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Ansichten zu Perry Rhodan Heft 3188

Die letzten Tage von Pordypor – von Michelle Stern
Reginald Bull ist im Februar 2072 NGZ Kommandant des Roten Sterns. Die Ash’sharal an Bord der Chaos-Bake sind von seiner Loyalität FENERIKS gegenüber noch nicht überzeugt. Allenfalls Mieke Meideina, die eigentlich selbst zu einer Ash’sharal wurde, bringt dem Unsterblichen Sympathie entgegen. Allerdings stellt sie auch klar, dass Reginald Bull sich erst noch beweisen muss.
Das könnte bald der Fall sein, denn FENERIK wird auf seiner Route vom PEW-Vorkommen im Paramag-Alpha-System angezogen. Dessen einziger Planet Pordypor ist vor über 100.000 Jahren zerstört worden. Die Trümmerwelten, auch WABEN genannt, werden nach wie vor von den Paramags bewohnt. Der Rote Stern wird von einem terranischen und einem tefrodischen Schiff begleitet. Beim Einflug in das Trümmersystem treten seltsame Phänomene auf und die Besatzungen beobachten etwas Erstaunliches. Der Planet Pordypor existiert wieder und die Schiffe stürzen darauf ab.
Nach Mieke Meideinas Auskunft hat sich eine Zeitsenke gebildet und die drei Schiffe in die Vergangenheit befördert. Die Chaos-Bake kann die Katastrophe nicht verhindern, aber die Folgen mindern. Dennoch werden die beiden Begleitschiffe zerstört und die Überlebenden müssen sich der Paramags erwehren.
Ein noch größeres Problem kommt auf die Überlebenden und Reginald Bull zu. Obwohl sie nicht die Fähigkeit der Paramags zur Paratransdeformation besitzen, werden Terraner und Tefroder in das PEW-Metall gesogen. An einer zentralen Stelle hat sich eine Geistmühle gebildet, die die Bewusstseine aufsaugt und ihre Individualität zerstört. Reginald Bull und Mieke Meideina dringen ebenfalls als Bewusstseine in das PEW-Geäder vor. Sie machen die Entdeckung, dass das PEW-Metall entartet. Und Bull trifft auf Betty Echomag. Die Erscheinung bezeichnet sich selbst als Echo der späteren Altmutanten, die im PEW aufgingen.
Man sucht nach einer Lösung, wie die Bewusstseine vor der Geistmühle gerettet werden können. Und noch ein weiteres Wesen macht Bull seine Aufwartung. Zou Skost, bzw. eine Version von ihm, die sich als Sediment bezeichnet, gibt Bull den Auftrag, das entartete PEW für FENERIK zur Verfügung zu stellen. Der Aktivatorträger ist in einem Dilemma. Er will Pordypor sprengen, um die Entartung des PEW zu stoppen und gleichzeitig seine Zeitlinie zu bewahren. Andererseits darf FENERIK nicht weiter geschwächt werden, denn sonst droht eine noch größere Katastrophe.
 
Die Autoren nutzen erneut die Gelegenheit, um mit FENERIK einen alten Handlungsort der Serie zu besuchen. Einerseits mag ich es, wenn es einen guten Anlass gibt, einen Blick in die Serienhistorie zu werfen. Andererseits nutzt sich das schnell ab, wenn es zu häufig in kurzer Zeit gemacht wird. Der Anlass ist nach wie vor gegeben, auch wenn der „Kurs“ des Chaoporters doch ziemlich konstruiert wirkt. Nun ist die Geschichte des PEW-Metalls eng verbunden mit dem Schicksal der acht Altmutanten. Die haben, nach quälenden Jahrhunderten, in denen sie immer mal wieder durch die Autoren hervorgezaubert wurden, inzwischen doch das Zeitliche gesegnet. Das ficht die Autorin dieses Romans nicht an. Michelle Stern lässt ein „Echo“ der selbigen auftreten. Meine Güte! Lass endlich los, möchte ich der Autorin zurufen. Aber wie ich schon des Öfteren an anderer Stelle schrieb: Perry Rhodan-Autoren können vieles, aber ein Thema auch mal zu einem Ende bringen, können sie nicht. Es wäre schön, wenn man manche Geschichten endgültig abhaken könnte. Was wird wohl nach dem Echo kommen?
Der Roman konnte mich nicht wirklich fesseln. Trotz des Auftritts von Zou Skost und des speziellen Raumschiffs am Ende, wird der Zyklus nicht wirklich vorangebracht.