Ansichten zu Perry Rhodan Storys Galacto City 6

Anschlag auf Galacto City – von Wim Vandemaan
Die Stadt Galacto City wächst innerhalb weniger Jahre zu einer Metropole heran und wird langsam zur Keimzelle eines kommenden Sternenreiches. In wenigen Tagen wird die GIOVANNI SCHIAPARELLI starten. Das erste Kolonistenschiff der Menschheit soll Auswanderer zum Mars bringen. Pressevertreter aus der ganzen Welt reisen zur Berichterstattung dieses Ereignisses nach Galacto City. Darunter auch Dieter Ehrenberg, ein Journalist aus München, der für die Münchner Abendpost arbeitet. Während zu Hause seine schwangere Frau auf ihn wartet, begegnet Ehrenberg sehr ungewöhnlichen Menschen. Solchen, die wie er fasziniert von den Geschehnissen sind, und solchen, die böse Absichten hegen. Ein Anschlag ist geplant.
 
In der Geschichte von Wim Vandemaan wird kein Datum genannt. Am Romanende kehrt Perry Rhodan nach mehrjähriger Abwesenheit zur Erde zurück. Die Geschehnisse sind daher im Frühjahr 1980 anzusiedeln. Wie die anderen Beiträge zu dieser Kurzreihe behandelt auch Wim Vandemaan eine Schattenseite dieser frühen Epoche der Serie. Dieter Ehrenberg kommt Anschlagsplänen auf einen wichtigen Kopf der Dritten Macht auf die Spur. Genauer gesagt werden die Pläne an ihn herangetragen. Die Geschichte bringt einen der ersten großen Gegenspieler Rhodans ins Spiel. Monterny, der Overhead, versuchte anfangs der Dritten Macht vor allem wirtschaftlich zu schaden. Charlene van Serooskerken war eine Attentäterin ohne es zu wissen. Aber sie gab Ehrenberg entscheidende Hinweise.
Wesentlicher Inhalt dieser Geschichte ist jedoch nicht das Attentat. Es sind die Figuren, auf die der Journalist Dieter Ehrenberg während seiner Reise und seinem Aufenthalt in Galacto City trifft. Der Autor glänzt hier mit skurrilen Beschreibungen. Sein Protagonist beobachtet viel und sortiert seine Beobachtungen. In die Frau mit der roten Bienenkorbfrisur, den Klassenprimus mit dem geraden Scheitel, der Schaufensterpuppe, den Pfeifen-Nichtraucher usw. Überdies sind die Beobachtungen trocken und auf den Punkt gebracht und nicht ausschweifend. Dazu die komischen Fragen und Einlagen bei den Pressekonferenzen. Der Auftritt von Rhodan und Gucky, wenngleich die erste „Wahrnehmung“ des Dritte-Macht-Gründers schön beschrieben war, hätte es nicht gebraucht.
Eine runde Geschichte zum Abschluss der Reihe, die gerne fortgesetzt werden kann.