Articles for the Month of Juli 2016

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2864

PR_2864Die Finale Stadt: Oben – von Michelle Stern – Handlung:

Atlan ist mit seinen Begleitern Vogel Ziellos und Lua Virtanen erneut durch die Membran gegangen und sie erreichen die zweite Facette der Finalen Stadt. Das Oben präsentiert sich als eintönige Eiswüste. Ein wolkenförmiges Gebilde spendet ein schwaches Licht, das die Landschaft in eine ewige Dämmerung taucht. Die Schutzanzüge arbeiten nur eingeschränkt. Die Ortung zeigt einige Wärmequellen in größerer Entfernung. An einer Stelle konzentrieren sich mehrere dieser Quellen. Sie sind das nächste Ziel von Atlan. Nicht nur die Flugfunktion der Anzüge setzt hin- und wieder aus. Auch die Heizfunktion wird zu einem Totalausfall. Die Kälte unter null Grad macht dem Arkoniden und seine jugendlichen Freunden zu schaffen. Der Balg, den Atlan nach wie vor trägt, bringt Hilfe. Atlan bringt ihn dazu, die Gruppe einzuhüllen und besser gegen die Kälte zu schützen. Zwischen den Eisschollen gibt es Klüfte, an deren Grund schwelende Materie liegt. Allerdings steigen davon giftige Gase auf. Plötzlich wird der Gruppe von einem riesigen Wurm attackiert. Atlan kann das Tier in eine der Klüfte locken. Ein Humanoider hilft Atlan aus der Kluft zu entkommen. Es ist ein Onryone, allerdings mit sehr heller Haut.

An anderer Stelle in der Finalen Stadt ist der Konglomerierte Bacctou über den Tod seines Bruderteils alles andere als erfreut. Er ruft ein weiteres Bruderteil zu sich, das Atlan aufhalten soll. Es ist das Sediment Frost, das Atlan ins Eis stürzen soll.

Der Onryone stellt sich als Ahhav Hotnoyar vor, Kapitän eines Eisschiffes namens SEYFINA. Er hält das Trio erst für Eispiraten. Gegen das Abtreten der Bergung an dem Weißwurm nimmt er Atlan, Lua und Vogel mit an Bord. Die Besatzung ist bunt gemischt. Neben Onryonen sind Caräer an Bord, die man bereits aus dem Unten kennt. Dazu vier Meter große Zeromiden und den Blues ähnelnde Tshiday. Sie nennen sich gemeinsam die Hungervölker, weil es in der Eiswüste ständig darauf ankommt, an Nahrung zu gelangen. Vogel macht sich nützlich. Mit seinen scharfen Augen wird er als Späher eingesetzt. Die Onryonen unterscheiden sich in mancher Hinsicht von ihren Vertretern in der Milchstraße. Sie essen zusammen. Allerdings schlafen sie gemeinsam und ein Pyzhurg wacht über ihren Schlaf.

An anderer Stelle der Eiswüste muss sich der junge Onryone Leylecc erst seinen Platz in der Gemeinschaft erkämpfen. Sein Vater ist Ahhav Hotnoyar und mit der SEYFINA unterwegs. In seinem Rudel traut man Leylecc nicht viel zu. Als er andere Kinder hüten muss, gelingt ihm die Erlegung eines Eisrutschers. Das Tier hatte sie angegriffen. Durch seine Tat gewinnt er an Ansehen und kann später, als sie von zwei Eispiraten angegriffen werden, den Rest der Gruppe davon überzeugen, die Eispiraten nicht zu töten, sondern gefangen zu nehmen. Es sind zwei Onryoninen, die sich jedoch als sehr durchtrieben erweisen und von Leylecc nur mit einem Trick davon abgehalten werden können, seinem Rudel Schaden zuzufügen.

Vogels Tätigkeit als Späher führt die Besatzung der SEYFINA zu einer erfolgreichen Jagd auf Eisrutscher. Der Zeromide Hayris versinkt in Eiswasser, das die Besatzung Bitterwasser nennt und sehr gefährlich ist. Lua und Vogel retten gemeinsam mit Atlan dem Zeromiden das Leben. Hayris hat im Bitterwasser eine Spur zu einem Depot gespürt. Depots sind seltene Lagerstätten mit nützlichen Gegenständen und Nahrung. Atlan wundert sich, dass niemand fragt, wer diese Lager füllt. Von Ahhav Hotnoyar erfährt der Arkonide von einem Wesen, das angeblich alles weiß und nichts sagt. Es wird Pend genannt. Atlan horcht auf. Ihm ist ein Wesen namens Pend an Bord der WIEGE DER LIEBE begegnet. Er will Pend treffen, der sich der Legende nach in der Zone Null befinden soll. Nur die Eispiraten bauen Schiffe, die dorthin vordringen können. Atlans Plan steht. Er will ein Piratenschiff kapern und der Zufall will es, dass sie von einem Piratenschiff verfolgt werden. Als sich der Arkonide an Bord des Piratenschiffs MAVVED schleicht, tappt er in eine Falle. Der Kapitän Uchev ist der Bacctou und nimmt Atlan zusammen mit seiner Gehilfin Zudchan gefangen. Auch die Besatzung der SEYFINA wird festgesetzt. Atlan wird ins Bitterwasser geworfen. Die Reste des Sediments Hoffnung, die sich um seinen Zellaktivator gelegt haben und der Balg retten ihm das Leben. Er verfolgt die MAVVED, schleicht sich wieder an Bord und tötet den Kapitän.

Nach den Bordregeln ist nun Atlan der Kapitän. Die SEYFINA kehrt in ihre Gefilde zurück und Atlan nimmt mit der MAVVED Kurs auf die Zone Null. Als das Schiff nicht mehr weiterkommt, gehen Atlan, Lua und Vogel von Bord. Sie erreichen einen Eisblock, in dem der Pend eingeschlossen ist und können das Wesen befreien. Der Pend ist dankbar und will die Gefährten zum Hof bringen, da auch sein Weg über den Hof führt. Von Pend erfährt Atlan auch, dass die Entzogenen oder Versunkenen Lande als Quellspiegel der dys-chronen Sicherungen gelten. Dann umhüllt der Pend das Trio und transportiert es in die nächste Facette der Finalen Stadt.

Die SEYFINA kehrt nach Hause zurück und Leylecc und sein Vater Ahhav Hotnoyar haben sich viel zu erzählen.

 

Rezension:

Michelle Stern setzt die Abenteuer Atlans in der Finalen Stadt fort. Und wieder wird ein Szenario dargestellt, das ich so nicht erwartet habe. Die Inseln der Hiesigkeit, zumindest jene, in der Atlan unterwegs ist, zeigen alle Anzeichen einer Fehlentwicklung. Die Wesen, die aus der Spätzeit des Universums in diese Habitate „gerettet“ wurden, führen einen erbarmungslosen Überlebenskampf. Thez hat sie vergessen, wird an einer Stelle des Romans gesagt.

Wie schon auch im Unten wird auch für das Oben der Finalen Stadt ein atmosphärisch sehr dichter Schauplatz beschrieben. Manches erscheint bekannt, wie die auftretenden Onryonen, anderes ist neu. Es ist zu vermuten, dass diese bislang gezeigten Szenarien einzig alleine dem Zweck dienen, aufzuzeigen, dass die Atopie einen Weg eingeschlagen hat, der so ursprünglich nicht geplant war.

Insofern werden wir wohl auch keine Handlungen erleben, der diesen Ort entrückt darstellt, so wie man es vielleicht von den Jenzeitigen Landen erwartet hätte und wie es auf den Weg dorthin das eine oder andere Mal angedeutet wurde. Bei Atlans Aufenthalt im Sturmland schien Thez und das was diese Wesenheit geschaffen oder gedacht hat, schon etwas abgehoben.

Stattdessen stellt Michelle Stern den Kampf gegen die Natur in den Vordergrund ihrer Geschichte. Das geriet einige Male spannend, auch wenn sich in die Darstellungen des Überlebenskampfes im Oben doch einige Fehler eingeschlichen haben. Als Atlan das erste Mal die MAVVED entert, geht er in die Falle Uchevs. Seine Begleiterin Zudchan überwältigt ihn und nennt ihn bei seinem wahren Namen, Atlan da Gonozal. Später kehrt Atlan zurück und zieht Zudchan auf seine Seite, um Uchev zu besiegen, der ein Bacctou ist. Doch plötzlich kennt Zudchan den Arkoniden nicht mehr und fragt ihn nach seinen Namen.

Auch Atlans photographisches Gedächtnis ist nicht mehr das, was es mal war. Der Bacctou in der Gestalt seines Vaters hat offen zugegeben, dass Richter Matan Addaru ihn beauftragt hat. In Michelle Sterns Roman müssen jedoch erst Zwiegespräche zwischen Extrasinn und Atlan stattfinden, um diese Erkenntnis zu gewinnen. Überhaupt stellt der Arkonide recht wenige Überlegungen zu seinen eigentlichen Zielen an. Das wiederum verstärkt den Eindruck, dass die Geschichte zur Finalen Stadt doch etwas gestreckt wurde.

Die Charakterisierung der Figuren, sei es Kapitän Ahab, ähm. Kapitän Ahhav oder andere tritt ein wenig in den Hintergrund. Die Handlungen bestimmen das Geschehen und nicht die Figuren.

Etwas unglaubwürdig ist der Einsatz der Hilfsmittel. Atlan hat diverse Gegenstände eingesammelt oder erbeutet, die bei passender Gelegenheit ihre Funktion erfüllen, die Atlan im Übrigen nicht kennt. Der Balg schützt ihn vor der Kälte, der Überrest des Bacctou befreit ihn aus dem Eis und beide helfen dabei, den Pend zu befreien. Der wiederum zeigt sich dankbar und bringt alle in den Hof der Finalen Stadt. Diese Abfolge hat mir weniger gut gefallen.

 

Ansichten zu Perry Rhodan Jupiter Heft 01

PR_Jupiter01Kristalltod – von Wim Vandemaan/Kai Hirdt – Handlung:

Im Dezember 1460 NGZ ist Chayton Rhodan auf MERLIN tätig, einer riesigen Fabrik der Kristallfischer, die in der Atmosphäre des Planeten Jupiter schwebt. In den drei Monaten seines Aufenthalts in der Faktorei soll Chayton verschiedene Systeme MERLINS upgraden. Der Job ist gut bezahlt, doch Chayton Rhodan ist auf Pao Ghyss getroffen. Die geheimnisvolle Schönheit hat ihn an Tau-acht herangeführt, einer Droge in Form eines feinen Kristallstaubes, die sein Leben veränderte. Sein frisch erworbenes Vermögen ist verbraucht. Geblieben ist ihm nur Tau-acht. Die Droge, die sein Bewusstsein in unglaublicher Weise erweitert hat, bescherte ihm eine Paragabe. Er kann Schwerkraftvektoren beeinflussen. Chayton hält sich für unbesiegbar. Im Casino von MERLIN will er sein Geld zurückgewinnen. Doch die Steuerpositronik DANAE bemerkt seinen Betrugsversuch am Roulettetisch und Chayton wird von Sicherheitskräften der Faktorei abgeführt.

Auf Terra hat Spiros Shimkos in Terrania ebenfalls die Bekanntschaft der Ganymedanerin Pao Ghyss gemacht. Er will die Frau unbedingt wieder sehen. Er muss sich gedulden. Schließlich will sie sich mit ihm in Los Angeles treffen. Nur unweit der Stadt der Engel liegt auch die größte Kolonie von Ganymedanern auf der Erde. Pao Ghyss ist in Begleitung eines anderen Mannes namens Basil. Spiros bekommt von Pao etwas Tau-acht. Sie lädt Spiros in ihre Wohnung ein. Als er die Frau fragt, was sie sei, bezeichnet sie sich als Honovin. In der Wohnung ist auch Basil. Spiros fühlt sich durch den Mann gestört. Er schleudert Basil durch die Wand des Wohnturmes in den Tod. Spiros Shimkos wird von der Polizei verhaftet.

Im Januar 1461 reist Perry Rhodan in seine Heimatstadt Manchester. Er will sich mit seiner Ur-hoch-x-Großcousine Payette Rhodan treffen. Die Schwester von Chayton macht sich Sorgen. Ihr Bruder ist verschwunden. Da Chaytons Frau tot ist, ist es an ihr, auf die Kinder ihres Bruders aufzupassen, Carolin und den stillen Buster, der gerne Fischen geht. Perrys Anreise gestaltet sich merkwürdig. Es gibt einen Beinahezusammenstoß, den ein unter Drogen stehender Jugendlicher verursacht, der steif und fest behauptet, ein fremder Mann sei kurzzeitig vor seinem Gleiter aufgetaucht. Der hinzugezogene Sheriff Kwong verteilt jedoch nur Straffzettel. Selbst Perry erhält einen. Perry Rhodans Recherchen haben zum Fall Chayton nichts ergeben. Die Faktorei behauptet, dass sein Verwandter die Station verlassen habe.

Zusammen mit Payette und den Kindern besucht der Unsterbliche das Museum. Dort soll er später im Rahmen einer Kunstausstellung eine Rede halten. Plötzlich läuft in einiger Entfernung Chayton vorbei und verschwindet wieder. Die Aufzeichnungen aus dem Museum, die Sheriff Kwong nur widerwillig herausrückt, zeigen Chayton, wie er das Museum betritt aber nicht mehr verlässt. Payette findet den Gang ihres Bruders seltsam. Sie vertauscht den Speicherkristall, ohne dass der Sheriff dies mitbekommt. Perry und sie analysieren die Aufnahmen, kommen aber zu keinem Ergebnis. Am nächsten Tag soll Perry die Rede halten. Während er auf seinen Einsatz wartet, sieht er Chayton. Er rennt dem Flüchtenden hinterher. Er kann ihn ein paar Haare herausreißen, bevor Chayton hinter einer Tür verschwindet. Als Perry sie öffnet, liegt Chayton tot am Boden und eine Bombe detoniert.

Perry Rhodan kann Chief Brady, den Sicherheitsbeauftragten des Museums davon überzeugen, eine Gen-Analyse des Haares zu machen. Die ergibt, dass es nicht Chayton gewesen sein kann. Es muss ein Gestaltwandler gewesen sein. Sie fahren zu Sheriff Kwong. Doch der ist tot und in seinem Büro detoniert eine Bombe. Die zweite Explosion an diesem Tag überstehen Rhodan und Brady mit Glück. Perry Rhodan rast zum Wohnhaus seiner Verwandten. Ein dürrer Mann bedroht Payette mit einer Waffe. Es kommt zu einem Kampf, in der sich der Dürre als Teleporter und Telekinet zeigt. Seine Kräfte sich jedoch schwach. Als er verletzt teleportiert, schlägt der Sprung fehl und der Dürre kommt ums Leben. Dabei wird eine Kristallwolke von Tau-acht freigesetzt, die Carolin einatmet. Sie behauptet, ihr Vater sei im Himmel bei den Engeln und käme nie wieder.

Auf Terra laufen die Ermittlungen an. Reginald Bull verhört Spiros Shimkos und Perry Rhodan entdeckt Spuren zwischen Jupiter und Los Angeles. Auf MERLIN kommt Chayton Rhodan in einem Labor zu sich. Es ist Ende Januar 1461. Seine letzte Erinnerung liegt einen Monat zurück. Die Chefwissenschaftlerin beginnt mit einem weiteren Test. Die Entzugsexperimente werden fortgesetzt.

 

Rezension:

Mit Jupiter folgt nur zwei Wochen nach Arkon die nächste Mini-Serie. Wieder sind es 12 Romane, die alle zwei Wochen erscheinen. Anders als bei früheren Kurz-Zyklen ist die Geschichte nicht neu. Jupiter, geschrieben von Wim Vandemaan, Hubert Haensel und Christian Montillon, wurde erstmals 2011 als Taschenbuch veröffentlicht. Der 1008 Seiten starke Band, der gerne auch als Ziegel bezeichnet wird, steht seitdem bei mir im Regal und wird nur einmal jährlich zum abstauben hervorgeholt. Ich hatte das Buch seinerzeit angelesen aber aus mir nicht mehr bekannten Gründen nicht zu Ende gebracht. Von daher finde ich es gut, dass der Roman nun in Heftform und der gewohnten Portionsgröße nochmal angeboten wird. Die Geschichte nach den Exposés von Wim Vandemaan wird mit einem weiteren Handlungsstrang erweitert, der von Kai Hirdt geschrieben wurde.

Welche Anteile jetzt von Kai Hirdt der ursprünglichen Erzählung hinzugefügt wurden, kann ich nicht identifizieren. Alles wirkt sehr homogen. Auf Seite 26 kann ich etwas entdecken, dass es im Buch aus 2011 noch nicht gegeben hatte. Es wird hier kurz auf ein Ereignis eingegangen, das Bestandteil der Arkon-Mini-Serie war.

Der Auftakt von Jupiter ist sehr verheißungsvoll. Mal kein Gegner, der aus Universumstiefen im Solsystem erscheint und Angst und Schrecken verbreitet. Stattdessen wird der Leser mit einer Droge konfrontiert. Die Schilderungen der Bewusstseinserweiterung der betroffenen Figuren sind faszinierend. Diese Verbindung zu Jupiter, die in allen Darstellungen hervorgehoben wird, lässt ahnen, dass da noch etwas kommt, das weit über die Droge hinausgreift.

Die Darstellung Perry Rhodans gehört zu den gelungenen Beschreibungen dieses Romans. Selten habe ich den Unterblichen so lebendig und intensiv erlebt, wie in diesem ersten Teil der Jupiterreihe. Perry Rhodan wird darin mehr als sonst üblich in der Rolle des Privatmenschen gezeigt und diese Rolle war überzeugend geschrieben. Der Roman wirft auch einen Blick auf die Gesellschaft im 15. Jahrhundert NGZ. Es sind nicht nur faszinierende Orte, die in Jupiter behandelt werden. Es treten auch allesamt höchst interessante Figuren auf. Selbst die kleinste Nebenfigur wird mit viel Liebe zum Detail charakterisiert, ohne jedoch zu übertreiben. Sei es der jugendliche Gleiterpilot, der beinahe einen Unfall baut, der Sheriff, dessen Art zeitlos zu sein scheint, Spiros Shimkos, an dessen Handlungen wir die Stadt der Engel kennenlernen und die Auswirkungen der Droge.

Der Roman trägt die deutliche Handschrift von Wim Vandemaan, den ich als Autor sehr schätze. Nichts in seinen Geschichten scheint dem Zufall überlassen. Alles ist sehr sorgfältig ausgearbeitet und mit einer Fülle an phantastischen Elementen ausgeschmückt. Die teils absonderlichen Szenerien wirken lange nach.
Ein überaus gelungener Auftakt der Serie, der Lust auf mehr macht.

Das Herz von Kallisto – Eine Kurzgeschichte von Wim Vandemaan

PR_Jupiter_KallistoConstanze Androshin, die kurz vor ihrem 22. Geburtstag steht, lebt auf Kallisto, einem der Galileischen Monde. Ihr Vater ruft sie zu sich, um ihr von einem Fund zu berichten, den er im Alten Territorium gemacht hat. Als der Mond terraformt worden war, gab es zwei Fraktionen. Die Landnehmer, die für die Schaffung paradiesischer Landschaften eintraten und die Überlasser, die viel von den ursprünglichen planetaren Naturen beibehalten wollten. Constanzes Vater, ein leidenschaftlicher Forscher für die Hinterlassenschaften der Lemurer, arbeitet für den Administrator. Und der gibt sich als Landnehmer und will auch das Alte Territorium umgestalten. Ihr Vater zeigt ihr seine Entdeckung, ein altes lemurisches Schiff und Constanze erhält ein überraschendes Geburtstagsgeschenk.

Auf 9 Seiten entwickelt Wim Vandemaan ein kleine feine Geschichte, mit erstaunlich viel Lokalorit. Knappe Landschaftsbeschreibungen, Bilder von den Hinterlassenschaften der ersten Siedler und Impressionen von Flora und Fauna, wechseln sich ab mit ebenso knappen aber pointierten Dialogen. Dazu der Aufgang des Giganten Jupiters über dem Mond und am Ende eine moralische Botschaft. Die Story hat mich überzeugt.