Articles for the Month of Februar 2015

Perry Rhodan NEO Figur von Eins A Medien 2. Teil

In meinem Blogbeitrag vom 13.12.2014 hatte ich die neuen Perry Rhodan-Figuren von Eins A Medien vorgestellt. Nicht erschienen war seinerzeit die Figur des Perry Rhodan. Lt. Aussage von Eins A Medien entsprach die erste Version der Figur nicht den Erwartungen an die Qualität. Die Figur wurde daraufhin in einer neuen Version erstellt und nun auch an Händler ausgeliefert.

Das nehme ich zum Anlass, um erneut einen Vergleich zu den früheren HJB-Figuren vorzunehmen aber auch zu untersuchen, ob sich eine Qualitätsverbesserung gegenüber den ersten NEO-Figuren ergibt.

Wie auch die anderen Figuren der NEO-Serie wird die Rhodan-NEO-Figur in einer dünnwandigen durchsichtigen Plastikverpackung geliefert. Im inneren der Box befindet sich ein Kartonboden, der mit der bedruckten Karton-Rückwand verbunden ist. Das Ensemble lässt sich nach oben aus der Verpackung entnehmen. Der Boden enthält zwei Schlitze, die dazu dienen sollen, die Grundplatte der Figur darin zu verhaken, um einen sicheren Stand und einen sicheren Transport zu gewährleisten. Was bei den anderen Figuren funktionierte, geht nicht bei der Figur Perry Rhodan. Die Grundplatte der Figur ist so dick, dass sie sich nicht verhaken lässt. Das haben wohl auch die Leute von Eins A Medien erkannt und darum an der Unterseite der Figurengrundplatte einen rückstandsfrei zu entfernenden Klebepunkt angebracht. Der Figur, die ich in den Händen halte, war das egal. Sie hat sich gelöst und klapperte in der Box hin und her. Dennoch ist sie unbeschädigt geblieben. An der Unterseite der Box fehlt ein Aufkleber mit dem Figurennamen, wie er bei den anderen Boxen zu sehen war.

PR_NEO-Figur-Rhodan

Bei freier Aufstellung der Figur Perry Rhodan zeigt sich, dass die Figur dank der deutlich stärkeren Grundplatte stabil, auch ohne Klebepunkt, aufgestellt werden kann. Die Figur wiegt 16 Gramm, das „Mehrgewicht“ gegenüber Reginald Bull, der nur 8 Gramm auf die Waage bringt, liegt wohl ebenfalls in der Grundplatte begründet. Denn das Material der Figur hat sich nicht geändert. NEO-Rhodan ist inklusive Standfuß 78 mm groß, NEO-Bull bringt es auf 66 mm.

Im folgenden Bild ist links der HJB-Rhodan, in der Mitte der neue Eins A Medien-Rhodan und rechts der Eins A Medien-Bull zu sehen.

PR_NEO_HJB-Vergleich4

Im direkten Vergleich der beiden NEO-Figuren wirkt Perry Rhodan in die Länge gezogen. Das liegt nicht alleine an der Perspektive der Aufnahme oder dem dickeren Sockel.

Wie schon beim Vergleich von HJB-Bull zu Eins A Medien-Bull hat auch der neue Perry Rhodan einen geringeren Detaillierungsgrad als die HJB-Figur von Rhodan. Im Vergleich von NEO-Rhodan zu NEO-Bull zeigt Rhodan etwas mehr Details. Insbesondere am Übergang Rumpf zum Kopf und an Anzugdetails am Oberkörper. Die erneut blaue Grundgestaltung wirkt einfallslos. Rhodan, Manoli, Bull und Flipper unterscheiden sich anzugmäßig kaum.

Fazit: Die erste Version dieser Eins A Medien-Figur soll den Qualitätsansprüchen nicht genügt haben, so dass eine neue Figur gefertigt werden musste. Wer nun glaubt, dass die neue Figur deutliche Steigerungen in der Qualität im Vergleich zu den enttäuschenden Figuren Bull, Flipper und Co. gemacht hat, wird schwer enttäuscht werden. Die im Bild gezeigte HJB-Figur ist zwar auch kein Schönling aber dennoch um Klassen besser als die Fehlentwicklungen von Eins A Medien.

 

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2792

Finsterfieber – von Uwe Anton – Handlung:

Die SIMILDE hat nach der Explosion des onryonischen Beibootes wieder Kurs auf Naat genommen. Die beiden Onryonen, die der Ilt in letzter Sekunde aus dem Schiff teleportieren konnte, sind schwer verletzt. Einer spuckt Blut und setzt die Besatzung des LAURIN-Jets damit der Gefahr einer Infizierung mit dem Finsterfieber aus. Die beiden Onryonen werden in der Medo-Abteilung isoliert. Außer dem Namen des männlichen Onryonen, Kov Goydoracc, erfährt Atlan nichts weiter von den beiden Gefangenen. Arkon III wird nach der Aufnahme der benötigten Energie in den Atopischen Konduktor umgewandelt. Das Gebilde durchmisst wie schon die Kosmogloben in Larhatoon 1883 km. Die SIMILDE landet auf Naat.

Auch Gaumarol da Bostich hat die Umwandlung des Planeten in einen Kosmoglobus beobachtet. Der ehemalige Imperator kann sich beherrschen. Seine Zeit wird noch kommen. Er konzentriert sich auf die Rückeroberung der GOS’TUSSAN II. Sein Schiff steht auf Kaokish, einem Mond des 17. Planeten Flaon. Die LAURIN-Einheit kann unbemerkt in der Nähe des Flottenstützpunkts Kaorandor landen. Mit Hilfe von Überrangcodes will Bostich sein Flaggschiff an sich reißen. Mit seinem Team dringt Bostich in den Stützpunkt ein. Er wird von den Positroniken als Oberbefehlshaber anerkannt. Tausende Katsugo-Kampfroboter werden aktiviert. Außerdem befiehlt Bostich die Aktivierung bislang verborgener EPPRIK-Raumer im System. Dann setzt der Arkonide per Transmitter zur GOS’TUSSAN über. An Bord angekommen befiehlt der Aktivatorträger den Verschlusszustand des Schiffes und isoliert die Onryonen an Bord. Nachdem er den onryonischen Kommandanten seine Überlegenheit demonstriert hat, tötet Bostich den Onryonen und lässt die anderen in ein Beiboot verfrachten. Die Katsugos erhalten den Befehl, die onryonischen Schiffe auf dem Raumhafen anzugreifen. Gleichzeitig sollen die Robotraumer die Schiffe der Onryonen und auch sein Flaggschiff angreifen, um damit der GOS’TUSSAN einen Grund geben, um zu starten.

Auf Naat laufen die Einsätze Atlans und Guckys nicht ganz problemlos. Die beiden Kelosker sind als Naats getarnt, während Atlan und die anderen als Onryonen maskiert sind. Doch die CHUVANC ist sehr stark gesichert. Atlan, der mit Eldhoverd unterwegs zum Raumhafen ist, muss unverrichteter Dinge wieder abziehen. Zudem zeigt der Kelosker plötzlich Symptome einer Krankheit. Alle kehren an Bord der SIMILDE zurück. Eldhoverd wird isoliert und tatsächlich findet sich in seinem Blut der Virus, der das Finsterfieber verursacht. Atlan denkt gleich einen Schritt weiter. Er hat nun das Virus in der Hand und will es an Bord der CHUVANC bringen. Ausführer seines Plans ist Gholdorodyn. Der Kelosker ist nicht infiziert und erklärt sich bereit mit dem Kran in die CHUVANC einzudringen und das Virus dort freizusetzen.

Während Gholdorodyn unterwegs ist, verschlechtert sich der Zustand Eldhoverds rapide. Außerdem gerät der Zeitplan Atlans in Gefahr. Patriarch Choulynger soll sie mit der CHOULYNGERS HEIMSTATT wieder aus dem Arkonsystem herausbringen. Doch das Schiff wird kaum noch zu erreichen sein. Endlich kehrt Gholdorodyn zurück. Der Kelosker hat die Gelegenheit genutzt und einige Daten über das Richterschiff gesammelt. Nur Stunden nach dem Einsatz des Keloskers tut sich was an der CHUVANC. Mehrere Gleiter mit infizierten Onryonen verlassen das Schiff. Mit einem Täuschungsmanöver kann Atlans Team eine Onryonin der Besatzung kidnappen. Gleichzeitig wird dafür gesorgt, dass die Onryonin nicht vermisst wird. Die SIMILDE verlässt Naat.

Die GOS’TUSSAN II ist in den freien Raum gestartet. Trotz der Ablenkung durch die EPPRIK-Raumer läuft Bostichs Schiff Gefahr, von den schnell anrückenden Onryonenschiffen vernichtet zu werden. Auch an Bord der SIMILDE steht es schlecht. Der Walzenraumer kann nicht mehr erreicht werden und Eldhoverd liegt im Sterben. Der Kelosker will den Gefährten die Flucht ermöglichen. Während Eldhoverd an Bord zurückbleibt, wechseln die anderen mit dem Kran auf die GOS’TUSSAN II. Der Fiktivtransmitter kehrt zu Eldhoverd zurück, der mit dem Gerät Luna als Steuerplaneten des Kosmoglobus manipuliert. Ein Schwarzer Blitz schlägt aus dem Atopischen Konduktor und lenkt die Onryonen ab. Kurz bevor die SIMILDE vernichtet wird, schickt Eldhoverd den Kran zurück in die GOS’TUSSAN II. Das Schiff nutzt die allgemeine Verwirrung und verlässt das Arkonsystem.

Zu Ehren Eldhoverds, der sich geopfert hat, wird ein Schwarzes Loch nach ihm benannt. Bostich macht sich auf, um eine Besatzung für die GOS’TUSSAN II zu rekrutieren. Der Arkonide will auch eine Flotte gegen das Tribunal zusammenstellen und sich um das Problem Vetris-Molaud kümmern. Im Solsystem laufen die Vorbereitungen zum Angriff auf die CHUVANC.

 

Rezension:

Während der Roman der Vorwoche dazu diente, die Figuren in Stellung zu bringen und keinen echten Spannungshöhepunkt aufzuweisen hatte, schlägt Uwe Anton in der Fortsetzung ein deutlich höheres Tempo an. Und auch seine Figuren legen die brave Gangart von letzter Woche ein Stück weit ab und greifen zu härteren Maßnahmen. Allerdings stellt der Mord an einen wehrlosen Onryonen durch Bostich einen unrühmlichen Höhepunkt dar. Ob Perry Rhodan am Romanende das lockere Gespräch mit seinem Fraktorkollegen auch so geführt hätte, wenn er von der Aktion erfahren hätte? Der Autor lässt es nicht zu diesem Konflikt kommen. Andererseits ist der Gedanke sehr reizvoll, einen Aktivatorträger auf Seiten der Guten(?) zu haben, der ohne Skrupel agiert. Es stellt sich nur die Frage, ob sich die Autoren getrauen, dem rücksichtslos agierenden Bostich mehr Erfolge erzielen zu lassen, als dem tugendhaften Rhodan?

Der Roman von Uwe Anton konnte über weite Strecken auch deshalb überzeugen, weil zum ersten Mal seit einer gefühlten Ewigkeit ernsthafte Anstrengungen unternommen wurden, dem Gegner Widerstand entgegenzusetzen. Andere Missionen gab es vorher auch schon, doch meist war schon im Ansatz das spätere Scheitern erkennbar oder die Einsätze hatten lediglich aufklärerischen Charakter. Wenn ich schreibe „über weite Strecken“ dann deshalb, weil am Ende den erwähnten ernsthaften Anstrengungen dann doch wieder die Luft ausgeht. Man kann 1 Besatzungsmitglied der CHUVANC entführen. Und man erobert mit der GOS’TUSSAN II lediglich verloren gegangenes Terrain zurück.

Immerhin kommt auch der Humor nicht zu kurz. Auf Seite 15 lässt Uwe Anton den Kelosker Eldhoverd die bahnbrechende Aussage machen, dass die von Luna ausgehenden fünfdimensionalen Hyperimpulse fünfdimensional seien. Und wenn Bostich die Onryonen als langohrige Rudelscheißer bezeichnet kann man dem Autor dazu nur gratulieren. Nach 92 Heften mit den Onryonen musste „das“ einfach mal gesagt werden! Und auch Atlan bekommt sein Fett weg, als ihm sein Extrasinn bescheinigt, dass die Planung fehlgeschlagen sei und er schon wie ein Terraner planen würde. Allerdings sah die Planung Bostichs auch nicht viel besser aus. Im Grunde genommen ähnelt seine Planung noch viel mehr dem üblichen terranischen Vorgehen. Erst mal an Bord der GOS’TUSSAN II schleichen und dann sehen, was dabei rauskommt. Erst nachdem das geglückt war, macht sich der Arkonide erstmals Gedanken darüber, wie er denn aus dem Arkonsystem entkommen könnte. Ein bisschen spät für diese Überlegungen.

Zurück zu Atlan. Der Unsterbliche hat mit einigen Schwierigkeiten letztlich sein Ziel, nämlich ein onryonisches Besatzungsmitglied von der CHUVANC zu entführen, erreicht. Außerdem konnte er den Erreger des Finsterfiebers an Bord des Richterschiffs einschleusen. Warum dann keine Zeit mehr blieb, um die CHOULYNGERS HEIMSTATT zu erreichen, liegt dann ebenfalls an einer mangelnden Planung. Jedenfalls war nun der Walzenraumer von Patriarch Choulynger außer Reichweite. Nun geriet die Geschichte von Uwe Anton etwas hastig. Der schwer erkrankte Eldhoverd behauptet, er könne dem Team die Flucht aus dem Arkonsystem ermöglichen. Und Atlan geht sofort darauf ein. Na ja, eigentlich hat er auch keine andere Wahl, denn wie zuvor schon Bostich, hat auch der zweite Hasardeur keinen Plan B. Wie gut, dass man mit dem Fiktivtransmitter dann auch einen ganzen Steuerplaneten und darüber den Kosmoglobus manipulieren kann. Warum braucht man eigentlich die CHUVANC? Die Reise in die Jenseitigen Lande kann man auch mit dem Kran erledigen. Der Ausflug durch Kristallschirm und Repulsorwall gelingt ebenfalls problemlos. Bei ähnlichen Gelegenheiten in diesem Zyklus materialisierten in solchen Situationen „überraschend“ einige zehntausend Onryonenschiffe und die Galaktiker mussten sich dann wie geprügelte Hunde geschlagen geben.

Aber irgendwer hat entschieden, dass der berühmtberüchtigte unsichtbare Schalter ausgerechnet in diesem Heft umgelegt wurde. Dieser Schalter bewirkt nämlich, dass trotz unveränderter Ausgangssituation plötzlich den Angegriffenen all die Vorteile zufallen, die zuvor den Aggressoren den Weg bereitet haben.

Fazit: Trotz eines schwachen Endes vermochte Uwe Antons Roman doch zu unterhalten.

 

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2791

Die Hasardeure von Arkon – von Uwe Anton – Handlung:

An Bord der RAS TSCHUBAI beobachtet Bostich weitere Veränderungen an sich. Beim Khasargo, der Kunst des Bogenschießens, kann der Arkonide einen auf ihn abgefeuerten Pfeil problemlos mit seinem neuen Arm aus der Luft greifen. Allerdings hat der Arkonide den Vorgang nicht bewusst eingeleitet. Er befürchtet, dass der Fremdling, wie er den Arm nennt, mit der Zeit mehr Einfluss auf seinen Körper nehmen wird. Auch sein Zeitsinn hat sich gewandelt. Der Arm, den er von Than-Deneec erhalten hat, bildet neuronale Geflechte im ganzen Körper. In luziden Phasen sind die Sinne Bostichs deutlich geschärft.

Inzwischen sind auch Monkey und Gucky von ihrem Einsatz zurückgekehrt und haben über die Wiederbelebung von Faktor IV berichtet. Monkey kehrt mit der YART FULGEN nach Quinto Center zurück. Zuvor wird die RAS TSCHUBAI mit Librationszonen-Trugbildprojektoren nachgerüstet und erhält ein erstes Kontingent von 100 Librodrohnen. Man plant den Angriff auf die CHUVANC, die sich im Arkonsystem befinden soll. Die Aktivitäten des Tribunals lassen die Vermutung zu, dass im Arkonsystem ein Kosmoglobus errichtet wird. Rhodan will dies nicht verhindern, da über den Kosmoglobus der Zugang in die Jenseitigen Lande möglich wäre. Atlan ist anderer Ansicht. Der Arkonide will die Macht der Atopen brechen. Jedoch ist das Arkonsystem zu stark gesichert, um das Entstehen eines Kosmoglobus zu verhindern. Um an Informationen zum Richterschiff zu gelangen, will man Besatzungsmitglieder der CHUVANC entführen. Um das Unternehmen zu tarnen, soll Bostich zur Ablenkung die GOS´TUSSAN II zurückerobern.

Die Onryonen haben indes ihre eigenen Probleme. Unter ihnen grassiert das Finsterfieber, eine zwar nicht tödliche, dennoch schwere Krankheit, die zur Erblindung führen kann. Auf vielen Raumvätern stehen Onryonen unter strenger Quarantäne. Auch der onryonische Oberbefehlshaber Ceerval Sdynnoc ist betroffen. Der alte Onryone ist blind geworden, dabei hätte er zu gerne die Sublimierung von Arkon III mit eigenen Augen gesehen. Sein Freund Kov Goydoracc soll für ihn nach Arkon III fliegen, um einen Augenzeugenbericht zu erstellen.

Für den Flug ins Arkonsystem benutzen die Terraner die CHOULYNGERS HEIMSTATT, ein Walzenraumer der Überschweren. Patriarch Choulynger ist zudem TLD-Agent und trotz einiger Vorbehalte zu dem Abenteuer bereit. Zwei LAURIN-Jets werden an Bord versteckt. Bostich hat sich für sein Team vier Proto-Hetosten ausgesucht. Atlan, der das zweite Team leitet, wird von Gucky, den beiden Keloskern und den Mitgliedern des Venus-Teams, Bruce Cattai, Tacitus Drake und Baucis Fender begleitet. Choulynger, der regelmäßig Warentransporte ins Arkonsystem durchführt, bringt sie sicher durch die Kontrollen der Onryonen und durch den Repulsorwall und den Kristallschirm. Bostich nimmt über das sogenannte Stille Läuten Kontakt zu treuen Besatzungsmitgliedern auf. Nur noch zwei melden sich. Die GOS´TUSSAN II ist auf Kaokish, einem Mond des 17. Planeten Flaon gelandet. Die arkonidische Besatzung hat das Schiff vollständig verlassen, nur wenige hundert Onryonen sind an Bord.

Während Bostich mit der LAURIN VII in den Einsatz geht, fliegt Atlans Team mit dem LAURIN-Jet, Eigenname SIMILDE, nach Tynoon, dem 7. Planeten des Systems. Dort kommt Atlan in Kontakt zu Arkoniden, die sich dort versteckt halten, um der Umsiedlung zu entgehen. Er erhält die Information zum Standort der CHUVANC auf Naat. Außerdem hört er von dem Finsterfieber. Der Unsterbliche ändert den Plan. Er will das Virus beschaffen, um die Besatzung der CHUVANC damit zu infizieren. Auf dem Flug nach Naat lässt Atlan die SIMILDE an Arkon III vorbeifliegen. Er hat aus angezapften onryonischen Netzen erfahren, dass dort der atopische Konduktor entstehen soll.

Vor Ort ist auch ein kleines Beiboot mit Kov Goydoracc. Arkon III wird mittels tt-Progenitoren umgewandelt. Außerdem überwuchert das Technogeflecht den gesamten Planeten. Da kommt es zu einem Zwischenfall. Mehrere Robotkreuzer der EPPRIK-Klasse attackieren die Schutzflotte um den Planeten. Sie wollen Arkon III vernichten, bevor die Welt zum Konduktor umgewandelt wird. Das onryonische Beiboot wird dabei getroffen. Gucky kann zwei Onryonen aus dem explodierenden Schiff in die SIMILDE teleportieren. Die Energie bei dem Angriff bewirkt, dass Arkon III noch schneller als zuvor zum Konduktor umgebildet wird. Der Prozess ist nicht mehr umkehrbar.

 

Rezension:

Der Titel von Uwe Antons Roman weckte eine gewisse Erwartungshaltung. Zwei Arkoniden, die durch die Handlungen der Onryonen in ihrer Heimat entsprechend hochmotiviert sein dürften, wurden vom Autor in einen Einsatz geschickt. Und da Hasardeure dafür stehen, alles auf eine Karte zu setzen, schien das Fundament für eine spannende Geschichte gelegt zu sein. Anders als den schon sprichwörtlich zögerlichen Terranern, war Atlan und Bostich auch mehr zuzutrauen. Am Ende der Geschichte ist von den Hasardeuren nicht wirklich viel zu sehen gewesen. Sie wirkten geradezu domestiziert. Aber von Anfang an.

Mit Seiner Millionenäugigen, Allessehenden, Alleswissenden Erhabenheit, kurz Bostich, steigt der Autor in seine Geschichte ein. Der Arkonide scheint sich dank der Halutergene tatsächlich dahin zu verwandeln, was der Titel schon lange über ihn versprach. Zumindest kann er schon mal besser sehen als vorher. Seitdem der Ex-Vorsitzende des Galaktikums in Heft 2734 seinen neuen Arm bekam, ist seine Entwicklung nur in winzigsten Schritten vorangetrieben worden. Auch Uwe Anton fügt kaum etwas hinzu, was der Leser noch nicht weiß. Immerhin darf Bostich nun in einen Einsatz gehen, auch wenn ihm nur der Part desjenigen bleibt, der das Ablenkungsmanöver durchführen darf. Nachdem die beiden Teams ins Arkonsystem eingeschleust wurden, verlagert der Autor den Fokus mehr auf die Aktivitäten des zweiten unsterblichen Arkoniden.

Atlan hatte zumindest in der Vorbereitung anklingen lassen, dass er mit Rhodans Plänen nicht unbedingt konform geht. Ihm wäre ein aufsehenerregender Erfolg gegen die Atopen wichtiger. Allerdings musste er schnell einsehen, dass die gebündelten Kräfte des Gegners einen solchen Erfolg wenig wahrscheinlich machen. Immerhin kann Atlan während des Einsatzes eine gewisse Härte durchblicken lassen, als er auf das Finsterfieber der Onryonen aufmerksam wird. Er beschließt, die Pläne zu ändern und das Virus gezielt gegen die onryonische Besatzung der CHUVANC einzusetzen. Natürlich ist es der Terraner im Team, Bruce Cattai, der Bedenken gegen diese „biologische Kriegsführung“ anmeldet.

Nebenbei sei auch erwähnt, dass auch Baucis Fender am Einsatz teilnimmt. Zwar wird sie nur in einem einzigen Satz überhaupt erwähnt, dennoch kommt das etwas überraschend. Zuletzt war dieses Mitglied des Venus-Teams nämlich in Quarantäne. Und das aus gutem Grund. Sie ist durch einem Richter des Atopischen Tribunals auf unbekannte Weise von einer tödlichen Verletzung geheilt worden, die sie sich beim Einsatz in Larhatoon zuzog. Entweder hat Uwe Anton das vergessen oder mit Fender wird plötzlich genauso sorglos verfahren, wie man es zuletzt mit dem falschen Rhodan getan hatte.

Aus den Gesprächen der Onryonen erfährt der Leser schon früh im Roman, dass der Atopische Konduktor nach Inbetriebnahme die direkte Verbindung zur Synchronie herstellen wird. Und auch den beiden Teams, die sich ins Arkonsystem einschleichen werden vom Autor keine größeren Stolpersteine in den Weg gelegt. Nicht, dass ich welche verlangt hätte, bei dem Stand des Zyklus bettle ich um jeden Fortschritt, den die Autoren unsere Helden machen lassen. Aber auch wenn Arkon III wieder mal verloren ist, geriet der Roman letztlich zu brav.