Articles for the Month of Mai 2014

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2753

Endstation Cestervelder – von Michelle Stern – Handlung:

Dem Anführer der Proto-Hetosten Avestry-Pasik ist die Flucht von seinem von Onryonen geenterten Raumschiff gelungen. Mit Perry Rhodan und Selthantar ist er in das lajuurische Transmitternetz eingestiegen. An Bord der ZHOL-BANNAD kämpfen die zurückgebliebenen Rebellen ums Überleben. Zu ihnen gehört auch Karynar. Auf ihrer Flucht wird sie mit anderen Laren von Onryonen eingekesselt. Sie lässt die Möglichkeit verstreichen, die Schiffssektion zu sprengen und damit sich, ihre Gefährten und die Onryonen in den Untergang zu reißen. Stattdessen lässt sich Karynar sehr zum Entsetzen der anderen Rebellen gefangen nehmen. Mit anderen Gefangenen wird sie an Bord des Raumvaters SPINYNCA gebracht und verhört. Der Onryone Guol Chennyr erfährt dadurch, dass wahrscheinlich Avestry-Pasik an Bord der ZHOL-BANNAD war und das sein Informant mit dem Rebellenführer fliehen konnte.

Guol Chennyr ahnt allerdings nicht, dass Karynar eine Onryonin ist, die sich den Proto-Hetosten angeschlossen hat. Die frühere Historikerin hat am eigenen Leib die Verfehlungen des Atopischen Tribunals erfahren müssen. Sie überlebte einen Angriff von Jaj, die unliebsame Zeugen beseitigen wollten. Sie stellte sich tot und schloss sich den larischen Rebellen an.

Perry Rhodan erreicht mit seinen beiden Begleitern einen fremden Planeten, dessen Mond durch unbekannte Kräfte in drei Teile zerbrochen ist. Avestry-Pasik erkennt an diesem Umstand, dass sie sich auf Cestervelder, einer vor langer Zeit verwüsteten Welt, befinden. Er und Selthantar vermuten, dass sich auf Cestervelder eine Fluchtburg befindet, die sie erreichen müssen. Doch zunächst bekommen die Flüchtlinge andere Probleme. Ein insektoides Wesen attackiert den Anführer der Rebellen. Rhodan kann den Angriff abwehren, wird dabei allerdings durch Nervengift verletzt. Sein Aktivatorchip bekämpft die Folgen und obwohl Rhodan unter Halluzinationen leidet, nutzt der Terraner die Gelegenheit und ruft in der Fluchtstation Informationen zur Vergangenheit der Laren ab. Insbesondere interessieren den Terraner die Ereignisse nach dem Zusammenbruch des Konzils der Sieben. Die Mastibekks stellten die Energieversorgung der SVE-Raumer ein und alle Versuche der Laren, eine Pyramide der Mastibekks zu erobern, scheiterten. Die Konzilsvölker führten Kriege untereinander und als Verursacher für das Chaos wurde schnell der Erste Hetran der Milchstraße identifiziert. Rhodan war fortan der Hetork Tesser.

Der Terraner versucht Avestry-Pasik von seinen Ansichten zu überzeugen. Doch der Lare zeigt sich weitgehend unversöhnlich. Immerhin erfährt Rhodan von ihm, dass das erste Angriffsziel der Atopen die Welt der Kelosker war. Die Keloskerwelt heißt Shyor und ist heute die Residenz des kristallinen Richters in der Domäne Shyoricc. Die drei Flüchtlinge fliegen mit einem Gleiter zur Fluchtburg des Planeten. Unterwegs hat Selthantar wieder Visionen. Auch Avestry-Pasik und Rhodan entgeht das seltsame Verhalten ihres Begleiters nicht.

An Bord der ZHOL-BANNAD hat Chennyr endlich ein Signal seines Informanten erhalten. Die Flüchtlinge halten sich auf Cestervelder auf und der Onryone setzt sofort seine Flotte dorthin in Marsch. Kaum angekommen will der Kommandant die Landetruppe selbst anführen. In seiner Kabine erlebt Chennyr eine Überraschung. Karynar konnte aus ihrer Zelle entkommen. Sie hat die Maske, die sie als Larin tarnte, abgelegt und sich in die Privaträume des Kommandanten geschlichen. Da sie keine Chance hat, das Schiff zu verlassen, versucht sie nun Guol Chennyr von den Fehlern der Atopischen Ordo zu überzeugen. Chennyr ist von den Argumenten der Onryonin verunsichert, allerdings kann er nicht über seinen Schatten springen. Er tötet Karynar, die er für eine Verräterin hält, doch bleiben bei ihm Zweifel zurück.

Auf Cestervelder ist Selthantar im Banne seiner Visionen. Aus einer Zeit, als Cestervelder noch nicht zerstört war, drängen Erinnerungen in sein Bewusstsein. Er hält sich für ein geflügeltes Wesen einer vergangenen Epoche dieser Welt. Sein anderes Ich, Selthantar, wird unterdrückt. Der Lajuure bringt den Gleiter zum Absturz. Rhodan kann Schlimmeres verhindern. Selthantar lässt die Stimmen der Geflügelten hinter sich und nimmt eine andere Erinnerung wahr. Gegen den Willen seiner damaligen Gefährtin will der Rebell nach Cestervelder gehen. Avestry-Pasik war zu dieser Zeit in einem Gefängnis der Onryonen und die Proto-Hetosten ohne Führung. Seine Gefährtin Farintur überredet ihn, sie mitzunehmen.

 

Rezension:

Die Autorin setzt die Geschichte von letzter Woche nahtlos fort. Dabei übernimmt Michelle Stern auch die gleichen Handlungsstränge, die zuvor von Hubert Haensel eingeführt wurden. Da ist zum einen die Fortführung von Perry Rhodans Flucht, der mit Avestry-Pasik und Selthantar mal wieder eine unfreiwillige Partnerschaft eingehen muss. Die weiteren Geschehnisse um den Onryonen Guol Chennyr werden ebenso fortgesetzt wie auch die Visionen des Lajuuren.

Die Ebene Rhodan konnte mit der Fortsetzung der Fehde zwischen dem Unsterblichen und dem Rebellen am wenigsten überzeugen. Seit der gemeinsamen Flucht von der Gefängniswelt der Onryonen verharrt der Konflikt auf einem kontant niedrigen Niveau. Es ist kein Bemühen der Autoren erkennbar, diesen Streit in absehbarer Zeit zu beenden oder eine Wendung zu geben. Dazu wird, wie bereits mehrfach von mir erwähnt, die Figur Avestry-Pasik viel zu oberflächlich geschildert. Der Begleiter des Rebellenführers erscheint da schon interessanter.

Selthantars Visionen, so wie sie von Hubert Haensel beschrieben wurden, waren geheimnisvoll und übten eine gewisse Faszination aus. In der Fortsetzung nun ging ein Stück dieser Wirkung verloren. Während sich letzte Woche diese Traumelemente in kleinen Schritten durch den ganzen Roman zogen und aufeinander aufbauten, werden sie im Roman von Michelle Stern ans Ende gestellt und wirken unfertig. Da zuvor auch Perry Rhodan mit Halluzinationen zu kämpfen hatte, war zudem das Stilelement, wenn man das als solches bezeichnen mag, ein wenig zu breit in dieser Geschichte vertreten, als dass es noch beeindrucken konnte.

Auf der Ebene der Onryonen kam immerhin ein Element zum Einsatz, das vom Exposé-Team lange verzögert wurde. Die Atopische Ordo hat auch in den Reihen der Onryonen nicht nur Befürworter. Ich bin gespannt, ob diese kritischen Stimmen in diesem Zyklus noch ein stärkeres Gehör finden werden. So interessant auch der Umstand war, endlich eine differenziertere Darstellung der Onryonen zu erhalten, wäre in diesem Handlungsabschnitt noch etwas mehr drin gewesen. Etwas mehr Hintergründe zur Figur Karynar und ihre Erlebnisse, die sie zu den Proto-Hetosten getrieben hat, hätten der Figur mehr Tiefgang gegeben und hätten den Leser mit der Figur auch mitfiebern lassen. Das Ende dieser Figur war tragisch, berührte aber auch nicht sonderlich.

Insgesamt fehlte es der Geschichte etwas an Substanz.

 

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2752

Das Antlitz des Rebellen – von Hubert Haensel – Handlung:

Der Rebellenführer Avestry-Pasik hat Perry Rhodan auf dem Planeten der Vidriten aufgespürt. Nun befindet sich der Terraner an Bord der ZHOL-BANNAD. Mit zwei anderen Schiffen der Rebellen verharrt der Antlitzraumer nach wie vor im Pethpar-System. Den Grund dafür bekommt Perry Rhodan von Avestry-Pasik bald genannt. Der Lare fordert die Herausgabe des Vektorions. Dem Unsterblichen, der das kleine Gerät vor der Gefangennahme verschluckt hat, wird schnell klar, dass der Rebellenführer den Kompass, der die Richtung zur Ursprungswelt der Laren zeigen soll, spüren kann, allerdings nur, wenn das Vektorion aktiv ist. Und solange sich die Schiffe nicht im Linearflug befinden, weiß der Lare nicht, wo sich das Vektorion befindet. Rhodan versucht den Laren hinzuhalten, allerdings kann das Gerät schließlich dennoch aufgespürt und operativ aus Rhodans Magen entfernt werden.

In Begleitung des Rebellenführers befindet sich zumeist der Lajuure Selthantar. Der Mann beeindruckt den Terraner. In die Schädelplatte Selthantars sind technische Instrumente eingelassen, die Selthantar befähigen, in positronische Netzwerke einzudringen und als Pilot herausragende Fähigkeiten zu zeigen. Abgesehen davon zeigt sich Selthantar gegenüber Rhodan deutlich aufgeschlossener als die anderen Laren an Bord. Die Lajuuren bereisen nicht selber den Weltraum, sondern haben ihre Welten durch ein ausgeklügeltes Transmittersystem miteinander verbunden.

Da jederzeit mit dem Erscheinen weiterer Onryonenschiffe im Pethpar-System gerechnet werden muss, wagt Perry Rhodan einen Bluff. Er behauptet, dass das Vektorion nur ihm den Weg zeigen würde. Avestry-Pasik weiß nicht, dass das Vektorion nur im Linearraum aktiv ist und fällt auf Rhodans Täuschung herein. Rhodan erhält das Vektorion zurück. Nachdem die Schiffe in die Librationszone vorgedrungen sind, zeigt der Kompass zur Domäne Shyoricc. Angeblich hat sich der Kristalline Richter in diese galaktische Region zurückgezogen. Die drei Rebellenschiffe setzen ihren Kurs auf diese Domäne.

An anderer Stelle erhält der Onryone Guol Chennyr, Kommandant eines Raumrudels von 35 Schiffen brisante Informationen. Angeblich ist Avestry-Pasik von der Gefangenenwelt des Atopischen Tribunals entkommen und nach Larhatoon zurückgekehrt. Chennyr fliegt ebenfalls zur Domäne Shyoricc.

Für Außenstehende nicht erkennbar hat Selthantar seltsame Visionen wenn er sich mit positronischen Regelkreisen harmonisiert. Er läuft einen langen Gang entlang, der urplötzlich von einem mehrere Schritte durchmessenden schwarzen Fleck am Boden unterbrochen wird. In dem schwarzen Kreis leuchten Sterne und Selthantar hat den Eindruck, dass sich eine Art Schacht am Boden befindet, der in unbekannte Regionen führt. Ein insektoides Wesen umkreist ihn mit schnellen Flügelschlägen und versperrt ihm den weiteren Weg. Die Geflügelte umklammert Selthantar und behauptet, eigens für ihn aus dem Mumienbrunnen gestiegen zu sein.

Perry Rhodan erhält einige Freiheiten an Bord. Als sich die Schiffe nach mehrtägigen Flug endlich der Domäne Shyoricc nähern, darf sich Rhodan in der Zentrale aufhalten. Allgemein wird vermutet, dass die vor dem Schiff liegende Region durch einen Repulsorwall geschützt wird. Allerdings ist unklar, wie ein so großes Gebiet abgeschirmt werden kann. Um die Besatzung nicht unnötig zu gefährden lässt Avestry-Pasik die meisten Raumfahrer auf die Begleitschiffe evakuieren. Anschließend startet die ZHOL-BANNAD mehrere Versuche, die unsichtbare Grenze zu überwinden. Alle Aktionen scheitern und schließlich werden sie vom Raumrudel Chennyrs aufgespürt. Während die Begleitschiffe vernichtet werden, kann die ZHOL-BANNAD, auch dank Rhodans Eingreifen, zunächst entkommen. Schwer beschädigt wird das Schiff allerdings erneut von den Onryonen aufgespürt und geentert. Perry Rhodan, Selthantar und Avestry-Pasik entkommen über einen an Bord befindlichen Transmitter in das lajuurische Transmitternetz. Selthantar hat eine weitere Vision. Als er die Geflügelte auffordert, ihm zu verraten, wer sie sei, antwortet diese: „Ich bin du!“

 

Rezension:

Mit Heft 1752 gab Hubert Haensel seinen Einstand in der Heftserie Perry Rhodan. Nun, 1000 Wochen später, feiert der Autor ein kleines Jubiläum mit Heftroman 2752. Gleich zu Beginn schickt Hubert Haensel seine beiden Hauptfiguren Perry Rhodan und Avestry-Pasik in die nächste Runde ihrer Konfrontation. Zu den Zielen des Rebellen erfährt der Leser nach wie vor sehr wenig. Abgesehen natürlich von dem Ziel, Larhatoon vom Joch der Atopen zu befreien. Alle anderen Aktionen des Rebellen sind eher vom Zufall bestimmt. Er bekommt das Vektorion in die Hände und fliegt dem Fingerzeig nach. Man hatte nicht den Eindruck, dass die Domäne Shyoricc auf Avestry-Pasiks Aktionenplan stand und der Autor konnte diese plötzliche Motivation des Rebellenanführers auch nicht adäquat herleiten.

Auch die Charakterisierung des Laren bleibt zu oberflächlich. Das ist nicht erst in Hubert Haensels Roman der Fall. Auch in den bisherigen Romanen, in denen diese Figur zum Einsatz kam, wurde die Darstellung des Laren etwas vernachlässigt. Wie ich schon an anderer Stelle schrieb, ist der beschriebene Hass Avestry-Pasiks auf Perry Rhodans Rolle als Hetork Tesser etwas arg an den Haaren herbeigezogen. Die Persönlichkeit des Anführers durchläuft eine kleine Achterbahnfahrt in Hubert Haensels Geschichte. Zunächst der zögerliche Ansatz, als Avestry-Pasik die Herausgabe des Vektorions verlangt. Der Rebellenführer braucht mehrere Anläufe, bis er sich schließlich durchsetzt. Danach lässt er sich sofort wieder die Butter vom Brot nehmen, durch Rhodans Bluff. Schließlich zeigt der Lare Umsicht, als er seine Besatzung bei den Versuchen am Repulsorwall nicht unnötig in Gefahr bringen will. Am Ende bestimmen Rhodan und Selthantar wieder darüber, wo es langgeht. Natürlich machen die Schilderungen von Schwächen, neben den obligatorischen Stärken eine Figur vielschichtiger. Hier jedoch scheint das Hervorheben von Schwächen dieser Figur lediglich dem Ziel zu dienen, Rhodan hervorzuheben und den Terraner das machen lassen, was er in jedem Zyklus tut, nämlich die Zügel an sich zu reißen und die seit Jahrhunderten Unterjochten zur Befreiung zu führen. Andererseits muss man sich fragen, wie die Figur Avestry-Pasik bei diesem Verhalten dann überhaupt ein Anführer werden konnte.

Spätestens als zwei der drei Rebellenschiffe den Onryonen zum Opfer fallen und dabei zum gefühlten hundertsten Mal die Linearraumtorpedos zum Einsatz kamen, scheint der Kurs klar zu sein. Obwohl alle Beteiligten von diesen Waffen wussten und den Rebellen durchaus die Mittel in Form von Transitionen zur Verfügung standen, diese Niederlage zu vermeiden, lassen sie sich abschlachten. Hubert Haensel hat sein Ziel erreicht und Rhodan in kleiner Gefolgschaft von Bord gebracht. Es wäre nur schön gewesen, wenn dem Autor eine pfiffigere Idee eingefallen wäre, als die ausgelutschten Linearraumtorpedos.

Der Roman geriet dem Autor auch an einigen anderen Stellen etwas unrund. Insbesondere die Gedanken, die Äußerungen und die Vergleiche, die Hubert Haensel seine Figur Perry Rhodan anstellen lässt, passten nicht immer zur jeweiligen Situation.

Unklar blieben auch die Beweggründe des Onryonen Guol Chennyr, ausgerechnet am Rande der Domäne Shyoricc nach dem entflohenen Rebellenführer zu suchen. Ich erinnere mich nicht an eine Stelle der Geschichte, die dem Onryonen einen Grund gegeben hätte, ausgerechnet in dieser galaktischen Region nach Avestry-Pasik zu forschen. Von daher ist das spätere Zusammentreffen schon ein seltsamer Zufall. Hubert Haensel fügt an der Stelle seines Romans, als der Onryone die Entscheidung trifft, zur Domäne Shyoricc zu fliegen einen Satz ein, der schön charakterisiert, wie so manche Handlungsfolgen in den Romanen zustandekommen. „Alles Weitere wird sich ergeben“, lässt der Autor seine Figur Guol Chennyr sagen.

 

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2751

Gucky auf AIKKAUD – von Leo Lukas – Handlung:

An Bord des Sternenportals AIKKAUD hält sich ein buntes Völkergemisch auf. Auch Laren versehen ihren Dienst an Bord. Dazu gehört auch Teppac-Oshellar, der aus einer Familie stammt, die längst die neuen Herren Larhatoons, die Onryonen, akzeptiert hat. Teppac ist anders. Als er mal wieder seinem Lieblingssport nachgeht, dem Chy-lii, kommt er in Kontakt mit dem Provconer Nacour-Thaec, der den jungen Laren im Wettkampf haushoch besiegt. Die beiden trainieren fortan zusammen und Teppac erfährt schließlich, dass sein Mentor der Rebellenführer der Proto-Hetosten auf AIKKAUD ist. Der Widerstand plant einen Anschlag und Teppac-Oshellar schließt sich begeistert dem Widerstand an.

Unterdessen hat Dhael Dhusseniv, der stellvertretende Sicherheitschef der Station, neue Informationen erhalten, die einen vor einiger Zeit auf der Station verübten Mord an einem Aiunkko in neuem Licht erscheinen lassen. Offensichtlich wurden die Erinnerungen der am Tatort angetroffenen Onryonen manipuliert. Außerdem wurde larische DNS gesichert. Dhusseniv bekommt von seinem Vorgesetzten den Auftrag, weitere Nachforschungen anzustellen und verschärft die Sicherheitsmaßnahmen auf AIKKAUD.

Wenige Lichtjahre vor AIKKAUD hat die RAS TSCHUBAI unter ihrem Protos-Schattenschirm verborgen, Position bezogen. Unbemerkt von der gigantischen Transmitterstation und einem Raumrudel der Onryonen haben die Terraner damit begonnen, die Bastion des Atopischen Tribunals auszuspionieren. Die Vital-Telepathin Toio Zindher kann keinen Zellaktivatorträger auf der Station erkennen. Für weitere Erkenntnisse fliegen das fünfköpfige Venus-Team und Gucky mit einem LAURIN-Jet zur Station und gehen unbemerkt an Bord. Während sich die Mitglieder der TLD-Elitetruppe als Onryonen tarnen, bzw. der Oxtorner im Team als Aiunkko, legt der Ilt die Maske eines kleinen Pelzwesens an.

Dhael Dhusseniv ist nach zahlreichen Vernehmungen zur Erkenntnis gelangt, dass Proto-Hetosten die Station unterwandert haben und einen Anschlag planen. Er hat Angst um seinen Sohn und tut alles, um ihn von Bord zu bekommen. Mit einem Transporter soll das Schlafrudel seines Sohnes nach Larhatoon fliegen. Dazu lässt er die Kinder in der Nähe der Sendeplattform unterbringen.

Einmal an Bord von AIKKAUD gelangt das terranische Einsatzkommando schnell in das zentrale Kugelsegment. Der Swoon Benner kann aus den Netzwerken der Station umfangreiche Daten zur Lage in der Larengalaxie herunterladen. Gucky hingegen hat eine Begegnung der besonderen Art. Als er sich einer Gruppe Jugendlicher erwehrt, wird er vom Aiunkko Manzaber beobachtet und als Yllit angesprochen, das Gucky ausgesprochen als Ilt wahrnimmt. Der Mausbiber hakt nach und erfährt von einem Mythos der Geiststreiter in der Galaxis der Greikos, die der Erzählung nach eine eigenartige Auffassung von Gerechtigkeit an den Tag legten und Gucky spontan an Angehörige seines Volks denken lässt.

Schließlich kann sich der Ilt von diesen Gedanken lösen und seine Fähigkeiten auf die aktuelle Situation konzentrieren. Das Einsatzteam soll wenn möglich die Transmitter der Station sabotieren. Nun erkennt der Ilt, dass die Proto-Hetosten einen vernichtenden Anschlag planen, der zahllosen Unschuldigen das Leben kosten könnte. Das Team kann Teppac-Oshellar dazu bewegen, die Sprengkraft der Bomben so abzumildern, dass nur die Transmitterstationen sabotiert werden aber nicht die Station zerstört wird. Mit dem Erfolg, dass die Nachschubwege der Onryonen zumindest vorläufig gestört sind, kehrt das Einsatzteam auf die RAS TSCHUBAI zurück. Das Fernraumschiff setzt danach den Flug nach Larhatoon fort.

 

Rezension:

Leo Lukas präsentiert mit Gucky auf AIKKAUD einen schnörkellosen Roman der allseits beliebten Kategorie terranische Kommandoaktion. Im Aufbau wagt der Autor keine Experimente. Wir haben auf der einen Seite das terranische Einsatzteam und auf der Gegenseite das Sicherheitspersonal der Station. Als belebendes aber keinesfalls überraschendes Element baut der Autor noch die larischen Rebellen ein. Ebenso wie Perry Rhodan in Heft 2733 bewegen sich auch die neuerlichen Besucher der Station mit traumwandlerischer Sicherheit durch fremdes Terrain. Der Autor lässt seine Hauptfiguren auf kaum nennenswerte Probleme stoßen. Züge, die nicht in allen Stationen halten und Jugendliche, die versuchen einem Ilt das Handy, äh Kommunikationsarmband abzuziehen, waren definitiv keine Herausforderung. Mehr Salz in der Suppe versprach der stellvertretende Sicherheitschef, der gleich zu Beginn die Sicherheitsmaßnahmen auf der Station verstärkte. Aber auch daraus erwuchs keine Bedrohung für die Hauptfiguren. Der Anschlag der Rebellen konnte schnell vereitelt, bzw. die Folgen wunschgemäß abgemildert werden. Anschließend setzen die Terraner die Reise fort.

Obwohl die erste Zyklushälfte beim Aufbau des Gegners in Teilen zu einseitig geriet und man sich eigentlich für jedes kleine Erfolgserlebnis der Helden freuen sollte, ist der nun geschilderte Erfolg der Terraner eine Spur zu harmlos geraten, zumindest darin, wie er erzielt wurde. Da kann man nur hoffen, dass die zweite Zyklushälfte nicht in Teilen zu einseitig für die Terraner gerät. Auch wenn die Hauptstory also nicht gerade ein Brüller war, kann Leo Lukas dennoch einige Male im Detail punkten. Unzweifelhaft zum Höhepunkt seiner Geschichte geriet der gemeinsame Toilettengang des onryonischen Sicherheitschefs mit seinen Assistenten. Das gemeinsame defäkieren im Kollegenkreis hatte auch schon Autorenkollege Michael Nagula in seinem Roman 2733 eingebracht. Damals hatte ich kommentiert, dass der Autor Humor zeigt. Leo Lukas erweitert diese Szene in unnachahmlicher Weise mit zahlreichen geistreichen Anmerkungen und liebevoll spöttische Beschreibungen und Dialoge.

In einem anderen Abschnitt geht Leo Lukas auf Leserkritik ein. Er fügt eine Erläuterung zu einem Handlungsabschnitt aus Uwe Antons Roman 2715 nach, der wohl in Foren diskutiert wurde. Darin ging es um die Frage, warum die Vitaltelepathin Zindher den Aktivatorträger Tekener beim Einsatz auf ITHAFOR nicht hat orten können. Leo Lukas wäre nicht Leo Lukas, wenn er seine Erläuterung zu diesem Thema nicht auch mit einem humorigen Augenzwinkern transportieren würde.

Und noch ein Wort zur Darstellung des Gucky. Es ist zu erkennen, dass haben die einzelnen Romane in diesem Zyklus gezeigt, dass sich das Autorenteam viel Gedanken zur neuen Rolle dieser Figur gemacht hat. Den Ilt zeichneten in der Vergangenheit im Wesentlichen zwei Seiten aus. Die Figur wurde einerseits beinahe schon als omnipotent beschrieben. Die ins extreme ausufernden Psi-Fähigkeiten des Ilts fanden in beängstigender Weise ihren Niederschlag in den Titeln, mit denen die Figur versehen wurde. Der selbsternannte Retter des Universums ist dabei eher der zweiten Seite des Ilts, der klamaukigen Seite zuzuordnen. Den öfters verwendeten Begriff des Überall-Zugleich-Töters habe ich stets als eine große Dummheit und als eine „Jugendsünde“ der Serie wahrgenommen. Leider eine Dummheit, die bis in die Gegenwart reicht. Von daher ist der neue Gucky ein toller Einfall und es gelingt Leo Lukas in der Szene, in der sich der Ilt Gedanken darüber macht, wie er das Venus-Team mit seinen nunmehr begrenzten Fähigkeiten überhaupt unterstützen kann, auch eine glaubwürdige Umsetzung der neuen Figur. In anderen Kapiteln ist in der Darstellung des neuen Ilts noch etwas Feinarbeit nötig. Es wirkt ein wenig wie ein Balanceakt. Eine kurze Szene am Romanende, als Gucky seinen Freund Bully auf frühere telekinetische Späße anspricht, führt fast schon wieder zur klamaukigen Darstellung des Ilts.

Kurz gesagt, den Überall-Zugleich-Töter und den klamaukigen Ilt haben die Autoren aus der Serie verbannt. Jetzt gilt es diesen Fortschritt sorgsam zu pflegen. Eine Fähigkeit mehr und eine Flugeinlage und schon ist es um den sorgsamen Aufbau des neuen Guckys geschehen. Es wäre schade, wenn das passiert.