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Ansichten zu Perry Rhodan Trivid 01 – Die Klonverschwörung

pr_trivid01Trivid 01 – Kontakt – von Christian Montillon und Oliver Fröhlich – Handlung:

Perry Rhodan ist mit Lian Taupin zum Mars geflogen. Ein Erpresser hat ihn und die Trivid-Künstlerin in die Siedlung Valerysion gelockt. Mit dem Bild einer entführten Frau, die Lians Mutter sein könnte. Doch ihre Mutter starb, als Lian drei Jahre alt war. Aber es gibt noch eine weitere Merkwürdigkeit. Nach der genetischen Analyse ist Lian Taupin gerade mal 4-5 Jahre alt. Und nicht zweiundzwanzig. Rhodan und Taupin bleibt keine Zeit für eine Diskussion. Kampfroboter greifen an und sie müssen sich wehren. Die Trivid-Künstlerin übertreibt es beinahe und Rhodan muss sie retten. Allerdings fällt ihm auf, dass die Roboter keineswegs am Tod von Lian interessiert waren. Sie haben sie verschont.

Während Rhodan und die junge Frau nach Terra zurückkehren, sind zwei Beobachter des Geschehens enttäuscht. Ihr Plan, Lian Taupin in ihre Gewalt zu bringen, ist vorerst gescheitert. Zurück in Rhodans Haus in der 746 Upper West Garnaru Road entdeckt Lian weitere Ungereimtheiten in der Trivid-Nachricht des Erpressers an Rhodan. Sie haben nur noch wenig Zeit, bis das erste Ultimatum ausläuft. Lian, die sich auch in der Technik der Trivid-Sendungen gut auskennt, entwickelt ein Programm, um den Absender der Nachricht, wenn er sich ein zweites Mal meldet, zurückverfolgen zu können. Der Unsterbliche interessiert sich derweil für Lians Vergangenheit.

Nach dem Tod der Mutter kam sie in ein Heim auf dem Jupitermond Europa. Er erfährt einige Details aus ihrem Aufenthalt dort. Dann meldet sich der Erpresser ein zweites Mal. Er wendet sich direkt an Lian und behauptet, ihre Mutter in der Gewalt zu haben. in weiteren 24 Stunden muss sie sterben, wenn Rhodan und sie nicht die Aufgabe lösen, die er gestellt hat. Das Signal kommt von der Trivid-Station 7, die auf einem Lagrange-Punkt im Solsystem stationiert ist. Rhodan und Taupin fliegen hin. Der Chef der Station ist ein Siganese, der ihnen nach einigen Hin und Her Zutritt erteilt. Nur ein Insider aus dem Team der Station kann der Täter sein. Perry Rhodan und Lian Taupin können einen möglichen Verdächtigen identifizieren. Er heißt Bran Lindholm.

Bevor sie etwas unternehmen können, explodiert eine Bombe. In dem Chaos macht Lian Bekanntschaft mit einem verletzten Stationsmitglied, Dano Zherkora. Dann meldet sich der Erpresser wieder und kündigt eine zweite Bombe an, die die ganze Station zerstören würde. Es ist jedoch nur eine Ablenkung. Sie richtet geringen Schaden an und der Attentäter kann fliehen. Rhodan und Taupin sind überrascht. Es ist nicht Lindholm, wie sie vermuten, sondern Zherkora, der alle seine Spuren verwischt hat und mit einem Transmitter floh. Lindholm hatte Zherkora unterstützt, ohne zu ahnen, was der von Rhodan oder Taupin wollte. Eine Aufzeichnung eines Gesprächs zwischen Lindholm und Zherkora offenbart eine verstörende Aussage. Zherkora behauptet gegenüber Lindholm, dass er nach dem Tod seiner Mutter im Alter von drei Jahren zum Mond Europa gebracht wurde. Es sind exakt die gleichen Details, wie sie Rhodan von Lian erfahren hat. Lian ist wie er oder er wie sie.

 

Rezension:

Perry Rhodan Trivid – Die Klonverschwörung ist die erste nur in elektronischer Form publizierte Serie aus dem Perry Rhodan Universum. Alle anderen Hefte, Taschenbücher, Bücher etc. sind gedruckt worden. Hier beschreitet der Verlag also einen neuen Weg. Es gilt auszuloten, ob eine reine E-Book-Serie erfolgreich sein kann.

Optisch präsentiert sich die Serie ebenfalls neu. Es gibt für alle 6 Folgen nur ein identisches Covermotiv. Das Titelbild ist schwarz-weiß gehalten und setzt nur mit dem „V“ aus Trivid und der Nummernfolge einen auffälligen Farbakzent. Das knallige Rot suggeriert ein wenig einen reißerischen Inhalt, der den Leser hier erwarten könnte. Zumindest wirkt es auf mich so. Der bekannte Perry Rhodan-Schriftzug darf natürlich nicht fehlen. Aber er tritt durch seine Platzierung unten rechts und dazu noch um 90 Grad gedreht in den Hintergrund. Offenbar wollen die Macher der Serie die Herkunft des Produkts zwar nicht verschweigen, aber vielleicht soll dadurch auch erreicht werden, dass diese Romane auch potentielle Leser ansprechen, die bislang Perry Rhodan aus dem Weg gegangen sind. Mir gefällt die Aufmachung. Inwieweit eine elektronische Publikation auf ein bestimmtes augenfälliges Präsentationsbild angewiesen ist, kann ich nicht beurteilen. Auf einer Internetseite mit anderen Motiven sticht dieses Cover jedoch heraus. Ich fühle mich davon angesprochen und hätte auch ohne PR-Hintergrund wohl mal neugierig nachgeschlagen, um was es dabei geht.

Den Prolog gab es für alle Leser umsonst zum Download und mit Trivid 1 beginnt jetzt die Serie sozusagen richtig. Nun erscheinen in 7-tägigem Abstand die sechs Romane von Oliver Fröhlich und Christian Montillon. Ein bisschen seltsam ist, dass der Prolog nicht nochmal zu Band 1 vorangestellt wurde. So beginnt die Geschichte mit dem Durchbrechen der Roboter durch eine Wand.

Die folgende Actionsequenz ist sehr rasant und mit Taupins Kenntnissen virtueller Gefechte kann sich die Figur problemlos an der Seite des Unsterblichen behaupten. Zunächst jedenfalls, denn als Spielerin in Trivid-Shows muss sie nicht um ihr Leben kämpfen. Doch diese Situation ist ernst. Die Art und Weise, wie Taupin in der Szene agiert, wie sie gezwungen wird, das vermeintliche „Computerspiel“ aufzugeben und sich der Wirklichkeit zu stellen, das war überzeugend geschrieben.

Zurück auf Terra offenbart die Figur ein weiteres Talent. Sie kennt sich ausgezeichnet in der Trivid-Technik aus. Das kommt etwas überraschend, da sie mit ihren 22 Jahren (?) und einigen Jahren als Künstlerin kaum Zeit gehabt haben kann, sich solche Programmierkenntnisse zuzulegen. Unmöglich ist es jedoch nicht.

Bei dem Besuch auf der Station werden die Protagonisten und die Leser sehr geschickt auf eine falsche Fährte gelockt. In der Zusammenfassung oben gehe ich nur auf die wesentlichen Inhalte ein. Sehr gut gefallen, haben mir die Dialoge. Die beiden Hauptfiguren werden von den Autoren sehr lebendig geschildert. Sie setzen sich mit ihren Problemen sehr intensiv auseinander. Naheliegende Gedanken werden diskutiert. Wenn mir als Leser ein Gedanke kommt, warum manches so ist, wie es die Figuren gerade erleben, setzen sich auch die beiden Darsteller genau damit auseinander. Das Geschehen ist präsenter, dichter am Leser als so mancher Stoff der Hauptserie.

Ich bin gespannt auf die Fortsetzung.