Ansichten zu Perry Rhodan Heft 3080

Sternfinder – von Christian Montillon / Susan Schwartz
Als Perry Rhodan die Stele auf Yenren im Yomira-System untersuchte, konnte er durch das Material die Silhouette einer Stadt erkennen. Die gleiche Kreatur, die er während der Tastung gesehen hatte, näherte sich ihm. Obyn an seiner Seite machte die gleiche Beobachtung. Und dann veränderte sich die Umgebung. Der Unsterbliche wurde an einen anderen Ort versetzt.
Perry Rhodan steht zusammen mit Obyn, Rico und Mulholland auf der Oberfläche eines atmosphärelosen Planeten. Rico streift Obyn seinen SERUN über, so dass die Yenranko überleben kann. Der Roboter identifiziert den Planeten. Es ist Gatas, der den Stern Verth in der galaktischen Eastside umkreist.
Auch hier steht eine Stele. Und der Planet beherbergt kein Leben. Ein gigantischer Mond führt zu extremen Gezeiten. Perry Rhodan und seine Begleiter finden in einem nahen Gebirge Schutz. Dort entdecken sie eine Schlucht, in der 6084 überlebensgroße Statuen stehen. Es sind die Abbildungen von Jülziish, die in den Himmel starren. Bei ihren weiteren Untersuchungen erhalten die Forscher Einblick in eine unglaubliche Tragödie.
Sie beginnt in ferner Vergangenheit, als sich die CHYLLITRISS unter dem Kommando von Eylczenc–Trü-Klybz von Gatas aus aufmachte, eine von 78 neuen Kolonien zu gründen. Doch der Flug, der drei Jahre dauern sollte geriet zu einem Drama, als eine der Transitionen aus unbekannten Gründen fehlschlug. Der Zielort entpuppte sich als lebensfeindliche Welt und entsprach nicht den Daten, die zuvor gesammelt wurden. Die Gataser ahnten nicht, dass ihnen eine noch unglaublichere Odyssee bevorstehen würde.
Perry Rhodan dämmert, dass ihn diese Geschichte zu den geheimnisvollen Staubfürsten führen soll.
 
Ganz am Ende des Romans steht eine Aussage der Figur Mulholland: „Das zwingt zu einiger Grübelei“, lässt das Autorenduo den Mutanten sagen. Für mich ist dieser Satz die Essenz dieser Geschichte. Als Leser war ich während der Lektüre ständig am Nachdenken. Wer ist diese geheimnisvolle Macht und welche Ziele verfolgt sie?
Die Art und Weise, wie Christian Montillon und Susan Schwartz ihre Erzählung angelegt haben, befeuerte natürlich solche Gedanken. Beide Handlungsebenen waren außerordentlich reizvoll. In der einen sind wir hautnah dabei, wenn die Gataser zu einer neuen Welt aufbrechen. Pioniergeist beseelt diesen Teil des Romans. Und solche Abenteuer mag ich. Vom Abenteuer wandelt sich dieser Teil dann allerdings schnell zu einem Überlebenskampf und letztlich zu einer Tragödie, die am Ende dennoch etwas Positives vermittelt.
In der zweiten Handlung darf ich als Leser die Forscher begleiten, die es auf eine Welt voller Rätsel verschlagen hat. Auch diese Art von Geschichten mag ich sehr. Der Roman endet, wie auch sein Vorgänger, mit einem Cliffhanger. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.