Articles for the Month of Januar 2022

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 3154

Horis Erinnerungen – von Susan Schwartz
Am letzten Tag des Jahres 2071 NGZ macht sich Sichu Dorksteiger auf dem Weg zu den Cheborparnern. Die Residentin der Liga, die auf dem Flaggschiff THORA anreist, ist nicht die einzige hochrangige Vertreterin eines Sternenreichs, die nach Pspopta eilt. Abgesandte aller großen Völker und Sternenreiche folgen der Einladung zu einer Konferenz, die vom Sternenreich Chebor-Popta organisiert wurde und auf der Hauptwelt stattfinden wird. Es hat sich inzwischen herumgesprochen, dass durch FENERIK eine ungeheuerliche Bedrohung für die Völker der Milchstraße entstanden ist. Nur Dorksteiger und Atlan, der ebenfalls gekommen ist, kennen allerdings die letzten beunruhigenden Neuigkeiten, die von der Siganesin Farkunda Washington übermittelt wurden.
Auf Pspopta findet die Konferenz auf einer völlig von der Außenwelt isolierten Insel statt. Die Residentin hat besondere Begleiter dabei. Iwán/Iwa Mulholland und die Überläuferin Hori von FENERIK begleiten sie. Zu gegebener Zeit soll Hori den Delegierten einen Eindruck schildern, was FENERIK für alle bedeuten kann. Mit der Kastellanin Gera Vorr mischt sich eine ungeladene Besucherin ein. Später stoßen auch noch die Yodoren dazu. Deren Bau einer kosmischen Fluchtburg wird mit Besorgnis beobachtet. Denn dieses Vorhaben steht nicht im Zusammenhang mit dem Chaoporter. Dorksteiger hat den Eindruck, dass es weder den Yodoren noch den Kastellanen vordergründig um FENERIK geht. Es gibt offensichtlich noch ein anderes, akutes Problem.
Die Konferenz fängt gut an. Die Anwesenden erfahren nun vom Sturz des Chaoporters Richtung Milchstraße. Als Hori ihre Erinnerungen einer Strafaktion FENERIKS an die Delegierten mit Mulhollands Hilfe übermittelt, bricht anschließend Tumult aus. Einem unbekannten Attentäter ist es nach Dorksteigers und Atlans Ermittlungen zufolge gelungen, ein halluzinogenes Gas auszubringen. Es bleibt nicht der einzige Anschlag. Wer ist der Angreifer und welche Motive hat er? Kann die Konferenz fortgesetzt und kann der Attentäter aufgehalten werden?
 
Das Besondere an diesem Roman von Susan Schwartz ist wohl, dass es nicht den kleinsten Hinweis darauf gibt, wer der Attentäter sein könnte. Da nächste Woche Arndt Ellmer ein persönliches Jubiläum feiert, werden alle Auflösungen wohl in seinem Roman erfolgen. Na ja, „alle“ sicherlich nicht.
Zurück zu diesem Roman. Es wird mal wieder an einem Galaktikum gebastelt. Das wievielte ist das jetzt? Das dritte, vierte? Eigentlich egal. Es herrscht mal wieder Druck im Kessel. Von daher müssen sich die Völker wieder zusammenraufen. Das Zerschlagen besorgen die Autoren dann im nächsten, spätestens übernächsten Zyklus. Das Projekt von San wird erwähnt. Diese großartige (?) Idee des Titelhelden. Auch hier muss man davon ausgehen, dass die Erwähnung nur deshalb vorgenommen wurde, um Leserfragen alá „was ist eigentlich mit dem Projekt xyz“ oder „wann kommt abc“ vorzubeugen. Das Projekt von San wird es nicht geben. Wie erwähnt, werden entsprechende Bemühungen in diese Richtung in der Regel zeitnah durch kosmische Katastrophen verhindert. Abgesehen davon, müsste man zunächst in einer Phase des Friedens ein solches Projekt angehen, um präventiv Bedrohungen zu begegnen. Phasen des Friedens werden in der Serie nicht geschildert. Die finden, wenn überhaupt, nur in der Austastlücke zwischen den Romanen xx99 und xx00 statt. Und präventiv? Dann müssten die Helden, resp. die Autoren mächtig umdenken. Bisher ist das schriftstellerische Mittel immer das, eine Bedrohung aufzubauen und ihr sukzessive zu begegnen. Anders ausgedrückt, anders herum können die Autoren die Serie gar nicht schreiben.
Zurück zu diesem Roman. Der Geschichte tat es gut, dass von den Big Five nur Atlan vor Ort war. Wobei Tolot zuletzt auch an der Seite der Ator unterwegs war. Überhaupt sind mindestens zwei Handlungsfäden zur Erforschung der Yodor-Sphäre zuletzt vorangebracht worden. Ohne aber viel Erkenntnisse gewonnen zu haben. Atlans Bemühungen wurden durch Truppen FENERIKS gestoppt, die ihn am Flug zur Sphäre aufgehalten hatten. Und Sichu Dorksteiger scheint ihre Bemühungen in diese Richtung auch gestoppt zu haben. Irgendwie fehlt mir zwischen dem Roman „Die Dunklen Gestade“ und diesem hier ein Verbindungsglied.
Zurück zu diesem Roman. Obwohl eigentlich gar nicht viel passiert, hat Susan Schwartz eine dichte Story gewoben. Die Geschichte war abwechslungsreich, die Schauplätze hatten ihren Reiz und die Figuren waren sympathisch und passten zur Story. Den Delegierten wird eindrucksvoll die Bedrohung FENERIKS durch Horis Erinnerungen vor Augen geführt. Danach beginnt das Detektivspiel. Man darf gespannt sein, wie es weitergeht.

Ansichten zu Terranischer Club Eden – 60 Jahre Perry Rhodan

TCE – 60 Jahre Perry Rhodan – Herausgeber Andy Schmid u. Joe Kutzner
Der Terranische Club Eden (TCE) hat das Jubiläum zu 60 Jahre Perry Rhodan auf seine Art gefeiert und mal eben einen Band herausgegeben, in der alle, ja wirklich alle (!), die irgendwie mit Perry Rhodan in Verbindung stehen, zu Wort kommen. Und zu Bild. Bildern, um genau zu sein. Es sollen 1250 sein! Als Rezensent muss ich hier, was die Statistik angeht, scheitern. Glücklicherweise haben die Herausgeber selbst eine Statistik erfasst. 536 Seiten umfasst der Wälzer. 85 Texte von PR-Redaktion, PR-Autoren, Grafikern und aus dem Fandom füllen den Band. Da bleibt mir nur noch, das Teil mal eben auf die Küchenwaage zu legen. Satte 0,78 Kilogramm bringt das Buch vom TCE auf die Waage. Als Fan bin ich unglaublich beeindruckt. Natürlich nicht nur vom Gewicht, sondern vor allem vom Inhalt.
Ich habe das Buch schon länger zu Hause und lese täglich darin. Am Anfang habe ich gezielt Artikel aus dem Inhaltsverzeichnis angesteuert. Danach bin ich dazu übergegangen, darin zu blättern, Bilder zu betrachten, die Geschichten dazu zu entdecken und einzelne Kapitel zu lesen. Immer wieder entdecke ich Neues. Einfach phantastisch!
Die Originalausgabe bringt es auf eine Auflage von 300 Exemplaren und ist inzwischen ausverkauft. Es wird eine 2. Auflage mit 144 Exemplaren geben, die Anfang Februar erscheint. Diese Info habe ich dem Web-Auftritt des TCE entnommen. Da heißt es zugreifen, wer das Buch noch nicht hat!
Auf Seite 247 befindet sich übrigens eine ausklappbare Risszeichnung von Gregor Sedlag, die einen Fiktivtransmitter des Galaktischen Rätsels zeigt. Ein farbiges Risszeichnungsposter des Fiktivtransmitters im Format A3 ist dem Band zusätzlich beigelegt.

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 3153

Blitzreiterin – von Verena Themsen
Nach der Rettung des Großteils der Bevölkerung von Prudh hält FENERIK weiterhin Kurs auf die Milchstraße. Die Anwesenheit des Quintarchen an Bord der RAS TSCHUBAI macht es Perry Rhodan unmöglich, mit dem Schiff vorauszufliegen und die Völker der Milchstraße zu warnen. Der Unsterbliche setzt jedoch einen anderen Plan in die Tat um. Wenn nicht die RAS TSCHUBAI, dann muss ein anderes Schiff eine Botschaft überbringen. Mit einem Ablenkungsmanöver kann die VAJRA mit der Siganesin Farkunda Washington ausgeschleust werden und unbemerkt von Farbaud und FENERIK auf Kurs Milchstraße gehen. Das Spezialschiff auf Basis von Investigatorsonden kann sieben Millionen mal schneller als das Licht im Linearraum fliegen. Es ist damit schneller als FENERIK. Sollte der Chaoporter seine Geschwindigkeit nicht erhöhen, kann Farkunda Atlan eine Botschaft von Perry Rhodan noch rechtzeitig überbringen.
Den Großteil des Fluges geht alles gut. In der Nähe der Milchstraße angelangt, zwingen technische Probleme die VAJRA aus den Linearraum. Farkunda Washington sendet ein Notsignal aus. Sie bekommt tatsächlich Antwort von einem Habitat, das einen alten roten Stern im Leerraum umkreist. 52 ehemalige Raumschiffe der Überschweren sind dort zusammengekoppelt. Farkunda Washington geht an Bord und wird mit einer ungewöhnlichen Gesellschaft konfrontiert, die seit Jahrhunderten keinen Kontakt zur Milchstraße hat. Sie erlebt Ablehnung, aber auch Unterstützung. Und sie erfährt die Geschichte der Habitatbewohner. Wird die Siganesin ihre Mission beenden können oder strandet sie im Leerraum?
 
Verena Themsens Protagonistin ist klein aber oho. Die Siganesin wird von der Autorin zum Teil aus der Ich-Perspektive erzählt. An Bord des Habitats wechselt die Autorin aber auch an verschiedenen Stellen in den personalen Erzähler. Die Zwiesprachen der Siganesin auf ihren einsamen Flug an Bord ihres Experimentalschiffes haben mir sehr gut gefallen. Einige technik-lastige Abschnitte habe ich eher quergelesen. Sie sind allerdings nur im ersten Romanabschnitt verstärkt aufgetreten. Eigentlich will ich solche Passagen durchaus öfter lesen. Diese hier waren jedoch nicht mein Ding.
Es kommt, wie es kommen muss. Die Geschichte von Verena Themsen greift ein vielbenutztes Motiv auf. Ein Raumschiff befindet sich auf den Rückflug, hier zur Milchstraße, und muss unterwegs einen ungeplanten Halt einlegen, bzw. stößt auf ein Rätsel, das gelöst werden will. Die Siganesin begibt sich unerschrocken auf unbekanntes Terrain und erfährt ein neues Kapitel Milchstraßenhistorie. Den Schub, den die im Leerraum Gestrandeten durch Schatzjäger bekommen haben, war mir als Einschub etwas zu lang geraten. Die Geschichte war mir an der Stelle etwas zu detailliert. Die Schwierigkeiten der Siganesin am Romanende wurden dafür im Schnelldurchlauf abgehandelt. Da hätte ich mir 2-3 Seiten mehr gewünscht und dafür davor kürzen. Warum ausgerechnet die Überschweren im Bereich der Miniaturisierung solche Fortschritte gemacht haben sollen, erschließt sich mir auch nicht. Womöglich war das der Heldin geschuldet, die diesen Fortschritten ihren Respekt als Siganesin zollen konnte.
Letztlich wird die Geschichte zu einem runden Ende gebracht.