Articles for the Month of Januar 2019

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2995

Die uneinnehmbare Festung – von Uwe Anton – Handlung:
Anfang August 1552 NGZ haben sich Atlan und Perry Rhodan darauf verständigt, dass der Terraner sich um den Sternensaatspross OCCNATTAR kümmert, während der Arkonide in das Konglomerat vorstoßen soll. Atlan stellt sich ein Team zusammen. Tamareil hat bereits die Bekanntschaft des Tryzom-Mannes Zau gemacht und in ihm einen Seelenverwandten gefunden. Die USO-Agentin Mahnaz Wynter findet es nicht witzig, als die beiden ihre besondere Begabung dazu nutzen, um Späße mit Terranern in der Solaren Residenz zu machen. Aber genau diese drei so unterschiedlichen Wesen schließen sich Atlan an, als der verkündet, in den Dakkarraum zurückkehren zu wollen. Doch wie? Atlan ist Yeto und den Gemeni noch einen Gefallen schuldig. Er soll mit Shinae sprechen, um sie dazu zu überreden, als Obhüterin in den Spross SHINAE zu wechseln. Reginald Bull lehnt dies rundheraus ab. Atlan spricht nun an Bord des Sprosses YETO vor. Er kann Bhal Haddhunis überzeugen, ihn und seine Begleiter durch einen Shod-Spiegel ins Konglomerat zu entsenden. Denn es ist auch im Interesse der Gemeni, herauszufinden, warum ein Riss durch die Zeitliche Eskorte geht und der ruhende Bhal Drush sich nicht meldet.
Mit SERUNS ausgerüstet tritt das Quartett die Reise an. Eigentlich soll das Ziel die Shod-Zitadelle im Zentrum der Station sein. Doch irgendwas geht schief und als sie aus dem Shod-Spiegel treten, werden sie von Ghatus, die das Gerät bewachen, angegriffen. Atlan, der als erstes wieder zu Bewusstsein kommt, kann den Angriff solange abwehren, bis auch Zau und Tamareil mit ihren manipulativen Fähigkeiten die Jäger der Gemeni beschäftigen können und das Team fliehen kann. Sie sind von der Zitadelle etwa acht Kilometer entfernt und machen sich im Schutz der Deflektoren auf den Weg. Unterwegs geraten sie in eine Störzone, die die Technik der SERUNS zum Ausfall bringt. Da alle in der Umgebung vom Technikausfall betroffen sind, bleibt die Gruppe unbemerkt. Zau und Tamareil vermuten, dass zwischen der Störzone und ihnen, aufgrund ihrer Fähigkeiten als Pedotransferer, eine Affinität herrscht. Atlan denkt gleich daran, dies auszunutzen. Zau und Tamareil sollen versuchen, die Störzone zu beeinflussen.
Währenddessen erreicht die Gruppe die Zitadelle. Die mineralisch-organische Struktur erhebt sich, gleich einem Berg, in einer gigantischen, von einer Kunstsonne beschienenen, Halle. Die zahlreichen Eingänge in die zwei Kilometer lange und ein Kilometer hohe Zitadelle werden von Ghatus bewacht. Da ein riesiges Gedränge an den Eingängen herrscht, versucht die Gruppe ihr Glück. Sie treffen ausgerechnet auf den Anführer der Garde. Sypardh will sie ohne Beglaubigungen nicht passieren lassen. Dabei wirken die Gemeni seltsam lethargisch und desorientiert. Die bevorstehende Phase Shod könnte für diese Beeinträchtigung verantwortlich sein. Atlan lässt nun seine Begleiter eine Störzone beeinflussen und in Richtung Zitadelle ziehen. An einem anderen Eingang lässt er Sypardh zu sich rufen. Unter dem Druck der heranziehenden Störzone, die den Resonanzraum der Zitadelle in Gefahr bringt, willigt der Anführer der Garde schließlich ein, und lässt Atlan und seine Gefährten in die Zitadelle. Sypardh begleitet sie. Der Ghatu gibt auch ein wenig Informationen preis. Im Resonanzraum kommt es zu Schwingungen zwischen den planetengebundenen Teil GESHODS auf dem Planeten Gem und ihrem Äquivalent im Dakkarraum. Dadurch wird die Phase Shod eingeleitet und die SI kommt zu Bewusstsein.
Herzstück der Shod-Zitadelle ist eine Lichtsäule, die Decke und Boden durchbricht und in der unzählige Entitäten verschmelzen. Nach Auskunft Sypardhs befinden sich beide Bhale in den Librationsgewölben. Doch plötzlich tritt durch einen Shod-Spiegel der Bhal Drush auf Atlan zu. Der Arkonide erkennt sofort, dass sein Gegenüber im Gegensatz zu allen anderen bekannten Vertretern seiner Art Individualität zu besitzen scheint. Atlans Gruppe wird festgesetzt. Der Bhal ist über Atlan informiert. Und offenbart einen Blick in die Geschichte. Ein Ahn von Drush, der als Botschafter GESHODS in der Milchstraße weilte, kam in Kontakt zu den Thoogondu. Dieser frühere Ableger des jetzigen Bhals hat die gefährliche Seite von ES erkannt. Die junge SI GESHOD war zu unerfahren und deshalb leicht manipulierbar. Und da GESHOD auf lange Sicht nicht gerüstet ist, um in einem Konflikt mit einer erfahrenen SI zu bestehen, hat der Ur-Bhal einen Ausweg ersonnen.
Drush will in der Lage sein, GESHOD notfalls in ein Koma zu legen, um sie dem Zugriff durch ES zu entziehen. Und die Hilfsvölker von ES mussten geschwächt werden. Die Haluter mit der Haluterpest und auch gegen die letzten Relikte der Mheriren wurde vorgegangen. Drush kommt es nun gelegen, dass der Weltenbrand ausgebrochen ist. Und er will die Phase Shod der SI entweder unterbinden oder zumindest sehr kurz halten. Er und sein Teil der Zeitlichen Eskorte will die Mächtigkeitsballung von ES beherrschen.
Drush will Atlan und seine Begleiter auf einen abgestorbenen Spross abschieben. Als sie durch den Shod-Spiegel gehen, sind es erneut Zau und Tamareil, die den Gemeni, der die Zielkoordinaten eingibt, beeinflussen. Die Gruppe materialisiert in einem anderen Shod-Spiegel des Konglomerats. Doch plötzlich verlieren alle die Kontrolle. Etwas flutet ihre Bewusstseine. GESHOD erwacht.
 
Rezension:
Wenn man so will ist dies die Fortsetzung von Heft 2964. Atlan und seine Begleiter haben das Konglomerat verlassen und kehren nun zurück. Und auch der Autor ist der Gleiche. Uwe Anton setzt zahlreiche Verknüpfungen zu seinem Roman 2964. Aber von Anfang an. Ich bin schlecht in die Geschichte reingekommen. Die marodierenden Thoogondu in Terrania waren schnell als Fake zu erkennen aber der Spaß, den sich die beiden Pedotransferer gönnen, wird vom Autor doch sehr auf die Spitze getrieben. Zwei anständige Terraner kommen zu Schaden und die Länge dieser Passage in Relation zum ganzen Roman, nimmt einfach zu viel Raum ein. Dazu gesellte sich ein weiteres „Stilelement“ des Autors. Uwe Anton ruft gerne und häufig frühere Ereignisse in Erinnerung. Das machen andere Autoren auch, aber nicht in diesem Ausmaß. Rekapitulationen sind in einer über so große Zeiträume laufenden Serie immer wieder mal notwendig. Aber in diesem Roman übertreibt es Uwe Anton, zumal ich neue Blickwinkel kaum entdecken konnte.
Mein Lesefluss wurde durch die vielen Wiederholungen empfindlich gestört. Und selbst die Wiederholungen wiederholten sich. In der ersten Romanhälfte war der Unterhaltungswert doch arg begrenzt. Und auch mit der Rückkehr ins Konglomerat wurde es zunächst nicht besser. Der Autor versetzt die Gruppe in die Station im Dakkarraum, doch es sind die wohlbekannten Situationen. Ghatus in Trutzkleidern, die schon bekannte Lagerhalle, die übliche Vorgehensweise.
Ein exotisches Flair wollte sich dabei einfach nicht einstellen. Dazu kam, dass es den Helden auch einfach gemacht wird. Die Jäger der Gemeni, von denen einzelne in ihren Trutzkleidern Atlan schon früher erbarmungslos verfolgten, sind handzahm geworden. Kaum schlägt die Tür der Lagerhalle zu, in die sich der Arkonide und die anderen flüchten, geben auch die „Jäger“ auf.
Und auch die Wächter der Shod-Zitadelle verdienen den Namen nicht. Und der Titel des Romans erweist sich spätestens hier als Lachnummer. Aber immerhin tritt nun der Oberbösewicht auf und verkündet sehr offen, dass er und seine Sprösslinge etwas tun wollen, zu dem die Superintelligenz GESHOD nicht in der Lage ist. Sie wollen eine Mächtigkeitsballung beherrschen. Insofern ist es Drush gelegen, dass die SI sich bald wieder schlafen legt. Doch erst einmal erwacht die SI. Mehr im nächsten Roman.

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2994

Engel und Maschinen – von Wim Vandemaan – Handlung:
Der Schiffsverband, bestehend aus dem Dolan JASON, dem Ultraschlachtschiff LUGIA SCINAGRA und dem ferronischen Frachter NEÈFOR, ist am 22. Mai 1552 NGZ per Sonnentransmitter zum Ecloos-Trio in der Kleingalaxis Draco gesprungen. Das Khaydsystem mit dem Planeten Sanhaba wurde entdeckt und Opiter Quint und Ernst Ellert nähern sich mit dem Dolan der Stadt Aures. Als sie um Landeerlaubnis bitten, meldet sich über Normalfunk eine Stimme in Interkosmo, die ihnen die Landung gewährt, sofern ein gewisser Handel zustande kommt. 22 Kilometer von Aures entfernt landet der Dolan auf dem einzigen und ansonsten leeren Raumhafen. Homunk will sie nicht begleiten, also steigen Opiter Quint und Ernst Ellert alleine aus. Ein Terraner, der sich als Curd Lincoln vorstellt, begrüßt sie. Gegen ein paar Schachteln Zigaretten spielt Lincoln den Fremdenführer. Zur Stadt müssen sie zu Fuß gehen. Besuchern wird die Benutzung höherstehender Technik, wie die Gravo-Paks der SERUNS, nicht gestattet. Andererseits haben die Besucher nun ausreichend Zeit, sich mit Lincoln zu unterhalten.
Lincoln wurde von Delorian auf der Erde im Jahre 1904 aufgelesen. Dem Tode nahe, sollte er dem Bund der Sternwürdigen beitreten. Später stellte sich heraus, dass nicht alle Geretteten für sternwürdig befunden wurden. Der Weg über die einzige Straße vom Raumhafen zur Stadt führt die Besucher an Liegenschaften der Stadt Aures vorbei. Dem Wald der Werkzeugmacher und die Ebene der Späher. Lincoln kennt Adam von Aures nicht, gibt aber den Hinweis auf ein Stadtarchiv. Dort will Quint hin. Der Weg führt in die Stadt, wobei sie eine weitere Liegenschaft, den Strand, auslassen. Der Fremdenführer ist auch den Zeitgefährten nie begegnet, die einer viel älteren Schicht der Stadt angehören und so alt wie die Zeit selbst sein sollen. Lincoln benennt die Angehörigen der Anachronistischen Patrouille als mögliche Nachkommen. Diese Burschen sieht man selten und gesprächig wären sie auch nicht. Und auch mit Aures selbst könne man nicht sprechen. Die Stadt schläft.
In einem Café sollen sich die Besucher stärken. Vorher entdecken sie eine Statue aus dem nicht natürlich vorkommenden Roentgenium. Es wird künstlich stabilisiert. Auf einer Tafel stehen die techno-mahdischen Losungen. Eine Altersbestimmung ist schwierig und liegt zwischen 5000 und 200.000 Jahren. Im Café angekommen, demonstriert Aures seine Macht, indem sie sich für kurze Zeit in alles Mögliche verwandelt. Ellert ist beeindruckt und Quint fürchtet um seinen Begleiter, der mehr und mehr von der Stadt vereinnahmt zu werden droht. Der TLD-Agent möchte das Meer sehen. Am Strand liegen technische Geräte, die angespült und auf geheimnisvolle Weise wohl auch repariert werden und wieder verschwinden. Quint erkennt, dass der Ozean ebenfalls aus Nanogenten besteht. Möglicherweise sind in noch tiefere Schichten des Planeten weitere Megatonnen an Nanogenten eingelagert. Ein unfassbares Reservoir. Und auch Lincoln ist eigentlich tot. Nanogenten haben seine Organe ersetzt. Die Stadt hat ihn erhalten.
Quint und Ellert erfahren, wo Shanda Sarmotte und Toufec sind. Sie liegen auf dem Friedhof. Ein Mann, der aussieht wie Adam von Aures, pflegt das Grab der beiden. Er stellt sich als Usher Lightfoot vor. Shanda ist seine Mutter. Und auch die Mutter von Adam. Pazuzu war der Vater Lightfoots. Adam von Aures ist aus dem Erbgut Sarmottes und einer künstlichen DNS, die von Pazuzu synthetisiert und mit DNS von Toufec versetzt wurde, entstanden. Adam besitzt zudem einen Vorrat an Nanogenten. Adam und Usher sind somit Halbbrüder. Die Baupläne lieferte Aures. Doch ohne eigenes Bewusstsein wären es nur Puppen, Phänogestalten. Es sind biomorphe Überlebensassistenten. Als Taylwit zur Verfügung gestellt. Hochwertige Prothesen, wie Quint konstatiert. Shanda Sarmotte starb bei der Geburt Adams am 02. Februar 1528 NGZ. Lightfoot lässt offen, wie das geschah und wer die Schuld daran trägt.
Quint und Ellert suchen nun das Stadtarchiv auf, das sie nur mit einem Schlüssel aus dem Wald der Werkzeugmacher öffnen können. Im Archiv erhalten Quint und Ellert Einsicht in die Entwicklung Adam von Aures. Vor beinahe 50.000 Jahren haben sich bei einem Besuch auf der Erde mehrere Nanogentenschwärme von der TOLBA, dem Schiff Delorians, gelöst. Diese Nanogentenschwärme erweckten die Leiche eines Menschen zum Leben und erkundeten die Welt. Der Schwarm, der nun einen Körper hatte, erlangte Bewusstsein und nannte sich Lightfoot. Er erlebte die Menschheit von Anfang an, bis zur Dritten Macht und dem Solaren Imperium. Schließlich verfolgte er eigene Pläne. Er will der Befreier vom Tod werden. Der Erlöser vom Leid. Der Techno-Mahdi. Er gründete die Organisation und über Jahrzehnte rekrutierte er Anhänger. Dann, eines Tages, erreicht Adam von Aures die Erde. Er verschmilzt mit Lightfoot, der das nicht verhindern kann und übernimmt dessen Erinnerungen aber nicht dessen Ideen. Adam will nicht menschliches Leid durch Technik lindern. Denn das Leben taugt nicht als Träger eines dauerhaften Bewusstseins. Dies muss von Maschinen erzeugt und getragen werden. Adam lässt Lightfoot nach Aures zurückkehren.
Quint und Ellert reden nochmals mit Lightfoot. Sie erfahren die Schwachstelle Adams. Wie schon Delorian, kann auch Adam keine Vitalenergiestrahlung vertragen. Seine Nanogenten werden destabilisiert. Quint und Ellert kehren zu JASON zurück. Dort erfahren sie, dass auch Homunk kurzzeitig den Dolan verlassen hatte. Aures hatte dem Androiden angeboten, seine fehlenden Gliedmaßen zu ersetzen. Doch Homunk hat das Angebot wegen eines nicht zu akzeptierenden Preises abgelehnt.
Sie verlassen Sanhaba und erörtern, inwieweit ein ZA, beispielsweise von Vetris-Molaud entwendet, gegen Adam von Aures einzusetzen sei. Quint erstellt einen Bericht. Sobald sie wieder durch den Sonnentransmitter geflogen sind, sollen die Erkenntnisse ins Solsystem übertragen werden.

 

Rezension:
Es ist schon eine Weile her, dass wir von Opiter Quint und seinen Begleitern lesen konnten. Sie wurden von Wim Vandemaan in 2958 eingesetzt. Zwischenzeitlich fand die Gruppe um den TLD-Agenten nochmals Erwähnung, als es darum ging den zurückgekehrten Atlan auf den Stand der Dinge zu bringen. Danach brach die Gruppe zur Suche nach der Stadt Aures auf. Und nun setzt der gleiche Autor diese Geschichte fort.
Die Gruppe ist kleiner geworden. Wim Vandemaan hat die USO-Agentin, ihren Begleiter und die Zeitforscherin abmustern lassen. Nur noch Quint und Ellert. Das reichte auch. Mehr Figuren, die eh nur Randerscheinungen in der Geschichte waren, hat es nicht gebraucht. Anfangs dachte ich noch, dass der Autor die Reduzierung der Figuren wegen Shanda Sarmotte und Toufec vornahm und er für das Duo, das zuletzt im Atopenzyklus im Einsatz war, etwas Raum benötigte. Das zerschlug sich sehr schnell. Den Raum nutzte der Autor nicht für diese Protagonisten sondern auf andere Weise. Und Vandemaan begräbt die beiden Figuren nicht nur sprichwörtlich. Die beiden liegen auf dem Friedhof von Aures. Ich erinnere mich noch sehr gut an den Roman von Richard Dübell, der Toufec in die Handlung brachte. Der Berber bildete mit Shanda Sarmotte ein interessantes Duo. Die Erforschung des Schwarzen Palastes auf Luna war das letzte Abenteuer, bevor sie beim Auffinden der MDI-Statue Kortins einen letzten Kurzauftritt spendiert bekamen. Nun hat der Exposé-Autor entschieden, die beiden aus der Serie zu schreiben. Das ist in Ordnung. Ein wenig Schade finde ich nur, wie es geschah.
Ich schrieb, dass die Figuren nur nebensächlich in dieser Geschichte waren. Der Star war Aures oder vielmehr, wie die Stadt von Wim Vandemaan in Szene gesetzt wurde. Wie viele andere Romane dieses Autors, hat mich auch diese Geschichte in ihren Bann gezogen. Die Beschreibungen enthielten eine Magie, der ich mich nicht entziehen konnte. Vieles in diesem Roman blieb bis zum Ende geheimnisvoll und vieldeutig. Wobei es aber dennoch einige Geschehnisse gab, auf die der Autor endgültige Antworten gab. Siehe den Tod von Sarmotte und Toufec. Der Begriff Taylwit fällt. Damit ist auch eine Verbindung zur schönen Familie Keraetes hergestellt. Das Aggregat Etain sah sich selbst als Taylwit. Und wir wissen nun, dass das sehr hochwertige Prothesen der Stadt Aures sind. Fragt sich nur, wer diese Prothesen trägt.
Eine kleine Kritik, die den Lesegenuss aber nicht schmälerte, muss ich dennoch loswerden. Wim Vandemaan liefert eine Erklärung zu dem Wirken des Techno-Mahdis auf der Erde. Doch es ist eine „nachträgliche“ Begründung. Mir ist klar, dass die Dinge im Perryversum kleine Anfänge haben und Zusammenhänge sich erst sehr viel später offenbaren. Dennoch fehlte es mir bei der Entwicklung des Handlungselements Techno-Mahdi an einer begleitenden Darstellung der „Größe“ dieser Idee. Diese Größe wird erst mit den Erkenntnissen Quints und Ellerts zum Wirken Lightfoots auf der Erde ersichtlich. Aber es wirkt auf mich etwas gezwungen. Als Leser habe ich die Wirkung des Techno-Mahdi hinterfragt und die überraschenden Erfolge der Gruppierung in diesem Zyklus in Zweifel gezogen. Meine Zweifel werden durch die nachgereichten Erklärungen geradezu zertrümmert. Der Kernspruch lautet: Seht her, der Techno-Mahdi hatte 50.000 Jahre Zeit an Entwicklung und Jahrzehnte an der Umsetzung von Ideen. Die Menschheit hatte nie eine Chance. Ich frage mich, wie lange diese Idee im Kopf des Autors existierte, die Nanogenten bereits vor so langer Zeit auf die Erde zu schicken. Vor oder nach den ersten Erwähnungen des Techno-Mahdis und der Auseinandersetzung der Leser mit diesem Handlungselement?
Alles in allem jedoch ein klasse Roman mit phantastischen Einfällen. Die Geschichte war kurzweilig und der Autor zeigte einmal mehr sein Faible für ungewöhnliche Handlungsorte und absonderliche Situationen.