Articles for this day of 11. August 2010

Ansichten zu PR 2552

Totenspiel – Handlung:

An Bord des Handelssterns FATICO sieht Sinnafoch nur einen Ausweg. Er will die Hibernationswelten in Anthuresta erreichen. Nur dort kann aus seinem biologischen Erbgut ein Klon von ihm erstellt werden, wohin sein Vamu im Falle seines Todes flüchten kann. Er programmiert den Handelsstern JERGALL als Ziel seines Transfers. Der C-Controller gibt ihm etwas überraschend die Auskunft, dass die Transportportale FATICOs auch einen Schlachtturm und ein Feindschiff erfasst haben. Bei dem Feindschiff handelt es sich um die JULES VERNE. Sinnafoch programmiert auch für diese beiden Schiffe JERGALL als Zielort und instruiert die dortige Besatzung, das Terranerschiff gebührend in Empfang zu nehmen. Gemeinsam mit Kruuper und Philip tritt der Vatrox die Reise nach Anthuresta an.

Während des Transfers verliert der Frequenzfolger das Bewusstsein. Er erlebt die Zeit seiner ersten Wiedergeburt auf Hibernation-6 und in der Folge einen Einsatz als Frequenzanwärter an Bord des Schlachtlichts DEKTEROM in der Galaxis Kaskallen, die zu den 11 Galaxien des Polyport-Netzes gehört und von der Frequenz-Monarchie zurückerobert wird. Im Einsatz mit dem Frequenzanwärter sind auch Soldaten aus dem Volk der D´Tar.

Der immer noch bewusstlose Sinnafoch, Kruuper und Philip erreichen nach Ende des Transfers nicht wie erwartet den Handelsstern JERGALL. Stattdessen finden sich die 3 so unterschiedlichen Wesen auf einem unbekannten Planeten inmitten einer Graslandschaft wieder. Auf dem Planeten herrschen ähnliche Bedingungen wie im Handelsstern FATICO. Für Kruuper ist das ein Problem, da die Ressourcen seines Raumanzuges begrenzt sind. Er versucht vergeblich mit Sinnafochs Controller einen Transferkamin zu lokalisieren und zu aktivieren.

Zur gleichen Zeit im Land D´Tarka rüstet sich der geniale Erfinder F’har aus dem Volk der D´Tar mit seinem Gehilfen L´hete zu einem Wettstreit mit seinem Widersacher Kritt´han. Der Wettstreit wird mit 2 Dampfmaschinen im Zentrum der Stadt ausgetragen. F’har tritt mit der „Geschwungene Linie“ gegen die „Ruhm des Kreises“ von Kritt´han an. Überraschend verliert F’har das Duell und rast mit seinem Gefährt aus der Stadt. Da macht er eine Beobachtung. Eine blaue Röhre aus Licht steht für kurze Zeit am Horizont und verschwindet dann. F’har lenkt seine Maschine in diese Richtung. Dort angekommen entdeckt F’har 3 Fremde. Er schmuggelt Sinnafoch, Kruuper und Philip mit seiner Maschine in die Stadt D’Tarm. Wie es sich herausstellt glauben die Bewohner des Landes D´Tarka, dass ihre Welt eine Scheibe ist. Im innersten Kreis der Stadt D’Tarm soll es einen Transferkamin geben. F´har wird von Kruuper überredet, die 3 Fremden dorthin zu bringen.

 

Rezension:

Auch Frank Borsch startet mit einem Doppelband in die 2.Halbzeit des Stardust-Zyklus. Danach kommt noch ein Doppel von Leo Lukas. Geht das jetzt so weiter?

Das „Totenspiel“ gefiel mir recht gut. Direkt nach dem Halb-Zyklusauftakt wird nach Expokraten-Philosophie meist erst mal das Tempo herausgenommen. Mithin ein undankbarer Job für Frank Borsch. Zwar brachte der Roman keinen Fortschritt in Bezug auf die eigentliche Handlung aber die Geschichte über den Erfinder und die Abrisse der Vergangenheit Sinnafochs hat der Autor gut rüber gebracht. Erfreulich auch, dass der Autor die Figur des Philip zurückhaltend eingesetzt hat. Die Entwicklung des Okrills hat mir in den vergangenen Heften, wie mehrfach erwähnt, nicht sonderlich zugesagt.

 

Ansichten zu PR 2551

Das Wunder von Anthuresta – Handlung:

Im Inneren des Handelssterns TALIN ANTHURESTA erwacht ein Kristallwesen nach langem Schlaf. Es gibt sich den Namen Clun’stal und weil es ohne seinen Herrn Fogudare ein Nichts, ein Niemand ist, nennt es sich Clun’stal Niemand. Als das Kristallwesen für kurze Zeit die mentale Präsenz seines Herrn und Meisters Fogudare spürt, kehrt ein Teil seiner Erinnerung zurück. Der Meister hört sich jedoch verwirrt an. Clun’stal vermutet, dass die Psi-Materie möglicherweise außer Kontrolle geraten ist und Unbekannte, die er in TALIN ANTHURESTA entdeckt, dafür verantwortlich sind. Das Kristallwesen beschließt, die Fremden aufzuspüren. Die ersten Kontakte verlaufen anders, als sich Clun’stal das vorgestellt hat. Clun’stal sieht größere Ähnlichkeiten zwischen den Fremden und Fogudare, als vorher angenommen. Als er sich einem der Fremden telepathisch öffnet, teleportiert dieser jedoch in Panik und zieht dabei Körpermasse von Clun’stal mit.

Rhodan und Mondra stehen noch immer in der Halle mit dem alten Transferdeck. Seit Ihrer Ankunft und der Anzeige der 20.000 Welten im Controller hat sich das Konzept nicht vom Fleck gerührt. Doch plötzlich kehren die Hyperkristalle zurück und hüllen das Konzept ein. Durch den Kontakt bricht der Metabolismus von Tschubai/Lloyd zusammen. Als Mondra und Rhodan schon glauben, dass das Konzept tot ist, richtet sich Tschubai/Lloyd auf und teilt mit, dass sie Clun’stal Niemand helfen müssen. Die Gruppe kehrt ins Basis-Lager zurück. Dort taucht überraschend Mikru auf und teilt mit, dass die MIKRU-JON die VERNE verlassen hat. Mikru hat die Psi-Folie Thora in sich aufgenommen. Sie teilt mit, dass eine weitere Psi-Folie anwesend ist. Die Folie ist von Ramoz und sehr mächtig. Mikru kann schließlich auch diese Folie in sich aufnehmen. Mikru ist nun stark genug, um auch die Psi-Folie Kantor zu besiegen.

Clun’stal Niemand kann das Konzept von seinen friedlichen Absichten überzeugen. Er führt die Gruppe um Rhodan in eine riesige Halle, in der gigantische, 50 Meter große versteinerte Wale stehen. Um eines der steinernen Wesen entsteht eine Wolke aus Psi-Materie und sickert in den Körper ein. Fogudare erwacht zum Leben. Doch Fogudare ist wahnsinnig und greift die Gruppe an. Rhodan löst schließlich auf Bitte von Clun’stal eine Schaltung aus, die den Wal tötet.

 

Rezension:

Der Roman von Michael Marcus Thurner lebt anfangs noch von der Spannung, die in der 2. Hälfte von Heft 2550 aufgebaut wurde. Leider kann der Autor diesen Spannungsbogen nicht aufrechterhalten. Thurner hat es schlicht verpasst, die Elemente seines Doppelromans in die richtige Reihenfolge zu bringen. Zudem krankt die Story an zu vielen Nebenschauplätzen (Mikru, Drrdin, Chucan Tica, Psi-Folien, Thalia etc.). Für diese einzelnen Stränge musste in 2551 erst eine Lösung erarbeitet werden. In der Folge kam die Haupthandlung um den Handelsstern und die Entdeckung der 20.000 Welten zu kurz. Thurner hat die Entdeckung der 20.000 Welten an das Ende von 2550 gelegt. Dumm nur, dass alles was danach kam, eher zweitrangig war. Besser wäre es gewesen, die Einführung von Fogudare und sein Erwachen an das Ende von 2550 zu stellen und vielleicht ein bisschen mehr über die Anthurianer auszusagen und die Entdeckung der Scheibenwelten an das Ende von 2551 als Cliffhanger zu stellen.

 

Stilblüte (Seite 30):

Doch Frauen hatten eine eigene Sichtweise. Eine, die mir manchmal fremder erschien als jene von Superintelligenzen oder Kosmokraten.