Articles for the Month of Februar 2011

Ansichten zu PR 2584

Der Okrivar und das Schicksal – Handlung:
Statthalter Sinnafoch, der Okrivar Kruuper, Vastrear, Satwa, Bhustrin und VATROX-DAAG im Körper von Philip treffen im Forschungszentrum TZA’HANATH ein. Dort werden sie vom Okrivar Durant empfangen. Der Chefwissenschaftler eines Segments von TZA’HANATH hatte den Auftrag Sinnafochs erhalten, eine Möglichkeit zu erarbeiten, den Sextadim-Schleier um das Stardust-System zu durchdringen. Während Durant die Ankömmlinge dann auch gleich zu einer ersten Demonstration seiner bislang erzielten Forschungen bittet, schmiedet Kruuper erste Pläne, sich dem Einflussbereich der Frequenz-Monarchie zu entziehen. Eine Flucht über das Polyport-Netz ist ihm versperrt. Ohnehin würde Sinnafoch ihn überall finden. Er muss eine andere Lösung ausklügeln.
Bei der folgenden Demonstration seiner Forschungsergebnisse opfert Durant gewissenlos eine Gruppe von Darturka. Der Okrivar-Wissenschaftler hat zwar keine Möglichkeit gefunden, den Sextadim-Schleier zu brechen. Allerdings kann er den Schirm dazu bringen, eine Sekundärstrahlung zu erzeugen, die alles Leben im Innern des Schirms vernichtet. Kruuper ist von den Geschehnissen angewidert und fragt sich wiederholt, welches Schicksal ihm dieses Leid auferlegt hat.
Nach Sinnafochs kriegswichtigem Projekt hat auch Vastrear für ein eigenes Projekt eine Demonstration angeordnet. Auf dem Weg zu einem Forschungslabor stellt auch Satwa Überlegungen an, TZA’HANATH zu verlassen. Der Ort behagt ihr nicht. Als Dienerin Vastrears sieht sie allerdings vorerst keine Möglichkeit, die Fesseln, die sie an Vastrear bindet zu durchtrennen, denn über ihrem Herrn steht Sinnafoch und darüber VATROX-DAAG. In der folgenden Demonstration sieht sie eine bloße Pflichtübung, denn das Experiment konnte kaum widerlicher sein, als Sinnafochs Vorführung. Im Forschungslabor angekommen führt der Ator Lashan einen Vatrox-Klon vor. Satwa vermutet, dass Vastrear diesen Klon für sich bestellt hat. Seit der Vernichtung der Hibernationswelten in Andromeda kann der Vatrox nicht mehr auf einen Klon-Körper im Falle seines Todes zurückgreifen. Überraschend ist jedoch, dass der bestellte Klon weiblich ist. Vastrear spricht den Klon mit dem Namen Equarma an. Obwohl Lashan davor warnt, lässt Vastrear den Klon zu früh aus dem Aufzuchttank. Das Ergebnis der Zucht enttäuscht Vastrear. Er tötet den Klon.
Kruuper schmiedet unterdessen einen Plan. Er sucht die Nähe von Bhustrin, um diesen in die Intrige, die er spinnt, zu involvieren. Der Okrivar tut so, als ob er dessen Herrn Vastrear unterstützen wolle, Sinnafoch zu töten. Wenn Sinnafoch tot wäre, dann könnte Kruuper frei sein, teilt er der Kriegsordonnanz mit. Außerdem manipuliert Kruuper den Ator Lashan für seine Zwecke. Der Genetiker soll einen neuen Klon für Vastrear schaffen und diesen so programmieren, dass er den Vatrox tötet. Das Ganze soll wie ein Unglück aussehen. Kruuper erklärt Bhustrin anschließend, dass Sinnafoch vorhabe, Vastrear bei der Vorführung mit Hilfe des Klons zu töten.
Satwa sucht Sinnafoch auf. Sie will sich ihm als nützliches Werkzeug anbieten. Sie schlägt vor, Feueraugen in der Nähe von besiedelten Welten zu stationieren und Rhodan aufzufordern, sich der Frequenz-Monarchie zu stellen, allenfalls die Feueraugen zum Einsatz kommen würden. Sinnafoch geht auf Satwas Plan ein und beauftragt Kruuper mit der Umsetzung des Plans. Dieser beordert die Feueraugen jedoch in den Leerraum zwischen den Galaxien. Da sein eigener Plan früher reift, ist es ihm egal, ob diese Aktion entdeckt wird. Sinnafoch überträgt zudem das Kommando über die Wachflotte des Forschungszentrums an Vastrear. Dieser muss sich alsbald bewähren, als ein unberechtigter Zugriff mit einem übergeordneten Controller auf die Handelssterne erfolgt. Es kommt zu einer Auseinandersetzung. Die Angreifer können jedoch mit ihren überlegenen Kugelschiffen entkommen. Am Rande spürt Satwa die Anwesenheit von VATROX-DAAG. Das Kollektivwesen greift in die Auseinandersetzung ein.
Kruupers Plan geht in die entscheidende Phase. Er bringt Sinnafoch mit einem Trick dazu, dem neuen Klon-Experiment Vastrears persönlich beizuwohnen. Satwa bekommt von Kruuper die Information, dass Sinnafoch plant, Vastrear zu ermorden. Sie informiert ihren Herrn. Geschickt verhindert sie, dass Vastrear den Verräter Kruuper an Sinnafoch meldet. Sie bringt Vastrear dazu, auf den Plan scheinbar einzugehen. Aber bei dem Attentat mit dem Klon würde nicht er, sondern Sinnafoch sterben. Satwa selbst ist es egal, wer beim Attentat das Leben verliert. Sie glaubt, sie könne nur gewinnen, egal welchen Vatrox es schließlich trifft.
Schließlich findet die Demonstration mit dem neuen Klon statt. Als der neue Klon, erneut ein weiblicher Vatrox, erwacht und seinen Angriff auf Vastrear startet, tut Satwa so, als ob sie zumindest versuchen würde, ihren Herrn zu retten. Unmittelbar vor dem tödlichen Schlag gegen Vastrear kommt Bhustrin ihr jedoch zuvor und kann seinen Herrn zur Seite stoßen. Satwa wird vom Klon verletzt und fällt auf Vastrear. Während beide Ordonnanzen Vastrear schützen, springt der Klon über sie hinweg und attackiert Sinnafoch, schlägt ihm die Waffe aus der Hand. Damit ist endgültig Kruupers Moment gekommen. Er stellt sich dem Klon in den Weg und die Vatrox-Frau zerstört bei ihrem Angriff seinen Schutzanzug. Kruuper stirbt. Er ist an seinem Ziel angelangt. Sinnafoch ist über Kruupers Tod entsetzt. Es gelingt dem Statthalter die Vatrox-Frau zu töten. Aus Sicht von Satwa ergibt sich ein ganz und gar unglaubliches Bild. Sinnafoch trauert um Kruuper und Vastrear um die Vatrox-Frau. Doch plötzlich greift Sinnafoch nach seiner Waffe und richtet sie auf Vastrear, dem er die Schuld für Kruupers Tod gibt. „Kannst du mir einen Grund sagen, weshalb ich dich am Leben lassen soll?“

Rezension:
Der Roman bringt nicht den von mir erhofften Fortschritt in der Handlung. Dieses Fazit kommt, das gebe ich gerne zu, etwas früh, denn schließlich folgt nächste Woche noch der zweite Teil dieses Doppelbands von Frank Borsch.
Nichtsdestotrotz hat mir der Roman gut gefallen. Der Autor verwendet viel Zeit darauf, die Figur Kruuper ihrem Schicksal zuzuführen. Ich habe in letzter Zeit häufig kritisiert, dass die Autoren ihre handelnden Figuren nur wenig dafür benutzen, um zielgerichtete Aktionen zu planen und sie ausführen zu lassen. Durchgehend logische Abläufe sind Mangelware und werden, wenn überhaupt, nur in Ansätzen beschrieben. Die Intrige, die Frank Borsch seine Figur Kruuper spinnen lässt, ist durchgehend schlüssig. Die Erzählung von Borsch ist ein positives Beispiel dafür, dass eine Romanfigur der Serie durchaus Ziele setzen und verwirklichen kann, auch wenn es nur der eigene Tod ist. Natürlich kann die Frage gestellt werden, warum Kruuper nicht Selbstmord begeht. Wenn ich mich recht entsinne, hat die Figur das bereits einmal versucht und ist gescheitert. Es ist daher einleuchtend, wenn Frank Borsch für seinen Protagonisten nun einen anderen Weg bestreitet.
Es ist schön, dass sich der Autor dieser Herausforderung gestellt und sie, wie ich finde, auch gemeistert hat. Wir werden sehen, welches Schicksal Sinnafoch, Vastrear und Satwa noch ereilt.
Die verschiedenen Blickwinkel in Franks Roman haben mir gut gefallen. Über einige Ungereimtheiten in der Handlung sehe ich hinweg. Fast könnte man meinen, dass sich auch der Autor einiger Unzulänglichkeiten der Storyline bewusst gewesen ist. Es gibt verschiedene Stellen im Roman, in der der Autor seine Figuren Überlegungen anstellen lässt, warum bestimmte Dinge so seltsam laufen. Beispielsweise lässt er seine Figur Satwa überlegen, welche Strategie sich wohl hinter VATROX-DAAGs Personalentscheidungen verbergen könnte. Das könnte auch ein Hinweis auf seltsame Exposé-Vorgaben sein. Aber vielleicht interpretiere ich das auch falsch.
Mit der Charakterzeichnung der Figuren kann man zufrieden sein. Alleine Satwa wurde m.E. nicht so konsequent entwickelt. Diese Figur hat in einigen Szenen plötzlich Gewissensbisse! Woher kommen diese? Auch die verschiedentlich auftretenden Selbstzweifel der Figur hat der Autor nicht so anschaulich herausgearbeitet. In anderen Szenen wiederum gewinnt die Figur ihre Durchtriebenheit und Abgebrühtheit wieder zurück. Diese Wechsel in der Gesinnung waren etwas verwirrend. Schade, dass der Autor die Gelegenheit im Showdown verstreichen lässt, auch Satwas Schicksal zu beschließen. Das wäre eine gute Ausgangslage für den Zweikampf Sinnafoch vs. Vastrear geworden. Die Nebenfiguren wären weg und man könnte sich auf die beiden Hauptdarsteller konzentrieren. Aber vielleicht kommt es ja so noch.

Ansichten zu PR 2583

Psi-Inferno – Handlung:
Der Netzweber Radyl im Abstrakten hat die MIKRU-JON und ihre Besatzung vor den Schlachtlichtern der Frequenz-Monarchie und aus dem Einflussbereich von VATROX-DAAG in Sicherheit gebracht. Rhodan schickt die übrigen Silberkugeln, die beim fehlgeschlagenen Angriff auf das Forschungszentrum TZA’HANATH dabei waren, nach ESHDIM-3. Anschließend kann Perry den Netzweber dazu bewegen, das Schiff erneut zu umspannen und nach THALIN ANTHURESTA zu befördern. Nach einigen Schwierigkeiten und durch Unterstützung eines weiteren Netzwebers gelangt die MIKRU-JON schließlich in die Nähe des Handelssterns. Dort tobt mittlerweile ein Psi-Inferno. Die defekten Psi-Materie-Dispenser heizen die chaotischen Zustände immer mehr auf. Die JULES VERNE ist über Funk nicht zu erreichen.
Rhodan nimmt die Position des Piloten der MIKRU-JON ein und steuert das Schiff mental zum Landeplatz des Hantelschiffs. Mit Hilfe der Traktorstrahlen der Silberkugeln kann er die JULES VERNE von der Oberfläche des Handelssterns bergen und in den Raum bringen. Von den Gefährten erfährt er, was während seiner Abwesenheit geschehen ist und informiert seinerseits über seine Erlebnisse. Die Bedrohung für TALIN ANTHURESTA durch die fehlerhaft arbeitenden Psi-Materie-Dispenser auszuschalten ist das erste von Rhodans Zielen. Dazu müssen die Erinnerungen, die Clun’stal in Fogudare ausgelagert hat, zurückgeholt werden. Dem Schattenmaahk Pral gelingt schließlich mit Hilfe von Tanio Ucuz der Kontakt zu Fogudare, dessen Geist im psionischen Netz weiterhin präsent ist. Die Erinnerungen zur Steuerung der Psi-Materie-Dispenser werden an den Kristallingenieur übertragen. Clun’stal kann schließlich die Psi-Materie-Dispenser reparieren. Die Gefahr für THALIN ANTHURESTA ist damit vorüber. Die Dispenser-Sonden beginnen mit der Reparatur der in Mitleidenschaft gezogenen Scheibenwelten.
Perry Rhodan und Mondra Diamond benutzen den B-Controller und wählen Wanderer als Ziel über das Polyport-Netz an. Obwohl das Ziel als nicht direkt erreichbar angezeigt wird und auf eine Umlenkung verwiesen wird, treten die Beiden die Reise durch den Transfer-Kamin an. Sie landen an einem unbekannten Ort, eingeschlossen in einer Energieblase. Kurze Zeit später tritt Ihnen Ernst Ellert als Hologramm entgegen. Ernst Ellert bezeichnet sich als letztes Aufgebot von ES, da Homunk in Kälte erstarrt sei. Er bestätigt die Vermutung von Rhodan, dass eine der 20.000 Scheibenwelten Wanderer ist. Wanderer unterscheidet sich durch die Hyperkälte von den anderen Welten. Ellert teilt Rhodan mit, dass der B-Controller es ihm ermöglichen würde, nach Wanderer zu gelangen. Das Gerät sei eines von mehreren Ur-Controllern der Anthurianer. Die anderen Geräte seien verloren gegangen. Von Ellert erfahren Perry und Mondra auch, dass die Störung der Psi-Materie-Dispenser letztlich von ES verursacht wurde, als die SI versucht hat, sich die dort produzierte Psi-Materie einzuverleiben. Ellert wartet zudem mit einer beunruhigenden Nachricht auf. Im Todeskampf könnte ES versucht sein, sich Millionen oder Milliarden von Lebewesen einzuverleiben, um dem Tod zu entgehen. Dies würde alle Völker der Mächtigkeitsballung bedrohen. Ellert erneuert die Botschaft, das PARALOX-ARSENAL zu finden.
Für den Transport des PARALOX-ARSENALS, der mit herkömmlichen Raumschiffen nicht zu bewerkstelligen sei, stellt er eine Sektorknospe zur Verfügung, die in der Nähe von Wanderer stationiert ist. Zudem justiert er den B-Controller Rhodans. Der Terraner soll damit volle Kontrolle über das Gerät erlangen. Ellert erwähnt noch die Schneise, jenen schlauchförmigen Bereich in Anthuresta, der von Sonnen weitgehend leergeräumt war und eine hohe Staubdichte aufweist, der von Psi-Materie herrührt. Dorthin hatte sich Lotho Keraete begeben, bevor er verschwand. Ellert liefert auf Nachfrage Rhodans keine Informationen dazu, woher diese frühe Psi-Materie stammt. Denn die Schneise existiert seit Millionen von Jahren und die Störung der Dispenser erst seit kurzer Zeit.
Schließlich verschwindet Ernst Ellert und der Transfer von Rhodan und Diamond endet auf Wanderer. Trotz der SERUNS greift die Kälte nach ihnen und Perry Rhodan glaubt zu erfrieren …

Rezension:
Der Roman bietet eine einfache und zumindest was den Haupterzählungsstrang angeht auch leicht nachvollziehbare Geschichte, die vom Autor Arndt Ellmer routiniert aber ein wenig trocken dargeboten wird. Eine Serienkost, die ohne große Höhepunkte auskommt. In Teilbereichen wird die Geschichte relativ uninspiriert erzählt. Damit meine ich in erster Linie die Schilderungen über die Psi-Materie und welche Aggregatzustände sie eingehen kann. Auf der einen Seite bedroht die „unkontrollierbare“ Psi-Materie Alles und Jeden, auf der anderen Seite schwingt der Held den Kochlöffel, äh Controller und produziert Blasen, Tropfen, Schweife, Asteroiden, und und und aus Psi-Materie. Diese Vorgänge haben sich mir jetzt nicht so richtig erschlossen. So chaotisch wie die Zustände um TALIN ATHURESTA waren dann auch die Beschreibungen des Autors.
Rhodans Reise mit dem Netzweber bietet dem Autor ein paar der so beliebten Rückblicke, z.B. die Gelegenheit, ein paar Schurken der Vergangenheit beim Namen zu nennen, wie Taurec, Monos, usw. Danach die „Rettung“ der JULES VERNE, ein paar Sätze wechseln mit den Gefährten, Erfahrungsaustausch verbunden ebenfalls mit dem beliebten Rückblick auf die Geschehnisse der vergangenen Wochen. Dann folgt die Rettung von TALIN ANTHURESTA und der Abgang in Richtung Wanderer. Bevor unsere Helden dort eintreffen, gibt es noch einen Plausch mit Ernst Ellert, der vom Autor, wie kann es anders sein, dazu genutzt wird, erneut die Ereignisse der Vergangenheit im Schnelldurchlauf dem Leser an den Kopf zu werfen.
Schade, dass die anderen Handlungsträger zur reinen Staffage verkommen. Die beiden kleinen Kapitel, die der Autor der Figur Julien Tifflor einräumt, sind schon beinahe peinlich. Außer einigen belanglosen Sätzen, darf der Gute nichts beisteuern. Bedauerlich, dass die „Wut“, die Tifflor einmal äußert, als er die Aktionen Rhodans kommentiert, vom Autor nicht nachhaltiger herausgearbeitet wird. Entweder darf Arndt das nicht, weil das Exposé das nicht hergibt oder er kann es nicht, weil ihm die schriftstellerischen Möglichkeiten fehlen.

 

Ansichten zu PR 2582

Ein Kind der Funken – Handlung:
Tanio Ucuz ist weit stärker von unbekannten Einflüssen betroffen, als dies nach seinem glücklicherweise fehlgeschlagenen Attentat auf Julian Tifflor zu erkennen war. Der Oberstleutnant hat das Gefühl zu vergehen. Tatsächlich löst sich der Sicherheitschef vor den Augen von Julian Tifflor auf und erscheint einige Zeit später wieder. Einige Stunden später passiert es wieder. Vor den Augen des Aktivatorträgers verschwindet Ucuz für einige Zeit. Nachdem er wieder materialisiert ist, suchen sie gemeinsam die Zentrale der JULES VERNE auf. Tifflor stellt die Vermutung an, dass Tanio Ucuz Psi-Fähigkeiten entwickelt hat. Die Eltern seines Leibwächters wurden seinerzeit vom Funkenregen der BATTERIE getroffen. Im weiteren Verlauf stellt sich heraus, dass Ucuz begrenzt die Gedanken des Unsterblichen lesen kann und umgekehrt seine Gedanken an Tifflor übermitteln kann. Der Aktivatorträger bezeichnet die Fähigkeit als Parakommunikation. Auch für das Verschwinden findet sich eine Erklärung. Ucuz kann Energieströme wahrnehmen und in Energieströmen sogar wie früher die Woolver-Zwillinge reisen. Tifflor schickt seinen Sicherheitschef los, um TALIN ANTHURESTA zu erkunden. In der Zwischenzeit beschäftigt sich Tiff mit dem A-Controller, den er von Rhodan bekommen hatte.
Im Handelsstern sind unterdessen die Fronten abgesteckt. Die beiden terranischen Einsatzteams sehen sich einer Übermacht an Robotern gegenüber, die der Stalwart Agrester zur Festsetzung der Eindringlinge losgeschickt hat. Mondra Diamond befiehlt Ihrer Gruppe, sich zu ergeben. Unabsichtlich kommt es jedoch zu einem Schusswechsel. Schnell zeichnet sich allerdings ab, dass die feindlichen Roboter trotz erdrückender Übermacht es nicht darauf anlegen, die Eindringlinge zu töten. Pral nutzt das Chaos und entmaterialisiert.
Mondra Diamond tritt der Roboterarmee mit Ihrem A-Controller entgegen und behauptet, autorisiert zu sein und mit deren Befehlshaber reden zu wollen. Während sie auf eine Reaktion wartet, hat sie eine Vision von Homunk, der ihr mitteilt, wenn die Zeit gereift ist, werde sie erkennen, was zu tun sei. Auch in der anderen Gruppe um den Halbraum-Changeur Akika Urismaki kommt es zu einem Scharmützel mit der Roboterarmee. Urismaki kann sich mit dem Soldaten Reg Thunder von der Gruppe lösen und nutzt die Zeit für weitere Nachforschungen mit Hilfe seines Controllers. Er erkennt, dass eine der 20.000 Scheibenwelten für den Controller als nicht erreichbar angezeigt wird. In der Nähe dieser Welt kann Urismaki einen seltsamen Körper ausmachen. Das Objekt gleicht einer ins Riesenhafte vergrößerten Körperzelle von 23 km Durchmesser. Reg Thunder vergleicht das Objekt mit einem Kybb-Titanen.
Der Stalwart Agrester kann sich endlich zu einer Entscheidung durchringen. Er will die Eindringlinge nun doch vernichten lassen. Zwei Ereignisse bringen ihn jedoch von seinem Vorhaben ab. Er registriert, dass auch an Bord der JULES VERNE ein dritter A-Controller in Betrieb genommen wurde, noch dazu von einer Person, die einen Vitalenergiespeicher mit besonderer Signatur trug. Das zweite Ereignis ist, dass ihn jemand mit seinem Namen anredet. Es ist Mondra Diamond, die sich nun plötzlich erinnert, was Homunk ihr mitgeteilt hat. In der Sprache der Mächtigen nennt sie Agrester beim Namen und nennt einen Zugangscode. Agrester erkennt in Mondra eine Befugte höchster Rangordnung. Der Stalwart bleibt allerdings misstrauisch, denn schließlich haben die Eindringlinge Fogudare getötet. Er nimmt Kontakt zu Mondra Diamond auf. In einem Holobild erscheint der Stalwart, der sich eines 3,70 m großen Aktionskörpers von humanoiden Aussehen bedient. Die Kommunikation mit dem Stalwart erweist sich als schwierig. Agrester lässt sich von Mondra Diamond die Aufzeichnungen zum Tode Fogudares vorführen. Allerdings behauptet er, dass die Aufzeichnungen auch Fälschungen sein könnten. Vom Stalwart erfährt Mondra einiges über die aktuelle Situation im Handelsstern. Die Psi-Materie-Dispenser sind defekt und verursachen den Psi-Sturm. Da Clun’stal aus unbekannten Grund vor Ort nicht eingegriffen hat, muss jemand hinfliegen, um die Psi-Materie-Dispenser zu reparieren. Mondra schlägt die VERNE vor, da Agrester kein Schiff zur Verfügung hat.
Agrester bleibt unentschlossen. Auch als Pral wieder auftaucht und berichtet, dass er Fogudare im psionischen Netz wahrnehmen könne, kann sich der Stalwart nicht zu einer Entscheidung durchringen. Erst das Erscheinen von Tanio Ucuz und dessen Vorschlag, gemeinsam Kontakt zu Fogudares Präsenz im psionischen Netz aufzunehmen, bringt den Durchbruch in den Verhandlungen. Agrester befreit die VERNE und die Besatzung aus dem Immobilisierungsfeld. Es vergehen mehrere Tage, in denen sich die Besatzung langsam erholt. Unterdessen erkunden Pral und Ucuz das psionische Netz und erkennen zwei Brennpunkte. Der eine in der Nähe der Scheibenwelt, die nicht erreicht werden kann, der andere im inneren Kern des Handelssterns. Als Mondra, Pral und Ucuz mit Agrester im inneren Kern zusammentreffen erfahren sie, dass es auch für den Stalwart blinde Flecken gibt. Wie erwartet betrifft der eine Fleck die Scheibenwelt. Als die Gruppe den anderen Bereich im Zentrum erkundet, öffnet sich vor Mondra der Zugang zu einem verborgenen Raum. Es erscheint Homunk, der eigentlich Perry Rhodan erwartet hat. Das Gespräch wird unterbrochen, weil Homunk ihr mitteilt, dass Rhodan soeben den verborgenen Raum in NEO-OLYMP betreten habe und dies wichtiger sei.
Die JULES VERNE unternimmt einen Startversuch, da der Psi-Sturm immer stärker wird und die Paratronschirme den Gewalten nicht mehr lange Stand halten können. Der Versuch scheitert. Trotz der Metaläufer-Modifikationen kann die JULES VERNE aus eigener Kraft den Handelsstern nicht verlassen.

Rezension:
Der Autor Leo Lukas stellte mich auch mit dem Teil 2 seines Doppels auf eine harte Geduldsprobe. Auf den ersten Seiten konnte ich keinen großen Unterschied in Stil und Struktur zum Roman der Vorwoche erkennen und habe das Heft erst mal zu Seite gelegt und mich anderen Dingen zugewandt. Dass ich die Geschichte wieder in Angriff genommen habe, ist weniger meiner Neugier zum Fortgang der Erzählung geschuldet, als vielmehr dem Umstand zu verdanken, dass ich nach über 80 Wochen, in denen ich mehr oder weniger regelmäßig einen Beitrag zur Serie verfasst habe, es nicht abrupt und mitten im Zyklus enden lassen wollte. Allerdings bin ich nicht weit von dieser Entscheidung entfernt gewesen.
Nun, nachdem ich das Heft zu Ende gelesen habe, bin ich zwar noch ein gutes Stück davon entfernt, zu sagen: „Ich habe es nicht bereut“ aber ich lasse mich immerhin zur Aussage hinreißen, dass das Heft besser geworden ist, als es anfangs zu vermuten war.
Der Roman weist die typischen Inhaltsmuster auf, die so viele Romane in diesem Zyklus prägen. Damit meine ich zum einen die ewigen Wiederholungen. Gefühlte 10 bis 20 Mal hat der Autor den Aufbau von TALIN ANTHURESTA mit seinen Scheibenwelten beschrieben. Zum anderen der Mangel an echten Aktionen. Der Autor kaschiert gerade diese Schwäche recht geschickt, indem er – wie auch schon im Heft zuvor praktiziert – ständig die Erzählperspektiven ändert und sehr häufig zwischen den Figuren wechselt. Der Roman wirkt dadurch intensiver, was allerdings nicht gleichbedeutend mit unterhaltsamer ist. Unsere Protagonisten erarbeiten sich ihre Erkenntnisse nur selten durch eigene Aktivitäten oder durch angestrengtes Nachdenken. Vielmehr werden die Fortschritte, die sie erzielen, zumeist von außen zugetragen. Im obligatorischen Hauptpersonenkasten steht, dass Mondra Diamond sich zur Visionärin entwickelt. Ich denke, diese Beschreibung bringt es auf den Punkt. Nicht nur Mondra, auch die Figuren der anderen Handlungsebenen haben Visionen, bzw. bekommen sie durch die Autoren verpasst. Schön wäre es jedoch, wenn die Visionen Gestalt annehmen würden, soll heißen, die Autoren schicken ihre Protagonisten los, diese Visionen auf ihren Wahrheitsgehalt oder ihre Umsetzbarkeit hin zu überprüfen. Im vorliegenden Heft bleibt es leider bei Visionen.
Die Sprache des Autors konnte mich nur zum Teil überzeugen. Gut fand ich den Ansatz, einige Dialoge mit einer einfacheren Sprache zu versehen. Fanden diese Unterredungen zwischen den Soldaten der Einsatztrupps statt, die gerade unter Feindfeuer lagen, dann funktionierte das auch. Der Autor greift auf diese etwas gehaltlose Sprache aber auch bei den Dialogen zwischen Tifflor und dem neuen Supermutanten zurück. Das passte nicht ganz. Hier werden schließlich 2 erfahrene Diplomaten geschildert, die einen jahrzehntelangen Dienst für das Galaktikum hinter sich haben. Diese Erfahrung und der zweifellos vorhandene Intellekt sollten sich in der Sprache niederschlagen. Die Dialoge, die Leo Lukas den Beiden angedeihen lässt, sind mir ein bisschen zu platt geraden. Auch die Entdeckung und Entwicklung der Psi-Fähigkeiten von Tanio Ucuz verlaufen in einem nicht hinreichend begründeten Tempo. Ich will mich gar nicht so sehr an der Tatsache stoßen, dass passend zur Bedrohungslage ein Mensch mit darauf abgestimmten Psi-Fähigkeiten aus dem Hut gezaubert wird. Mich stört vor allem die Art und Weise wie Lukas seine Figuren mit der Situation umgehen lässt. Während der Autor seitenweise Platz für Wiederholungen opfert, bzw. vergeudet, ist ihm die Zustandsveränderung seines Protagonisten nur ein paar Sätze wert. Man stelle sich vor, ein Mensch, der stumm geboren wurde, entdeckt plötzlich, dass er doch Laute bilden kann. Bei Leo Lukas würde der sofort munter drauf los plaudern und einen Tag später einen Gastvortrag an einer Universität halten. Diese Ereignisse, die für jeden Menschen eine Zäsur darstellen würden, gingen viel zu schnell vonstatten.
Besser gerieten dem Autor die Erzählstränge mit den Anekdoten vom Berg des Lichts, die sich schließlich mit dem Erzählstrang um Tanio Ucuz vereinigte. Diesen Zusammenhang hatte ich lange nicht erkannt und er stellte somit eine nette Überraschung in einem ansonsten durchschnittlichen Roman dar in dem im Übrigen der Running Gag des Zyklus natürlich nicht fehlen durfte: „Findet das PARALOX-ARSENAL“ wird Mondra von Homunk aufgefordert.