Articles for the Month of Oktober 2012

Ansichten zu PR 2671

Das Weltenschiff – von Christian Montillon – Handlung:
Nach dem Tod von Nikomus Neuntau sind Alaska Saedelaere und Eroin Blitzer auf dem Weg zu Sholoubwas Positronikwald, aus dem sie der Konstrukteur per Transmitterfeld verbannt hatte. Sholoubwa stellt unterdessen Überlegungen an, wie er die beiden Fremden für seine Zwecke nutzen kann. Er schickt einen seiner Spinnenroboter mit einer Plattform los und lässt den Terraner und den Zwergandroiden zu sich bringen.
Alaska versucht sich daran, dem Konstrukteur Informationen zu entlocken. Als er Sholoubwa mit der Aussage konfrontiert, dass die Hyperimpedanzerhöhung ihm seine Genialität geraubt habe, erwidert Sholoubwa, dass er kurz davor stünde, dieses Problem zu lösen. Er will den Freien Raum schaffen, einen N-Kubus im Nahroin-System errichten, in dem die Erhöhung des Hyperphysikalischen Widerstands aufgehoben sein wird. Sobald das geschehen ist, würde Sholoubwa versuchen herauszufinden, wo sich Samburi Yura aufhält. Als Gegenleistung verlangt er, dass Saedelaere und Blitzer sein Weltenschiff zu ihm bringen sollen. Der Maskenträger willigt ein.
Nach einem kurzen Disput entscheiden sich der Terraner und der Androide, dass Blitzer besser geeignet sei, das Weltenschiff zu holen. Saedelaere würde, nicht zuletzt als Faustpfand, zurückbleiben. Eroin Blitzer bekommt von Sholoubwa einen Kodegeber für das Weltenschiff und wechselt via UHF-Fenster in die SCHRAUBE-B. Das Kosmokratenschiff bringt ihn zum Standort des Weltenschiffs im Leerraum zwischen den Galaxien. Dort angekommen erfüllt der Kodegeber seinen Zweck. Ein drei Kilometer durchmessendes Kugelraumschiff mit 50 Aufbauten, die an halbierte Blütenblätter erinnern, enttarnt sich. Blitzer steuert die SCHRAUBE-B in einen Hangar und geht an Bord des Weltenschiffs. Die verwendete Technologie erstaunt den Zwergandroiden. Es scheint, als habe sich Sholoubwa verschiedener Quellen bedient. Auch Kosmokratentechnik von Evolux kann Blitzer entdecken. Er empfindet Wut, denn der Konstrukteur hatte sich von den Kosmokraten abgewendet und doch nutzt er deren Erzeugnisse. Blitzer bringt das Schiff auf Kurs zum Nahroin-System.
Unterdessen kommt Alaska Saedelaere bei dem Versuch Sholoubwa in ein Gespräch über Ethik und Moral zu verwickeln keinen Schritt weiter. Er erkundet den Positronikwald und die anschließenden Gebiete. Sholoubwa stellt währenddessen die letzten Berechnungen für die Erschaffung des N-Kubus an. Dann ist es soweit. Der Konstrukteur erschafft den Freien Raum. Schlagartig verändert sich für Sholoubwa die Welt. Er erhält Zugriff per Nullkanal auf seine Erfindungen und Konstruktionen im gesamten Universum. Und er erkennt, dass in seinen Berechnungen vielfältige Fehler enthalten sind, die den N-Kubus bedrohen. Einen Teil seiner neuen Ressourcen verwendet Sholoubwa, um den Freien Raum zu stabilisieren. Die Energieversorgung bereitet Probleme. Rund um das Nahroin-System ist der Hyperraum in Aufruhr. Er errechnet eine sichere Passage für das mittlerweile eingetroffene Weltenschiff.
Außerdem trennt sich der Konstrukteur von seinem grobschlächtigen Körper. Ein perfekter humanoider Körper nimmt zu Alaskas Erstaunen das Kernelement Sholoubwas auf. Auf mehreren Holos zeigt der Konstrukteur dem Terraner die Verbindungen via Nullkanal zu seinen Konstruktionen. Sholoubwa kann zu allen Konstruktionen Verbindung aufnehmen, egal wo sie sich befinden. Und er kann sie zerstören, sollten seine Auftraggeber ihn hintergehen. In schneller Folge wechseln die Bilder. Saedelaere erkennt einen von TANEDRARS Verwaltungspalästen, den Planeten Tolmar, die Trümmer der Schauspielbühne und andere seltsame Orte. Als das Gespräch auf das BOTNETZ kommt, gewährt Sholoubwa einen Blick in das vom BOTNETZ geschaffene Neuroversum. Alaska sieht zu seinem Entsetzen die Erde, seine Heimat. Sholoubwa ignoriert die Fragen des Terraners und zeigt ihm stattdessen eine Aufnahme, die eine andere Konstruktion von ihm macht. Alaska erkennt einen Zeitbrunnen und an dessen Rand Samburi Yura.
Als das Weltenschiff fast in Reichweite ist, passiert es. Der Freie Raum kollabiert. Der Positronikwald brennt, Sholoubwas „Thron“ wird von Flammen verzerrt. Sholoubwa, dessen Kreativität verloren gehen wird, empfindet Angst. Er rettet sich und Alaska per Transmitterfeld an den Ort wo Nikomus Neuntau starb. Das Experiment ist gescheitert und wird sich nicht wiederholen lassen, denn bei der schlagartigen Erhöhung der Hyperimpedanz sind Verbindungen in Sholoubwa zerstört worden, die er nicht wieder herstellen kann.
Als Eroin Blitzer erscheint, bittet der Konstrukteur darum ihn zu zerstören. Als Gegenleistung überlässt er Alaska die Koordinaten der Welt, auf der die Enthonin gewesen war. Eroin Blitzer erfüllt den Wunsch des Roboters. Port’aldonars Vernichtungsbefehl wird von Blitzer modifiziert, so dass er Sholoubwas Sperre überwinden kann. Der geniale Konstrukteur erstarrt in der Haltung eines demütigen Bittstellers. Das war die späte Rache seines Schöpfers.
Alaska und Blitzer gehen an Bord der SCHRAUBE-B. Sie wollen das Weltenschiff begutachten und die Ordnung im Nahroin-System wieder herstellen.

Rezension:
Christian Montillon holt in seinem Roman das nach, was ich vor drei Wochen noch vermisst habe. Die Begegnung mit Neuntau hat bei Eroin Blitzer Spuren hinterlassen. Der Autor geht nun in dem einen oder anderen Dialog auf den Zustand des Androiden ein und lässt das Kunstgeschöpf auch das eine oder andere Mal die eigene Psyche reflektieren. Das war gut so, wenngleich die Gedankenketten des Autors nicht ganz widerspruchsfrei sind. Wenn am Romanende die Figur Blitzer Sholoubwa für seinen Verrat an den Kosmokraten „bestraft“, ist das zwar nicht ganz das Ergebnis, das ich erwartet hatte, immerhin hat der Autor aber ein wenig die Motive von Eroin Blitzers Handeln ausgeführt.
Auch die Ansätze der Diskussion von Ethik und Moral in diesem Roman verlaufen etwas planlos und schließlich im Sande. Nicht so richtig gepasst haben in dieser Geschichte der Titel des Romans „das Weltenschiff“, der Untertitel „der Plan des Konstrukteurs – und der Tod eines Zwergandroiden“ und ein Eingeborener namens Julisch. Das Weltenschiff kommt recht kurz vor, der Untertitel ist irreführend und der Eingeborene Julisch spielt überhaupt keine Rolle.
Die Geschichte hatte die eine oder andere Schwäche. Interessant zu beobachten war, dass der Autor Sholoubwas Fähigkeiten nach der Erschaffung des Freien Raums kaum höher ansiedeln konnte. Sholoubwa fragt beispielsweise nach der Herkunft von Saedelaeres Wissen über seinen Werdegang. Logische Schlussfolgerungen, beispielsweise der Art, dass unzweifelhaft der Zwergandroid Blitzer die Informationen aus dem Positronikwald entnommen haben muss, lassen Sholoubwa oder vielmehr der Autor vermissen.
Nichtsdestotrotz gehören die beiden Romane von Christian Montillon in diesem Viererblock mit zu den besseren Romanen des Autors. Die letzten vier Romane von Christian Montillon und Marc A. Herren haben mir gut gefallen. Nach all den kosmischen Zusammenhängen und Beschreibungen habe ich nun allerdings auch wieder Lust auf bodenständige Handlungen.

Ansichten zu PR 2670

Der Weg des Konstrukteurs – von Marc A. Herren – Handlung:
Mehr als 200 Jahre nach dem Tod des Moweners Cholaquin Port’aldonar macht seine größte Schöpfung, der Roboter Sholoubwa nach wie vor das, was er am besten kann. Er schafft mit seinem Intellekt Konstruktionen, die er verschiedenen mitunter konkurrierenden Auftraggebern zur Verfügung stellt. Eine seiner Maschinen ist das HRB-Netz, das Raumschiffe in ein anderes Kontinuum einsperren kann. Eines Tages erhält er in seiner Asteroiden-Basis Besuch von einem Boten der Hohen Mächte. Der Bote macht Sholoubwa das gleiche Angebot, das er einst auch Port’aldonar gemacht hatte. Sholoubwa willigt ein und begleitet den Boten.
Der Bote bringt ihn zu einem Rapid-Kreuzer der Yakonta. Der Unterprüfer Voosla, vom Volk der Hoapono nimmt Sholoubwa in Empfang. Sholoubwa soll von ihm auf seine Tauglichkeit für seine Auftraggeber geprüft werden. Dazu soll der Nullkanal unterbrochen werden. Sholoubwa willigt ein. Er wird nach Evolux gebracht. Die High-Tech-Welt fasziniert den Konstrukteur. Das Sektor-Volk der Firr, winzige schwarzfellige Kugeln, stellt Sholoubwas Eignung fest. Er bekommt via Nullkanal Zugang zu einem Großrechner auf Evolux. Die Rechnerleistung übertrifft alles, womit Sholoubwa je zu tun hatte. Die Datenfülle ist gigantisch. Seine Betrachtungsweise des Multiversums ändert sich grundlegend.
In den folgenden Jahrzehnten arbeitet Sholoubwa auf Evolux. Eine seiner Konstruktionen ist der Sontaron-Generator. Den Spionen des Sequenzrates entgeht aber nicht, dass der Konstrukteur neben offiziellen Projekten immer wieder auch persönliche Pläne verfolgt. Er wird mehrfach gerügt. Er verändert seinen eigenen Körper. Er ist nun auf Nanomaterie aufgebaut und kann sein Aussehen beliebig verändern. Nur den Todesimpuls seines Schöpfers kann er nicht beseitigen. Er steht eine Nanosekunde vor der Zerstörung, ohne dass diese Zeitspanne je ablaufen wird. Er erkennt auch, dass er mehr für die eigene Existenzsicherung tun muss. Er ist zu abhängig von den Mächten auf Evolux.
Die Zusammenarbeit mit Lebewesen bereitet Sholoubwa Probleme. Er erschafft die Technogarde und ist mit jedem seiner Ableger über den Nullkanal verbunden. Eines Tages erhält er vom Sequenzrat einen neuen Auftrag. Andere Konstrukteure auf Evolux haben sein HRB-Netz weiterentwickelt. Es besteht jetzt aus 48 Einheiten und ist ein gigantisches Dimensionsgefängnis. Vorläufig existiert das BOTNETZ nur als virtuelles Modell. Sholoubwa soll es bauen und mehr noch, es soll gegen alle Gepflogenheiten sofort zum Einsatz kommen. Die negative SI KOLTOROC soll bei TRYCLAU-3 damit eingekerkert und hinter die Materiequellen geschafft werden. Der kosmische Bote Renyi-Hemdebb soll das Unternehmen leiten.
Als Bauplatz für das BOTNETZ dient Escalian. Sholoubwa bekommt ein eigenes Schiff, die SCHRAUBE-B mit Nikomus Neuntau als Pilot. Für den Bau des BOTNETZ wird ein seltenes Metall benötigt. Mit der Immateriellen Stadt Ultramarinblau reist Sholoubwa zusammen mit der SCHRAUBE-B an den Übergabeort des Metalls. Eine Kosmische Fabrik materialisiert und übergibt die Ware, die nach Sholoubwas Prüfung das seltene Element Carit enthält. In den nächsten Monaten wartet Sholoubwa in Connajent darauf, dass er abgeholt wird. Einer der Bewohner Connajents fordert ihn auf, doch auch mal künstliche Lebewesen zu konstruieren. Sholoubwa nimmt die Herausforderung an und erschafft die Firibirim. Als Grundlage diente ihm die Begegnung mit den Firr auf Evolux. Schließlich wird Sholoubwa vom Boten Renyi-Hemdebb abgeholt.
Jahre später ist in Escalian die Zeitrose fertiggestellt. Trotz des Zeitdrucks hat der Konstrukteur parallel dazu immer wieder auch eigene Projekte verfolgt, sehr zum Ärger von Renyi-Hemdebb. Das BOTNETZ kommt bei TRYCLAU-3 zum Einsatz. Sholoubwa wird es verwehrt, die Aktion selber zu steuern, was er für einen Fehler hält. Der Einsatz misslingt. Das BOTNETZ wird in das Kosmonukleotid geschleudert und größtenteils zerstört. Sholoubwa analysiert die Daten und erkennt, dass die 48 Blütenblätter eigenständig und nicht im Verbund arbeiten müssten.
Nach dem Scheitern bei TRYCLAU-3 hört der Konstrukteur lange nichts von den Hohen Mächten. Er hat Zeit für eigene Projekte. Nach langer Zeit gelingt ihm wieder der Zugriff per Nullkanal auf seine alte Asteroiden-Basis. In der Nähe der Baustellenplaneten in Escalian wird Sholoubwa Zeuge des Kampfes zwischen der Entität TAFALLA und Renyi-Hemdebb. TAFALLA reißt den Boten in Stücke. Sholoubwa gewinnt wertvolle Daten. Er erkennt, dass derartige Entitäten oder auch ihre Leichen stabilisierend auf einen aufgewühlten Raum wirken können.
Tausend Jahre später hat Sholoubwa seine Fertigungsstätten auf die Kristallwelt Tolmar verlegt. Er arbeitet noch immer am BOTNETZ. Das Carit hat er durch eine neue submolekular umgewandelte Plastik-Metall-Masse ersetzt. Der erste Praxistest mit dem neuen BOTNETZ erschafft eine Hyperperforation des Raumes, die zusammen mit Tolmar und einem schwarzen Loch ein gleichseitiges Dreieck bildet. Nach langer Zeit melden sich die Hohen Mächte wieder. Sholoubwa fliegt zur Zentrumswelt der Baustellenplaneten in Escalian. Im Turm im Zentrum trifft er einen Hoapono, der ihn zurück nach Evolux beordert. Sholoubwa ignoriert den Befehl, übernimmt die SCHRAUBE-B und lässt Nikomus Neuntau zurück.
Zur Strafe wird der Nullkanal gekappt. Sholoubwa hat keinen Zugriff mehr auf die Großrechner von Evolux. Er kehrt dennoch nach Tolmar zurück und kann eine Verbindung zu den Großrechnern seiner alten Basis herstellen. Nach Jahrhunderten wird seine Basis von einem Rapid-Kreuzer der Yakonta angegriffen. Ein Pulk von Xylthen-Schiffen kommt zur Hilfe und vernichtet den Angreifer. Die Superintelligenz QIN SHI nimmt Kontakt zu Sholoubwa auf. Sie will das BOTNETZ. Der Konstrukteur soll es bis zur Übergabe verstecken. Sholoubwa wählt als Versteck die Galaxis Totemhain. Dort gibt es eine Welt mit einem Zeitbrunnen. Das Gebilde fasziniert ihn. Sholoubwa untersucht lange die Geheimnisse von Totemhain. Nach Jahrhunderten geht aber der Kontakt zu Technogardisten von ihm im System des singenden Schwarzen Lochs verloren. Er wendet sich kurz diesem System zu und erkennt, dass dort mittlerweile das mahnende Schauspiel vom See der Tränen aufgeführt wird.
Zweitausend Jahre später ist Sholoubwa auf dem Weg zu seinem Basis-Planeten. Plötzlich wird der Nullkanal gekappt. Dank des Hauptrechners der SCHRAUBE-B erfährt der Konstrukteur von der Erhöhung des Hyperphysikalischen Widerstands. Sholoubwa ist zurückgesetzt auf seine interne Rechenleistung. Er muss nun herausfinden wer er war und wohin er gehen wollte.

Rezension:
War letzte Woche die Sichtweise von Cholaquin Port’aldonar und Sholoubwa noch eingeschränkt, katapultiert der Autor Marc A. Herren seine Figur Sholoubwa und damit den Leser diese Woche in den Kosmos der Hohen Mächte und natürlich auch in die Niederungen der selbigen. Die Boten der Hohen Mächte gaben sich in Herrens Roman regelrecht die Türklinke in die Hand, kobaltblaue Walzen schwirrten durch das Multiversum, Sholoubwa reiste mit immateriellen Städten, traf auf mehrere geistige Entitäten, auf manche Superintelligenz, Kosmonukleotide wurde gestreift, Kosmische Fabriken materialisierten, Kämpfe mit TRAITOR wurden ausgetragen und nebenbei das BOTNETZ gebaut. Habe ich was vergessen?
Diese Mixtur war in ihrem Umfang geeignet den Leser zu erschlagen und zugeben muss man auch, dass viel Altbekanntes, wenngleich aus neuem Blickwinkel, vom Autor in der Geschichte untergebracht wurde.
Tatsächlich aber gelang es dem Autor die Mischung jederzeit kontrolliert in kleinen Dosen dem Leser über die 63 Seiten zu verabreichen. Dennoch sollten Expokrat und Autor aufpassen. In dieser Art Roman, nämlich alle wesentlichen Elemente eines Zyklus in einem Heft zu konzentrieren und zu kleinen Handlungssträngen und Episoden aus zwei oder drei Dutzend Romanen eine Aufklärung oder Lösung zu bieten, liegt auch eine Schwäche. Rückblickend erscheint manche Geschichte in ihren Inhalten winzig, um nicht zu sagen überflüssig und vorausschauend ahnen wir, dass es im nächsten Zyklus wieder genau so kommen könnte. Das könnte die Geduld der Leser (über)strapazieren.

Perry Rhodan Extra Nr. 15 Teil 2

Das Plejaden-Spiel – von Hubert Haensel – Handlung:
Rund hundert Jahre nach dem Hyperimpedanz-Schock darf sich der Plejadenbund dank seiner großen Lagerstätten von Hyperkristallen zu den wirtschaftlichen Gewinnern der Krise zählen. Auf dem Planeten Maharani wird der Topsider Kheryk-Akkrun beim Transport von Hyperkristallen überfallen. Die unbekannten Angreifer rauben die Ladung und ermorden den Topsider.
Der Haluter Blo Rakane reist zur gleichen Zeit mit seinem Schiff zur Hauptwelt des Plejadenbunds. Als Chefwissenschaftler des Galaktikums will er Nachforschungen betreiben, warum die Hyperkristalle, die er für Forschungen benötigt, in letzter Zeit an Qualität verloren haben. Mit an Bord der ZHAURITTER II ist der Terraner Prajit Singh Roshan. Während der Haluter weiter zum Planeten Mohenjo reist, steigt Roshan auf Maharani aus und trifft sich zu einem Geschäftsessen mit seinem Partner Isa Nanak in einem Restaurant, das auch von Firmenvertretern der First Fertile Crystal Batches besucht wird, einer Firma, die eine Monopolstellung innehat und die Geschäfte von Roshan und Nanak behindert.
Die beiden Geschäftspartner werden Zeuge einer Auseinandersetzung zwischen 4 Topsidern und Firmenvertretern von First Fertile Crystal Batches. Als die Topsider das Restaurant verlassen, ahnt Roshan, dass die Topsider in Gefahr sind. Er geht ihnen nach und tatsächlich wird ein Attentat auf die Echsen verübt. Dank seines Eingreifens werden 2 Topsider gerettet. Einer der Überlebenden ist ein Polizist namens Chroc-Gukzz, der Überfälle auf Topsider aufklären will.
Blo Rakanes Weg führt zu diversen Orten im Plejadenbund. Er erfährt viel über die Lagerstätten, den Abbau und die Verarbeitung der Hyperkristalle. Er kommt auch in Kontakt zu First Fertile Crystal Batches. Sein Weg führt ihn auch zum Joschannan-Clan. Dort trifft er auf Arun Joschannan, mit dem er über die Qualitätsprobleme der Hyperkristalle diskutiert. In einer Mine wird extra für den Haluter ein blauer Mivelum abgebaut. Anhand dieses Kristalls soll verfolgt werden, warum die Qualität abnimmt.
Roshan begleitet Chroc-Gukzz zur Welt Chractyz. Chroc-Gukzz hat mittlerweile erkannt, dass sein Begleiter Homer G. Adams ist. Beide stoßen bei ihren Ermittlungen immer wieder auf die Firma First Fertile Crystal Batches. Sie treffen auf Javed Joschannan, der Beweise vorlegen will, dass First Fertile Crystal Batches hinter den Qualitätsverlusten steckt. Bevor er Informationen herausgeben kann, stirbt Javed Joschannan an einer Überdosis Strahlung.
Auf Rakane, Arun Joschannan und die Topsiderin Pert-Gukzz wird ein Attentat verübt. Der verantwortliche Sprengmeister setzt sich ab. Arun Joschannan erfährt vom Tod seines Onkels Javed. Die Hyperkristalle, die die Strahlung abgaben, waren manipuliert. Die Spuren führen zur Firma Mineralhandel Topsid, bei der auch der verschwundene Sprengmeister beschäftigt ist. Arun Joschannan konfrontiert den Firmenchef mit seinem Verdacht, dass dieser Hyperkristalle manipuliert. Der Firmenchef gibt dies zu, beweisen könne man ihm nichts. Arun entgeht einem Attentat des Sprengmeisters und Polizeieinheiten von Chroc-Gukzz stürmen die Firma. Blo Rakane stößt auf Hinweise, die eine illegale Aufwertung der Kristalle beweisen.
Die Beweise sollen der Mineralbörse Mohenjo vorgetragen werden. Doch die Firma First Fertile Crystal Batches hat ein weitreichendes Netz aufgebaut. Roshan und die anderen werden wegen falscher Beschuldigungen inhaftiert. Roshan kann den TLD zu Hilfe rufen. Schließlich können die Händler der Börse davon überzeugt werden, dass die hochwertigen Hyperkristalle beim Versand durch minderwertige Kristalle ausgetauscht wurden. Der Handel wird zunächst ausgesetzt. Später wird die Börse unter die Führung von Arun Joschannan gestellt. Die Begegnung mit Homer G. Adams war der Grundstein für Arun Joschannans politische Karriere.

Rezension:
„Tödliches Spiel um Hyperkristalle – ein Terraner macht Maske.“ So lautet der Untertitel des vorliegenden Romans von Hubert Haensel. Aha, ein „Tekener-Abenteuer“ war mein erster Gedanke. Bereits bei der Einführung der Figur Prajit Singh Roshan im Dialog mit dem Haluter lüftet sich das Geheimnis recht schnell. Es handelt sich um den Unsterblichen Homer G. Adams, der hier Maske macht und der offensichtlich in den Mittelpunkt der Geschichte gerückt wurde. Oder setzt der Autor sein Hauptaugenmerk doch vielleicht auf den Haluter Blo Rakane? Mit dem Auftritt von Arun Joschannan wirft der Autor eine weitere bekannte Figur ins Spiel. Nach der Lektüre lässt sich zumindest eines sagen. Adams und Rakane blieben blass und der Leser erfährt die Vorgeschichte des Ersten Terraners verpackt in einem Wirtschaftskrimi. Was die Topsider-Episoden anging, war der Roman recht kurzweilig aber nach dem Joschannan-Viererblock in der Serie war der Auftritt des späteren Ersten Terraners dann doch einfach etwas zu viel des Guten. Zumindest für meinen Geschmack.
Hubert Haensel schreibt seine Geschichte routiniert. Manchmal gewann man den Eindruck, der Autor hatte die verschiedenen Örtlichkeiten selbst besucht, so flink wechseln Szenarien, Landschaften und Schauplätze sich ab. Manch falsche Spur wird vom Autor gelegt und die Helden geraten ein paar Mal in Gefahr. Die Geschichte hatte viel Inhalt und konnte dennoch eines nicht: Sie konnte keine Begeisterung in mir entfachen. Ich war froh, als ich durch war.