Articles for this day of 21. März 2010

Perry Rhodan Extra Nr. 10

Perry Rhodan EXTRA feiert ein kleines Jubiläum. Die Nr. 10 enthält den exklusiven Roman „Hauch der ESTARTU“ von Bernhard Kempen, eine Postkarten-Collection mit den Titelbildern der bisherigen EXTRA-Hefte, ein Gewinnspiel und eine Audio-CD mit der Novelle „Mars-Visionen“ von Hubert Haensel, gelesen von Andreas Laurenz Maier. Zu der Postkarten-Collection ist zu vermerken, dass diese zweigeteilt ist. Einem Teil der wie immer verschweißten Hefte liegen die Postkarten mit TIBI 1-5, einem anderen Teil der Auflage die Postkarten 6-10 bei. Ich kann nicht sagen, dass mich dieser „Schachzug“ der Werbestrategen von VPM freut. Ich habe mir das Heft 1 x gekauft und hoffe darauf, die anderen Postkarten als Sammler doch noch mal auf anderem Wege zu erhalten.

 

Mars-Visionen:

Es ist die Zeit nach Erhöhung der Hyperimpedenz. Perry Rhodan befindet sich auf dem Mars, um eine Delegation von Blues zu empfangen. Für den Besuch der Tellerköpfe hat er eine Raumschiffswerft, in der hochmoderne Explorerschiffe gebaut werden, ausgesucht. Mit einem Mitarbeiter der Werft fliegt er die Stecke ab, die für die Besichtigung ausgewählt wurde. Plötzlich kommt es zu einer Explosion. Rhodan bleibt unbeschadet. Zur gleichen Zeit kommt es in der Nähe der Werft zu Energieausbrüchen. Ein geheimnisvolles Gebäude erscheint aus dem Nichts.

Zeitgleich zu diesen Ereignissen befindet sich das Blues-Schiff in den letzten Vorbereitungen für den Flug zum Mars. Ein Mitglied der Besatzung, der Blue Jüülit hat ein merkwürdiges Erlebnis. Bei den Startvorbereitungen verliert er auf geheimnisvolle Weise 2 ½ Stunden seiner Erinnerung. In Erinnerung ist ihm nur geblieben, dass er 2 Mehandor und einen Ara in der Nähe des Schiffes gesehen hat. Er wendet sich an den Kommandanten des Schiffes aber dieser wimmelt ihn ab und die Delegation geht an Bord. Während des Fluges träumt Jüülit von einem Anschlag auf Rhodan. Er überlegt, ob er den Residenten warnen soll.

Rhodan ist unterdessen mit einem Gecko, einem geländegängigen Fahrzeug unterwegs, um die seltsame Erscheinung auf dem Mars zu untersuchen. Am Ort des Energieausbruches angekommen, sieht er eine ganze Metropole aus dem Nichts auftauchen. Rhodan nähert sich der Stadt. Er vermutet dahinter eine holographische Projektion. Er erinnert sich an einen Termin mit einem Architekten, der aber erst in einer Woche stattfinden sollte. Tatsächlich hat der Architekt aber seine Präsentation einer neuen Metropole auf dem Mars vorgezogen, da er von Gucky erfuhr, dass Rhodan auf dem Mars weilt. Rhodan fährt zur Werft zurück. Unterwegs erreicht ihn eine Nachricht vom TLD. Ein Anschlag sei auf ihn geplant. Nähere Einzelheiten gibt es nicht. Rhodan verzichtet auf eine persönliche Leibwache. Er lässt allerdings Nachforschungen über den Architekten vornehmen.

Das Blues-Schiff ist im Landeanflug. Jüülit weis noch immer nicht, wie er Kontakt zu Rhodan aufnehmen soll. Beim Anflug meint er in den Gebäuden der nach wie vor projizierten Stadt, einige Gebäude aus seinem Alptraum zu erkennen. Er ist sich aber nicht sicher. Er hofft, dass Rhodan vor der Besichtigungstour mit der Delegation an Bord kommt, um den Residenten dann dort zu kontaktieren. Auf seine Frage an die Zentrale, wann denn Rhodan an Bord käme, wird ihm mitgeteilt, dass die Delegation vor einer Stunde abgeholt worden sei. Ob er denn geschlafen hätte? In der Erinnerung von Jüülit fehlt erneut 1 Stunde.

Während der Besichtigungstour hält sich Rhodan im Hintergrund. Die Cheftechniker der Werft erläutern den Blues die Technologie. Der TLD informiert Rhodan erneut über die Bedrohung und schickt Gucky zum Mars. Mit dieser Maßnahme ist Rhodan einverstanden.

Jüülit hat indessen seine Idee, Rhodan per Funk zu warnen, verworfen. Stattdessen will Jüülit Rhodan persönlich aufsuchen. Er begibt sich mit einem Flugaggregat und mit Deflektorschutz von Bord.

Auch Gucky hat inzwischen über einen Käfig-Transmitter den Mars erreicht. Nach ein paar Teleportationen materialisiert er in der Nähe der Werft und begibt sich auf die Suche nach den Attentätern. Rhodan bittet ihn telepathisch um Überprüfung der Blues. Auch Jüülit ist in der Werft angekommen. Beim Eindringen wird er von einem Werftmitarbeiter gestellt, der Spionage vermutet. Jüülit kann den Techniker mit einem Dagor-Griff außer Gefecht setzen. Er will Rhodan unbedingt warnen. Dieser hat indessen eine Pause angeordnet und die Blues zu einem Buffet in einer der Messen geführt. Im angrenzenden Waschraum trifft sich Rhodan mit Gucky. Dieser informiert ihn über den Tellerkopf Jüülit, der in die Werft eingedrungen sei, um Rhodan zu warnen. Gucky kann Jüülit allerdings nicht korrekt anpeilen, da dieser offensichtlich über latente Paragaben verfügt. Bei der weiteren Suche verliert Gucky seltsamer Weise den telepathischen Kontakt zu allen Beteiligten in der Werft. Rhodan trifft unterdessen auf Jüülit, der ihn auch warnt. Rhodan bemerkt einen seltsamen Einfluss, der von Jüülit auszugehen scheint. Er wird bewusstlos. Gucky hat Jüülits Gedanken doch noch angepeilt. Er teleportiert und identifiziert Jüülit als den Attentäter. Er kann ihn außer Gefecht setzen. Wie sich herausstellt, ist das Attentat wohl ein persönlicher Racheakt gegen Rhodan gewesen. Lamos Ozwach, Springerpatriarch und Mitglied des THAU-Konsortiums hat ihn eingefädelt. Er und seine Mitstreiter haben Jüülit für ihre Pläne missbraucht.

 

 

Ich höre nur selten Hörbücher. Das liegt einfach daran, das ich mit dem lesen deutlich schneller bin. So bleibt mehr Zeit für andere Lektüre oder Dinge. Die Stimme von Andreas Laurenz Maier gefiel mir sehr gut. Die Parts, in denen er Gucky’s lispelnde Stimme übernahm sind gewöhnungsbedürftig aber nicht schlecht gemacht. Die Novelle ist kurzweilig. Zwar ist die Idee eines Attentäters, der nicht erkennt, dass er ein Attentäter ist, nicht gerade neu aber die Umsetzung gefiel mir.

 

Ansichten zu PR 2535

Handlung:

Nach 1 Woche Flug erreicht das Schlachtlicht mit Sinnafoch und dem Okrill Philip an Bord, Hibernation-6 in Andromeda. Sinnafoch ist in dem Glauben, dass ihm für die Informationen, die er in der Milchstraße gewonnen hat, ein Heldenempfang gebührt. Als ihn jedoch Frequenzmittler Cedosmo in der Feste auf Hibernation-6 empfängt, wird ihm eine andere „Ehre“ zuteil. VATROX-CUUR hat bestimmt, dass Sinnafoch degradiert wird. Außerdem werde ihm keine neue Kriegsordonnanz zugeteilt. Cedosmo weist Sinnafoch seinen neuen Posten als einfacher Kommandant eines Schlachtlichts zu. Sinnafoch ist gedemütigt und fassungslos über diesen Akt. Dennoch tritt er seinen neuen Posten an. Wütend ersinnt er einen Plan, um seine Schmach vergessen zu machen. Er lässt Philip eine Induktivzelle implantieren. Während die Induktivzelle die Intelligenz Philips fördert, soll ein weiteres Gerät, der Gedankenaufzeichner, die Gedanken des Okrills auffangen und in Sprache umwandeln.

Als Kommandant des Schlachtlichts CORRALSO entwickelt Sinnafoch seinen Plan weiter. Philip spielt dabei eine wichtige Rolle. Es ist Sinnafoch nicht verborgen geblieben, dass der Okrill Wärmemuster sehen und sogar in die Vergangenheit verfolgen kann. Sinnafoch stellt Nachforschungen über die aktuelle Lage in Andromeda an. Diese Aktivitäten bleiben Cedosmo nicht verborgen. Er beordert Sinnafoch erneut nach Hibernation-6. Dort erwartet ihn eine weitere Demütigung. Statt vom Frequenzmittler empfangen zu werden, tritt ihm lediglich dessen Kriegsordonanz Vertebris gegenüber. Vertebris warnt Sinnafoch, seine Kompetenzen als einfacher Kommandant nicht erneut zu überschreiten.

Wieder zurück an Bord der CORRALSO nimmt Sinnafoch seine Nachforschungen im Flottennetz der FM wieder auf. Er hat jedoch seinen 1. Offizier, einen Okrivar namens Kruuper dazu gebracht, diese Zugriffe zu tarnen. Während die CORRALSO an verschiedenen Angriffen auf Tefroder beteiligt ist, sucht Sinnafoch nach einem Weg seinem Exil zu entkommen, ohne von Cedosmo erneut bestraft zu werden. Da kommt ihm ein Zufall zu Hilfe. Er stößt im Flottennetz auf eine Technologie der FM, mit der man ein Vamu abfangen und einsperren kann. Sinnafoch lädt die Baupläne herunter und lässt Kruuper ein solches Gerät bauen und im Gedankenaufzeichner Philips integrieren.

Um erneut von Cedosmo empfangen zu werden, lässt er seine Tarnung im Flottennetz fallen. Und tatsächlich beordert ihn der Frequenzmittler nach Hibernation-6. Die Kriegsordonanz Vertebris tritt Sinnafoch gegenüber. Sinnafoch reizt die rechte Hand Cedosmos so lange, bis dieser die Beherrschung verliert und Sinnafoch angreift. Vertebris wird von Philip getötet. Anschließend lässt Sinnafoch auch Cedosmo töten, wobei ihm die besonderen Fähigkeiten des Okrills, Wärmespuren nachzugehen, von Nutze sind. Das Vamu Cedosmos wird in den Seelenkerker gesperrt. Den anwesenden Mitgliedern verschiedener Völker im Dienste der FM tischt Sinnafoch eine Lügengeschichte auf. Er behauptet, das Cedosmo mit anderen wichtigen Aufgaben betraut wurde und vor seiner Abreise Sinnafoch zum neuen Oberbefehlshaber Andromedas ernannt habe.

 

Rezension:

Es ist erneut Frank Borsch, der die Geschehnisse um den Frequenzfolger Sinnafoch aus dem Heft 2530 fortsetzt. Auf der einen Seite kann so was ja ein Garant für Kontinuität sein, auf der anderen Seite hat mich der letzte Doppelband von Frank Borsch nicht gerade vom Hocker gerissen. Der Romantitel „Der Seelen-Kerker“ und die Aussicht, etwas mehr über die Frequenz-Monarchie zu erfahren, ließen mich dennoch frohen Mutes die Lektüre beginnen. Der Einstieg war dann auch gut gelungen. Die Entwicklung, die der Autor seine Hauptperson machen lässt, ist überzeugend geschildert. Obwohl der Autor seine Hauptperson 3 mal eine Basis der FM anfliegen lässt, erfahren wir leider so gut wie nichts über diese Welt. Das war etwas enttäuschend. Stattdessen setzt der Autor das Stilmittel ein, das er auch in seinem Doppelband verwendet hat. Zwischen den Kapiteln gibt es Auszüge aus der Kosmogonie der Vatrox. Eine Art Geschichtsbuch, in der die Entwicklung der Vatrox beschrieben wird. Somit ist der Roman zweigeteilt. Der eine Teil beschreibt die vordergründigen Aktivitäten der Hauptperson, im zweiten Teil werden Hintergrundinformationen geliefert.

Weniger überzeugend fand ich die Geschehnisse rund um die Intelligenzentwicklung von Philip. Der Okrill hört also plötzlich die Stimme der Induktivzelle in seinem Kopf und versteht von Anfang an jedes Wort, ja selbst komplexeste Sätze. Der Autor schildert zwar, dass der Okrill bestimmte Wörter noch nicht versteht. Gleichwohl lässt Frank Borsch den Okrill von Anfang an auch vielschichtige Dialoge führen. Das fand ich doch reichlich seltsam. Frank Borsch räumt den Gedanken des Okrills für meinen Geschmack auch einen zu breiten Raum ein. Für 1 oder 2 Kapitel hätte dieser Part des Romans interessant sein können. Jedoch wieder und immer wieder diese Sprache vorgesetzt zu bekommen, nervte mich und ich habe diese Kapitel nur quergelesen, in der festen Überzeugung nichts verpasst zu haben.

Eher erheiternd fand ich den Part mit dem Seelen-Kerker. Sinnafoch surft ein bisschen durchs FM-Internet und findet eine Anleitung für den Bau eines Seelen-Kerkers. Ein handwerklich geschickter Okrivar bastelt ihm das Teil und mit diesem Seelen-Kerker Marke Eigenbau überlistet Sinnafoch den Frequenzmittler. Hier vergibt der Autor eine große Chance. Der Einsatz eines solchen Gerätes müsste doch die existenziellen Urängste der Vatrox berühren, ein Volk, das dem Tod immer und immer wieder ein Schnippchen schlägt. Stattdessen widmet der Autor diesem wichtigen Part nur wenige Zeilen und verschenkt dadurch den interessantesten Teil der Geschichte.