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Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2796

Ultima Margo – von Leo Lukas – Handlung:

Auf Naatsdraan, der Hauptwelt der Naat-Föderation, spielt Kulgneeck ein gefährliches Spiel. Dem Naat ist natürlich nicht entgangen, dass Richter Chuv eine besondere Sympathie für das Volk der Naats zeigt. Gleich sieben Ordische Stelen sind auf dem Planeten installiert worden. Und aktuell hat der Richter die Naats aufgefordert, ins Baag-System zurückzusiedeln. Dennoch sind nicht alle Naats vom Wirken der Atopen überzeugt. 20.496 Lichtjahre vom Baag-System entfernt haben sich auf Naatsdraan zwei extremistische Gruppen gebildet. Die einen wollen alle Arkoniden loswerden, die anderen lehnen die Bevormundung des Atopischen Tribunals ab. Und Kulgneeck profitiert von diesem Konflikt, denn er kollaboriert mit beiden Seiten, indem er zu deren Kundgebungen Statisten vermittelt, um die Schar der jeweiligen Anhänger größer erscheinen zu lassen. Den beiden Anführern der Bewegungen bleibt das nicht verborgen. Als die beiden Gruppen bei einer Demonstration aufeinanderprallen und eine wüste Schlägerei beginnt, wollen sie den Medien Kulgneeck als Schuldigen präsentieren. Der Naat muss bei zwei TLD-Agenten untertauchen, die ihm noch einen Gefallen schulden.

Derweil laufen im Solsystem die Planungen zum Projekt Ultima Margo, sinngemäß „Letzte Grenze“. Mit der Zustimmung der Solaren Premier, dem Residenten der LFT und dem Galaktikum, erarbeiten Perry Rhodan und Atlan vier Phasen, um in die Jenzeitigen Lande zu fliegen. Phase 1 sieht vor, Richter Chuv mit der CHUVANC aus dem Arkonsystem zu locken. In Phase 2 wird die Eroberung der CHUVANC eingeleitet. Gleichzeitig sollen Einsatzkommandos ins Arkonsystem einsickern, um gegebenenfalls zu unterstützen oder zur Ablenkung. In Phase 3 muss nicht nur die CHUVANC unter Kontrolle gebracht werden, sondern auch Chuv. Der Richter soll krank gemacht werden. Perry Rhodan versichert sich dazu der Hilfe von Zheobitt, dem Mantarheiler und seiner ZENTRIFUGE II. In Phase 4 beginnt der Flug in die Synchronie.

Mit den aktuellen Meldungen von Naatsdraan ergibt sich eine Chance. Die Analyse der DNS von Chuv zeigt ein ganzes Kollektiv genetischer Verwandtschaften, unter anderem zu den Naats. Würden die Naats auf Naatsdraan bedroht werden, könnte Chuv motiviert sein, dort persönlich einzugreifen. Da für die Rückführung der Naats eine Transmitterverbindung zwischen Naatsdraan und dem Baag-System eingerichtet wird, könnte man diese Verbindung nutzen, um Einsatzkommandos nach Arkon zu schicken. Die Gegenstation soll das Land Collthark auf dem Gasriesen Zhusha im Arkon-System sein. Zugangscodes zu diesem Stützpunkt bekommt Rhodan von Bostich. Der Arkonide stellt zudem eine Flotte, zum Angriff auf die Stelen auf Naatsdraan zusammen. Bostich will eine spezielle Waffe der Arkoniden, das Teslym-Geschoss, einsetzen, um Chuv ganz sicher nach Naatsdraan zu locken.

Die RAS TSCHUBAI fliegt zur Hauptwelt der Naat-Föderation im Naatasystem. Die beiden TLD-Agenten werden eingewiesen. Kulgneeck bekommt die Aufgabe, die neue Transmitterverbindung ins Baag-System zu testen und auszuspionieren. Währenddessen sammeln sich heimlich die von Bostich angeführten Flottenverbände im Umkreis des Naatasystems. Am 14.11.1517 NGZ geht Projekt Ultima Margo in die erste Phase.

 

Rezension:

Der Roman von Leo Lukas leistet Vorarbeit für die letzten Hefte im laufenden Zyklus. Der Handlungsschwerpunkt liegt in der Planung und den Vorbereitungen des Projekts Ultima Margo. Dennoch findet der Autor auch noch Platz, um mit dem Naat Kulgneeck den Typus „kleiner Gauner“ in seiner Geschichte unterzubringen und aus Sicht dieser Figur die Auswirkungen des Atopischen Tribunals auf Naatsdraan zu schildern. In einem zweiten Nebenstrang geht es um zwei gelangweilte TLD-Agenten und eine dritte Nebenhandlung bringt die Larin Pey-Ceyan an Bord der RAS TSCHUBAI und ihre besondere Kunst der Lebenslichte ins Spiel. Hier ergeht es mir als Leser ähnlich wie Atlan. Der Arkonide konnte hinterher auch nicht sagen, worin genau diese Kunst bestand.

Besser gefiel die Figur des Kulgneeck. Der arme Kerl musste für eine ganze Reihe skurriler Ideen des Autors herhalten. Neben diesen schillernden Akteuren hatten es die Schwergewichte Perry Rhodan, Atlan, Gucky und Bostich schwer. Die Unsterblichen dienten dem Autor nur als Stichwortgeber für die Vorstellung des Projekts und für ein paar technische Detaillösungen. Die zahlreich eingebauten Anspielungen, die Leo Lukas in seiner Geschichte unterbringt, helfen über einige Schwächen hinweg. Der Roman hat eigentlich kein echtes Spannungselement und die Abfolge der Ereignisse ist ein wenig zu brav geraten. Die Nebencharaktere kommen bei Lukas voll zur Geltung. Hier spielt der Autor mit der Sprache. Sobald jedoch die Unsterblichen eingebracht werden, verliert die Geschichte, trotz der geschilderten Planungen, an Fahrt.