Articles for this day of 26. Januar 2020

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 3049

In der Zerozone – von Susan Schwartz
Auf dem Planeten Khaiguna steht das Portal in die Zerozone offen. Eine mentale Stimme hat nach einer Legitimation gefragt und Iwán/Iwa Mulholland hat sein Geburtsrecht der Zerozone vorgetragen und Zutritt erhalten. Donn Yaradua, Farye Rhodan-Sepheroa und die beiden Cairaner Bru Shaupaard und Wavalo Galparudse folgen Mulholland durch das Portal. Der Raum dahinter präsentiert sich so, wie es aus den Beschreibungen Guckys während einer Schmerzensteleportation bekannt ist. Die SERUNS sind keine Unterstützung und stellen den Betrieb ein. Die Luft in dieser seltsamen neutralen fremden Landschaft, die keine Anhaltspunkte liefert, ist jedoch atembar. Je weiter sich die Gruppe vom Portal entfernt, desto schwieriger wird das Vorankommen. Während Mulholland keine Probleme hat, verspüren die anderen einen Sog nach hinten, in Richtung des Portals. Die Zerozone mag ihre Besucher nicht. Sepheroa und Galparudse werden durch den Sog durch das Portal auf den Planeten zurückgeschleudert. Mulholland kann Yaradua und Shaupaard an sich binden. In der Nähe des Hermaphroditen sind sie in der Zerozone integriert.
Derweil muss sich die Besatzung der RAS TSCHUBAI etwas einfallen lassen. Die Phersunen scheinen auf ihrer Suche nach den Gefangenen, die dem Advokaten entkommen konnten, dem Schiff immer näher zu kommen. Gry O’Shannon scheint einen Marker zu tragen. Jedenfalls wird sie als diejenige identifiziert, die von den Phersunen aufgespürt werden kann. Die Materialspezialistin wird in Suspension gesteckt, damit die RAS TSCHUBAI nicht entdeckt werden kann.
In der Zerozone macht Donn Yaradua unglaubliche Entdeckungen. Der Hermaphrodit, der sich problemlos orientieren kann, bringt ihn zum Metronetz Padfuur. Jene Stadt der Guunpai, von der Yaradua unlängst erst erfahren hat, dass sie vor langer Zeit verschwand. Guunpais wohnen hier nicht mehr. Es sind Vertreter aus dem Volk der Luruparushe, die einst Mitglied der Vecuia gewesen waren, bevor sie dem nächsten Volk gewichen waren und spurlos verschwanden. Der Terraner und seine Begleiter treffen einen Luruparushe namens Barabancalan, der über das Erscheinen der Fremden zunächst nicht erfreut ist aber nach und nach einige Informationen preisgibt. Die Zerozone ist ein paramentaler Raum, der nach außen hin keinerlei Ausdehnung hat. Im inneren sorgen die Maschinen einer verschollenen Superintelligenz namens MATUY dafür, dass Wesen dort leben können. Barabancalan bezeichnet die Zerozone als Trajekt-Punkt. Der Trajekt-Punkt verbindet das Normaluniversum mit einem anderen Raum.
Donn Yaradua spürt, dass er dem Ziel, eine Spur zur Erde zu finden, nun sehr nahe ist. Barabancalan erlaubt es ihm, dem Trajekt-Registrator aus dem Arsenal MATUYS eine Frage zu stellen. Der Metabolist erfährt, nachdem er Beschreibungen zu Terra und Luna gemacht hat, dass die beiden Himmelskörper die Zerozone im Austausch gegen ein nicht datenidentisches Paar passiert hatten. Donn Yaradua gelingt noch mehr. Ein Handel, den er mit Barabancalan und dem Trajekt-Registrator eingeht, erlaubt die Passage eines 500-Meter-Raumers in den anderen Raum. Im Gegenzug sollen die Terraner das Portal auf Khaiguna zerstören. Und die Terraner bekommen einen Koordinatensatz, der sie zu Terra führen soll. Mit diesen Informationen kehrt Yaradua zurück.
Perry Rhodan ist Feuer und Flamme. Er wechselt mit Sichu Dorksteiger auf die TESS QUMISHA, mit der das Wagnis durchgeführt werden soll. Doch die Phersunen haben die TESS QUMISHA aufgespürt und die RAS TSCHUBAI muss ihre Deckung fallen lassen, damit das Unternehmen gelingt.
 
Die beiden Handlungsebenen, die Autorin Susan Schwartz in ihrem Roman verfolgt, können unterschiedlicher kaum sein. Auf der einen Seite Perry Rhodan, der wie immer an vorderster Front die unglaublichsten Abenteuer erlebt und endlich eine Spur zur verschollenen Erde findet. Auf der anderen Seite der Rückhalt durch die Besatzung der RAS TSCHUBAI, die Däumchen drehend auf die Rückkehr des Unsterblichen wartet.
Halt! So war es nicht. Donn Yaradua war derjenige, der das Abenteuer seines Lebens erlebt. Der Metabolist hat die Spur zur Zerozone gefunden. Er hat das Portal in diesen seltsamen Raum entdeckt. Er hat die Zerozone betreten, hat das Mysterium um diesen Ort ein Stück weit gelüftet und hat letztlich einen Weg gefunden, der schließlich nach Terra führen soll. Erst zu diesem Zeitpunkt greift der Titelheld wieder in das Geschehen ein. Diese „Personalentscheidung“ der Autorin fand ich gut. Es müssen nicht immer die Unsterblichen sein, die unglaubliche Entdeckungen machen. Mit der Figur Donn Yaradua konnte ich gut mitfühlen, als ihn zwischendurch die Erregung packt, eine Spur der verschwundenen Erde gefunden zu haben.
Der Roman von Susan Schwartz „lebt“ von den Ereignissen und den Erlebnissen Donn Yaraduas in der Zerozone. Die Handlungen an Bord der RAS TSCHUBAI dienen lediglich dazu, dem Leser etwas Entspannung zu verschaffen, bevor es wieder darum geht, den Geheimnissen um das Verschwinden von Terra und Luna auf den Grund zu gehen. Kurz vor Halbzeit des Zyklus liefert der Roman einige Antworten. Eine Verbindung zum Trajekt-Projekt der Cairaner ist ersichtlich. Allerdings werden, wie kann es anders sein, auch neue Fragen aufgeworfen.
Jedenfalls war dieser Roman der gelungene Startschuss zum so genannten Zerozone-Vierteiler, der die Bände 3050 bis 3053 umfasst und von Christian Montillon geschrieben wird. Ich bin gespannt.