Articles for the Month of März 2017

Kai Hirdt signierte in Hamburg bei P&B

Signierstunde mit Kai Hirdt bei P&B

Auf der Durchreise habe ich am 17.03. einen kurzen Zwischenstopp in Hamburg eingelegt. Kai Hirdt war zu Besuch bei Press & Books in der Wandelhalle des Hauptbahnhofs. Der Autor signierte im Eingangsbereich Perry Rhodan-Produkte. Ich hatte leider nicht viel Zeit, weil ich meinen Zug erwischen musste. So blieb es nur bei einem kurzen Gespräch, dem signieren eines Cross Cult-Comics, dem ausrichten von Grüßen eines anderen Fans und schon war ich wieder auf Achse.

Allerdings habe ich mich noch auf die Suche nach dem Ground Poster gemacht, mit dem der Verlag die Perry Rhodan-Serie zum Zyklusstart des Bandes 2900 bewirbt. Zwischen Kamps Backshop und der DB Lounge wurde ich fündig.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ansichten zum Sternengruftzyklus

Fazit:

Zyklen der Perry Rhodan-Serie sind immer 100 Hefte lang. Immer? Nicht immer. Der 25-bändige Kurzzyklus um die Sternengruft stellt zwar nicht die einzige Ausnahme dar, ist aber dennoch selten. Vor 20 Jahren gab es innerhalb des Großzyklus Thoregon einen gleich langen Kurzzyklus um die Heliotischen Bollwerke. Ähnlich kurz war nur noch der Altmutantenzyklus aus den frühen 70er Jahren.

Die Unterteilung in Zyklen ist heutzutage eigentlich überflüssig. Die Exposé-Autoren schaffen eine große Geschichte, die über Jubiläumsbände (00-Bände) hinaus fortgesetzt wird. Dennoch sind die 00-Bände wichtig für das Marketing. Sie schaffen Raum für Werbung und markieren Einstiegspunkte für Neuleser und Zurückkehrer.

Der Sternengruftzyklus begann hingegen mit der schönen Nummer 2875 und führte den Leser in die vereiste Galaxis Orpleyd. Die Verknüpfung zum Vorgängerzyklus war wie erwartet eng. Die Geschichte von Perry Rhodan, der sich in 2874 auf dem Höhepunkt des Konflikts mit den Tiuphoren opferte, wurde nahtlos fortgesetzt. Die Tiuphoren sind dem Ruf der Sammlung gefolgt und haben Perry Rhodan mit nach Orpleyd genommen. Der Terraner ist in dieser 131 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernten Galaxis der einsamste Mensch. So zumindest versprachen es die Werbetexte zum Zyklusauftakt. Die Handlung indes ignorierte die Werbung weitgehend. Der Held war in Begleitung, wenngleich keiner „Menschen“ und wurde auch schnell wieder in die Gesellschaft von Menschen zurückgeholt, denn eine Rettungsexpedition erreichte alsbald ebenfalls Orpleyd. Die Protagonisten mussten nicht allzu lange im Dunkeln herumstochern. Die Bildung einer Materiesenke stand bevor. Dies galt es zu verhindern.

Wie haben die Exposé-Autoren den zur Verfügung stehenden Rahmen von 25 Romanheften genutzt? Kennzeichen eines Zyklus von 100 Heften sind mehrere Handlungsebenen, von denen eine in der Milchstraße spielt und ein bis zwei weitere die Figuren an entfernte Orte führen. Für den Sternengruftzyklus wurde die Milchstraßenebene weggelassen. Es gab nur den exotischen Handlungsort. Als Ausgleich wurden dort zwei Ebenen gebildet. Die von Perry Rhodan und die der Rettungsexpedition, die beide dann zur Zyklusmitte nach 12 Heften zusammengeführt wurden. Damit unterschied sich der Kurzzyklus eigentlich nicht mehr von seinem größeren Pendant. Die gleichen Muster, nur etwas kleiner.

Kennzeichen eines 100er sind auch viele kleine Rätsel, die eingeführt werden, um sie als Handlungsfäden innerhalb der großen Handlungsebenen fortzuführen oder zu lösen. Manche dieser Handlungsfäden sind auch Zyklen übergreifend angelegt. Dem Leser wird ein Brocken hingeworfen, der ein geheimnisvolles Potential inne zu haben scheint. Nur die Fortsetzung lässt auf sich warten. Manche Rätsel werden erst nach Jahren wieder aufgegriffen. Auch hier verhält sich der Sternengruftzyklus nicht anders als seine großen Brüder. Nur die Zahl der Rätsel ist eben überschaubarer gestaltet worden.

25 Hefte wären gut geeignet gewesen, um mal zu experimentieren. Raum genug, um aus den bekannten Mustern auszubrechen. Und kurz genug, um die empfindlichen Leserseelen bei Nichtgefallen nicht allzu sehr zu verprellen. Denn der nahende 00-Band hätte sie wieder einfangen können.

Diese Chance wurde nicht genutzt. Auch inhaltlich gestaltete sich vieles nach den bekannten Mustern. Es wurden viele Figuren mitgeführt, die dann doch nicht adäquat eingesetzt wurden. Löblich ist, dass versucht wurde, den weitgehend anonymen Besatzungsmitgliedern der RAS TSCHUBAI zwischendurch mal ein Gesicht zu geben. Gleichwohl, es blieb ein Tropfen auf dem heißen Stein. Positiv zu bewerten ist auch, dass die Handlungen schneller ihre Ziele erreichten. Man kam schneller zum Punkt. Gleichwohl kam es mir stellenweise so vor, als würde ich zwischen den Zeilen die Botschaft lesen, die lautet: Wir können alles, bloß nicht schnell!

Hastig und nicht selten oberflächlich wurde die Handlung vorangetrieben. Nur selten entfalteten die Abenteuer der Figuren eine Spannung, die bei mir das Gefühl auslöste, das nächste Abenteuer kaum erwarten zu können. Die Einzelleistungen der Autoren sind kaum zu kritisieren. Sprache und Stil sind auf einem Niveau, das Perry Rhodan weit über andere Serien hinaushebt. Die Hauptstory, das eigentliche Zyklusthema, hatte dagegen Schwächen.

Wie erwähnt folgte die Sternengruft dem Zyklus um die Jenzeitigen Lande. Nimmt man das alte Zwiebelschalenmodell, das eigentlich in 2831 reformiert wurde, als Grundlage, dann wurden die Schalen Materiequelle/Materiesenke und Kosmokrat/Chaotarch mal eben übersprungen. Mit Thez und den Geschichten vom Ende der Zeit stieß die Serie in bislang unerreichte Sphären vor. Einen Gang, oder besser mehrere Gänge zurückzuschalten, war nun angesagt. Die Hohen Mächte sind wesentlicher Bestandteil des Perry Rhodan-Kosmos. Eine Handlung ohne sie, wird es nicht geben. Nun aber im Sternengruftzyklus die Bildung einer Materiesenke zum Inhalt zu machen, ist zwar in enger Auslegung des Kosmologiemodells ein Zurückschalten aber eigentlich nicht der von mir erhoffte Rückschritt.

Dennoch konnte ich auch dem Thema Materiesenke zunächst etwas abgewinnen. Schließlich sind diese Objekte einer kosmischen Evolution schon vor 40 Jahren (2000 Bänden) in der Serie beschrieben worden. Gleichwohl wissen wir nur wenig über sie. Nun am Ende des Zyklus angelangt, ist meine Ernüchterung groß. Die Serie tritt bei diesem Thema auf der Stelle. Keinerlei Zugewinn in 25 Heften. Stattdessen wird nur das Ausmaß der Katastrophe zum Thema gemacht, wenn sich eine SI zu einer Materiesenke entwickelt. 25 Hefte über das Sammeln von Bewusstseinen, als ginge es um Obst. 25 Hefte über Unterdrückung. 25 Hefte über Ausbeutung. 25 Hefte darüber, wer schlimmer ist. Gyanli oder Tiuphoren. 25 Hefte über Superlative, Milliarden oder Billionen von Toten. 25 Hefte über das Sterben.

Es gab mal eine Zeit in der Serie, da wurde ein dritter Weg proklamiert. Nicht das Infrage stellen der Hohen Mächte aber ein eigener Weg. Der Held der Serie entfernt sich immer mehr von diesem Weg, wird nur noch zum Erfüllungsgehilfen der jeweiligen Seite degradiert. Mal eben Bewusstseine sammeln und einkerkern für die positive Superintelligenz ES zu deren Rettung, heute Erfüllungsgehilfe bei KOSHS Transformation. Das Motto ist: Fressen oder gefressen werden. Die Mittel sind beliebig, die Zuordnung zu positiven oder negativen Mächten egal. Der Held ist ambivalent geworden. Das ist die Botschaft, die derzeit von der Serie ausgeht.

Diese Botschaft gefällt mir nicht.

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2899

Die Sternengruft – von Uwe Anton – Handlung:

Perry Rhodan begleitet Gucky in den Hangar der RAS TSCHUBAI. Dort wartet ein Beiboot Tellavelys auf den Ilt, der den Entschluss gefasst hat, zur Sicherung des Katoraums sein Leben zu geben. Als der Abschied naht, trifft eine Nachricht von Attilar Leccore ein, der den Opfergang des Unsterblichen zunächst aufhält. Der neue Anführer der Tiuphoren hat sich ins Catiuphat begeben und dort den Advokaten getroffen. Der berichtete davon, in den Tiefen der Tori auf die Spur einer Antenne Cadabbs gestoßen zu sein. Wenn Cadabb Zugang zum Catiuphat hat, wird er durch das Aufgehen der Antenne im Katoraum auch Zugang zu KOSH erhalten. Der Opfergang Guckys ist zunächst aufgeschoben. Erst muss die Antenne aufgespürt und vernichtet werden. Diese Aufgabe übernimmt Perry Rhodan. Der Terraner wechselt auf die SHEZZERKUD. Unterstützt von Sichu Dorksteiger, Gholdorodyn und Pey-Ceyan dringt der Unsterbliche ins Catiuphat vor. Nur kurz kann er von Leccore und der Larin begleitet werden. In die tiefsten Tori vermögen seine Begleiter nicht vorzudringen.

Auf Attilar Leccore warten andere Aufgaben. Eine Vollversammlung der Orakel und Caradoccs findet statt. Eine heftige Diskussion über die Zukunft der Tiuphoren setzt ein. Auch anderenorts werden Entscheidungen getroffen. An Bord der DAURD empfängt Shydaurd die Linearen Operatoren und die Pashukan Pushaitis. Der letzte Gedanke Shydaurds gilt seiner Frau, bevor er die Selbstzerstörung der DAURD auslöst.

Perry Rhodan wird vom Advokaten bis zur Grenze zum sechsten Torus geführt. Dort trifft Rhodan ein bekanntes Wesen. Es ist Gelcui, der Thessgerer, der auf seine Art zur Entstehung KOSHS beigetragen hatte. Rhodan erfährt, dass es in den Tiefen des Catiuphats eine Verbindung zum Pavvat gibt. Die von den Tiuphoren gefangenen Bewusstseine müssen also nicht aus den Bannern entlassen werden, sondern wechseln auf einer tieferen Ebene zu KOSH. Während der Advokat zurückbleibt, wird Rhodan von Gelcui in den siebten Torus geführt. Die Reste der Rhodan anhängenden Ritteraura machen dies erst möglich. Dennoch hat der Unsterbliche große Schwierigkeiten, sich nicht zu verlieren. Denn hier auf der tiefsten Ebene scheint sich die Essenz des Universums abzubilden. Rhodan erfährt die wahre Erkenntnis, das höchste Glück, die Erfüllung. Der Thessgerer hilft Rhodan, dem zu widerstehen.

An Bord SHEZZERKUD werden Entscheidungen getroffen. Die Orakel befragen die Bewusstseine im Catiuphat. Diese wollen Teil der Materiesenke werden. Die lebenden Tiuphoren können frei entscheiden, was sie wollen. Nur wenige Schiffe nehmen Kurs auf Orpleyd. Die anderen Schiffe unterstellen sich Attilar Leccores Kommando.

Im siebten Torus hat Perry Rhodan die Antenne Cadabbs entdeckt. Es entbrennt ein Kampf, den Rhodan für sich entscheidet. Zuvor erfährt er allerdings, dass es eine Basis der Antennen im Staubgürtel gibt. Gelcui drückt Rhodan einen Kristall in die Hand. Darauf ist sein Bewusstsein gespeichert. Irgendwie kann Rhodan ihn mit zurück an Bord der SHEZZERKUD nehmen. Die Dakkar-Spanne ist ausgebrannt, die ihm den Übertritt ermöglicht hat. Gucky bekommt Kontakt zu Gelcui, der die Koordinaten der Antennenbasis kennt. Von Lua Virtanen geführt, kann eine gemeinsame Aktion von Tiuphoren und Terranern die Basis vernichten. Paddkavu Yolloc stirbt bei dem Einsatz.

Von Gelcui erfährt Gucky auch, dass sein Opfer nicht benötigt wird. Ein anderer ist ebenso geeignet. Der Kelosker Gholdorodyn ist sogar erfreut, als er das Angebot bekommt. Mit Tellavely verlässt er die RAS TSCHUBAI. Attilar Leccore bleibt als Anführer der Tiuphoren in Orpleyd. Er wird mit der Flotte eine Wachfunktion übernehmen. Die Tiuphoren haben den Banner-Kampagnen abgeschworen. Pey-Ceyan bleibt bei Leccore und auch der Kristall mit Gelcuis Bewusstsein.

Am 28. Dezember 1522 NGZ, über einen Monat nach diesen Ereignissen ist die Transformation inzwischen abgeschlossen. Die Materiesenke hat sich im Katoraum gebildet. Der Staubring ist, wie Tellavely versprochen hat, stabil geblieben. Die RAS TSCHUBAI kann in die Milchstraße zurückkehren.

 

Rezension:

Uwe Anton beginnt da, wo der letzte Roman endete. Gucky will sich opfern und Perry Rhodan begleitet den Freund zum Hangar. Für den Abschied findet der Autor angemessene Worte, nicht zu sentimental und schon gar nicht schnulzig. Was dann kommt ist aus meiner Sicht einfach nur schlecht geraten. Die schöne Sichu Dorksteiger stürmt in den Hangar und alles wendet sich. Was mich daran störte? Einiges!

Da stehen die beiden Figuren, die sich seit Anbeginn der Serie, seit 56 Jahren Realzeit, seit über 3000 Jahren Serienzeit, seit beinahe 2900 Bänden kennen und dem Autor fällt wirklich nichts Besseres ein, als in diesem Moment die „Schönheit“ der Ator zu betonen. Wenn der Autor schon einen dramatischen Wendepunkt so früh im letzten Roman des Zyklus setzt, dann doch bitte dramatisch und nicht ausschmückend und billig! Ein paar Adjektive weniger wäre mehr gewesen.

Ein weiteres Problem ist, dass es der Autor bis zu diesem Zeit versäumte, überhaupt mal eine Erklärung dafür zu bieten, wie 1 Lebewesen, bei aufgesaugten Milliarden oder Billionen von anderen Lebewesen den „Verschluss“ des Katoraums sichern soll. Als Leser hätte ich dann den vorher geschilderten Ereignissen, den Emotionen, den Handlungen vielleicht folgen können, hätte mich in die Situation hineinversetzen lassen können. Aber so? Als Leser wurde ich nicht mehr mitgenommen!

Nun denn, Dorksteiger oder vielmehr Leccore sorgt für den Wendepunkt. Im Catiuphat bekam der Gestaltwandler Kontakt zum Advokaten, einer Figur, der Perry Rhodan bereits begegnete. Der Advokat hat eine Antenne Cadabbs in den Tiefen des Catiuphats festgestellt. Die entscheidende Frage, die sich hier stellt ist die, warum ein Chaotarch, die mächtigste Identität, die im Perryversum vorkommt, nicht auch so Zugang zum Katoraum bekommen kann. Schließlich war es eine „einfache“ Zivilisation, deren Wissenschaftler den Zugang fanden und nutzten. Und es gibt noch einen Punkt, der völlig unplausibel ist. Die Antennen haben eine Basis im Staubgürtel von Orpleyd. Und diese Basis scheint trotz Chaotarchen-Technologie völlig blind zu sein, für die Vorgänge in Orpleyd. Eigentlich muss sich Rhodan keine Gedanken machen. Cadabb scheint kein ebenbürtiger Gegner zu sein. Dieser Chaotarch ist eine Niete.

Nach dem für mich unbefriedigenden Beginn konnte mich die Geschichte danach zumindest phasenweise mehr überzeugen. Zuletzt hatte ich im Heimkino Ron Howards Inferno gesehen. Darin erhält ein Bild von Botticelli zu Dantes Werk Inferno eine besondere Bedeutung. Nun erhielt Rhodans Ausflug ins Catiuphat und den verschiedenen Ebenen (Tori) ein wenig die Tiefe, die dieser Abschlussband, wie im Übrigen auch der ganze Kurzzyklus sie bislang vermissen ließ. Aber dazu werde ich vielleicht noch in meinem persönlichen Zyklusfazit etwas sagen. Rhodans Einsatz in den Tori und im Kampf gegen die Antenne geriet Uwe Anton zunehmend besser. Hierin schien der Autor den Schwerpunkt gelegt zu haben. Das Vordringen Rhodans bekommt einen unerwarteten Höhepunkt. Uwe Anton fährt schweres Geschütz auf. Seine Figur Perry Rhodan erfährt nicht weniger als das „höchste Glück“ und die „Erfüllung“. An anderer Stelle wird gern und häufig die Gigantomie der Serie kritisiert. Ich tue das auch, wenn ganze Galaxien in den Untergang gerissen werden. Dabei steht das gigantischste Ereignis unscheinbar auf Seite 22 dieses Bandes: „Rhodan verstand. Alles. Bis ins letzte Detail. Umfassend und vollständig.“ Das wäre sogar noch mehr als die Antwort auf die dritte ultimative Frage, der er sich am Berg der Schöpfung verweigerte. Für einen kurzen Moment endete die Serie auf Seite 22 links oben. Doch es ging weiter. Rhodan kann sich vom höchsten Glück losreißen.

Die Lösung des Tiuphorenthemas gerät dagegen unspektakulär. Hier wurden die zahlreichen Andeutungen und Hinweise, die über viele Romane verstreut wurden, letztlich zu einem verständlichen Ende gebracht. Zu den Gegenwarts-Tiuphoren wurde nichts mehr erklärt. Eine 20 Millionen Jahre währende Entwicklung endet als Wachtrupp im Nirgendwo. Und die Vergangenheits-Tiuphoren scheinen auf einen Schlag ihre archaische unmenschliche Art verloren zu haben und enden ebenfalls als Wachtrupp.

Gut gefallen haben mir wiederum die Schilderungen von Shydaurds verzweifelter letzten Aktion. Auch hier müssen Unschuldige, die Besatzung der DAURD, ihr Leben lassen. Dennoch kann der Autor der Figur die Emotionen verleihen, die für diesen letzten Schritt notwendig sind. Der Gyanli ist zutiefst enttäuscht und seine letzten Gedanken gelten seiner Frau.

Zur Materiesenke erfahren wir nichts mehr. Das wesenlose Etwas mit irgendwelchen Lichteffekten markiert also den nächsten Schritt auf der Evolutionsleiter. Ich hatte mir schon ein wenig mehr erhofft von einem Zyklus, der verklausuliert im Namen „Sternengruft“ die Bildung einer Materiesenke zum Inhalt hat. Tatsächlich findet jedoch keinerlei Erkenntniszugewinn seit annähernd 2000 Romanen zu diesem Thema statt!

Und Gucky? Der endet doch nicht als Schlussstein. Gholdorodyn springt in die Bresche und erlöst alle Gucky-Fans von ihren Leiden. Einmal mehr fehlte am Ende den Expokraten der Mut.