Articles for the Month of Dezember 2020

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 3094

Herz des Lichts – von Kai Hirdt
Am Sternenrad der Cairaner gerät Markul agh Fermi unter Handlungsdruck. Nach den Ereignissen um den Planeten Tschirmayn fordert die Kristallbaronin dieser Baronie einen Angriff auf die Cairaner. Die selbst ernannten Friedenswächter der Milchstraße sind durch die Ereignisse um das Solsystem abgelenkt. Diesen Umstand gilt es auszunutzen. Agh Fermi stehen über 30.000 Schiffe zur Verfügung. Aber einen Krieg zu führen, den man nicht gewinnen kann, widerstrebt dem Flottenchef. Noch ist der Thantur-Baron der Vereinigten Sternenbaronien auf seiner Seite. Aber auch Larsav da Ariga verlangt ein baldiges Zeichen. Man darf die Cairaner nicht tatenlos agieren lassen.
Mit der Tatenlosigkeit ist es allerdings schnell vorbei. Denn am Sternenrad erscheint die RAS TSCHUBAI mit Perry Rhodan an Bord. Der Unsterbliche verfolgt den Plan, mit dem Riesenschiff in das Innere des Machtinstruments vorzudringen. Doch dazu muss er dessen Weißen Schirm überwinden.
Im Sternenrad sind seit längerem mehrere Terraner und Haluter im Einsatz. Seit dem Erfolg mit der Rettung des jungen Aipu hält sich das Team bedeckt. Die Jägerin Nuanit Takkuzardse wartet nur auf ein Lebenszeichen der Eindringlinge, um sie erneut gnadenlos zu verfolgen. Dieser Zeitpunkt könnte bald kommen. Denn vor dem Schirm hat Rhodan den Arkoniden agh Fermi auf seine Seite gezogen und hat dank Zemina Paath auch einen Plan, wie er ins Sternenrad vordringen kann. Gucky kommt an Bord und Rhodans Aktionen beenden die Ruhe des Einsatzteams. Sie machen sich ebenfalls auf.
 
Der Zyklus neigt sich dem Ende zu. Nachdem die Erde zurück ist, müssen nur noch die Cairaner vertrieben werden. Das ließe sich recht einfach bewerkstelligen. Mit den Daten, die Rhodan in der Heimat der Cairaner und im anderen Zweig des Dyoversums gesammelt hat, würde ein Funkspruch an die Cairaner mit der Ankündigung, sie bei dem Abzug in das sichere Refugium zu unterstützen, vieles klären. Sicherlich nicht alles, da es wie so oft einzelne Machthaber sind, die die großen Pläne verfolgen. Aber das Volk der Cairaner, das schon beim Versetzen von Tschirmayn Kritik übte, wird aufhorchen. Allerdings wäre das wohl wenig spannend. Insofern lässt Kai Hirdt seinen Helden einen anderen Weg gehen.
Die RAS TSCHUBAI dringt in das Sternenrad ein und wird von 250.000 Schiffen gesucht. Superintelligenzentechnologie hin oder her. Dass sich Schiffe in der Nähe von Sternen tarnen, haben die Cairaner offensichtlich nicht auf dem Schirm. Dabei hätte Rhodan eigentlich ein besseres Ziel wählen können. Eine Position über dem Planeten, auf dem die Steuerzentrale des Sternenrads steht. Die Daten hat der Haluter, der das Sternenrad verlassen konnte, an die Liga geliefert.
Auch das hätte natürlich reichlich Spannung rausgenommen. Bleibt also mal wieder Gucky, als Retter des Universums. Nicht gerade neu, diese Idee. Aber es ist auch der erste Teil eines Romandoppels des Autors. Der zweite Teil wird hoffentlich aufregender. Dupa Emuladsu hat Kai Hirdt schön charakterisiert. Ihre Emotionen und ihre kurzzeitigen Wandlungen hat der Autor nachvollziehbar geschildert. Das hat mir an dem Roman am besten gefallen. Auf das andere gehe ich dann voraussichtlich im nächsten Roman ein.

 

Ansichten zum Magazin SOL 100

Das Cover der 100. Ausgabe der SOL zeigt, wie kann es anders sein, die SOL. Das umlaufende Titelbild (in der Heftmitte nochmal als Poster mit einer Risszeichnung auf der Rückseite) wurde nach einer Idee von Christina Hacker von Raimund Peter gestaltet. Die SOL zeigt auf der Außenhülle die verschiedenen Titelillustrationen des Mitglieder-Magazins der Perry Rhodan Fanzentrale. 100 Ausgaben, 25 Jahre. Sehr beeindruckend, was hier Fans in ihrer Freizeit auf die Beine gestellt haben und es weiterhin tun. Satte 100 Seiten ist die Jubiläumsausgabe dick. 56% mehr Inhalt, als die Ausgabe davor!
Die Jubiläumsausgabe lässt aktuelle und frühere Macher des Magazins zu Wort kommen. Das ist nicht nur unterhaltsam. In den Artikeln von Klaus Bollhöfener, André Boyens, Christina Hacker, Günter Puschmann und Herbert Keßel wird auch deutlich, welche immense Arbeit von Fans in diese Publikation hineingesteckt wird.
Ein anderer Schwerpunkt der Ausgabe ist immer noch Guckys vermeintlicher Serien-Tod. Inzwischen wurde die Geschichte längst aufgeklärt. In den aktuellen Romanen agiert der Mausbiber wie eh und je. Auch Matthias Hettler, der diesmal die Romane 3069 bis 3081 reflektiert, macht eine größere Einleitung zu diesem Thema. Er beleuchtet den Tod von Unsterblichen und liefert nochmal Fakten, warum Gucky gar nicht tot sein konnte. Viele Leser haben den Roman aber wohl nicht zu Ende gelesen, weil das Thema in den sozialen Medien längst hochkochte und es so viel einfacher ist, sich dem Shitstorm anzuschließen, als sich selbst eine Meinung zu bilden.
Weitere Artikel zu dem Thema steuern Wolf Mathis mit „Und ich dachte es trifft Homer“ und Christina Hacker bei. Die Sol-Redakteurin fasst in der Rubrik „Der Fall Gucky“ verschiedene Reaktionen von Redaktion (Serie) und Autoren zusammen. Ich persönlich habe das Thema längst abgehakt. Aber in 2020 war das schon ein Aufhänger! Ich bin gespannt, wann sich wieder jemand in der Serie an den Tod eines beliebten Seriencharakters getraut.
Auch die Perry Rhodan Online Woche ist nochmal Thema der SOL. Über das Event hatte ich im Rahmen meines Blogs auch berichtet. Inzwischen laufen die Planungen zu einer weiteren ähnlichen Veranstaltung. Dem PR Online Abend. Angemeldet bin ich schon.
Das Magazin ist derart professionell gestaltet, dass es eine gute Idee war, den Weg vom Fanzine zum Magazin auch historisch zu beleuchten. Norbert Fiks macht das und berichtet über Fanzines, dem Kitt des Fandoms. Persönlicher geht’s in den Beiträgen von Felix Ludwig und Patrick Ewald zu. Der eine berichtet über seine Leseerfahrungen mit Perry Rhodan, der andere stellt die Inhalte der Serie heraus, die ihn am meisten faszinieren. Mario Stass beschäftigt sich durchaus mit einem Dilemma der Serie. Im Intro jedes Perry-Romans wird auf das friedliche Miteinander hingewiesen, seit der Held die Menschheit zu den Sternen geführt hat. Und doch ist die Serie voll von bewaffneten Konflikten.
Und nochmal Fanzine. Diesmal für die Ohren. Radio Freies Ertrus wird von Markus Regler vorgestellt. Der Podcast ist mir bekannt. Aber ich muss zugeben, ihn ein wenig aus den Augen, äh Ohren, verloren zu haben. Ein Fazit stimmt leider. Feedback zu fannischen Aktivitäten ist rar gesät. Auch im Forum wird beispielsweise diese Ausgabe der SOL nur wenig kommentiert. Das ist schade.
Einem Mitglied des Stammtischs Nord, Christian Wöhler, hat es die Holocaust-Trilogie von Clark Darlton angetan. Unser Stammtisch ruht seit längerem wegen Corona. Immerhin erfahre ich so, welche Romane eines der Stammtischmitglieder gerade gelesen hat.
Ein großes Kreuzworträtsel lädt dazu ein, sein Wissen unter Beweis zu stellen. In einer ruhigen Minute werde ich mich mal daran wagen.
Mein Fazit: Ich bin begeistert. In diesem Magazin ist wirklich für jedem was dabei. Ich freue mich auf die nächsten Ausgaben.