Articles for the Month of Januar 2015

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2788

Die drei Tage der Manta – von Christian Montillon – Handlung:

Auf Gäa in der Provcon-Faust ist der USO-Agent Volven Hagadasz tätig. Er tarnt sich als Ermittler der örtlichen Sozialgarde. Seine neue Kollegin Philomena ist ebenfalls für die USO tätig. Doch Volven ahnt zunächst davon nichts, da ihn auch private Dinge ablenken. Beiden Ermittlern wird ein Fall aufgetragen. Der tefrodische Diplomat Haron Tanantor wurde in der Orbitalstadt NOVA MESSINA ermordet. Dort angekommen, werden sie von der Triarchonin Veygoleid begrüßt und auf die besondere Brisanz des Falls hingewiesen, denn Tamaron Vetris-Molaud hat seinen Besuch in der Provcon-Faust angekündigt.

Auch die RAS TSCHUBAI ist auf dem Weg in die Dunkelwolke. Monkeys Vertreterin, die Cheborparnerin LiLith, hat Perry Rhodan eine Nachricht des Lordadmirals übermittelt. Monkey vermutet ein Richterschiff in der Provcon-Faust und ist selbst dorthin aufgebrochen. Perry Rhodan und Atlan tarnen sich und fliegen mit einem LAURIN-Jet nach Gäa.

Die beiden USO-Agenten werden indes von Monkey kontaktiert, der sich als Ordensbruder der Schwarzen Manta tarnt. Die Ergebnisse der Obduktion von Tanantors Leichnam ergeben, dass der Tefroder vor seinem Tod gefoltert und ihm ein Wahrheitsserum injiziert wurde. Weitere Ermittlungen ergeben, dass die drei Agenten einer Verschwörung auf die Spur gekommen sind, die bis in die höchsten Kreise der Provcon-Faust reicht. Die möglichen Aufenthaltsorte von Vetris-Molaud werden mit Spionsonden präpariert. Dann trifft der Tamaron ein. Er wird von seiner Ehefrau Amyon Kial und vom Telepathen Poord Baucor begleitet. Nach einem kurzen öffentlichen Auftritt will sich Vetris-Molaud mit dem gäanischen Triarchon Äneas Catinat treffen.

Perry Rhodan und Atlan suchen Äneas Catinat zuvor auf. Rhodan nutzt die Gelegenheit und begleitet Catinat zum Treffen mit dem Tamaron. Allerdings will sich der Terraner im Hintergrund halten. Atlan bleibt auf Gäa und sucht Kontakt zu Monkey.

Monkey erkennt Rhodan, der den Triarchon Äneas Catinat begleitet und informiert den Terraner über etwaige Attentatspläne, in die Vincraner aus Catinats Sicherheitsdienst verwickelt sind. Während sich Catinat und Vetris-Molaud treffen, halten sich Rhodan und Monkey in einem Nebenraum auf. Vetris-Molaud kommt gleich zur Sache. Er möchte die Provcon-Faust im Neuen Tamanium willkommen heißen. Dann erfolgt eine Explosion, die Vetris-Molaud und Äneas Catinat schwer verletzt. Während der Tamaron zurück in sein Schiff gebracht wird, kann Volven Hagadasz einen der Attentäter stellen und töten. Zuvor erfährt er noch, dass der tefrodische Diplomat sterben musste, weil er zu viel wusste und nicht etwa, weil man etwas von ihm wollte.

In Monkeys Zentrale können Rhodan und der Lordadmiral Licht in die mysteriösen Vorgänge bringen. Sie bekommen eine Aufzeichnung aus dem Quartier des Tamaron, die Amyon Kial zeigt, wie sie die Attentäter bezahlt. Gleichzeitig wird Rhodan gewarnt. Die COLPCOR des Richters Matan Addaru Jabarim nähert sich der Orbitalstation. Rhodan und Monkey finden heraus, dass Amyon Kial in der Provcon-Faust als Anführerin der Schwarzen Manta den Weg für eine tefrodische Übernahme geebnet hat. Inzwischen trifft der Richter ein und besucht Vetris-Molaud, immer beobachtet von Rhodan und Monkey. Der Besuch ist nur kurz, der Richter verliert plötzlich das Interesse. Rhodan wird schnell klar, warum. Bei dem vermeintlichen Vetris-Molaud handelt es sich um einen Doppelgänger und Matan Addaru Jabarim zieht wieder ab.

Amyon Kial hat den Anschlag auf ihren Ehemann, genauer auf das Double, selbst eingefädelt und will die Dunkelwolke mit tefrodischen Schiffen besetzen. Amyon Kial ist auch die Anführerin der Gruppe Sorgfalt. Monkey lässt einen entsprechenden Hinweis an die Gläserne Insel geben. Der echte Tamaron bedauert den Zwischenfall und lässt die tefrodischen Truppen abziehen.

Auf Tefor lässt Vetris-Molaud seine Ehefrau und die aufgedeckte Gruppe Sorgfalt aus dem Verkehr ziehen. Der Tamaron ist dann zugegen, als seine Tochter Saliana geboren wird.

 

Rezension:

Der Handlungsort Provcon-Faust musste wohl in die Handlung genommen werden, weil diese Dunkelwolke einen wichtigen Schauplatz zur Zeit der Lareninvasion darstellte und Laren aktuell wieder eine Rolle spielen. Allerdings schienen die Bezüge, die Autor Christian Montillon zur aktuellen galaktischen Handlung herstellt etwas arg bemüht. Damit seine Protagonisten Perry Rhodan und Atlan ebenfalls ein Interesse an der Provcon-Faust zeigen, muss das ominöse Ortungsecho eines möglichen Richterschiffs in die Handlung gebracht werden. Welche Gründe der Atope hat, sich in der Dunkelwolke aufzuhalten, darauf geht Montillon nicht ein. Also eilen die Helden schnurstracks ebenfalls in die Provcon-Faust. Dort hält sich auch der Lordadmiral auf. Was den USO-Chef eigentlich bewogen hat, in die Provcon-Faust zu fliegen, bleibt ebenfalls unklar.

Nachdem dann auch Rhodan und Atlan eingetroffen sind, macht Christian Montillon das, was seit der Rückkehr von Atlan alle Autoren mit dem Arkoniden machen. Er stellt ihn ins Abseits. Während der Arkonide auf Gäa nach Monkey sucht, geht in der Orbitalstation der Zug ab. Rhodan und Monkey kommen hinter das Geheimnis von Molauds bester Ehefrau von allem. Die Gute ist nicht nur die Anführerin der Gruppe Sorgfalt, sie ist auch schon seit längeren die Anführerin der Schwarzen Manta in der Provcon-Faust. Die Frau scheint echt Zeit zu haben und vor allem scheint sie sehr weitsichtig zu sein. Nur ihren eigenen Tod hat sie nicht kommen sehen.

Dann gewährt Expokrat Montillon seiner Durchlaucht Matan Addaru Jabarim einen Kurzauftritt, bei dem sich Rhodan und Monkey beinahe in die Hosen machen und Rhodan sich sofort ergeben will, nur weil der Richter übers Wasser schweben kann.

Nachdem der hysterische Anfall von Rhodan und Monkey abgeklungen ist, wird die Lösung vom Autor präsentiert. Amyon Kial, die bislang kaum eine Rolle gespielt hat, wird als die Femme Fatale präsentiert und sogleich abserviert. Die montillonsche Art uns mitzuteilen: Der Gärtner war der Mörder.

Auf Seite 58 verkündet der Autor noch, dass nächste Woche Monkey und Gucky in einen speziellen Einsatz gehen werden. Der Lordadmiral will den Sinn und Zweck der gesamttefrodischen Strategie auskundschaften.

Die interessiert mich auch, allerdings mehr noch der Sinn und Zweck dieses Zyklus. Und ob Christian Montillon eine Strategie zum Zyklus hat, kann nach den letzten Romanen ernsthaft bezweifelt werden.

 

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2787

Das Labyrinth der toten Götter – von Christian Montillon – Handlung:
Die RAS TSCHUBAI ist auf dem Rückflug in die Milchstraße. Kurz vor dem Ziel wird die Besatzung außerplanmäßig aus der Suspension geholt. Die Plasmakomponenten der an Bord verstauten Larenroboter sind durch den Hypertransflug in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Roboter können jedoch rechtzeitig von Avestry-Pasik deaktiviert werden. Am 20. Juni 1517 NGZ erreicht das Trägerschiff die äußeren Bereiche der Milchstraße. Während ANANSI Informationen sammelt und verarbeitet, nehmen Perry Rhodan und Atlan Kontakt zur Solaren Premier Cai Cheung auf. Sie versprechen einander zu unterstützen und tauschen Informationen aus. Perry Rhodan will zunächst Olymp anfliegen, da dort vor 1500 Jahren die Reste einer uralten larischen Anlage entdeckt wurden. Vielleicht erhält man dort Hinweise dazu, was Larhatoon und Milchstraße verbindet. Das Atopische Tribunal ist sicherlich nicht ohne Grund in beiden Galaxien aktiv geworden.

Auf Olymp selbst ist die Situation, trotz eines Onryonenclusters im System und einer Ordischen Stele in Trade City, entspannt. Kaiserin Indrè Capablanca und ihr Ehemann Kaiser Martynas Deborin lassen sich auch durch den Tesqiren Yoqort, der einen Gesandten von Tefor ankündigt, nicht aus der Ruhe bringen. Die beiden Plophoser beherrschen die hohe Kunst der Diplomatie perfekt und ahnen, welches Angebot die Tefroder an Olymp und assoziierten Welten machen werden.

Die RAS TSCHUBAI stoppt einige Lichtwochen von Boscyks Stern entfernt und tarnt sich. Mit einem Schweren Kreuzer landen Perry Rhodan, Atlan, Gucky, Avestry-Pasik und der larische Wissenschaftler Aning-Roodh auf einen der zwölf Raumhäfen von Trade City. Über Cai Cheung hat das Kaiserpaar erfahren, dass wichtiger Besuch ansteht. Capablanca und Deborin empfangen die fünf Besucher, die Maske angelegt haben. Schnell erkennt Rhodan, dass die beiden Herrscher loyal sind und gibt sich und seine Begleiter zu erkennen. Sie bekommen die Zugangscodes der vor anderthalb Jahrtausenden durch Kaiser Anson Argyris versiegelten Anlage. Rhodan und das Kaiserpaar vereinbaren, dass eine Mitgliedschaft zum Schein im Tamanium der Tefroder wertvolle Erkenntnisse bringen könnte.

Das Team von der RAS TSCHUBAI nimmt sodann die Anlage in Augenschein, die zuletzt vor 1500 Jahren betreten wurde. Die beiden Laren sind voller Forscherdrang, als sie ein Material scannen, das von Litho, dem larischen Heimatsystem stammt. Einer Legende nach sind Laren der Urzivilisation vor langer Zeit in einer fernen Galaxis auf einen grausamen Feind allen Lebens gestoßen. Die Laren haben diesen Feind bekämpft und die Station könnte ein Überbleibsel aus dieser Zeit sein. Eine Wand aus dem Material Lithophalit scannt die beiden Laren und lässt die Gruppe in einen bislang verborgenen Teil der Anlage eintreten. Dort werden zwölf mumifizierte Leichname von Laren entdeckt, die vor etwa 6000 bis 7000 Jahren starben. Nach einer Analyse der Daten durch ANANSI wird schnell klar, dass die Mumien künstlich hergestellt wurden, wohl um von einem weiteren Teil der Anlage abzulenken. Die fünf Forscher lassen sich davon nicht aufhalten und stoßen in einen dritten Teil der Anlage vor. Sie besteht aus nur einem Raum, einen einzelnen Stuhl und einem Bild. Aning-Roodh datiert das Bild auf 5 Millionen Jahre. Rhodan ist fassungslos. Die blass kolorierte Zeichnung zeigt einen Laren und eine Larin vor einem Bauwerk. Über der Landschaft zeigt sich ein Mond. Es ist Luna.

In Trade City wird unterdessen das Kaiserpaar von Yoqort kontaktiert. Die Ordische Stele hat etwas registriert. Eine alte Wunde wurde auf Olymp aufgerissen. Um zu bestimmen, wo diese Wunde liegt, müssen weitere Ordische Stelen herangeschafft werden. Die Onryonen ziehen ihre Schiffe um Olymp zusammen. Indrès Eisblumenkleid, das sie trägt, ist ein Symbiont namens Ftempar, der ihre Gefühle spüren kann. Mit seiner Hilfe sendet die Kaiserin ein psionische Signal an Gucky und warnt die Forscher. Gerade noch rechtzeitig kann das Team den Planeten verlassen und mit dem Bild zur RAS TSCHUBAI zurückkehren.

ANANSI kann einen im Bild enthalten Text mithilfe sprachhistorischer Quellen zum Teil übersetzen. Die Übersetzung lautet: „… widerstreiten wir dem Imperium der Empörer, auch wenn … gerettet in den Schoß der Sternennacht“.

Nächstes Ziel der RAS TSCHUBAI ist das Arkonsystem, wo sich das Richterschiff CHUVANC aufhält und seit kurzen auch Luna.

Rezension:
Christian Montillons Roman lässt sich grob in zwei Teile gliedern. Den ersten Teil nutzt der Autor zur Erläuterung des Status Quo, d.h. wo steht die Milchstraße, wo steht Olymp und was macht die RAS TSCHUBAI. In der zweiten Romanhälfte entwickelt der Autor die eigentliche Geschichte, indem er seine Figuren durch das Labyrinth der toten Götter führt. Die erste Romanhälfte ist deutlich zu breit angelegt. Die Amok laufenden Larenroboter hätte der Autor zugunsten einer tieferen Charakterisierung des Kaiserpaares opfern können. Indrè Capablanca und Martynas Deborin sind schillernde Politiker, da hätte man durchaus noch ein paar Details mehr einbauen können.

Auch das Zusammenspiel der Figuren an Bord der RAS TSCHUBAI wird vom Autor ungenutzt gelassen. Christian Montillon verschenkt insbesondere was die Rückkehr Atlans angeht, wie andere Autoren vor ihm auch schon, Potential. Vom Arkoniden erfahren wir nur, dass er lange weg war. Dabei wäre es ein leichtes gewesen, beim gemütlichen Plausch bei einem Glas Wein mal eine Episode von Atlans Erlebnissen einzubauen. Gerade in der ersten Hälfte mutet der Roman stellenweise so an, als sei er speziell für Wiedereinsteiger in die Serie geschrieben worden. Wie wenig wahrscheinlich dies mit Heftnummer 2787 auch zu erwarten war, werden die Figuren nicht durch aktuelle Dialoge oder durch der Situation angepasste Handlungen definiert. Nein, alle Figuren werden lediglich durch Vergangenheitsbezüge in die Geschichte eingebracht. Mal wird Rhodan von Avestry-Pasik begleitet und schon wird ein Geschichtsessay über den Proto-Hetosten eingeworfen, ergänzt über eine Abhandlung über Hotrenor-Taak. Dann wird Rhodan von Atlan begleitet und schon wird die lange Abwesenheit des Arkoniden thematisiert ohne jedoch, wie eingangs festgestellt auch mal ins Detail zu gehen. Dann nimmt Rhodan Kontakt zum Bordgehirn auf und schon wird die im höchsten Maße überflüssige, weil dutzende von Malen benutzte Glossarartige Abhandlung über das Aussehen von ANANSI eingebaut.

Ernüchternd muss auch festgehalten werden, dass Christian Montillon als Exposé-Autor doch nur selbst Fragen in seinem Roman stellt, anstatt sie zu beantworten. Mit dem Imperium der Empörer wird eine Verbindung zu einer Entdeckung am Handlungsplatz Luna aus Heft 2728 hergestellt. Das ist auch schon 60 Hefte her und natürlich gibt’s keine Antworten sondern nur neue Fragen.

Die wichtigste Textstelle befindet sich zweifelsohne auf Seite 52 linke Spalte. Dort heißt es: „Die Spekulationen waren müßig, das wurde immer deutlicher. Sie brauchten mehr Fakten, um schlüssige Theorien aufzubauen“.

Der das feststellt, ist Perry Rhodan oder vielmehr Christian Montillon. Es wäre schön, wenn Christian Montillon diese Feststellung auch selbst für den Zyklusaufbau beherzigen würde. Es müssen mehr Fakten in die Romane einfließen.

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2786

Der wahre Rhodan – von Uwe Anton – Handlung:
Eine Larendelegation unter der Führung Avestry-Pasiks wird die RAS TSCHUBAI in die Milchstraße begleiten. Während die Laren das terranische Schiff erkunden und dabei auch die Landschaft Ogygia betreten, kommt es dort zu einem Zwischenfall. Pseudo-Rhodan, der sich ebenfalls dort aufhält und sich gerade mit dem Laren Nonon-Kior unterhält, wird bei der Explosion des ihn begleitenden TARAS verletzt. Der Schwarze Bacctou wird daraufhin in der Medostation eingeliefert und dort behandelt. Die Laren geraten unter den Verdacht, einen Anschlag auf Rhodan ausgeführt zu haben. Während der Vorfall untersucht wird, kann der echte Perry Rhodan den Laren Avestry-Pasik davon überzeugen, das an Bord gekommene Personal seines Volkes sicherheitshalber auszutauschen. Auch für Reginald Bull, Icho Tolot, Avan Tacrol, Toio Zindher und Quick Silver heißt es nun Abschied nehmen. Die Galaktiker bleiben mit der FANCAN TEIK II in Larhatoon und sollen Kontakt zu den Laren halten, um eine Zusammenarbeit gegen das Atopische Tribunal zu prüfen. Nonon-Kior stößt ebenfalls zu dieser Gruppe.

Die RAS TSCHUBAI macht sich dann auf den Rückweg. Der Flug soll außerdem dazu genutzt werden, die Großtransmitter zu sabotieren, so dass kein Nachschub von Larhatoon in die Milchstraße gelangen kann. Sichu Dorksteiger und der Kelosker Gholdorodyn haben dazu ein Gerät entwickelt, den Hyperraum-Dissonanz-Effektor. Der HyD-Effektor soll die Kommunikation der Transmitter für lange Zeit stören. Dazu muss man die Geräte in ausreichend redundanter Anzahl aber auf eines der Sternenportale einschleusen. Die Wahl fällt auf BYONECC in 5,1 Millionen Lichtjahren Entfernung.

Noom Coyforrod ist Kommandant von BYONECC. Dem Onryonen fällt ein verändertes Verhalten an Payaye Tym auf, mit der er zwei Töchter hat. Das Emot der Onryonin zeigt ein Farbspektrum, das Noom nicht deuten kann. Außerdem gerät er mit Payaye auch wegen der Tolocesten an Bord in Streit. Noom hält die Anwesenheit der Tolocesten an Bord für nicht notwendig, während Payaye, die Geniferin, anderer Meinung ist. Noom Coyforrod lässt Payaye Tym von Rezeptor-Agenten überwachen, Mikro-Robotern, die Tym auf Schritt und Tritt begleiten. Er kommt dahinter, dass Tym sich Magnetosomen in ihr Emot hat implantieren lassen. Als er untersucht, für was die erweiterte Sinnestätigkeit des Magnetfeldspürens dienen soll, kommt er in Kontakt zu Moazion Ansuolat, einem Suolsonaro. Die Suolsonaro sind die Erbauer der Sternenportale. In hohem Alter entwickeln sie angeblich die Gabe der Präkognition. Ansuolat warnt Coyforrod vor einem Angriff auf die Station. Der Kommandant alarmiert die Sicherheitskräfte.

Die RAS TSCHUBAI erreicht am 29. Mai 1517 NGZ das Sternenportal BYONECC. In der Medostation wird festgestellt, dass der Heilungsprozess beim Schwarzen Bacctou anders verläuft. Nervenbahnen und Muskulatur werden optimiert, das Skelett verdichtet. Der Schwarze Bacctou hält sich nun für den besseren Rhodan, den wahren Rhodan.

Perry Rhodan, Gholdorodyn, Gucky, Sichu Dorksteiger und der Swoon Benner wechseln mit dem Kran des Keloskers in die Station. Während Benner die positronischen Daten ausliest, kommt das Sicherheitspersonal den Eindringlingen auf die Spur. Das Einsatzteam wird inhaftiert.

An Bord der RAS TSCHUBAI kann der Schwarze Bacctou aus der Medostation ausbrechen. Er überzeugt die Schiffsführung, die inzwischen weiß, dass Pseudo-Rhodan die Explosion in Ogygia selbst auslöste, ihn mit TARAS zur Rettung des Einsatzteams loszuschicken. Der Kelosker Eldhoverd holt den nicht entdeckten Kran zurück und der Schwarze Bacctou befreit Rhodans Team. Auf der Flucht wird der Schwarze Bacctou schwer verletzt. Die Gruppe kann auch nur deshalb entkommen, weil Ansuolat den Onryonen Coyforrod davon überzeugen kann, dass die Sabotage der Fremden gelingen muss, um auf lange Sicht die Sternenportale zu retten.

Der Schwarze Bacctou stirbt. Sein Körper verwandelt sich zurück in das Ausgangsmaterial, das die Richterin aus dem Bacctourat entnommen hatte. Die Wesensart des Bacctourats ist es, an anderen Kulturen, Zivilisationen oder Biosphären zu partizipieren. Das Bacctourat nimmt deren Elemente auf, um sich zu optimieren. Die Richterin hatte gehofft, einen idealen Rhodan zu erschaffen, der den Menschen als Leitbild dienen sollte, solange das Original in Gefangenschaft war. Schließlich stirbt der Schwarze Bacctou. Gucky nimmt bei dessen Tod schieres Licht wahr, als dessen Geist erlischt. Der Korpus des Bacctou wird dem Leerraum übergeben. Dann setzt die RAS TSCHUBAI den Flug zur Milchstraße fort.

Rezension:
Als der Schwarze Bacctou mit Roman 2756 eingeführt wurde, schien das Ziel dieses Handlungselements auf der Hand zu liegen. Der falsche Rhodan soll den Platz von Perry Rhodan einnehmen und die Galaktiker unterwandern. Idealerweise hatte eine Expedition der Galaktiker gerade Larhatoon erreicht, von der die Richterin allerdings nichts wusste (trotz Zeitreise?). Der falsche Rhodan gelangte an Bord der RAS TSCHUBAI. Allerdings roch Bull den Braten und stellte den falschen Rhodan unter Arrest. Dann kam der echte Rhodan an Bord und wieder schien das Ziel klar zu sein. Zwischen den Figuren wird ein Verwirrspiel getrieben werden, das entweder dazu führen wird, dass niemand mehr beide unterscheiden kann und beide Rhodans zwangsläufig arretiert werden müssen oder der Tausch wird doch noch vollzogen und der falsche Rhodan kann sich gegen den echten durchsetzen.

Da beides nicht eingetreten ist, musste ein unbekanntes Ziel von den Autoren mit dieser Figur verfolgt werden. Eines, das wir Leser nicht durchschauen konnten und eines, das die Autoren nicht so schnell von sich geben wollten oder vielmehr konnten. Denn in den weiteren Auftritten des Pseudo-Rhodans geriet die Handlung doch wenig durchdacht. Zuletzt versuchte Hubert Haensel noch ein wenig die handwerklichen Fehler mit dieser Figur auszubügeln. Man gewann allerdings zunehmend den Eindruck, dass der Schwarze Bacctou für die ursprünglichen Ziele, für die er eingeführt wurde, welche auch immer das sein sollten, nun nicht mehr benötigt wird.

Uwe Anton hatte nun den Auftrag, die Figur aus der Serie zu schreiben. Wie unbedeutend die Figur geworden war, kann man schon daran sehen, dass Pseudo-Rhodan quasi auf dem Nachhauseweg in einer wenig spektakulären Nebenhandlung entsorgt wird. Dafür greift der Autor auf einige unsinnig anmutende Aktionen zurück. Pseudo-Rhodan sprengt sich selbst in die Luft, um sich zu verbessern. Anschließend bricht er aus, überzeugt die Schiffsführung von seinen guten Absichten, darf den Fiktivtransmitter benutzen und eilt von dannen. Mit den Erklärungen zum Bacctourat und dem Leitbild Rhodan, mit verbesserten Reflexen, Muskeln und verdichteten Skelet etc. und wahrscheinlich immer einem Lächeln im Gesicht, wenn er 500 Jahre lang kleinen Kindern im Galaktikum über dem Kopf streicheln darf, schiebt Uwe Anton eine Erläuterung nach, die geistloser nicht sein kann.

Positiv hervorzuheben ist, dass die Figur nun hoffentlich weg ist und Autor Uwe Anton die für seinen Schreibstil typischen Wiederholungen diesmal auf ein akzeptables Maß reduziert hat. Die Dialoge gerieten häufig so, dass Äußerungen einer Figur von einer anderen lediglich mit anderen Worten wiederholt wurden. Dadurch trat so manche Szene auf der Stelle. Zu Beginn bemüht Anton einmal mehr auch den Begriff des Hetork Tesser. Schon als der Begriff eingeführt wurde, hatte ich mehrmals bemängelt, dass 1500 Jahre zurückliegende Ereignisse zwar eine Legendenbildung erklären, nicht jedoch den geschilderten Hass, den zunächst Avestry-Pasik zeigte oder die Angst, die in der Folge andere Laren gezeigt haben. Ausgerechnet im (vorläufig) letzten Band der Laren-Ebene startet Uwe Anton den Versuch, dafür noch eine Erläuterung nachzureichen, indem er den Laren Nanon-Kior über den Begriff des Hetork Tesser sinnieren lässt. Dazu lässt der Autor den Laren u.a. Ereignisse aus seiner Kindheit reflektieren. Dieses Element fehlte bislang zu einer glaubwürdigen Darstellung der Laren in Bezug auf Perry Rhodan und natürlich kommt sie viel zu spät.

Ein anderes Element der Geschichte geriet etwas ungeordnet. Das ist das Motiv des onryonischen Kommandanten des Sternenportals. Der Onryone hat Angst davor die Zukunft gesagt zu bekommen. Sie ist für ihn ein unentdecktes Land voller Möglichkeiten. Wenn man die Zukunft kennen würde, dann wäre man ihr ausgeliefert. Sie würde eintreten, egal was man tut. Nur wenige Zeilen weiter erfährt der Onryone die Zukunft. Da die Zukunft nicht vorherbestimmt sei, müsste man sie ändern können. So die Ausführungen des Autors zu seiner Figur. Dennoch ist der Kommandant von der Vorhersage des Erbauers der Station sofort überzeugt und auch die zweite Vorhersage glaubt er sofort. Und er lässt das Einsatzteam fliehen, weil es angeblich auf lange Sicht gut für die Station sei. Oder genauer gesagt, gut für die Onryonen. Damit hätten wir hier einen der wenigen Zweifler auf Seiten der Usurpatoren. Leider wird er keine Rolle mehr spielen. Zweifler auf Seiten des Feindes sind in diesem Zyklus Mangelware.

Bleibt noch festzuhalten, dass Rhodans (dem Echten) Reaktion auf die Geschichte des Schwarzen Bacctou wie folgt ausfällt: Absurd, völlig absurd.

Und ganz am Ende lässt uns der Autor noch wissen, dass der Ausflug viele Informationen über die Atopische Ordo erbracht hätte aber nichts Handfestes. Stimmt Uwe Anton! Dem Zyklus fehlt was Handfestes.