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Ansichten zu PR 2677

Rhodans Entscheidung – von Christian Montillon – Handlung:
Protektor Kaowen sammelt mehr als 50.000 Schiffe, um sie zum Standort der Sternraumer-Flotte zu führen. In ihrem Versteck an Bord der RADONJU überlegen Mondra und Gucky, wie sie Kaowen stoppen können. Sie platzieren Sprengsätze an neuralgischen Punkten im Schiff. Bei einem seiner Ausflüge in die Nähe der Zentrale wird Gucky entdeckt. Von nun an macht die ganze Besatzung Jagd auf die Eindringlinge. Kaowen verschanzt sich hinter einem undurchdringlichen Schutzschirm.
Unterdessen bleibt es Rhodan nicht verborgen, dass immer mehr Schiffe vom Sammelpunkt des Verzweifelten Widerstands abgezogen werden. Regius bringt die Schiffe der verschiedenen Völker an einen unbekannten Ort und auch Ramoz zieht Teile der Sternraumer an einem anderen Ort zusammen. Rhodans Versuche, die Parteien zu kontaktieren, werden weitgehend ignoriert. Auch Ennerhahl setzt sich mit seiner Lichtzelle ab. Rhodan erkennt, dies ist nicht sein Krieg. Er, der es gewohnt ist, im Mittelpunkt zu stehen, muss eine Entscheidung treffen. Sie fällt schnell. Er wird Chanda verlassen und QIN SHI in die Anomalie folgen. Zuvor will er die RADONJU anfliegen, um Gucky und Mondra zu retten.
Kaowens Versuche, die Feinde an Bord aufzuspüren, scheitern. Er beschließt die RADONJU zu opfern. Als einziger will er sich von Bord schleichen und sein Flaggschiff und damit die verhassten Widersacher töten. Doch zunächst steht die Schlacht gegen den Verzweifelten Widerstand an. Seine Flotte hat den Sammelpunkt der Sternraumer-Flotte erreicht. Ramoz hat den Angriff erwartet. Die Seele der Flotte greift die Xylthen umgehend an. Auch die noch nicht einsatzbereiten Sternraumer werden über Traktorstrahlen mitgezogen. Sie sind mit Sprengstoff präpariert und Ramoz lenkt die Schiffe gegen die Zapfenraumer von Kaowens Flotte. Ramoz nimmt keinerlei Rücksichten auf Schiffe des Widerstands. Während des Kampfes meldet sich Högborn Trumeri bei Ramoz und macht dem Zasa erneut klar, dass er ihn beherrscht.
Von Kaowens Flotte bleiben 20.000 Schiffe, die mit der RADONJU den Rückzug antreten. Rhodan an Bord der MIKRU-JON verliert vorerst die Spur zu Kaowen. Er beschließt erneut, nach der Weltengeißel zu suchen. Nemo Partijan hat einen Weg gefunden, die Weltengeißel aufzuspüren. Der ehemalige Handelsstern nimmt Kurs auf die Anomalie. Zuvor wird sie Halt im Obliga-System machen. Während Rhodan über Quistus die Koordinaten von Regius´ neuem Widerstandslager erhält, kann Nemo Partijan doch noch Ramoz überreden, sie zu begleiten. Auf dem Weg zum Obliga-System will die MIKRU-JON die Flotte von Regius abholen. Am Sammelpunkt finden Rhodan und seine Begleiter jedoch nur ein Trümmerfeld vor. Wer für die Zerstörung der Schiffe des Verzweifelten Widerstands verantwortlich ist, können sie nicht herausfinden.
R
amoz bittet die MIKRU-JON um Hilfe. Das Obeliskenschiff soll nach der ORA suchen. Gucky hatte auf dem Schiff Högborn Trumeris einen Peilsender zurückgelassen. Tatsächlich findet Mikru die ORA. Ramoz extrahiert mit Hilfe seines Augendorns die Daten aus Mikrus Speicher. Er entsendet einen Teil seiner Flotte und lässt die ORA vernichten. Högborn Trumeri ist tot.
Kaowen hat unterdessen seinen Plan zur Vernichtung seines Flaggschiffs in die Tat umgesetzt. Er besteigt ein Beiboot und setzt sich von der RADONJU ab. Doch Gucky und Mondra gehen mit an Bord. Mondra tötet den Protektor. Währenddessen entbrennt im Obliga-System eine weitere Raumschlacht. Ramoz lässt die Sternraumer gegen die Weltengeißel und die Xylthenschiffe antreten. Der Handelsstern kann jedoch entkommen. Ramoz erweist dem Terraner einen letzten Dienst. Mit seiner Flotte kämpft er den Weg zur Anomalie frei. Dort treffen der BASIS-Versorger, die restlichen BASIS-Schiffe und MIKRU-JON wieder auf Ennerhahls Lichtzelle. Zusammengekoppelt treten die Schiffe in die Anomalie ein, die sich wie ein Schlauch dehnt. Plötzlich entdeckt Ennerhahl das Multiversum-Okular. Rhodan und seine Begleiter spüren, dass QIN SHI ganz nah ist. Mit einem Mal erkennt der Unsterbliche, dass die SI die Anomalie ist. Ihre Gedanken verschmelzen miteinander.
Quistus und Regius bleiben in Chanda zurück und durchstreifen gemeinsam das All. Kaowen erwacht in seinem Originalkörper. Ramoz steht vor ihm und macht dem Xylthen ein Angebot. Kaowen soll mit ihm zusammen die Oracca vernichten. Die xylthischen Soldaten brauchen einen Anführer.

Rezension:
Das war er also, der Höhepunkt der Chanda-Ebene oder wie ich sie nenne, die-Perry-auf-dem-Abstellgleis-Ebene. Was hat der Erbe des Universums erreicht? Er bekam den Anzug der Universen. Eine echte Hilfe war das Teil nicht und noch nicht mal für ihn bestimmt. Die BASIS hat sich umgewandelt. Das hätte sie auch ohne Perry getan. QIN SHI ist nach Escalian aufgebrochen. Das hatte die SI sowieso vor. Mondra braucht ein neues Haustier. Mal sehen, was dem neuen Expo-Team Montillon/Vandemaan im nächsten Zyklus dazu einfällt. Und sonst? Ein erschreckend schwacher Abschluss dieses Zyklusteils.
Die Geschichte geriet in Teilbereichen arg holprig, z.B. Rhodans ständige dilettantische Versuche, mit irgendwelchen Mitgliedern des Widerstands in Kontakt zu treten. Er holt sich ein Dutzend Abfuhren ein aber der Autor lässt nicht locker und setzt jedes Mal erneut zum gleichen stupiden Thema an. Die Geschichte war wie schon letzte Woche auch, sehr vorhersehbar. Überraschend war lediglich der Zusammenschluss von Ramoz und Kaowen am Ende. Doch seien wir ehrlich, wen interessiert das jetzt noch?
Irgendwie gewann man den Eindruck, auch Expokrat und Autor hatten von der Chanda-Ebene so langsam die Nase voll und wollten sich so schnell wie möglich von dieser Ebene trennen. Der literarische Paukenschlag blieb aus und auch sonst geben sich Expokrat und Autor wenig Mühe mit den letzten Aktionen in Chanda. Das Ziel der Geschichte war schnell identifiziert und Christian Montillon gibt sich auch keine Mühe, das Ergebnis zu verschleiern. Die Koalition zerbricht, jeder geht seiner Wege. Ennerhahl darf mal wieder mitspielen. Zuletzt wurde er in 2662 erwähnt. Abschließend übernahm Rhodan die Lichtzelle und MIKRU-JON in gemeinsamer Steuerung. Ennerhahl war dadurch erst mal abgemeldet. Jetzt darf er sich an zwei Dialogen beteiligen. So kann man Figuren kaputtschreiben.
Der Widerstand hatte übrigens eine Abschirmung für Planeten entwickelt, um die mentale Ausstrahlung der Bewohner für die Weltengeißel zu verbergen. Diese Erkenntnis ist wohl im Zyklusverlauf beim Expokrat und beim Autor verloren gegangen. Verloren gegangen ist wohl auch Rhodans Urcontroller, mit dem er einen Neustart des Handelssterns hätte erreichen können. Mondra Diamond ist der verlängerte Arm von Montillons perfiden Mordphantasien. Auch hier war es wenig überraschend, dass Montillon wieder einmal zu seiner Lieblingslösung für derartige Probleme greift.
Wie schon zuletzt Gucky und Mondra bei ihrem sinnfreien Ausflug zur RADONJU stürzen sich am Ende alle Galaktiker samt Anhang wie die Lemminge in die Anomalie. Dort taucht der zweite BASIS-Teil auf, der ja eigentlich per Transition in Sicherheit gebracht werden sollte. Wieder einmal habe ich den Eindruck: Es geschieht weil es geschieht.