Articles for the Month of Juni 2010

Ansichten zu PR 2546

26 Minuten bis ITHAFOR – Handlung:

Auf dem Weg nach Gleam in Andro-Beta hat die JULES VERNE die MIKRU-JON mit Perry Rhodan, Mondra Diamond und dem Konzept Tschubai/Lloyd in der Nähe des Polyport-Hofs DARASTO abgesetzt. Als sich das Obeliskenschiff der geheimen Position des Hofes nähert, spüren die Sensoren der MIKRU-JON Schlachtlichter der FM auf. Nach einigen Positionswechseln verschwinden die Feinde jedoch in Richtung Andromeda. Rhodan geht an Bord von DARASTO. Zusammen mit dem Halbspur-Changeur Akika Urismaki, dem Acroni Perbo Lamonca und Grek 363 sucht Rhodan den verborgenen Raum von DARASTO auf. Er legt den B-Controller in die Vertiefung eines Terminals. Rhodan hat die Absicht, den Hof nach Gleam zu versetzen. Nach einigen Versuchen gelingt es ihm, den Hof zu starten und aus der Atmosphäre des Gas-Planeten nach Gleam zu versetzen. Der Flug über die 1190 LJ nimmt gerade mal 2 Minuten in Anspruch.

Dort angekommen nimmt Perry Rhodan zusammen mit dem Konzept auf einem der Transportschlitten Platz. Er will nach ITHAFOR reisen. Außerdem nimmt er 18 der erbeuteten A-Controller mit. Die Reisezeit wird ca. 26 Minuten dauern.

Auf GLEAM trifft sich Atlan derweil mit den Kommandierenden der Allianz. Zusammen plant man, alle Hibernationswelten und alle von der FM besetzten Polyport-Höfe und Distribut-Depots gleichzeitig anzugreifen. Die Maahks und die Tefroder stellen dazu weitere gewaltige Flottenverbände zur Verfügung. Mit diesen Schiffen ist die Allianz zwar zahlenmäßig der FM überlegen, die in Andromeda noch 110.000 Schlachtlichter und 30.000 Walzen der geklonten Gaids zur Verfügung hat. Trotz ihrer mehr als 300.000 Schiffe ist die Schlagkraft der Allianz-Flotte jedoch zu gering. Der von Rhodan nach Gleam gebrachte Polyport-Hof dient als Ausgangsbasis für die Angriffe auf die anderen Höfe Andromedas.

Inzwischen haben Rhodan und das Konzept ITHAFOR erreicht. Unterwegs kam es zu einem merkwürdigen Zwischenfall. Durch den Schlitten lief während des Transfers ein Ruck, so als sei er aufgehalten oder abgebremst worden. Außerdem schienen beide Passagiere unter Halluzinationen zu leiden. Rhodan macht sich zwar Gedanken darüber, findet aber keine Erklärung für die Phänomene. Die beiden werden von Julian Tifflor und seinem Sicherheitschef Tanio Ucuz in Empfang genommen. Rhodan informiert Tifflor über die Lage in Andromeda und unterbreitet ihm den Plan mit tausenden von Robotern, Kleinraumern, Raumjäger, die durch die Transferkamine passen, die anderen Höfe angreifen zu wollen. Tifflor soll diese Einheiten zur Verfügung stellen. Der Galaktikumsbeauftragte informiert die Kommandierenden ITHAFORs und PRAETORIA. Anschließend bittet er Rhodan darum, mit nach Andromeda reisen zu dürfen um sich als Vertreter des Galaktikums einen eigenen Überblick der Lage zu verschaffen. Rhodan willigt ein und gemeinsam treten sie die Reise über das Polyport-Netz an. Auch Tanio Ucuz ist mit von der Partie. Auch die Rückreise verläuft nicht problemlos. Wieder ruckelt der Schlitten mehrmals und Rhodan überlegt, ob sich die physikalischen Rahmenbedingungen, womöglich der hyperphysikalische Widerstand ändert. Auf DARASTO angekommen behauptet der Halbspur-Changeur Akika Urismaki, dass der Schlitten einen Defekt habe, den er nun beheben wolle. Rhodan findet das merkwürdig, da die Schlitten lediglich einfache Gestelle ohne Antriebssysteme sind aber er lässt Urismaki gewähren.

Unterdessen beobachtet der selbsternannte Oberbefehlshaber der FM in Andromeda Sinnafoch mit Sorge, dass immer mehr Vatrox Suizid begehen. Damit soll das Geistwesen VATROX-CUUR gestärkt werden. Durch den Verlust der 150.000.000 Vamu ist die oberste Instanz der Vatrox geschwächt worden. Er beschließt den Handelsstern FATICO zurückzuerobern, da nur darüber die Verbindung nach Anthuresta aufrechterhalten werden kann. Von den 50.000 Schiffen, die Hibernation-6 bewachen nimmt er 40.000 Schiffe und fliegt damit zum Handelsstern. Auf FATICO ist mittlerweile auch Julien Tifflor mit seinem Sicherheitschef eingetroffen und erkundet das gigantische Gebilde. Plötzlich werden die Umweltbedingungen verändert. Die Schwerkraft verzehnfacht sich. FATICO wird angegriffen. Atlan vermutet sofort, dass die Schlachtlichter von Hibernation-6 gekommen sein müssen. Er lässt einen Teil der Allianz-Flotte, die für den Angriff auf Hibernation-6 vorgesehen war sofort umleiten.

 

Rezension:

Ein kurzweiliger Roman von Arndt Ellmer ohne größere Höhepunkte. Der Autor wechselt ständig die Schauplätze und Personen. So wird es zwar nie langweilig, allerdings leiden Dialoge und Beschreibungen unter dieser Hatz. Beispiel: Julien Tifflor trifft nach Jahrhunderten auf die alten Freunde Tschubai und Lloyd. Als einzige Reaktion erlaubt der Autor seinen Protagonisten Tifflor den überraschten Ausspruch: Ras? Anschließend unterhalten sich Tifflor und Rhodan über die Arbeitsweise von Scannern und über Standardvorschriften. Lieber Arndt, das war gähnend langweilig.

In meiner Zusammenfassung des Romans habe ich die Zwischenspiele um den Atto RourSi ausgelassen. Dieser war im vorherigen Roman von der Besatzung der MICHAEL FREYT III gerettet worden. Der Atto misstraut seinen Rettern. Als Geschichtenerzähler erinnert er sich daran, wie er sich auf die gefahrvolle Suche nach der Heimatwelt der Okrivar aufgemacht hatte, die er für Verwandte der Maahks hielt. Ob er diese Heimatwelt gefunden hat, lies der Autor weitestgehend im Unklaren, ebenso, ob sie Verwandte der Maahks seien. Da der Autor diesen Part in Rückblenden beschrieb, war allerdings von Anfang an klar, dass der Atto dieses Abenteuer unbeschadet überstehen würde. Da die Inhalte, bzw. die Ergebnisse der Rückblenden letztlich unklar blieben, ist es schwer zu beurteilen, ob sie wichtig für den Serienverlauf sind oder nur eine nette Idee des Autoren darstellen.

Der Roman war ansonsten routiniert geschrieben. Das Heft hat wohl einen einzigen Zweck. Alle Protagonisten sollen für den Showdown an ihren jeweiligen Handlungsort geschickt werden. Wie auf einem Spielfeld hat der Autor alle möglichen Handlungsorte besucht und seine Spielfiguren in Stellung gebracht. Nächste Woche liegt es nun an Marc A. Herren, diesen Figuren Leben einzuhauchen, bzw. das Spiel zu beginnen.

 

Meine Eindrücke vom Colonia-Con 2010

Nachdem ich den Colonia-Con zuletzt im Jahr 2004 besucht hatte, war es wieder mal an der Zeit in die Stadt am Rhein zu fahren. Ich reiste am Freitag, den 04.06.10 an. Die Wettervorhersage versprach für das Wochenende reichlich Sonnenschein. Auch am Freitag war schon ein Superwetter. Ich habe wie immer im Viktoria-Hotel eingecheckt. Das liegt in der Nähe der Zoobrücke und geht man da rüber oder nimmt die Seilbahn, dann kommt man direkt zum Jugendpark wo der Con stattfindet.

Freitag habe ich mich allerdings zuerst in Richtung Refugium aufgemacht, denn dort findet traditionell der Vor-Con statt. Gegen 17:30 traf ich dort ein. Es waren bereits etliche Fans anwesend, Andrea Dornoff, Helmut Freisinger (mit Exo-Skelett, 😉 Gute Besserung!), Hajo, Peter Scharle u.a., die an den zwei Straßentischen saßen. Leider bietet das Refugium keinen größeren Außenbereich, was angesichts des tollen Wetters ein echter Nachteil war und ist. Da nach und nach weitere Fans eintrudelten, mussten wir in den Innenraum „ausweichen“. Später stieß auch noch Marc A. Herren dazu, natürlich Ralf Zimmermann, Achim Mehnert u.a. Schätze, das ca. 25 Leute am Vor-Con teilnahmen. Alles in allem ein lustiger Abend.

 

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Samstag ging’s weiter. Ralf hatte am Freitag angekündigt, dass man ab 09:30 Einlass bekommen würde. Nicht viel später traf ich ein und mitten in den Aufbau. Das da gleich ein Con stattfinden würde, war da noch nicht zu erkennen. Der Eingang war dieses Jahr auf der Rheinseite. Unter dem vorspringenden Gebäudeteil waren zudem Biertische aufgestellt, so dass man draußen sitzen und reden konnte und natürlich auch rauchen. Dem Aufbau bin ich aus dem Weg gegangen und habe mich mit dem Con-Package in die Sonne gesetzt. Neben den obligatorischen Werbeblättern von Fanpro, SunQuest, VPN, Neo-Delphi, Blitz-Verlag u.a. liegt der Con-Tüte ein Taschenheft vom Mohlberg-Verlag „Sigam Agelon“ bei, mit einer Story aus dem Rex-Corda-Universum, dazu noch ein HC der Romantruhe zu „Lex Galaktika“ und natürlich das Con-Buch selbst. Gegen 11:15 war dann offizieller Beginn. Die flammende Eröffnungsrede von Achim und Ralf habe ich wohl verpasst, einige meinten sie hat gar nicht stattgefunden und wieder andere sagten, ein bisschen mehr Mühe hätten die sich schon machen können. Ich habe dann am ersten Programmpunkt teilgenommen. Peter Duelp von der PRFZ (rechts auf der Bühne) stellte mit Marco Scheloske (links auf der Bühne) die überaus erfolgreichen PR-Paper vor.

 

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Aktuell gibt es das PR-Paper Nr. 4 mit dem arkonidischen Kristallpalast und dem PR-Extra Nr. 3 einer MOTRANS-Station. Marco erläuterte die Historie zu den PR-Papern und mit welchen Schwierigkeiten die Arbeiten verbunden sind. Für den Weltcon 2011 arbeitet er wohl auch an einem weiteren PR-Paper, durfte dazu allerdings nicht verraten, um was es da geht. Und er verriet, dass er gern mal die BASIS als PR-Paper bringen möchte. Natürlich als Bausatz mit 100.000 Teilen! Aktuell wird es wohl auch ein Paper zu einem terranischen Shift geben. Bei diesem Projekt sei auch Swen Papenbrock mit dabei. Nach dem Vortrag bin ich gleich zum Stand der PRFZ und habe mir das aktuelle PR-Paper gekauft. Die PRFZ hatte den Stand u.a. mit den bereits erschienenen Modellen dekoriert.

 

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Die nächsten Programmpunkte lies ich ausfallen, stattdessen hatte ich einen längeren Plausch mit Klaus Bollhöfener und verzog mich anschließend mit anderen Con-Teilnehmern zu einem ausgedehnten Mittagessen. Um 16:15 nahm ich dann am Programmpunkt „Autorenlust und Autorenfrust“ von Michael Marcus Thurner teil. MMT füllte die folgende Stunde mit einem sehr kurzweiligen Selbstporträt, einigen Anekdoten und manch Nachdenklichen aus. Unter anderem konnte man erfahren, wie es ihm gelingt, doch den einen oder anderen Gag in seinen Heften unterzubringen, die vom Lektorat (mangels Beherrschung der deutschen Sprache 😉 ) nicht erkannt und entfernt werden und dass er sich diese Leidenschaft mit Leo Lukas teilt. Auch zu den Perry Rhodan Foren hatte er die eine oder andere Anmerkung. So berichtete er, dass es ihn doch sehr nahe gegangen sei, wenn Foristen gerade nach dem Tod von Robert Feldhoff schlecht über den Verstorbenen geredet hätten. Er hat daraus die Konsequenz gezogen und sich eine Zeitlang nicht mehr an Foren beteiligt. Er hat auch klargestellt, dass dies nicht im Galaktischen Forum der Perry Rhodan Homepage passiert sei, sondern in einem anderen Forum.

Direkt im Anschluss folgte der Programmpunkt „Perry Rhodan: Ein Jahr Stardust – und was kommt jetzt?“ Teilnehmer waren Uwe Anton, Wim Vandemaan und Marc A. Herren. Der Auftakt war etwas zäh. Da keine Moderation gemacht wurde, hat Uwe die anwesenden Besucher gebeten, doch direkt mit Fragen zu beginnen. Wim rettete die Situation indem er einen kurzweiligen Ad-hoc-Bericht zum PR-Doku-Film zum Besten gab. Im Oktober soll der ca. 90 Minuten lange Film in die Kinos kommen. Leider konnte er nicht sagen, in welchen Kinos der Verleih den in HD gedrehten Film bringen wird. Aufgrund der rechtlichen Vorgaben in der Verwertung wird der Film dann in einem Jahr im Fernsehen gezeigt werden dürfen. ARTE bringt eine um 30 Minuten gekürzte Fassung und auch der WDR könnte eine gekürzte Fassung bringen. Eine DVD-Verwertung des Films soll möglichst zum Weltcon 2011 zu erwerben sein. Aufgenommen wurden ca. 100 Stunden Film-Material. Wim hat einige Drehorte mit dem Dreh-Team besucht, u.a. waren sie in den USA. U.a. waren sie dort auf der Suche nach dem Geburtshaus von Perry Rhodan. Da Perry Rhodan bekanntlich in Manchester in Connecticut geboren wurde haben sie ein Schild mitgebracht mit der Aufschrift „Birthplace Perry Rhodan …“. Das Schild haben sie dann in verschiedene Vorgärten gerammt und haben nun einige verschiedene Häuser zur Auswahl. Der Bericht von Wim war super. Sehr informativ und humorig vorgetragen. Danach gab Uwe doch noch ein paar Details zum laufenden Zyklus preis. Es wird noch 2 weitere Doppelbände mit Alaska Saedelaere geben, die direkt an die Geschehnisse in Heft 2539 anknüpfen werden. Die Hefte mit Alaska werden von Marc geschrieben und es geht in den Romanen 2558 und 2559 weiter. Der 2. Doppelband zum Thema wird in den 70er Nummern erscheinen. So ca. 2578/79. Der Zyklus wird definitiv mit 2599 enden. Es wird also kein Großzyklus werden. Das Polyport-Netz wird allerdings in den nächsten 200 Heften immer wieder mal eine Rolle spielen. Insofern gibt es lose Verknüpfungen zur laufenden Handlung. Die Andromeda-Ebene endet definitiv in 2549. In dem Heft kommt es laut Uwe Anton zu einem Paukenschlag. Das Sol-System sieht sich (mal wieder) einer Bedrohung ausgesetzt. Danach geht’s nach Anthuresta. Die Milchstraße bleibt aber auch 2. Handlungsebene. Nach 2599 wird es, wenn überhaupt, nur einen kleinen Zeitsprung geben. Uwe hat sich da noch nicht festgelegt.

Dazwischen gab’s die eine oder andere Frage an Uwe Anton. Viel mehr wurde nicht verraten. Der Rest waren dann mehr Frotzeleien zwischen den Beteiligten zu Todeslisten der ZA-Träger, zu nicht gelesenen Exposés und anderen Themen. Sehr lustig aber ohne echten Informationsgehalt.

Als nächster Programmpunkt lief der Animationsfilm „Operation TEMPUS“ von Raimund Peter. Der Film lief ja auch schon auf dem Garching-Con im vergangenen Jahr. Da ich damals den 1. Teil verpasst hatte, habe das jetzt nachgeholt. Eine wirklich beeindruckende Arbeit!

Ab 19:30 ging dann der CON-Tag, was das Programm anging zu Ende. Es folgte der Grillabend. Ein bisschen schade war wieder mal der späte Beginn des „Grill anwerfens“. Dadurch und dass auch zahlreiche Con-Teilnehmer noch dabei waren hat es 2 Stunden gedauert, bis ich eine Wurst auf dem Teller hatte. Für den zweiten Teller war dann wieder 1 Stunde Wartezeit angesagt. Ich habe mich gegen 23:00 Uhr verabschiedet und bin noch bei Italiener essen gegangen. Manch andere Con-Teilnehmer sind noch gegen 22 oder 23 Uhr mit dem Zug abgereist. Auch für diese Teilnehmer ist die Organisation des Grillabends leider recht unglücklich abgelaufen. Als ich 2004 zuletzt am Colonia-Con teilnahm, war die Situation übrigens genau so. Wie gesagt, das könnte man durchaus besser machen.

Für Sonntag war das gemeinsame Frühstück erst ab 10:30 angesetzt und die weiteren Programmpunkte ab 11:45 Uhr. Das war für mich viel zu spät und ich habe die Heimreise angetreten.

Fazit: Die wenigen von mir besuchten Programmpunkte waren prima, besonders MMT. Zu den anderen Programmen des „Heftchen-Cons“ kann ich nichts sagen. Die Organisation könnte besser sein und der Sonntag beginnt viel zu spät. Für den Vor-Con wäre eine andere Lokalität durchaus angesagt. Zwischen Billardtisch, Flippertischen und Dartspielen in einer (ehemals) verrauchten Kneipe zu sitzen ist für den einen oder anderen langjährigen Teilnehmer möglicherweise schon gelebte Tradition aber so richtig toll ist das nicht.