Articles for the Month of Februar 2015

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2790

Faktor IV – von Michelle Stern – Handlung:

Das Team von Lordadmiral Monkey hat es geschafft. Unbemerkt sind der Oxtorner und seine Begleiter Gucky und Vazquarion an Bord des tefrodischen Schiffes LAHMU gelangt. Der Oxtorner verfolgt den Plan, die Statue zu stehlen und in den freien Weltraum zu teleportieren. Irgendwie wird die YART FULGEN sie finden und an Bord holen. Doch die Meisterstatue Zeno Kortins wird zu stark gesichert.

Auch Lan Meota ist an Bord der LAHMU. Seinen Auftrag zur Bergung aller Statuen des ehemaligen Meisters der Insel hat er mit dieser Statue zu Ende geführt. Der Schmerzteleporter ist neugierig und besucht die bestens bewachte Statue. Wie schon bei anderen Statuen zuvor, zeigen sich auf der angebrachten Tafel Schriftzeichen in Lemurisch. Meota wird gefragt, ob er einer der Geheimen Wächter der Hoffnung und geistigen Stärke sei. Als Meota verneint, zeigt Zeno Kortin an, dass er Meota habe kommen sehen, einen Weg, der anders ist als alle anderen Wege.

Die LAHMU erreicht Connoort, eine tefrodische Wasserwelt mit nur einer einzigen Stadt namens Bhutefor. Dort ist alles vorbereitet. Die Statue wird entladen und bildet mit den anderen vier zuvor geborgenen Statuen einen Kreis. Monkey, Gucky und Vazquarion können unbemerkt nach Bhutefor vordringen. Zuvor hat der Laosoor den Antrieb der LAHMU so manipulieren können, dass ein Signal ausgesandt wird. Wenn es die YART FULGEN erreicht, könnte bald Hilfe unterwegs sein.

Vetris-Molaud trifft mit seinem Flaggschiff ein und auch die Parapaladine der Tefroder versammeln sich auf Connoort. Die Mutanten sollen als eine Art Geburtshelfer zur Wiedererweckung von Faktor IV fungieren. Nachdem der Tamaron eine Rede an die versammelten Tefroder gehalten hat, wird die Wiedererweckung eingeleitet. Zu den Statuen wurden PEW-Substanzreaktions-Initiatoren gestellt, die das PEW-Metall der Statuen verflüssigen und die Paradox-Intelligenz entstehen lassen sollen. Die Mutanten sollen in einem Parablock den Vorgang unterstützen. Lan Meota, Shanu Starcuut, Ejery Vyndor, Assan-Assoul und Pai Móo stehen an den Statuen.

Monkey plant eine Ablenkung, um eine der Statuen zerstören zu können. Außerdem will der USO-Chef die Gelegenheit nutzen und Vetris-Molaud töten. Gucky schreckt die unmenschliche Haltung des Oxtorners ab. Dennoch platzieren er und Vazquarion einige Bomben im Umfeld der Anlage, wo die Statuen stehen.

Der Tamaron gibt den Befehl zum Einleiten des Vorgangs. Während die Parapaladine einen Parablock bilden, fangen die PEW-Substanzreaktions-Initiatoren damit an, das PEW-Metall umzuwandeln. In diesem Moment zünden die Bomben. Auch die Schildgeneratoren des HÜ-Schirms, der die Statuen schützt, werden zerstört. Doch statt zusammenzubrechen, beginnt sich der HÜ-Schirm zu verformen und verwandelt sich in etwas Unkontrollierbares. Monkey wird in dem Chaos sichtbar. Sein SERUN fällt aus und der Oxtorner wird sofort von Sicherheitskräften angegriffen und schwer verletzt. Vazquarion kann den USO-Chef in Sicherheit teleportieren. Als er ins Chaos zurückkehrt wird er selbst von einer Energieentladung getroffen.

Die Mutantin Ejery Vyndor wird ebenfalls vom Strom der Energieausbrüche weggerissen. Gucky versucht ihr zu helfen. Die verbleibenden Parapaladine unterstützen ihn bei seinen Bemühungen. Vyndor kann nicht mehr geholfen werden und der Ilt erkennt entsetzt, dass er nun selbst zum Geburtshelfer eines Geschöpfes aus umgewandelten PEW-Metall wird. Die fünf Statuen sind zerstört und in der Mitte der Anlage entsteht eine grün schimmernde einzelne Statue. Vazquarion ist dem Tode nahe und auch Lan Meota ist schwer verletzt. Die vier Mutanten ziehen sich an einen sicheren Ort zurück. Vazquarion stirbt und als letzte Geste bittet er den Ilt, seine Fähigkeiten zu übernehmen. Nur kurze Zeit später stirbt auch Lan Meota, der kurz davor von Gucky erfährt, das Toio Zindher noch lebt. Und auch seine Fähigkeit wird auf seinen Wunsch hin von Gucky übernommen. Der Ilt vereinigt die beiden Fähigkeiten und teleportiert mit Monkey ins All, wo sie von der YART FULGEN aufgenommen werden.

Die neue Meisterstatue wird an Bord der VOHRATA gebracht. Vetris-Molaud führt ein erstes Gespräch mit dem wiedererweckten MDI. Zeno Kortin möchte als Faktor IV angesprochen werden und verrät die Umstände seiner Rebellion gegen Mirona Thetin. Seiner Meinung nach haben die Pläne von Faktor I das damalige System destabilisiert. Der Maghan ist gleicher Meinung und freut sich, dass Faktor IV ihm Zugang zu Hinterlassenschaften der Meister der Insel gewähren wird.

 

Rezension:

In Folge 4 der siebten Staffel von The Big Bang Theory (The Raiders Minimization) wird festgestellt, dass die Rolle des Indiana Jones völlig unerheblich für die Story des Filmes ist. Auch ohne Indiana Jones hätten die Nazis die Bundeslade gefunden, sie auf eine Insel geschafft, geöffnet und wären dann getötet worden.

Ein ähnlicher Effekt lässt sich für die Story in diesem Roman feststellen. Alle Bemühungen von Monkey und Co können nicht verhindern, dass Faktor IV zum Leben erweckt wird. Betrachtet man den Zyklus in den nunmehr 91 Bänden seit Heft 2700, lässt sich genauso feststellen, dass die Haupthandlungsträger völlig unerheblich für die Story des Zyklus sind. Alle Aktivitäten des Atopischen Tribunals oder der Tefroder konnten weder verhindert, noch in irgendeiner Weise effektiv behindert werden. Nicht eine Aktivität der Galaktiker hat den Feind in seinem Vorhaben gehemmt oder aufgehalten. Die Protagonisten sind lediglich Beobachter und Sammler von Informationen.

Nichtsdestotrotz muss man dem Roman von Michelle Stern einen gewissen Unterhaltungswert bescheinigen. Immerhin erleben wir einen Oxtorner, der zum dritten Mal in Folge eine Pleite einfährt. Inzwischen kann man seine Reputation als USO-Chef ernsthaft in Zweifel ziehen. Und Gucky bekommt eine neue alte Fähigkeit spendiert, was sehr bedauerlich ist, denn der neue Mausbiber in diesem Zyklus gehörte zu den wenigen Erscheinungen, mit dem die bekannten Muster durchbrochen schienen. Leider wurde nun entschieden, den Schritt zu einer glaubwürdigen Darstellung der Figur wieder rückgängig zu machen. Bald werden wir ihn also wieder sehen, den Überall-Zugleich-Töter und den klamaukigen Ilt, der doch eigentlich der Serienvergangenheit angehörte. Aber so, wie die Meister der Insel aus der Versenkung geholt wurden, wird nun auch das alte Figurenbild des Ilt wiederbelebt.

Im Vorgängerzyklus waren die Hauptpersonen (mehrheitlich die Aktivatorträger) stets die Getriebenen. Mit Start des Zyklus um das Atopische Tribunal schien dieses Muster ein Stück weit durchbrochen. Zwar wurde und wird das übliche Bedrohungsszenario gefahren aber zumindest die Figur Perry Rhodan hatte in einigen Heften ein entschlosseneres Auftreten gezeigt. Dabei ist es dann allerdings geblieben. Andere Figuren zeigten zuletzt zwar auch ein entschlosseneres Auftreten. Gleichwohl sind diese Auftritte stets von Niederlagen begleitet gewesen. Noch 10 Wochen bis Band 2800. Durchhalten ist angesagt.

 

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2789

Plothalos Trümmerwelten – von Michael Marcus Thurner – Handlung:

Das USO-Schiff YART FULGEN mit Lordadmiral Monkey, Gucky und dem Laosoor Vazquarion an Bord, fliegt das Ptishsystem der Paramags an. Auf einer der WABEN des vor langer Zeit im Metapsychischen Krieg der Thoitemi, wie sich die Paramags selbst nennen, zerstörten Systems, soll sich Lan Meota aufhalten. Der Oxtorner ist brennend daran interessiert, was der tefrodische Mutant dort treibt. Vazquarion nutzt den Flug, um mit Guckys Hilfe seine Teleporterfähigkeiten zu verbessern. Monkey selbst zählt nicht alleine auf die Hilfe des Ilts. Unverblümt legt er Gucky nahe, falls sich die Gelegenheit ergibt, dann soll der Ilt Meota töten, um dessen Fähigkeiten zu übernehmen.

Auf einer der WABEN des Systems mit dem Eigenenamen Clandynnc lebt der Thoitemi Plothalo. Der Paramag gehört zu den Undenkbaren. Bei einer Reise durch das PEW-Metall wurde er vom Bewusstsein eines anderen Thoitemi gestreift und hat dadurch die Fähigkeit der Paratransdeformation verloren. Einer der Lieblingsorts Plothalos ist die Platte höchsten Glücks. Dort befinden sich eine Bündelung des Informationsnetzwerkes und viele Paratransaugen. Zu seinem Leidwesen halten sich Fremde dort auf. Tefroder, die von gesunden Thoitemi an diesen Ort geführt wurden.

Im System der Thoitemi angekommen, maskieren sich Monkey, Gucky, Vazquarion und der Fremdsprachen- und Positronikspezialist Munroe Cardan und besuchen einen der öffentlich zugänglichen Asteroiden. Insgesamt 60 Schiffe der Tefroder halten sich im System auf. An Bord der LAHMU hat Gucky zuvor auch Ghenis Tay und Bunccer-Buhaam, zwei Spezialagenten der Gläsernen Insel entdeckt.

Bei den Thoitemi ist das gesteigerte Interesse an Ihrer Kultur durch Vertreter der Tefroder, der LFT und anderen galaktischen Völkern inzwischen nicht unbemerkt geblieben. Eine Spaltung der Gesellschaft droht. Die einen möchten ihre Fähigkeiten anderen Völkern anbieten, die anderen wollen möglichst in Ruhe gelassen werden.

Munroe Cardan hat mit Guckys Hilfe Lan Meota aufgespürt. Der Schmerzteleporter hält sich auf Clandynnc auf. Das Team begibt sich zu diesem Asteroiden und trifft dort auf Plothalo. Gucky erfährt die Geschichte des Paramags und kann die Tefroder auf der Platte höchsten Glücks aufspüren. Monkey befiehlt den Zugriff, der in einem Desaster endet. Bunccer-Buhaam verletzt Munroe Cardan mit einem vergifteten Pfeil. Das Team zieht sich zurück, wobei Monkey den Tefroder Charm Dusellan als Geisel mitnehmen kann. Aus dessen Positronik extrahiert Cardan die Information, dass die Tefroder auf der Suche nach einer Statue Zeno Kortins sind, den ehemaligen Faktor IV der Meister der Insel.

Um den mit Limalium vergifteten Munroe Cardan zu retten, will Monkey einen Austausch vornehmen. Man trifft sich mit Lan Meota, der für ein Gegenmittel Charm Dusellan zurückerhalten soll. Der Deal kommt zustande. Allerdings erscheinen plötzlich bewaffnete Thoitemi, die beide Gruppen angreifen. Monkeys Team entkommt und sichert sich die Unterstützung Plothalos. Mit Guckys und Vazquarions Paragaben kann der Paramag das Team zur Statue transportieren, die sich unterhalb der Platte höchsten Glücks befindet.

Doch auch die Tefroder lassen sich von willigen Paramags durch das PEW-Metall zur Statue transportieren. Erneut entbrennt ein Kampf. Bunccer-Buhaam wird von Monkey getötet. Das USO-Team kann jedoch nicht verhindern, dass die Statue Zeno Kortins von den Tefrodern erbeutet wird. Im Moment des Triumphs gibt Lan Meota an Gucky einige Informationen preis. Die Statue ist die sechste von neun Statuen, die Meota bergen soll. Alle enthalten ein ÜBSEF-Fragment des ursprünglichen Meisters der Insel. Fünf Statuen genügen, um den Reinkarnationsvorgang zu starten. Und diese eine ist bei zwei defekten die Letzte, die benötigt wird, um den Meister der Insel wiederzubeleben.

Während Munroe Cardan den Paramag Plothalo zurück in sein Heim bringt, um anschließend der YART FULGEN Bericht zu erstatten, schleichen sich Monkey, Gucky und Vazquarion an Bord eines tefrodischen Schiffes und folgen Lan Meota.

 

Rezension:

Liebe Leser dieses Blogs, es ist mir gelungen, das Originalexposé für den Heftroman dieser Woche in die Hände zu bekommen. Hier nun der vollständige Text mit den Vorgaben an den Autor Michael Marcus Thurner:

Lieber Michael,

Band 2789 spielt bei den Paramags. Details siehe Band 569 bis 599. Monkey und Gucky sind dort im Einsatz und sollen Lan Meota ausspionieren. Der sucht nach einer Statue von Zeno Kortin. Es ist die sechste von neun Statuen, die Meota bergen soll. Alle enthalten ein ÜBSEF-Fragment des ursprünglichen Meisters der Insel. Fünf Statuen genügen, um den Reinkarnationsvorgang zu starten. Der Leser darf das mit den Statuen erfahren. Mach was draus!

Liebe Grüße,

CM
PS: In diesem Zyklus passiert nichts mehr. Ich habe dich erst wieder für einen Doppelband nach Band 2800 eingeplant.

Tja, soweit diese wirklich sensationellen Informationen direkt aus dem Dunstkreis der Macht. Was hat jetzt der Autor daraus gemacht?

Nun, Michael Marcus Thurner hat die wesentliche Information an die Leser weiter gegeben. Von den Statuen wissen wir natürlich schon länger. Neu war die Geschichte mit den ÜBSEF-Fragmenten. Seit dieser Begriff in den 400er Bänden eingeführt wurde, haben es die nachfolgenden Autorengenerationen allerdings versäumt, die ÜBSEF-Konstante oder ähnliche Begriffe näher zu definieren. Von daher reiht sich das neue Puzzle nahtlos in die Reihe der anderen in diesem Zyklus über Gebühr breitgetretenen Begrifflichkeiten ein. Fakten? Wie immer Fehlanzeige.

Dennoch gelingt Thurner um den faden Zyklusinhalt herum ein halbwegs unterhaltsamer Roman. Die Welt der Paramags skizziert der Autor in dieser Geschichte deutlich faszinierender und detaillierter, als es die alten Romane hergaben. Zieht man die Lexikoneinträge zu Rate, hat sich der Autor für diesen Kurzbesuch eines alten Handlungsortes viel Mühe gemacht. In den übrigen Kapiteln kann der Autor die schwache Zyklushandlung nicht mehr so gut übertünchen. Das Einsatzteam in Maske, das zum Ende hin sich in ein tefrodisches Schiff schleichen will ist als Szenario in diesem Zyklus verbrannt.

Dazu garniert der Autor einige Dispute zwischen Monkey und Gucky, die nicht verbergen können, dass zwei Zellaktivatorträger sich in zwei Einsätzen bis auf die Haut blamieren. Das fügt sich dann allerdings wieder nahtlos in die übrigen Pleiten des Zyklus ein. Der Titel des Romans der nächsten Woche lautet: FAKTOR IV. Ist das jetzt eine Verzweiflungstat der Exposé-Autoren, um die letzten 10 Wochen bis Band 2800 mit einigen verlockenden Ausdrücken zu überbrücken?