Ansichten zu Perry Rhodan Heft 3361

Ein heikler Handel – Leo Lukas

Die Legende hat gegenüber der PHOENIX-Besatzung den Wunsch geäußert, Sterben zu wollen. Reginald Bull und die anderen sollen der technologischen Entität einen Weg eröffnen, sterblich zu werden. Um die Kommunikation zu erleichtern, formt die Legende aus Teilen der Technowolke einen humanoiden Körper, der an Bord des PHOENIX kommt. Meg Ontares vermutet, dass die Legende biologisch werden möchte, um vergänglich zu werden. Der Polymerroboter gibt an, dass ein Zweig des Volkes der Lanathan bereits seit 500 Jahren am selben Auftrag forscht. Zuletzt erreichten die Legende Berichte der Lanathan, dass ihnen ein Durchbruch gelungen wäre. Dann brach der Kontakt ab. Das war vor 20 Jahren. Der PHOENIX bricht zur Galaxis Grasoci auf. Die Besatzung hält Anzu Gotjian vor dem Roboter verborgen. Zieht es aber in Erwägung, dass die Legende Anzu helfen könnte, deren durch die Zelldusche gewährte Lebensspanne abläuft.

Im Randgebiet des Zieles wird der PHOENIX mit drei Raumschiffen konfrontiert, die einem dem Molkex ähnelnden Panzer tragen, der als Stellarer Hauch bezeichnet wird. Die Schiffe sind ansonsten dem PHOENIX unterlegen, der ihnen aus dem Weg geht und weitere Forschungen betreibt. Das Volk der Portuu ist der größte Machtfaktor in Grasoci. Sie haben das Monopol auf den Stellaren Hauch und spielen die anderen Völker gegeneinander aus. der erste Kontakt mit Lanathan endet enttäuschend. Die Legende wird anscheinend nicht erkannt, obwohl sie das Volk der Lanathan vor einem Bürgerkrieg bewahrte. Auf einem Campus bekommen Bull und die Legende von einer Dekanin jedoch die Koordinaten des Planeten Tareen im Joorgasystem genannt. Dort hat Tuumrath Wyym, ehemals der Leiter einer Fakultät am Campus, eine geheime Forschungsanlage geleitet. Vor 20 Jahren scheint es dort eine Katastrophe gegeben haben. Der Planet wurde unter Quarantäne gestellt.

Inzwischen sind die Aktivitäten des PHOENIX auch den Portuu aufgefallen. Die Interstellare Industrie-Genossenschaft der Portuu, abgekürzt IIGP, ist ein galaxisweiter Konzern mit steiler Hierarchiepyramide. Kommerzwart Driéposch, der die Karriereleiter emporklettern möchte, bekommt den Auftrag, die neugierigen Besucher zu beschatten. Er folgt dem PHOENIX ins Joorgasystem. Auf den zahlreichen Inseln von Tareen gibt es kein Leben mehr. Die 50.000 ehemaligen Bewohner scheinen einem Virus zum Opfer gefallen sein. Die PHOENIX-Besatzung findet entstellte Körper, bei denen teilweise biologische Anteile in Polymere umgewandelt wurden und technische Applikationen bildeten.

Die vermeintlichen Toten erwachen jedoch zu einem unheilvollen Leben und attackieren Liam Barstow, die mit dem Virus infiziert wird. Sie wird auf dem PHOENIX gebracht, wo sich ihr Körper langsam umzuformen beginnt. Meg Ontares sucht nach einer Lösung, während Bull und die Legende sich erneut zum Planeten begeben.

Rezension

Einmal mehr werden Geschehnisse schnörkellos fortgesetzt. Leo Lukas hat natürlich eine erfinderische Ader, wenn er einige Wiederholungen so einbaut, dass sich daraus sehr humorige Dialoge zwischen der Phoenix-Besatzung und dem Polymerroboter ergeben. Denn die Legende kann es gar nicht leiden, wenn die Menschen das Offensichtliche und das bereits Gesagte nochmals aufwärmen, bzw. in Erinnerung rufen. Jedenfalls gelingt es dem Autor mit diesem Kniff geschickt, die Leser auf den Stand dieser Handlungsebene zu bringen.

Der Roman liest sich vergnüglich, möchte ich sagen. Die Zombie-Apokalypse nimmt den hinteren Teil der Geschichte ein. Davor entwirft der Autor mit wenigen Szenen eine Sicht auf die Verhältnisse in Grasoci, wo die Portuu mit ihrem Monopol die anderen Völker gegeneinander ausspielen.

Kurzweilig geht es weiter, denn der Autor lenkt seine Figuren schnell an den Brennpunkt des Geschehens. Der unter Quarantäne liegende Planet, auf dem die Lanathan für die Legende daran arbeiteten, sie sterblich zu machen, wird besucht und erforscht. Mit dem Ergebnis, dass nun auch Liam Barstow infiziert wurde. Ich bin auf die Fortsetzung gespannt.


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