Articles for the Month of Juli 2011

Ansichten zu PR 2606

Unter dem Stahlschirm – von Hubert Haensel – Handlung:
Die VAHANA, zum FATROCHUN umgebaut, bricht erneut zur Planetenbrücke Shatrona auf. Auf dem Weg dorthin wird der SKARABÄUS von einem Eisrochen angegriffen. Nur mit Mühe kann die Besatzung die VAHANA aus den Klauen des Tieres befreien. Endlich erreicht der FATROCHUN den Bereich des Übergangs von Faland zur Brücke, an deren Ende der Planet Shathfauth steht. Der Übergang vom Planeten zur Brücke wird durch die dsyfunktionalen Gezeiten erschwert. Mit Hilfe des Codeworts, das sie von Zachary Cranstoun erfahren haben, kann der Torwächter überwunden werden. Der SKARABÄUS fliegt dicht über der Oberfläche des Tubus in Richtung der Ringstadt, die beim Anflug der BOMBAY in der Mitte der 224.220 Kilometer langen Planetenbrücke entdeckt wurde.
Die Oberfläche Shatronas zeigt nur geringe Konturen. Nachdem das Schiff einige tausend Kilometer zurückgelegt hat, zwingen einige technische Ausfälle die Expedition zu einem Zwischenhalt, der zur Erkundung des Ödlands genutzt wird. Plötzlich nähert sich ein Fluggerät. Der Nurflügler überfliegt den SKARABÄUS und greift unvermittelt an. Dabei werden ein schwacher Desintegrator und eine Schallwaffe eingesetzt. Nur durch die Armbrüste der Favadarei wird der Angreifer vertrieben.
Der Pilot des Fluggeräts, ein Fagesy, unterrichtet den Marschgeber Zacas über die Eindringlinge. Der wiederum informiert den Hohen Marschgeber Mareetu in der Ringstadt. Weitere Fagesy werden ausgesandt, um die Fremden abzufangen.
Die Expedition hat unterdessen ihren Flug Richtung Ringstadt fortgesetzt. Plötzlich tauchen gleich mehrere der Nurflügler auf und greifen an. Der Besatzung der VAHANA gelingt es, mehrere Fluggeräte durch Manöver oder durch Beschuss zum Absturz zu bringen. Eine Untersuchung der Wracks zeigt eine vermutlich biologische Konstruktion der Flugzeuge. Auch einer der Piloten, ein Wesen mit mehreren Tentakeln, wird angetroffen, stirbt aber, bevor es zu einer Kommunikation kommen kann.
Die VAHANA setzt ihren Flug fort. Je weiter sie kommen, desto mehr verändert das Land sein Aussehen. Vegetation taucht auf und schließlich treffen die Terraner und Favadarei auf erste Bewohner, die als einfache Farmer, der nahe gelegenen Stadt Hascomen, das Land bewirtschaften. Es ist ein Völkergemisch, auch Wesen, die sich als Fato’Fa bezeichnen und unzweifelhaft biologisch mit den Favadarei verwandt sind, bevölkern Hascomen. Die Terraner bekommen von einem Informationssammler namens Cuumflou erste Erkenntnisse über dieses Sonnensystem und seine Bewohner. Eine Wesenheit namens ALLDAR hat seinerzeit über Shath gewacht. Die Schutzmacht starb irgendwann und das Reich, dass sie geschaffen hatte, zerfiel. ALLDAR hatte jedoch schon vorher die Fato’Fa mit dem Bau eines Mausoleums beauftragt. ALLDARS unsterblicher Leichnam wurde in der Gruft NIMMERDAR im Inneren des Shath begraben, behütet von der Allgegenwärtigen Nachhut. Um den Schutz zu gewährleisten, haben die Mitglieder der Allgegenwärtigen Nachhut, die sich Fagesy nennen, vor langer Zeit das Shath mitsamt dem Sonnensystem an den Ort versetzt, wo es sich zurzeit befindet. Die Terraner vermuten, dass es sich bei ALLDAR um eine SI handelte.
Die VAHANA erreicht schließlich die Ringstadt. In einem Canyon vor der Stadt sucht das Schiff Schutz, während die Terraner und Favadarei unter der Führung von Jenke Schousboe in die Stadt vordringen. Auch hier herrscht ein Vielvölkergemisch vor. Die dsyfunktionalen Gezeiten haben in der Stadt keine Wirkung. Die Bevölkerung drängt es zum Zentrum der Stadt, zum Stahlschirm. Seit langer Zeit soll mal wieder ein Avatar ALLDARS erschienen sein. Im Zentrum der Stadt werden die Terraner Zeuge eines Auftritts des Avatars Trogey. Wie es sich herausstellt ein Cyborg, vom Aussehen eines Fagesy. Auch ein perlmuttfarbener Humanoide tritt auf. Seine Rede vom Beginn einer schönen neuen Zeit schlägt alle Zuhörer in ihren Bann.
Plötzlich werden die Expeditionsteilnehmer verhaftet. Die Allgegenwärtige Nachhut hatte sie die ganze Zeit beobachtet. Noch bevor ein Urteil über die Gefangenen gefällt werden kann, werden sie von einem Fato’Fa namens Shipa Gajoship befreit. Er und sein Gefolge wollen kein Überwesen zurückhaben und werden darum von den Fagesy verfolgt. In den Terranern sehen die Rebellen potentielle Verbündete. Gajoship hält den Auftritt des Avatars für einen Täuschungsversuch der Allgegenwärtigen Nachhut. Jenke Schousboe erfährt nun auch, dass in Shath ein Energiefeld erzeugt wird, das die Bedingungen des umgebenden Raums so verstärkt, dass alle höherwertigen Maschinen ausfallen.
Die Verbündeten kommen überein, in das Mausoleum der Schutzmacht einzudringen. Darin befindet sich auch ALLDARS Archiv. Während die Gruppe um Shipa Gajoship ein Ablenkungsmanöver startet überwältigt eine weitere Gruppe den Hohen Marschgeber Mareetu und entwendet ihm eine Identifikationsplakette, die zum Betreten der Gruft benötigt wird. Die Verbündeten erlangen mit der Plakette das Intratum, den Schlüssel zur Gruft und gelangen unter den Stahlschirm. Dort erwartet sie eine riesige Halle, die von spinnennetzartigen Geflechten durchzogen ist. Hinter den Knoten des Geflechts vermutet Jenke Schousboe das Archiv, kann allerdings vorerst keinen Nutzen aus den Beobachtungen ziehen. Nach der Durchquerung eines Spiegelkabinetts erreicht die Gruppe den Schrein ALLDARS. Das eiförmige Gebilde ist jedoch leer. Ob der Leichnam verfallen, gestohlen oder auferstanden ist, bleibt unklar. Die Fagesy haben als Wächter versagt.

Rezension:
Hubert Haensels letzter Beitrag zur Serie liegt bereits mehr als 1 Jahr zurück. In Erinnerung sind mir die schrecklichen trivialen Satzkonstruktionen geblieben und der z.T. unlogische Handlungsaufbau seines letzten Romans.
Um es vorwegzunehmen, die vorliegende Geschichte geriet dem Autor deutlich besser. Interessanterweise kann ich keinen großen Unterschied zum Schreibstil des Romans von Verena Themsen feststellen. Sicherlich gibt es diese Unterschiede und ich habe die Romane auch nicht miteinander verglichen. Rein gefühlsmäßig fand ich die Schreibweise aber recht ähnlich.
Die Geschichte hatte einige kleinere Fehler, die mir zwar auffielen, die den Lesegenuss aber nicht weiter störten. Beispielsweise wird zum spärlichen Sternenhimmel über Faland die Überlegung angestellt, ob einer der Lichtpunkte Sol sei. Da das Solsystem erst vor 8 Tagen in den fremden Raum versetzt wurde, kann natürlich das Licht der Sonne noch keine 17 Lichtjahre überwunden haben.
Der Roman war geradlinig geschrieben. Der Aufbau folgte den gleichen Ansätzen wie der der Vorwoche, soll heißen, das Ziel wird angesteuert und den Protagonisten werden einige Steine in den Weg geworfen, die sie zwar behindern aber eben auch nicht scheitern lassen. Die Geschichte hatte einen hohen Unterhaltungswert, war flott geschrieben und ebenso flott zu lesen. Den exotischen Schauplatz seiner Handlung hat der Autor dabei sehr anschaulich in Szene gesetzt.
Fazit: Ein gelungenes Planetenabenteuer! Oder soll ich sagen Abenteuer auf der Tube?

Ansichten zu PR 2605

Die Planetenbrücke – von Verena Themsen – Handlung:
Reginald Bull hat die BOMBAY, einen Explorer der NEPTUN-Klasse, entsendet, um die nähere Umgebung des Solsystems erkunden zu lassen. Der Explorer fliegt die am nächsten gelegene Sonne in dem fremden Raum an. Das System, ca. 17 Lichtjahre entfernt und auf den vorläufigen Namen Next Stop getauft, wird im Kriechtempo angeflogen. Grund sind die sich ständig verändernden Bedingungen. Unterwegs gerät die BOMBAY in einen Raumsektor mit Gravoverwerfungen und Schwankungen der Vakuumenergie und des hyperenergetischen Hintergrundniveaus. Als sich die Spitzen dieser Schwankungswellen überkreuzen, wird die BOMBAY beschädigt. Während der Reparaturen sollen 4 Spezialschiffe, die SKARABÄEN, den Raum erkunden und Messungen an den Irrlichtern vornehmen, wie das Phänomen von den Wissenschaftlern getauft wird. Jenke Schousboe, die stellvertretende Kommandantin der BOMBAY übernimmt die Führung der Mission. Trotz der Low-Level-Technologie der SKARABÄEN wird eines der Schiffe beim Erkunden eines Irrlichts zerstört. Den anderen gelingt die Rückkehr zum Explorer.
Die BOMBAY setzt ihren Flug fort. Das Zielsystem entpuppt sich als eine weiße Sonne der F-Klasse mit elf Planeten. Zunächst gibt es kein Zeichen einer hoch entwickelten Technologie. Dann jedoch entdecken die Terraner einen weiteren Bestandteil des Systems. Zwei Planeten auf gleicher Umlaufbahn, jeweils perfekte Kugeln von 11.211 Kilometern Durchmesser. Der eine Planet mit einer von Menschen atembaren Sauerstoff-Stickstoff-Atmosphäre, der andere mit einer Giftgasatmosphäre. Die beiden Planeten werden an den Rotationspolen von einem Tubus mit ca. 1000 Kilometer Durchmesser und mit genau dem Zwanzigfachen ihres Durchmessers auf Abstand gehalten. Diese gigantische Hantel umkreiste die Sonne und auch der Tubus besaß eine atembare Atmosphäre.
Beim Versuch, sich dem Tubus zu nähern, fallen mehr und mehr Geräte an Bord der BOMBAY aus. Zuerst versagt die höherdimensionale Technik, zum Schluss auch die einfache Technik. Der Explorer muss vorerst auf Distanz bleiben. Die Annährung hat aber eine Ringstadt auf dem Tubus erkennen lassen, die von fortschrittlicher Technologie sein muss. Mit einem SKARABÄUS, der VAHANA will Jenke Schousboe den Sauerstoffplaneten erkunden. Dort erhofft man sich geringere Auswirkungen der Störstrahlung. Zudem wurde auf dem Planeten eine primitive Zivilisation festgestellt. Möglicherweise kann auf dem Landweg der Tubus erreicht werden. An der Mission nimmt auch Zachary Cranstoun teil. Der Kulturdiagnostiker hat noch einen Zwillingsbruder. Aiden Cranstoun bleibt an Bord der BOMBAY. Die Zwillinge haben telepathische Fähigkeiten. Allerdings können die Brüder nur sich selbst ihre Gefühle mitteilen. Beim Anflug versagt auch die Technik der VAHANA. Das Schiff wassert vor dem Nordkontinent des Planeten.
Auf dem Planeten mit der Sauerstoff-Stickstoff-Atmosphäre ist unterdessen der Favadarei Shimco Patoshin dabei, seine neueste Erfindung, die GHRUSSEV, ein Schiff, zum sicheren Befahren der Meere, zu testen und seinem Volk vorzustellen. Leider hat der Erfinder Pech. Seine von Dampf angetriebene Erfindung erleidet Schiffbruch. Wie es der Brauch der Favadarei vorsieht, sollen die Überreste seines Experiments zu Grabe getragen werden. Die Favadarei beobachten dabei die Notlandung des terranischen Schiffs auf Faland, wie die Einheimischen ihren Planeten nennen. Aus den Überresten der GHRUSSEV wird flugs ein Floss gebaut und die Favadarei um Shimco Patoshin nehmen Kontakt zu den Fremden auf.
Die Terraner erfahren, dass es schon immer ein Ziel der Favadarei sei, die andere Welt, die als der Hohe Horizont bezeichnet wird, zu erreichen. Doch alle Versuche, zur Planetenbrücke Shathrona zu gelangen, scheiterten. Auf dem Nordkontinent lauern zahlreiche Gefahren.
Mit Hilfe der Favadarei wird der SKARABÄUS umgebaut. Unter anderem werden dampfbetriebene Maschinen an der Hülle angebracht. Eine gemeinsame Expedition bricht zum Norden Falands auf. Nach und nach versagt selbst die einfachste Technik. Zum Schluss versuchen die Expeditionsteilnehmer sich dem Ziel mit Schlitten zu nähern. Als man schon in Sichtweite der Planetenbrücke ist, wird Zachary Cranstoun Opfer eines Fentoperaden. Sein Zwillingsbruder auf der BOMBAY erleidet einen Schock.
Die Expedition wird abgebrochen. Nach Brauch der Einheimischen wird das Gehirn dem Toten entnommen und nach Amgheuc, der Stadt der Toten, gebracht. Dort wird es dem „Kontinuierlichen Sediment“ zugeführt. Die Gehirne werden von den Gheucen, langen, primitiven wurmartigen Wesen, aufgenommen, bevor der Verwesungsprozess einsetzen kann. Plötzlich hat Aiden Cranstoun Kontakt zu einem neuronalem Netzwerk, das sich aus den Gehirnen der Verstorbenen gebildet hat. Auch Zachary ist Bestandteil dieses Netzwerks geworden. Aus dem Netzwerk bezieht Aiden Informationen zum Bau eines Schutzmechanismus, mit dem sich die Störstrahlung des Nordkontinents neutralisieren lässt. Das FATROCHUN wird gebaut. Es handelt sich um ein Gespinst aus Drähten und Hyperkristallen, das um die VAHANA gelegt wird und eine Art hyperphysikalischen Faraday’schen Käfig bildet.
Die Expedition der Terraner und Favadarei bricht erneut auf.

Rezension:
Verena Themsens Erstling in der Serie kann mit einem exotischen Schauplatz aufwarten. Den Einstieg beginnt sie jedoch mit bodenständiger SF. Ein Einsatz von Kleinraumschiffen, eine Notlage im Weltall, eine Rettungsmission. Das ganze untermalt mit einigen etwas verqueren Charakteren. Dazu die Schilderung einer fremden Zivilisation.
Damit hatte der Roman alles, was das triviale Leserherz begehrt. Dennoch hätte ich mir vom 1. Beitrag der Autorin zur Hauptserie etwas mehr Mut erhofft. Die Geschichte folgt zu sehr einem klassischen Aufbau. Die Figuren werden ins Unbekannte geschickt. Auf dem Weg zu einem vorläufigen Ziel werden ihnen Steine in den Weg gelegt. Anfangs kleine Steine, damit die Helden nicht sofort scheitern, später größere Steine, damit es nicht zu schnell voran geht, denn schließlich soll die Geschichte nächste Woche fortgesetzt werden. Dazu etwas absonderliche Figuren, natürlich nicht zu bizarr, damit auch konservative Leser nicht abgeschreckt werden. Alles in allem war mir das etwas zu brav. Verena Themsen wollte es wohl jedem Leser recht machen.
In der ersten Romanhälfte waren nach meinem Geschmack zu viele Elemente enthalten. Unter anderem brachte die Autorin auch sehr viele Nebenhandlungsträger in ihre Geschichte ein. Und jede dieser Personen wollte charakterisiert werden, sei es auch nur durch 1 Satz. Statt sich auf wenige, wiederkehrende Figuren zu konzentrieren und diese Protagonisten nach und nach zu zeichnen und zu entwickeln, verliert sich die Autorin z.T. in ihrer eigenen Vielfalt. Das machte den Roman anfangs auch etwas zäh zu lesen.
In der zweiten Romanhälfte wurde das spürbar/lesbar besser. Die Zahl der Protagonisten war begrenzt, die Kultur der Favadarei wirklich sehr liebenswert beschrieben und die Geschichte entwickelte sich geradlinig. Ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung.
Fazit: Insgesamt ein gelungener Einstand der neuen Teamautorin.

Perry Rhodan Pappaufsteller

Der Pappaufsteller aus dem Jahr 1998 zeigt die Figur Perry Rhodan im Raumanzug der Galornen, gezeichnet von Renato Casaro. Die in der Mitte klappbare Figur ist ca. 180 cm hoch und an der Basis 77 cm breit. Auf der Rückseite befindet sich ein mit der Figur über 2 Klebestreifen verbundener 2. Karton, der seitlich abgeknickt werden kann und dem Aufsteller dadurch Stabilität und einen festen Stand verleiht.

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