Articles for the Month of Mai 2017

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2910

Im Reich der Soprassiden – von Uwe Anton – Handlung:

Auf Taqondh hat Perry Rhodan als Erinnerungsgast des Gondu die Geschichte der Thoogondu erfahren. Viele Fragen wurden beantwortet und noch mehr Fragen aufgeworfen. Den Terraner interessiert, wie die Thoogondu in der Galaxis Sevcooris aufgenommen wurden. Narashim ist diesem Wunsch nicht abgeneigt. Sein Sohn bringt den Unsterblichen und das Squad-Team, das Rhodan begleitet, ins Sternenreich der Soprassiden. Dort soll der Terraner das segensreiche Wirken der Thoogondu aus erster Hand erleben. Bevor sie mit der DAAIDEM aufbrechen, bekommt Perry Rhodan noch eine Geschichtslektion. Die Soprassiden, eine Spezies zum Teil humanoid, zum Teil arachnid, hat seine Heimatwelt beinahe vernichtet. In Bruderkriegen wurde ein Kontinent vollständig durch Atomwaffen zerstört. Bevor der ganze Planet unterging haben die Thoogondu eingegriffen und die Parteien befriedet.

Das Soprasystem mit der Heimatwelt Porass wird nicht direkt von der DAAIDEM angeflogen. Einige Lichtjahre entfernt haben die Soprassiden ein System kolonisiert. Dort haben die Thoogondu einen mehrteiligen Großtransmitter, die Kompositoren, im All installiert. Feste Transmitterwege verbinden alle Sternensysteme der Soprassiden, die selbst keine überlichtschnellen Raumschiffe besitzen. Perry Rhodan geht mit Penelope Assid, dem Oxtorner Báron Danhuser und dem Terraner Dean Tunbridge an Bord des Handelsraumers STAZZ. Die Thoogondu bleiben zurück, als die STAZZ über die Kompositoren ins Soprasystem springt und über Porass an einem Transatmosphärehafen anlegt. Während des Fluges hat der junge Soprasside Ossprath das terranische Team betreut und überschwänglich die technischen Einrichtungen gepriesen und den Aufschwung bejubelt, der ohne die Thoogondu nicht möglich gewesen wäre. Perry Rhodan entdeckt aber einige Ungereimtheiten in den Ausführungen des jungen Soprassiden. Irgendwas stimmt mit der Geschichte nicht.

Über einen Äquatoraufzug erreichen die Besucher in Begleitung Osspraths den Planeten. Dort steht ein Regierungswechsel an und der scheidende Herrscher der Soprassiden ist stolz darauf, auf seine letzten Amtstage die Besucher von den Sternen zu empfangen. Die Hauptstadt Lhezz ist unter die Erde gebaut, wie überhaupt die Soprassiden unter der Erde siedeln und die Oberfläche von einer dichten Flora geprägt ist. Auch die Fauna zeigt sich vielfältig und gefährlich und Rhodan fragt sich mehrmals, wie die Soprassiden sich entwickelt haben und an andere Orte und Kontinente gelangten, wenn die Oberfläche so gefährlich ist und sie in der Erde siedeln.

Der alte Herrscher Tossmoner lädt die Besucher zum verstrahlten Kontinent Dundozo ein, um dort ein Mahnmal, das Mordmal. zu besichtigen. Auf den Flug dorthin konfrontieren die Terraner Ossprath mit ein paar Merkwürdigkeiten, die ihnen aufgefallen sind. Beispielsweise scheint es keinen nuklearen Winter auf Porass gegeben zu haben. Ossprath meint, dass die Thoogondu dem entgegengewirkt haben.

Das Mordmal entpuppt sich als Turm aus Pedgondit. Ganze Heerscharen von Soprassiden besteigen den Turm und lassen sich auf den eingebauten Plattformen von Geschichtslektionen berieseln. Meist Szenen aus dem Krieg und der Rettung durch die Thoogondu. Die Darreichung der Szenen übt einen hypnotischen Zwang auf die Besucher aus. Nur Rhodan ist gefeit. Von Ossprath erfährt der Unsterbliche von Legenden, die besagen, dass im Untergrund von Dundozo Nachkommen der wenigen Überlebenden als Mutanten ihr Dasein fristen. Der Abgrund der Altvorderen.

Rhodan überredet Ossprath zu einem Ausflug. Sie erreichen eines der alten Höhlensysteme und treffen dort überraschend auf entstellte Soprassiden. Einer der Mutanten scheint auch eine Psi-Fähigkeit zu haben, denn er entführt Ossprath durch festen Fels. Während die Terraner noch überlegen, was zu tun ist, erfahren sie über Funk, dass von einigen Orbitalplattformen Atomraketen auf Porass abgefeuert wurden. Jemand hat sich den Regierungswechsel zunutze gemacht und die Codes gestohlen.

Rhodan und seine Begleiter retten so viele Soprassiden aus dem Mahnmal, wie sie können und bringen sie in das unterirdische Höhlensystem. Auch die Thoogondu schicken Hilfe. Sie können aber nicht alle Raketen abfangen und Rhodan und das Squad-Team erleben die Explosion einer Wasserstoffbombe in der Nähe. Dank ihrer SERUNS geht es glimpflich aus. Als Puoshoor von der DAAIDEM nach Rhodan ruft und ihn suchen lässt, taucht Ossprath wieder auf. Der Mutant Dussudh ist ein Freund, erklärt er. Und er kann feste Materie durchdringen. Er erklärt, dass die Soprassiden seit langer Zeit in einer Lüge leben. Rhodan und seine Begleiter lassen sich von Dussudh in den Abgrund der Altvorderen bringen.

Rezension:

Die Handlung wechselt nach vier Romanen, die in der Milchstraße spielten, wieder nach Sevcooris  und ins Goldene Reich zu Perry Rhodan. Obwohl einige Wiederholungen aus der Geschichtslektion des Bandes 2905 in die Story von Uwe Anton einflossen, störten mich diese Rekapitulationen diesmal weniger. Der Autor beginnt im Prolog mit der Geschichte der Soprassiden. Der Leser wird durch diese kurze Einführung quasi über alles informiert. Erst danach wird, zunächst mit den Erläuterungen durch die Thoogondu, und später mit den Erlebnissen Rhodans und seiner Begleiter, das Volk der Soprassiden „lebendig“ geschildert. Dieser Aufbau hat mir gut gefallen, weil er mal etwas anders war.

Bis zum Romanende, als sich die Geschichte der Soprassiden als Lüge entpuppt, passiert eigentlich recht wenig. Trotzdem wurde es nicht langweilig, weil der Autor die zahlreichen Handlungsorte sehr schnell wechselt und mit den Schilderungen der Low-Tech der Soprassiden ein ums andere Mal einige Besonderheiten in seinem Roman einbaut. Über Pentasphärenraumer der Thoogondu, Handelsraumer der Soprassiden, Transmittertore, Orbitalstationen, Aufzüge zu den Sternen, Überschallflugzeuge, Sonnensegler und andere Vehikel geht Rhodans Reise ins Reich der Soprassiden. Das Figurenensemble bleibt etwas blass. Alle sind lieb und brav und fordern den Leser nicht heraus. Aber da wir zuletzt mit TLD-Agententeams ganz andere Aufregungen erleben durften, schien sich Uwe Anton zu sagen, dass seine Figuren auch mal ruhiger agieren durften. Dennoch hätte etwas mehr Pep den Figuren und damit der Geschichte gut getan.

 

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2909

Adam von Aures – von Wim Vandemaan – Handlung:

Der TLD hat den Agenten Opiter Quint auf Adam von Aures angesetzt. Der geheimnisvolle Unbekannte wird, nach Einschätzung von NATHAN und anderer Positroniken, für den Adaurest gehalten. Er soll als einer der drei Kardinal-Fraktoren verantwortlich für die Auslösung des Weltenbrandes sein, bzw. es werden, wenn man den Aussagen des Atopischen Tribunals vertraut.

Zum wiederholten Male reist Opiter Quint zum Merkur. Hier ist Adam von Aures am 14. Mai 1551 NGZ eingetroffen und hier ist er auch verschwunden. Seitdem hat Quint zahllose Spuren verfolgt, hat alle Personen kontrolliert und befragt, die den gleichen Raum benutzten, aus dem der Unbekannte verschwand, als hätte er sich in Luft aufgelöst. Ein Teleporter oder ein Gestaltwandler?

Bei seinem neuerlichen Besuch setzt der Geheimagent den Roboter ARGUS ein. Seine tausend Drohnen sehen buchstäblich alles und tatsächlich gelingt der Maschine ein Durchbruch in den Ermittlungen. Die Schrittfrequenz von Adam von Aures kann ermittelt werden. Sollte der Adaurest sein Äußeres verändert haben, dann kann er dennoch aufgespürt werden. ARGUS entdeckt auch, dass Adam von Aures möglicherweise die Menschen in seinem Umfeld emotional beeinflusst, sie auf andere Gedanken bringt.

ARGUS findet die Spur des Unbekannten, der unter dem Namen Paol Zacarias den Merkur verlassen und auf der Erde den Raumhafen Liverpool-Manchester angesteuert hat. Opiter Quint folgt ihm. Seine Recherchen haben ergeben, dass sich Paol Zacarias auf dem Merkur viel in Bibliotheken aufgehalten und dort Studien betrieben hat. Auf der Erde sucht Quint in Oxford eine der größten Bibliotheken des Solsystems auf. Hier forschte Adam nach Ernst Ellert und Homer G. Adams. Die Namensgleichheit mit Adams lässt den TLD-Agenten zu einem Besuch des Unsterblichen aufbrechen. Quint erfährt, dass seine Zielperson unter dem Namen André Marten sich längere Zeit mit Adams unterhalten hatte. Sie haben über alte Zeiten geplaudert, u.a. über Ernst Ellert. Opiter Quint erfährt aus dem Mund Homer G. Adams erstaunliches. Der Teletemporarier ist zurück. Im Mausoleum von Terrania liegt wieder seine Leiche. Mit einem Datenkristall, auf dem Adams alle Informationen zu Ellert aus seinen privaten Datenbanken gespeichert hat, macht sich Quint auf den Weg.

Der TLD-Agent kommt nicht weit. Obwohl er ein Kolonialertruser ist, wird er von Adam von Aures überrascht und ausgeknockt. Als er wieder zu sich kommt fehlt der Datenkristall und er ist gefesselt in einem Gleiter. Es kommt zu einem Gespräch mit Adam von Aures. Quint konfrontiert ihn mit dem Adaurest-Vorwurf, was der Unbekannte jedoch spöttisch zurückweist. Er sei im Legen von Weltenbränden unerfahren.

Adam von Aures gibt zu, der Sohn von Shanda Sarmotte zu sein. Er ist auf Aures geboren. Es sei eine lange Geburt gewesen. Zu seinem Vater gibt er keine Auskunft. Adam von Aures ist im Solsystem auf der Suche nach Erleuchtung. Er erwähnt den Techno-Mahdi. Das Gespräch gewinnt an Brisanz. Quint wähnt sich in Lebensgefahr und attackiert Adam von Aures. Er kann ihn zwar nicht überwältigen aber entkommen. Seltsam ist, dass das Gesicht von Adam von Aures trotz schwerer Treffer durch Quint innerhalb von Sekunden heilt.

Opiter Quint informiert seinen Chef Maurits Vingaden und wird zum Ellert-Mausoleum geschickt. Dort trifft der Agent auf drei USO-Agenten. Vor Ort ist auch die Chronotheoretikerin Aichatou Zakara. Als die beiden an der Leiche Ernst Ellerts stehen, schlägt dieser die Augen auf und erwacht. Ellert scheint sich an nichts zu erinnern. Er ist auf dem Stand von 1972. Man bringt ihn in den Tekener-Tower. Untersuchungen zeigen, dass er ein Mensch ist oder auch wieder nicht, denn seine ÜBSEF-Konstante ist eigenartig. Ellert trägt die Signatur einer Biophore, eines On-Quants, in sich. Teletemporarier ist er auch nicht mehr. Der Chronotheoretikerin stellt ebenfalls Theorien an, die mit der dys-chronen Scherung zusammenhängen. Ein Amulett, das Ellert trägt, könnte aus kristallisierter Eiris bestehen.

Maurits Vingaden vermutet in Ernst Ellert einen Hüter der Hinterlassenschaften von ES. Er schickt Opiter Quint mit Ernst Ellert zur Kunstwelt Wanderer, die neuerdings im Wega-System den 40. Planeten umkreist. Sie werden von Aichatou Zakara begleitet.

 

Rezension:

Exposé-Autor Wim Vandemaan liefert mit Adam von Aures nach längerer Zeit (2 Jahre) mal wieder einen Solo-Roman ab. Die letzten beiden Geschichten hatte er noch mit Christian Montillon zusammen verfasst. Der aktuelle Roman versprach schon im Titel Aufregendes. Der Autor nahm sich einer vernachlässigten Geschichte an. Als das Atopische Tribunal die Milchstraße heimsuchte, wurden drei Personen von den Atopen beschuldigt, für eine zukünftige Katastrophe verantwortlich zu sein. Perry Rhodan, Bostich und der Adaurest würden nach Aussage der Atopen, den Weltenbrand auslösen. Dass die Ekpyrosis für unsere Helden in der Zukunft lag, störte die zeitreisenden Richter nicht. Und dass der Adaurest noch gar nicht geboren war, ebenso wenig. Zwischenzeitlich ist das Atopische Tribunal abgezogen, die Gefahr des Weltenbrandes dadurch aber nicht beseitigt.

Endlich rückt Wim Vandemaan den (mutmaßlichen) dritten Kardinal-Fraktor in den Mittelpunkt einer Geschichte. Genauer gesagt, lässt er seinen Protagonisten Opiter Quint Jagd auf den Unbekannten machen. Überraschend schnell kommt der Agent in Kontakt zu Adam von Aures. Unerwartet auch das Auftauchen Ernst Ellert. Wie das Bindeglied zwischen diesen beiden Handlungen beschaffen ist, darüber lässt sich herrlich spekulieren.

Die Fusion einer bislang unerzählten Story aus der jüngsten Serienvergangenheit und die Hereinnahme Ernst Ellerts, einer der schillerndsten Serienfiguren, machten den besonderen Reiz des Romans aus. Effektmässig gibt sich die Geschichte, trotz der beiden schweren Kaliber, bewusst zurückhaltend. Mit der eingesetzten Erzählweise vermittelt der Autor die Geschichte zweier Begegnungen erfreulich unaufgeregt. Er versteht es sehr geschickt, beinahe beiläufig an den richtigen Stellen Informationen zu platzieren. Man muss sich konzentrieren, um den zahlreichen Unterhaltungen mit ihren (un)aufdringlich-seltsamen Wortspielen folgen zu können. Obwohl mancher Schleier fällt, bleibt die Figur des Adam von Aures mysteriös. In der Beantwortung von Fragen lässt der Autor vieles offen. Und natürlich werden falsche Fährten gelegt und neue Spuren gefunden. Als Leser hatte man es nicht leicht, das Geschehen zu rekonstruieren.

Während die Team-Autoren mit den Hinweisen eines Exposés umgehen müssen, das ein anderer geschrieben hat, ist Wim Vandemaan hier leicht im Vorteil. Man merkt es der Geschichte schon ein wenig an, dass Wim Vandemaan eine eigene Sicht auf die Dinge hat. Und es macht ihm scheinbar auch viel Freude, mit vielen kleinen Geschichtchen die Leser gerne auch mal zu necken.

Ein spannender Roman mit mehreren Cliffhangern.

 

Ansichten zu Perry Rhodan Terminus Heft 3

Konfrontation auf Mimas – von Roman Schleifer – Handlung:

Nachdem sich Juki Leann und Darren Zitarra den Terranern ergeben haben, werden sie nach Imperium-Alpha gebracht. Juki Leann konfrontiert Perry Rhodan mit der Verhaftung ihres Vater Grun Phovidan auf Olymp. Angeblich sei er ein Spion der Schwarzen Garde. Die Agentin will mit Perry Rhodan zusammenarbeiten, wenn dieser dafür sorgt, dass ihr Vater nach Terra gebracht wird. Die Agentin fordert auch ihre Freilassung, die Rückkehr nach Nosmo und das Abschalten des ATG-Feldes.

Perry Rhodan will für ihrem Vater seine Kontakte bemühen. Auch für ihre Mutter und Schwester will er Möglichkeiten prüfen, sie ins Solsystem zu holen. Mehr will er nicht tun. Er konfrontiert die Agenten mit den neuesten Erkenntnissen. Jeder Zeitsprung kostet sie 2 Prozent an Lebensenergie. Nach 50 Zeitsprüngen sind sie tot. Renier Bievre forscht an Rettungsmöglichkeiten. Juki Leann willigt schließlich ein und berichtet vom letzten Zeitsprung und dem Tod der Aktivatorträger. Leann berichtet auch von Nostradamus und Schmitt, die zur Strecke gebracht wurden. Beide Namen sagen Rhodan nichts, außer dass Nostradamus für seine Prophezeiungen bekannt war. Wer jedoch 2000 Jahre später den Namen trägt, ist Rhodan unbekannt. Der Tod so vieler Unsterblicher wird womöglich durch eine Waffe verursacht, die auf die Zellaktivatoren wirkt. Danach soll geforscht werden. Mutmaßungen werden auch über die Verschwörer angestellt, die womöglich die Milchstraßenvölker nach Jahrhundertlanger Vorbereitung unterjochen, um einen Feind von außerhalb der Milchstraße anzugreifen.

Die beiden Agenten werden nach Mimas verlegt. Der Hyperphysiker begleitet sie. Und wir erfahren Juki Leanns Lebensweg. Als vierzehnjährige traf sie das erste Mal Imperator Dabrifa. Als Tochter eine Botschafterin ist sie schon ziemlich aufgeweckt und weiß instinktiv, welche Worte sie in der Gegenwart des Imperators verwenden darf und welche nicht. Sie entwickelt Gespür für die Propaganda des Diktators. Einige Jahre später trifft sie Perry Rhodan bei einen Empfang in der Botschaft auf Terra. Später will sie gegen den Willen der Eltern auf Terra statt auf Nosmo studieren. Zuvor nimmt sie sich eine Auszeit, heuert auf einem Explorer an und reist einige Jahre durch die Galaxis. Sie lernt ihren Traummann kennen und lieben. Was sie nicht weiß, Reknon ist ein Agent der Schwarzen Garde. Vor ihren Augen wird er ermordet, mutmaßlich von einem Agenten der SolAb. Sie will Rache, tritt dem Geheimdienst Dabrifas bei und macht Jagd auf den Mörder ihres Geliebten. Außerdem entwickelt sie einen Hass gegenüber Rhodan und den Terranern. Zwölf Jahre später kann sie ihre Rachegelüste befriedigen. Aber danach geht es ihr nicht besser. Sie will raus aus ihrem Job, doch da kommt die Mission ins Solsystem dazwischen.

Auf Mimas bereitet sich Renier Bievre auf den nächsten Zeitsprung der Agenten vor, der alle drei Tage stattfindet. Er will so viele Daten wie möglich sammeln und er will die Agenten dazu bringen, den Sprung willentlich zu beeinflussen, sowohl was die Weite des Sprungs in Zukunft oder Vergangenheit angeht, als auch die Verweildauer. Die beiden Agenten sind sich inzwischen abgeneigter als noch zuvor. Beide wissen, dass sie durch den Einfluss des ATG-Feldes irgendwie miteinander verschränkt wurden. Stirbt der eine, könnte womöglich der andere dadurch gerettet werden. Als sich die Agenten berühren, als der Zeitsprung schließlich eintritt, empfängt Zitarra einen Gedanken seiner Kollegin. Sie will ihn töten! Dann tritt der Zeiteffekt ein. Zitarra landet in einem Lagerraum mit Reinigungsrobotern. Offensichtlich ist das Labor Jahre später an gleicher Stelle erst entstanden. Leann landet in der Zukunft des Labors. Die Konsolen sind tot, der Raum ist verlassen. Beide Agenten kehren zurück und Bievre wertet die Daten aus.

Drei Tage später steht der nächste Zeitsprung an. Es ist der 08. November 3430. Wieder landet Zitarra in der Vergangenheit. Er manipuliert die Reinigungsroboter. In 24 Jahren sollen sie Juki Leann angreifen und töten. Die Agentin ist inzwischen in der Zukunft. Es ist der 08. November 3442. Sie empfängt Notrufe von Schiffen einer Schlacht. Ronald Tekener ruft alle Soldaten der Galaktischen Koalition zum Kampf auf. Lieber sterben, als unter der Herrschaft von Terminus zu enden, ist sein Motto. Leann wird von dem Reinigungsroboter attackiert. Plötzlich hört sie Zitarras Stimme. Mehrere Soldaten greifen sie an. Bevor sie den Sprung zurück in die Zeit macht, tötet sie einen Angreifer. Es ist Zitarra!

Als beide Agenten zurück sind, liegen Zitarras Werte weit unter der Norm. Bievre holt Perry Rhodan nach Mimas. Die beiden Agenten müssen unbedingt das Solsystem verlassen, sonst ist das ATG-Feld gefährdet. In der Krankenstation beobachten die Männer eine merkwürdige Erscheinung. Ein diffuser Schemen löst sich aus Zitarras Brust. Und Juki Leann keucht etwas von Zeitenergie, Merkur und Transfer.

 

Rezension:

Gleich zu Beginn gab es eine Szene der militärischen Ehrerbietung gegenüber Rhodan, die dieser lässig erwidert aber mit den Gedanken versieht, dass „seine“ Terraner diese Phase, in der ihm salutiert wird, endlich hinter sich lassen mögen. Na ja, da hätte ich eine Antwort. Er, der Großadministrator, hatte es in der Hand, diese Phasen zu beeinflussen. Offensichtlich ist ihm eine solche Politik aber nie gelungen. Und später ging das Solare Imperium unter. Der Rest ist Geschichte …

Ich hatte zu Beginn ein wenig Probleme mit der Erzählerperspektive. Und zwar mit dem dritten Erzähler, der die Gruppe, die beteiligten Personen überblickt und ihre Handlungen beschreibt. Immer dann, wenn dieser Erzähler Mutmaßungen anstellt, z.B. zu Mimik und Körperhaltung einzelner Figuren, wäre mir die Perspektive aus der Sicht einer der Figuren lieber gewesen. Überaus seltsam erschienen mir daher die in Kursiv gesetzten Sätze, die wohl Gedanken einzelner Figuren ausdrücken sollten. Im großen Kreis der Figuren ließen sich solche Sätze nicht zuordnen. Dadurch fehlte dem Gedanken, der hier geäußert wurde, die Verbindung zur Figur und zur Handlung. In allen folgenden Kapiteln reduziert der Autor Roman Schleifer die Zahl der aktiven Figuren einer Szene. Da konnte die Erzählperspektive mich nicht so narren, wie noch zu Beginn.

Die Dialoge sind schlagfertig. Sie sind anfänglich von der Sorte auf jede Entgegnung eine passende Antwort zu haben, den Gegenüber zu entwaffnen, zu enttarnen, zu verspotten, bloßzustellen. Das ist eine Zeitlang amüsant. Wenn es zu lange andauert, nervt es mich. Solche, auf den Punkt gebrachten Debatten müssen kurz sein, damit sie nicht an Wirkung verlieren. Auch hier wird die Story später gefälliger. Auch deshalb, weil sich die Figuren, abgesehen von den beiden Agenten, nicht mehr ständig angreifen.

Die Schlussfolgerung, die Perry Rhodan aus Juki Leanns Bericht des letzten Zeitsprungs zieht, kommt etwas überraschend. Er glaubt an eine Waffe, die gezielt die Zellaktivatoren ausschaltet. Das geriet mir etwas zu schnell.

Die Geschichte verflachte etwas. Juki Leanns Vergangenheit diente dazu, die Hintergründe der Figur zu beleuchten. Allerdings waren die Erlebnisse wenig spektakulär. Eine verzogene Göre mit dem Hang, sich von den Eltern abzugrenzen und einen eigenen Weg einzuschlagen. Die Reibungspunkte erschienen zuweilen trivial oder brav. Oder Beides. Etwas mehr Ablehnung gegenüber dem Leben der Eltern hätte der Figur und der Geschichte gut getan. Der Mord an den Lebenspartner stellt einen Wendepunkt dar. Obwohl sie umgehend aus den Aufzeichnungen erfährt, dass ihr Liebster genauso schonungslos gemordet hat, geht die junge Frau auf einen Rachefeldzug. Der Hass auf Rhodan und die Terraner kommt etwas unvermittelt und etwas zu übertrieben daher. Ebenso wie der Versuch, nach zwölf Jahren den Job an den Nagel zu hängen.

Für den Fortgang des Minizyklus wird nur wenig geschrieben. Der Begriff Terminus fällt. Rätselhaft ist, wie der Zeitspringerkollege aus der Vergangenheit der Vergangenheit in die Zukunft Leanns gerät.

Der nächste Roman sollte ein bisschen dichter an der Zyklusstory geschrieben sein.