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Veranstaltung im Literaturhaus Hamburg

Am 01.09.2011 fand im Literaturhaus Hamburg ein Perry-Rhodan-Abend statt. Gezeigt wurde der Dokumentationsfilm von Florian-Film in der für das Fernsehen erstellten ca. 54 minütigen Kurzfassung. Anschließend gab es eine Podiumsdiskussion mit den Machern des Films.

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Diese Gelegenheit habe ich nicht verpassen wollen und bin also nach Hamburg gefahren. Zur kostenlosen Filmvorführung füllte sich der Saal mit ca. 70 Personen. Anders als auf den Cons sah man doch auch mal „neue“ Gesichter. Veranstaltungen zum Thema Perry Rhodan sind im Norden leider ja sehr rar gesät.
Michael Kummerfeld, den ich schon von diversen PR-Cons kannte, war auch da und gemeinsam genossen wir dann die Filmvorführung. Das Ambiente war mal etwas anders aber mir gefiel es sehr gut. Der Film wurde per Beamer an eine Wand projiziert. Als Heimkinoenthusiast hat mich die technische Qualität der Vorführung jetzt nicht vom Hocker gerissen aber für die knappe Stunde war die Qualität akzeptabel.
Einen Vergleich zur Langfassung der Dokumentation kann ich nicht anstellen, da ich diese noch nicht kenne. Die Kurzfassung ist m.E. aus Sicht eines Perry Rhodan Kenners sehr gut gelungen. Die 54 Minuten zeigen sehr viele unterschiedliche Facetten aus der Geschichte der Serie. Da werden kleine Filmschnipsel mit Karl-Herbert Scheer u.a. Autoren aus der Frühzeit der Serie gezeigt, da gibt es private Aufnahmen von William Voltz, aktuelle Autoren kommen zu Wort und vieles mehr. Die Mischung fand ich sehr gut. Der Film ist im Stil zurückhaltend und erzählt weniger knallharte Fakten, als vielmehr kleine Episoden, Begegnungen und Gespräche rund um Perry Rhodan. Diese Episoden, die auch die eine oder andere kritische Bemerkung zur Serie zeigen (Monitorbericht aus den 60er Jahren), sind z.T. auch mit Insiderwitzen gespickt. Es bleibt abzuwarten, wie diese Gags von Betrachtern, die nur wenig über Perry Rhodan und das Umfeld wissen, aufgenommen werden.

Mein Fazit der Filmvorführung: Mir hat die Kurzfassung sehr gut gefallen.

Anschließend gab’s eine kurze Pause und dann begann die nunmehr kostenpflichtige Podiumsdiskussion für die ich mir im Vorfeld schon mal ein Ticket gesichert hatte. Etwa 40 Fans waren es dann noch, die an dem „phantastischen Abend“ teilnahmen. Teilnehmer der Gesprächsrunde waren Klaus Frick, Hartmut Kasper, André Schäfer und Gisbert Haefs. Auf dem Foto im Hintergrund von links nach rechts.

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Ein spezielles Thema war nicht vorgegeben und von daher wurde es ein Mix aus unterschiedlichen Themen. Wie kam es zum Film, wie gestalteten sich die Dreharbeiten, wie arbeitet ein Autor, der historische Romane und auch Zukunftsromane schreibt, wie entwickelt sich die Serie in Bezug auf die neuen Medien E-Books, Hörbücher etc. weiter. Auch andere Aktivitäten zu Facebook, Twitter etc. kamen zur Sprache. Über Nachwuchsgewinnung wurde diskutiert und über die Entwicklung der SF in Deutschland. Und natürlich hat Klaus Frick auch Perry Rhodan NEO beworben und die eine oder andere Frage aus dem Publikum, ob die neue Serie nötig sei, wurde vom Redakteur und von den Autoren beantwortet. Der phantastische Abend war dann so gegen 21:30 Uhr zu Ende. Insbesondere Hartmut Kasper erwies sich als launiger Erzähler. Insgesamt war die Runde zeitlich etwas kurz geraten aber nichtsdestotrotz hat‘s Spaß gemacht.