energieversorgung zusammen. Der Imperator, der gerade sein Frühstück im Kristallpalast einnimmt, der auf der oberen Plattform des GWALON-Schlachtschiffs aufgebaut ist, will sich ins Innere des Schiffes zurückziehen. Da werden die Leibwachen des Imperators angegriffen. Bostich versucht in das Innere der Plattform GOS’TEAULTOKAN zu gelangen, wird aber von den unbekannten Gegnern daran gehindert. Bostich kann bei einem Nahkampf den Gegner schließlich als Cheborparner identifizieren. Allerdings sehen die Cheborparner mit weißem Fell recht ungewöhnlich aus und auch ihre Kampf- und Reaktionsfähigkeiten sind überdurchschnittlich.
Die LEIF ERIKSSON II hat das Arkonidenschiff erreicht. Schnell stellt es sich heraus, dass es die GOS’TUSSAN ist. Der arkonidische Kommandant lehnt die Hilfe von Rhodan zunächst ab, auch als dieser erklärt, dass sich die Schiffe der Cheborparner ebenfalls nähern. Dann wird plötzlich die Startsequenz der Plattform GOS’TEAULTOKAN eingeleitet, die mit Bostich an der GOS’TUSSAN gekoppelt ist. Und auch die Schiffe der Cheborparner kommen der GOS’TUSSAN gefährlich nahe. Der Kommandant von Bostichs Schiff bittet nun doch Rhodan um Hilfe. Der Resident lässt die LEIF ERIKSSON II kampfbereit machen und Gucky begibt sich mit Technikern in das Arkonidenschiff, um die Abkopplung aufzuhalten. Dem Team von Gucky gelingt es zumindest den Prozess zu verlangsamen. Unterdessen konnte die LEIF ERIKSSON II einige Schiffe der Cheborparner nicht daran hindern, Bostichs Flaggschiff zu entern. Schließlich löst sich doch die GOS’TEAULTOKAN von der GOS’TUSSAN. Deren Kommandant ist zwischenzeitlich zu einem Einsatzteam der Terraner unter Rhodans Führung dazu gestoßen. Gemeinsam können die Arkoniden und Terraner schließlich die Plattform entern. Gucky und sein Team sind unterdessen zu Bostich vorgedrungen. Es werden erste Erkenntnisse über einen Transmitter gewonnen, über den die Angreifer kamen. Als der Imperator einen gefangenen Cheborparner verhört, kann ein Mitglied aus Guckys Team den Imperator vor einem Giftgasanschlag des Cheborparner retten, kommt aber dabei selbst ums Leben. Das Einsatzteam nimmt sich schließlich den Transmitter vor. Bei den Kämpfen mit den Cheborparnern wird Rhodan von einem Angreifer in das Transmitterfeld geschleudert und transportiert. Unmittelbar nach dem Abstrahlvorgang wird das Transmitterkontrollpult zerstört.
Rhodan findet sich unvermittelt auf dem arkonidischen Schiff SHANARA. Der Kommandant Arteryst da Quertamagin klärt Rhodan über seinen Plan auf. Er hat den Angriff nur eingefädelt, um Bostich etwas zu lehren, damit dieser auch in Zukunft das Imperium zu dessen Besten führen kann. Und dazu gehört, dass Bostich auch mal die Hilfe anderer annehmen sollte. Die ganze Aktion diente dem Ziel, Bostich ein Beispiel vor Augen zu führen. Und um die Täuschung perfekt zu machen, will Arteryst da Quertamagin dass Rhodan ihn tötet, damit Bostich glaubt, dass auch ein Rhodan nicht schwach sei.
Die LEIF ERIKSSON II hat mittlerweile den Standort Rhodans lokalisiert. Rhodan flieht scheinbar, während das Schiff Quertamagins explodiert. Bei dem folgenden Gespräch zwischen Rhodan und Bostich deutet der Imperator an, dass er aus der Hilfeleistung des Terraners durchaus seine Lehren gezogen hat. Jahre später wird der geflohene Arteryst da Quertamagin von einem Agenten des arkonidischen Geheimdienstes getötet. Der Attentäter teilt jedoch die Motive Quertamagins und berichtet nicht von dessen Tod nach Arkon.
Rezension:
Verena Themsen hat sich durchaus ein schwieriges Thema angenommen. An der Schilderung von Unsterblichen Charakteren der Serie sind schon andere Autoren gescheitert. Insbesondere der Namensgeber der Serie bleibt in den Schilderungen häufig blass. Meist bleibt Rhodan nur die Aktion und wenig Tiefschürfendes. Der Leser ist daran nicht ganz unschuldig. Schließlich handelt es sich um Trivialliteratur. Versucht einer der Autoren der Hauptfigur mehr Tiefe zu verleihen, stößt das in der Leserschaft meist auf Unverständnis oder gar Ablehnung. Es überrascht mich daher nicht, dass die Autorin Rhodan dann auch tatsächlich relativ wenig Beachtung schenkt. Vielmehr konzentriert sich die Autorin auf den zweiten Hauptdarsteller. Die Einführung von Bostich in ihrem Roman war überzeugend. Der Schreibstil gefiel mir. Dialoge, Aktionen und Beschreibungen wechselten sich ab. Die Mischung stimmte. Die unter Zeitdruck stattfindenden Aktionen der beiden Schiffsbesatzungen sind ebenso flott geschrieben. Es fehlten jedoch die „echten“ Probleme. Das war für meinen Geschmack etwas zu glatt. Wobei im weiteren Romanverlauf dafür durchaus eine Erklärung zu finden ist. Der Initiator der Geschehnisse hatte natürlich kein Interesse, dass die Terraner bei ihrem Vordringen scheiterten. Der Romanteil mit Bostichs Kampf gegen die Angreifer auf der Plattform war etwas zu lang geraten. Tatsächlich treffen Rhodan und Bostich erst in der zweiten Romanhälfte aufeinander. Da blieb dann für das erwartete Kräftemessen der beiden Figuren nur mehr wenig Raum. Bis dahin hat mich der Titel „Galaktisches Garrabo“ dann doch in die Irre geführt. Tatsächlich lief das Ganze nicht auf ein Duell Rhodan gegen Bostich hinaus. Zu dem kam es eigentlich gar nicht. Das Garrabo spielte ein Anderer und Rhodan und Bostich waren nur die Figuren in dessen Spiel. Die Motivation der Figur Quertamagin hätte die Autorin durchaus noch ein bisschen mehr herausstellen können.
Fazit: Der Roman gefiel mir.
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