Articles for the Month of Juni 2010

Ansichten zu PR 2549

Feueraugen – Handlung:

Nach der Zerstörung von Hibernation-6 leiden Atlan und die Besatzung der JV-1 nach wie vor unter einer starken mentalen Präsenz. Obwohl er in seiner Wahrnehmung eingeschränkt ist, beobachtet Atlan das Erscheinen eines Feuerauges. Das PSI-Phänomen greift jedoch nicht in die immer noch stattfindenden Kämpfe ein. Zudem beobachten die Orter der JV-1, dass das Feuerauge deflagriert oder von irgendetwas aufgezehrt wird, das die Orter nicht erfassen können. Ob der mentale Druck durch das Feuerauge bewirkt wird, kann der Arkonide nicht erkennen aber auch nicht ausschließen. Gucky fordert Atlan dazu auf, zum Handelsstern zu fliegen, um Rhodan zu warnen.

Nahe FATICO ist die Schlacht vorerst zu Ende. Die Alliierten halten weiter die Stellung um den Handelsstern und die beiden Feueraugen haben bisher nicht in die Kämpfe eingegriffen. Rhodan fühlt sich durch die Feueraugen beobachtet. Während Rhodan die Meldungen aus den verschiedenen Einsatzorten durchgeht, koppelt das Mittelteil der Verne an die Kugelzelle der JV-2 an und Tifflor kommt an Bord. Rhodan nimmt einen Reboot FATICOs vor, doch der Handelsstern, der bisher immer auf seinen B-Controller reagierte und die Sonnentarnung deaktivierte, reagiert diesmal nicht. Die Systeme werden trotz mehrmaliger Versuche nicht heruntergefahren. Tifflor und Rhodan vermuten dahinter den Einsatz eines C-Controllers und stellen Überlegungen an, dieses Gerät in die Hände zu bekommen. Außerdem kommen Rhodan, Tifflor und Diamond zu der Erkenntnis, dass irgendetwas die Vatrox bei den Kämpfen um den Handelsstern geschützt haben muss. Die Krathvira haben deutlich weniger Vamu gefangen, als dies an anderen Einsatzorten gelungen sei. Rhodan vermutet, dass entweder die Feueraugen oder der C-Controller die Vatrox vor dem Zwang der Entleibung schützte. Er will mit Tschubai/Lloyd reden, ob der ihn mit PSI-Materie-Unterstützung auf ein Schlachtlicht der FM bringen kann, wo er den C-Controller vermutet.

Da treffen Atlan und Gucky mit der JV-1 ein. Als Gucky per Transmitter auf der JV-2 eintrifft und mit Rhodan die Hauptleitzentrale betritt, gerät die Besatzung plötzlich unter eine starke mentale Belastung. Rhodan bleibt bei Bewusstsein. Gucky eröffnet ihm, dass er unter Kontrolle von VATROX-CUUR stehe. Rhodan ist bereit, mit dem zweiten Triumvir zu sprechen. Aus dem Mund Guckys fordert VATROX-CUUR Rhodan auf, sich für die Angriffe zu rechtfertigen. Das Polyport-Netz mit seinen Höfen, Distribut-Depots und Handelssternen befindet sich seit Jahrmillionen im Besitz der FM. Rhodan entgegnet, dass er lediglich die Freiheit und Selbstbestimmung der Völker verteidigen würde, die von der FM angegriffen werden. VATROX-CUUR benennt VATROX-VAMU als den eigentlichen Feind und fragt Rhodan, warum sie nicht gemeinsam gegen VATROX-VAMU vorgehen wollen. Rhodan vermutet das VATROX-CUUR geschwächt ist und die Alliierten mittlerweile sogar fürchtet. Er fordert die Einstellung sämtlicher Angriffe in allen Galaxien, dann wäre er bereit, mit der FM zu verhandeln. VATROX-CUUR lehnt ab und teilt Rhodan mit, das dieser nun die Konsequenzen selber tragen müsse. Plötzlich wechselt die Umgebung. Rhodan hat, wie es scheint, die JV-2 verlassen. Von der JV-1 verliert Atlan den Kontakt zur JV-2.

Rhodan findet sich unterdessen an einem ihm unbekannten Ort wieder. Nach und nach setzt sich in ihm aber die Erkenntnis durch, dass er nach wie vor auf der JV-2 ist und er unter dem Einfluss von VATROX-CUUR steht. Es sind vor allem Erinnerungen aus den letzten Monaten, die von VATROX-CUUR dazu verwendet werden, um Rhodan zu manipulieren. Doch Rhodan hat nun auch Momente, in denen er schemenhaft die Realität an Bord der JV-2 wahrnimmt. Er sieht einen Doppelgänger von sich, der sich an den Terminals der JV-2 zu schaffen macht. Atlan erkennt von außerhalb, dass die Schutzschirme der JV-2 deaktiviert wurden. Er lässt mit anderen Schiffen einen Schutzwall bilden. Rhodan hat sich erneut in die Realität zurückgekämpft. Er zündet eine der Kugeln mit PSI-Materie. Der geschwächte VATROX-CUUR beginnt sich aufzulösen. Wie es sich herausstellt, ist es der Atto, der unter der Kontrolle von VATROX-CUUR stand. Das Konzept teleportiert den geschwächten Atto in die Nähe des nächsten Krathvira. VATROX-CUUR verflüchtigt sich.

Dies wird auch von Sinnafoch beobachtet. Mit Kruuper und Philip verlässt er seinen Schlachtturm und wechselt per Transmitter auf den Handelsstern. Auf der JV-2 wird Ortungsalarm ausgelöst. Ein Teil der Sonnenkorona verändert sich und es werden Charakteristika angemessen, die denen der Transferkamine eines Polyport-Hofes vergleichbar sind. Es bildet sich ein Schlauch, der sich rasch in Richtung der JULES VERNE bewegt. Ein zweiter Schlauch bewegt sich in Richtung eines plötzlich materialisierten Schlachtturms. Rhodan schickt Gucky und den Atto von Bord und zündet die letzte Kugel PSI-Materie, die er zur Verfügung hatte. Den Transfer kann er jedoch nicht verhindern. Der Schiffsverbund aus JV-2 und Mittelteil wird von dem riesigen Transferkamin geschluckt, während der JV-1 die Flucht gelingt. Rhodan spürt noch, dass etwas ganz anders verlief als während eines üblichen Polyport-Transfers.

Am 26. April 1463 NGZ gibt OORT-149, eine automatische Messstation 49 Milliarden Kilometer von SOL entfernt Alarm. Ein Feuerauge ist materialisiert.

 

Rezension:

Der Einstieg in die Handlung ist ein wichtiges, vielleicht so gar das wichtigste Element des ganzen Romans. Spricht mich die Geschichte nicht sofort an, kann oftmals der ganze folgende Rest nichts mehr rausreißen. Um es vorwegzunehmen, der Einstieg war zäh und hat mir gar nicht gefallen. Der Autor hat gar nicht erst versucht, mit seiner Geschichte etwas Besonderes zu schreiben, ein bestimmtes Stilelement einfließen zu lassen oder eine andere Erzählperspektive als in den Romanen der Vorwochen zu wählen. Da dem Autor zumindest die Exposés bekannt sind, ist es enttäuschend, dass der Handlungsaufbau im Wesentlichen erneut den Schemata der vergangenen Wochen folgt. Der zweite Fehler, den Hubert Haensel aus meiner Sicht gemacht hat, sind diese erbarmungslosen trivialen Satzkonstruktionen, mit denen er seinen Einstieg ausstaffierte. Beispiel gefällig? „Er wimmerte unter dem Skalpell der Selbstvorwürfe, das seine Seele sezierte“ oder „Die Zeit verschlang alles und tötete jeden – früher oder später.“

Die Sequenzen, in der Rhodan unter dem Einfluss VATROX-CUUR’s stand, wirkten auf mich seltsam uninspiriert. Der Halbzyklusabschluss geriet nicht gerade zu einer Meisterleistung des Autors. Er war routiniert geschrieben. Wie oft habe ich diesen Ausdruck in meinen Ansichten zu den Romanheften eigentlich schon gebraucht? Ab wann geht Routine in Langeweile über? Na ja, früher oder später … 😉

 

Den Exposés der letzten Wochen fehlte es am logischen Aufbau. Das Eingreifen der Geistesmacht VATROX-CUUR kam zu spät. Die Demontage des Gegners geriet zu einfach. In den Romanen werden als „Argumente“ angeführt, dass die FM die Alliierten unterschätzt hat, dass die FM sich zu sehr auf die Suche nach dem PARALOX-ARSENAL konzentrierte und dass der FM die Sicherung des Polyport-Netzes wichtiger war. Doch genau davon war so gut wie nichts zu lesen! Von den ach so überzeugten Vatrox kennen wir nur einen einzigen Vertreter halbwegs gut, Sinnafoch. Doch der wurde von den Autoren in den letzten Heften geradezu stiefmütterlich behandelt, soll heißen, er war so gut wie nicht präsent. Von der ach so verzweifelten Suche nach dem PARALOX-ARSENAL durch die FM war auch so gut wie nichts zu lesen. Stattdessen tummelten sich die Schlachtlichter der FM in der Nähe der Hibernationswelten um darauf zu warten, abgeschlachtet zu werden. Sicher, ein paar Polyport-Höfe gerieten unter die Kontrolle der FM. Aber ansonsten glänzte der Gegner durch Passivität. Wurde die FM anfangs geschildert, als eine Macht, die dazu auserkoren war, zu herrschen, haben die recht wenig Eigeninitiative entwickelt, um diesen Anspruch gerecht zu werden.

 

Einige Themen, die von den Autoren in der Andromeda-Ebene angerissen wurden, sind nach wie vor offen. Ob sie in der 2. Zyklushälfte gelöst werden oder später nochmals aufgegriffen werden, bleibt unklar. Das Schicksal der Schattenmaahks sei hier erwähnt oder die Entdeckung des Wales durch Wissenschaftler der JULES VERNE.

 

Ansichten zu PR 2548

Hibernationswelten – Handlung:

Wenige Stunden vor dem Angriff der Alliierten auf die Hibernationswelten der Frequenz-Monarchie drohen die zur Ablenkung gedachten Angriffe auf die Distribut-Depots in einem Desaster zu enden. Durch die Freisetzung von PSI-Materie durch die Feueraugen erleiden die Flotten der Alliierten schwere Verluste. Hilfe kommt jedoch durch die Andromeda-Haluter. Diese haben nach Zerstörung des Sicatemo-Systems Ihre Heimat Halpat verlassen und unterstützen mit 1500 Schiffen jetzt den Einsatz bei den Distribut-Depots.

Knapp 4 Stunden vor dem entscheidenden Angriff trifft auch Perry Rhodan Vorbereitungen für den Ernstfall. Zusammen mit Oberst Gregor Tovar, dem zweiten Stützpunktkommandanten von Gleam sucht er den verborgenen Raum von DARASTO auf. Er bringt Homunk dazu, den Oberst als seinen Stellvertreter zu akzeptieren. Sein Stellvertreter bekommt einen Controller des Typs A, der von Homunk mit einer Hochrangberechtigung versehen wird. Außerdem teilt der Bote von ES Rhodan mit, dass ihm kein normaler Controller der Klasse B übergeben wurde. Eindringlich wird Rhodan noch mal darauf hingewiesen, dass er das PARALOX-Arsenal zu finden hat und das VATROX-VAMU mittlerweile in Anthuresta und Far Away aktiv geworden ist. Rhodan ruft NEO-OLYMP und gibt die Warnung weiter, erhält aber keine Antwort. Rhodan schaltet Verbindungen zu den Distribut-Depots LORRAND über Hibernation-6 und KJALLDAR und HASTAI im Bengar-Sternhaufen. Damit beginnt der Entlastungsangriff der Alliierten über die Transfer-Kamine. Tausende Roboter, Shifts, Jäger und andere Kleinraumschiffe werden auf den Weg gebracht. Auch das Konzept Tschubai/Lloyd betritt den Transferkamin nach LORRAND. Er trägt PSI-Materie. Mit der Explosion will er auf die VATROX einwirken. Auf LORRAND angekommen, geraten er und die Raumlandesoldaten sofort in heftige Kämpfe. Das Konzept setzt die PSI-Materie in mehreren Dosierungen ein. Die Vatrox setzen daraufhin Ihr Vamu frei. Tschubai/Lloyd nimmt einen Teil der freigegebenen Energie auf und teleportiert die Station über eine Distanz von 2 Milliarden Kilometer.

Rhodan verlässt DARASTO und fliegt mit der JV-2 zum Handelsstern. Auf dem Weg dorthin stückelt er die PSI-Materie, die er von Homunk erhalten hatte auf und lässt sie in Flugkörper einsetzen. Bei FATICO eingetroffen unternimmt Rhodan sofort einen Reboot der Handelssternsysteme. Sinnafoch sieht einen Zusammenhang zwischen der Rückkehr der JV-2 und dem Reboot der Systeme. Er befiehlt den Angriff auf die Flotte der Alliierten und Rhodan setzt die PSI-Materie ein. Tausende VATROX sterben und ihr Vamu wird in den ÜBSEF-Sammlern gefangen. Dennoch entbrennt die Schlacht in aller Härte.

Die Distribut-Depots KJALLDAR und HASTAI im Bengar-Sternhaufen stehen weitgehend unter Kontrolle der Alliierten aber im Raum tobt noch immer der Kampf gegen die Schlachtlichter der FM als weitere Schiffe im Bengar-Sternhaufen eintreffen. Andere Andromeda-Völker greifen nun ebenfalls die FM an.

Schließlich beginnt der Angriff auf die Hibernationswelten. Nach verlustreichen Einsätzen sind insgesamt 1,384 Milliarden Vatrox-Bewusstseine eingefangen. In der JV-1, von der aus Atlan den Kampf gegen Hibernation-6 geleitet hat, wird Gucky von RourSi in dessen Kabine gerufen. Der Atto spürt eine starke Geistesmacht, die von Hibernation-6 kommt. Auch Gucky spürt nun diese mentale Präsenz. Er informiert Atlan, der sofort die Zerstörung von Hibernation-6 befiehlt. Der Planet wird vernichtet aber plötzlich brechen Besatzungsmitglieder zusammen. Gucky teleportiert noch in RourSis Kabine und spürt die beginnende Ohnmacht. Er hat Angst, dass sein Vamu verweht und von einem Seelenkerker eingefangen wird …

 

Rezension:

Die Schlacht geht weiter. Der Roman von Hubert Haensel ist zwar routiniert geschrieben, allerdings bar jeder Überraschung, wobei Tschubai/Lloyds Teleporter-Aktion mit dem Polyport-Hof schon das Zeug gehabt hätte, als überraschendes Element zu dienen. Das mich dieser Part dennoch nicht ins Erstaunen versetzte liegt an der bemerkenswert banalen Erzählweise. Da wird mal eben etwas PSI-Materie konsumiert und schon geht die Post ab. Es ist im Übrigen erstaunlich, dass der Allianz-Seite nur ein paar wenige Gramm dieser Wunderwaffe ausreichen, um die FM in allen Belangen zu schlagen. Die FM, die seit Jahrmillionen nichts anderes tut, als PSI-Materie zu sammeln und damit umzugehen, kann einem richtig Leid tun. Denen steht das Zeug kiloweise zur Verfügung, aber außer ein paar Hyperraumeinbrüchen, mit denen sie sich zum Teil sogar selbst schaden, können die nichts damit anfangen. Das ist wenig glaubhaft liebe Autoren. Na ja, auf Seite 37 in der Werbung für die Hefte ab 2550 steht: „Ein Feuerauge aus PSI-Materie bedroht die Erde“. Da geht dann vielleicht ja doch noch mal was für die FM. Aber im Ernst, glaubt irgendjemand dass die Autoren SOL zur Nova werden lassen?

 

Es ist auch schade, dass der Autor insbesondere eine Hauptfigur der Gegenseite so gut wie gar nicht agieren lässt. Von Sinnafoch hätte ich mehr erwartet und gern mehr gelesen. Stattdessen kredenzt uns der Autor die dümmlichen Aussprüche des technikmanipulierten Okrill. Hubert Haensels Roman ist der erste Teil eines Doppelbandes, das die Andromeda-Ebene abschließen wird. Und es ist der dritte Roman in Folge, der sich mit dem Aufmarsch und der Schlacht gegen die Frequenz-Monarchie beschäftigt. Obwohl die letzten 3 Romane von 3 unterschiedlichen Autoren (Ellmer, Herren, Haensel) geschrieben wurden, kann ich beim Stil keine großen Unterschiede erkennen. Die Exposés waren, was die Anzahl der Schauplätze, der handelnden Personen und das zu handhabende Material anging, derart überfrachtet, dass für die Autoren kaum Platz blieb, um individuelle Gepflogenheiten in den Romanen unterzubringen. Am besten ist dies noch Marc A. Herren gelungen.

 

Ansichten zu PR 2547

Garrabo in den Tod – Handlung:

Auf dem Handelsstern FATICO hat sich die Schwerkraft auf 10 Gravos erhöht und der Funkkontakt zu anderen Einheiten ist gestört. Tifflor vermutet keine technischen Störungen sondern geht von einem gezielten Zugriff auf die Anlagen aus. Als endlich wieder Funkkontakt hergestellt wird und Ortungsdaten zur Verfügung stehen, erkennt Tifflor, dass die FM mit einer großen Flotte die Allianzschiffe angreift. Diese ziehen sich in die Sonnenkorona des Handelssterns zurück. Über das Transferdeck verlässt Tifflor den Handelsstern in Richtung DARASTO, um Atlan zu berichten. Von dort gelangt er auf die JULES VERNE, die sofort in Richtung FATICO startet. Auf dem Flug plant Atlan einen Teil der Flotte, der für den Angriff auf Hibernation-6 vorgesehen war, mittels Situationstransmitter nach FATICO umzuleiten. Als das Hantelschiff bei FATICO eintrifft, ergibt sich erstmal eine Pattsituation. Die Allianz-Flotte steht so dicht am Handelsstern, dass die Schlachtlichter keine Möglichkeit haben, diese anzugreifen, ohne FATICO zu gefährden. Die JULES VERNE teilt sich. Rhodan nimmt die JV-2, um vor Ort mit seinem B-Controller zu versuchen, den Handelsstern zu beeinflussen. Tifflor begibt sich ins Mittelteil und Atlan verbleibt in der JV-1, mit der er Kurs auf das Multika-Duo nimmt. Als erste Maßnahme leitet Rhodan einen Reset der Systeme FATICOs ein. Dadurch gewinnt die Allianz Zeit, denn während die Systeme heruntergefahren sind, kann auch die FM mit ihrem C-Controller keinen Einfluss vornehmen. Zudem müsste der Inhaber des C-Controllers nach FATICO gelangen, um vollen Einfluss zu nehmen.

Atlan hat unterdessen die Schiffe die beim Multika-Duo stehen unterrichtet und ist per Sonnentransmitter zum Holoin-Fünfeck weitergereist. Dort lässt er die wartende Flotte teilen. 110.000 Schiffe bekommen den Befehl, sofort zum Handelsstern abzufliegen. Die ATLANTIS schickt Atlan in die Milchstraße, um Bostich um weitere Verstärkung zu bitten. Zudem greift Atlan die Flotte aus 500 Schlachtlichtern und 3000 Gaids-Raumern an, die seit Monaten das Holoin-Fünfeck belagern, aber aufgrund des hyperenergetischen Raum-Zeit-Labyrinths nicht in das Systeminnere vorstoßen können. In einer kurzen aber heftigen Schlacht werden die Belagerer vernichtet oder in die Flucht geschlagen.

Inzwischen ist auch die Unterstützungsflotte bei FATICO aus dem Halbraumtunnel gekommen und greift sofort die Flotte der FM an. Der Überraschungseffekt und die Manöver zeigen Wirkung. Auch die Verteidigungsflotte von FATICO greift an und die Flotte der FM muss anfangs schwere Verluste hinnehmen. Nur wenig später treten auch die Vorbereitungen zu den Attacken auf die Hibernationswelten und auf die Distribut-Depots in die entscheidende Phase. Alle Allianz-Flottenkontingente fliegen ihre Ziele über Halbraumtunnel an. Über DARASTO treffen Kleinraumschiffe und Jäger zum Angriff auf die Distribut-Depots ein.

Rhodan hat mittlerweile den Reset des Handelssterns ein Dutzend Mal vorgenommen als die Orter der JV-2 ein Feuerauge in 20.000.000 km Entfernung ausmachen. Nur kurze Zeit später erscheint ein zweites Feuerauge. Die FM fährt ihre stärksten Waffen auf, denn beide Gebilde bestehen aus PSI-Materie. Rhodan schickt Tifflor mit dem JV-Mittelteil los, um die anderen Allianz-Flotten über dieses neue Bedrohungsszenario zu informieren. Auch beim Angriff auf das Distribut-Depot KJALLDAR kommen 13.750 Einheiten der Alliierten zum Einsatz als plötzlich auch hier ein Feuerauge erscheint.

 

Rezension:

In seinen beiden bisher erschienenen Romanen zur Hauptserie hatte sich Marc A. Herren hauptsächlich mit dem Seriencharakter Alaska Saedelaere auseinandergesetzt. Zudem waren die beiden Hefte aus der eigentlichen Handlung herausgelöst. Mit dem vorliegenden Band liefert der Autor quasi das erste Mal normale Serienkost ab. Wie auch schon Arndt Ellmer im Roman der Vorwoche, springt der Autor zwischen den verschiedenen Schauplätzen hin und her. Da es mit Tifflor im Heft zuvor einen weiteren Unsterblichen nach Andromeda verschlagen hat, baut Herren diese Person nunmehr ebenfalls in seinen Roman ein. Dumm nur, dass mit Perry Rhodan und Atlan 2 hochkarätige Akteure bereits im Spiel sind. Dazu die Blickwinkel und Ansichten von weiteren Anführern, einfachen Besatzungsmitgliedern, die Zwischenspiele aus der Jugendzeit Atlans und die Fortführung der Geschichte von Ellmers Rückblenden-Protagonisten RourSi. Das war zu Viel des Guten. Ein paar Handlungsorte weniger und mehr Konzentration auf einzelne Charaktere wäre besser gewesen. Wie schon in der Vorwoche geschrieben ist diese Vielfalt kurzweilig, zwangsläufig entstehen durch diese Mannigfaltigkeit an Szenarien und Personen aber auch Fehler. Insbesondere bei den Namen des Haluters, seinem Elter und dem Freund seines Elters hat der Autor den Überblick verloren. Das ist nicht schön zu lesen, wenn ein Autor noch nicht mal die Namen seiner Personen richtig zu Papier bringt.

Die Zwischenspiele mit dem Spiel Garrabo waren sehr gut geschrieben. Mit nur wenigen Sätzen hat Marc es geschafft ein sehr gelungenes Portrait des jungen Atlan zu schaffen. Dieser Teil seines Romans war sehr feinfühlig geschrieben und stellte einen angenehmen Kontrast zur übrigen Handlung dar, die hauptsächlich militärisch geprägt war.

Fazit: Ein kurzweiliger aber überfrachteter Roman mit einigen gut gelungenen, sensiblen Passagen.