Articles for this day of 20. Juli 2009

Rezension von Ice Age 3 und meine Eindrücke vom Film in 3D

Die Story ist schnell erzählt. Die Mammuts Manni und Elli freuen sich auf den bald anstehenden Nachwuchs. Das führt dazu, dass Säbelzahntiger Diego die werdende Familie verlässt, um wieder als Einzelgänger durch die Wildnis zu streifen. Sid hingegen freut sich auf das Baby, denn auch „Er“ will unbedingt eine Mutter sein. Als Diego ihm klarmacht, dass er keine Rolle mehr spielen wird wenn das Mammutbaby erst einmal da ist, beschließt Sid, eine eigene Familie zu gründen. Wie es der Zufall so will, bricht Sid in eine Eishöhle ein und findet dort 3 verlassene Eier, die er „rettet.“

 

Manni hält das für keine gute Idee. Als aus den Eiern drei T-Rex-Babys schlüpfen, die Sid für Ihre Mutter halten ist zwar Sid erstmal glücklich, allerdings stellen die T-Rex-Babys die friedliche Eiszeitwelt von da an auf den Kopf. Insbesondere Ihre Fresslust wird zu einer echten Gefahr. Schließlich taucht die echte Mutter der drei kleinen Dinos auf und bringt Ihre Jungen in eine verborgene grüne Unterwelt mit, in der auch andere Dinosaurier überlebt haben. Dabei entführt Sie auch Sid in die Unterwelt. Also machen sich Manni, Elli und die beiden Opossums auf, Sid zu retten. Unterwegs schließt sich ihnen auch Diego wieder an. Nach einigen Abenteuern gelingt die Rettung von Sid und die Rückkehr in die Oberwelt.

 

Soweit zum Inhalt …

Rendsburg verfügt nun seit dem 01.Juli 2009 auch über ein Digital-3D-Kino im Schauburg Filmtheater. Der Aufpreis gegenüber der 2D-Variante beträgt 2,50 EUR, so dass die Karte für den Erwachsenen 8,50 EUR beträgt. Das halte ich für akzeptabel und die neue 3D-Technologie wollte ich schon länger mal kennen lernen. In den ersten Minuten des Films war ich daher weniger auf die Handlung als vielmehr auf die 3D-Effekte des Films und die Bildqualität konzentriert. Teil 2 liegt mittlerweile 3 Jahre zurück aber mir scheint, dass Ice Age 3 noch detailreicher und feiner aufgelöst ist, als sein Vorgänger. Einige Filmpassagen sind wohl bewusst so gestaltet worden, dass 3D-Effekte besonders unterstützt werden. Die Story ist gelungen, die Komik und die Machart von Ice Age 3 entsprechen dem Vorgängerfilm. Es sind zahlreiche Gags vorhanden. Einzig in der Unterwelthandlung gibt es ein paar Längen. Dafür bietet die Unterwelt etwas fürs Auge. Diesbezüglich waren die Ice Age-Filme ja bisher etwas trist. Natürlich ist die Grundidee des Films – ungleiche Tiere halten zusammen – nichts Neues. Die Figuren sind aber charakterlich meisterlich gezeichnet und machen viel Spaß. Etwas übertrieben wurde meiner Meinung nach die Handlung um den bisherigen „Pausenfüller“ Scrat ausgebaut. Der hat nun deutlich mehr Auftritte als in den Vorgängerfilmen. Möglicherweise eine Auswirkung der langen Nase dieser Figur. In 3D reckt die sich besonders gut in den Zuschauerraum.

 

Überhaupt 3D. Es ist lange her, dass ich mal einen Film in 3D im Kino gesehen habe. Es war wohl in den 80er Jahren und der Film war aus der Reihe „Freitag der 13.“ Damals waren die Brillen noch in grün/rot. Das führte dazu, dass die damit betrachteten Filme an Farbbrillanz verloren. Mit den neuen Polarisationsbrillen und der digitalen Projektion gehören diese Schwächen der Vergangenheit an. Der Film ist in der Schauburg mit ausgezeichneten, knackscharfen und kontraststarken Bild gezeigt worden. Die Bildqualität hat mich also überzeugt. Etwas durchwachsen fällt mein Urteil über die 3D-Effekte aus. Diese sind ganz unterschiedlich. Es gibt da eine Sequenz im Film, in der Scrat mit seiner neuen Freundin in einem Sumpf stürzt. Aus dem Sumpf steigen Blasen auf, hüllen die Beiden ein und schweben dann in der Luft. Dieser Effekt ist super gelungen. Man hat wirklich den Eindruck, dass die Figuren im Kino schweben. Szenen, in denen Figuren oder Körperteile dieser Figuren oder Gegenstände in Richtung Zuschauer fliegen gibt’s zuhauf. Gut sind die Effekte allerdings nur dann, wenn dies langsam erfolgt. Ist die Geschwindigkeit der Bewegung zu groß, verwischt der Effekt. Leider haben die Macher sehr viele schnelle Sequenzen eingebaut. Hier gibt es für zukünftige Filme noch Verbesserungsmöglichkeiten. Übrigens bin ich Brillenträger. Die 3D-Brille lässt sich problemlos darüber tragen. Von daher gibt es also auch keine Probleme. Ich freue mich schon, mal eine Realverfilmung in 3D zu sehen.

 

Ansichten zu Perry Rhodan 2500

Heft 2500 beginnt mit einem Zeitsprung. Seit den Ereignissen um die Negasphäre, die mit der Auslöschung KOLTOROCS im Heft 2499 gipfelten, sind mehr als 100 Jahre vergangen. Man schreibt das Jahr 1463 NGZ. Handlungsort von Jubi-Band „Projekt Saturn“ ist das Sol-System. Ein Explorer der LFT hat 60 Jahre vor der aktuellen Handlungszeit eine geheimnisvolle Raumstation entdeckt. Diese Station wurde von einem Flottentender der LFT geborgen und schwebt nun in den Ringen des Saturns. Ein ganzes Heer von Wissenschaftlern unter der Leitung von Milton deBeer arbeitet an der Erforschung des Objektes.

 

Sie haben herausgefunden, dass es sich bei der Raumstation um einen Transporthof der Halbspur-Changeure handelt. Bislang ist es Ihnen aber nicht gelungen, den Hof in Betrieb zu nehmen. Perry Rhodan und Mondra Diamond besuchen die Station auf Einladung von deBeer. Den Wissenschaftlern ist es gelungen, über ein Schaltpult die Projektion eines Halbspur-Changeurs abzurufen, der im begrenzten Umfang Informationen zu diesem Polyport-Hof und seinen Erbauern, den Anthurianern, gibt. Noch während des Aufenthalts von Perry Rhodan auf dem Polyport-Hof, erwacht der Hof zum Leben. Es werden Funksprüche empfangen, in denen die Halbspur-Changeure vor einem kriegerischen Konflikt mit einer Bedrohung, die als Frequenz-Monarchie bezeichnet wird, warnen. Gleichzeitig bitten die Halbspur-Changeure alle Völker, die guten Willens sind, um Hilfe. Trotz der Warnungen Mondras, sich nicht in diesen Konflikt hineinziehen zu lassen, fordert Perry Rhodan Verstärkung zur Sicherung des Polyport-Hofes an. Grundlage für diese Entscheidung ist nicht zuletzt eine weitere Funkbotschaft, die unzweifelhaft aus dem Stardust-System empfangen wird. Auch dort scheint ein Polyport-Hof in den Händen von Terranern zu sein und diese rufen um Hilfe, weil ein Angriff der Frequenz-Monarchie bevorstehe. Noch bevor die angeforderte Verstärkung eintrifft, wird der Polyport-Hof vollständig aktiv. Daturka, das sind Klonsoldaten, stürmen über die Transferkamine den Hof. Sie werden von einem Abgesandten der Frequenz-Monarchie namens Sinafoch gelenkt. Die Frequenz-Monarchie möchte den „verlorenen“ Hof KIIRFALK erobern. Nach heftigen Kämpfen gelingt es den Menschen, die Angreifer zu besiegen. Mit einem überraschenden Gegenangriff gelingt es sogar, einen weiteren Polyport-Hof namens ITHAFOR einzunehmen, der wie es scheint ein zentraler Knotenpunkt im Polyportnetz ist. Er besteht aus insgesamt 8 Transporthöfen. Von der Frequenz-Monarchie wird ITHAFOR als Distribut-Depot bezeichnet. Er hat seinen Standort im Kugelsternhaufen M 68 und liegt 38.480 LJ von Terra entfernt. Den Menschen gelingt es auch den Frequenzfolger Sinafoch, der dem Volk der Vatrox (ausgesprochen Watrosch) angehört, zumindest kurzzeitig gefangen zu nehmen. Bevor dieser flieht, bekommen wir noch verschiedene Informationen. Sinafoch entdeckt, dass das Sol-System ein Standort der Klasse 1 ist. Die Frequenz-Monarchie ist auf der Suche nach einer Ultimaten Waffe namens PARALOX-ARSENAL. Die Spur zu dieser Waffe wird auf den Polyport-Höfen gesucht. Das scheint der Grund zu sein, warum alle Polyport-Höfe erobert werden. Sobald die Frequenz-Monarchie die Ultimate Waffe in der Hand hat werden von ihr auch alle Sternsektoren entlang des Polyport-Netzes erobert werden.

 

Nicht unerwähnt bleiben dürfen in diesem Roman der Prolog, das Zwischenspiel und der Epilog. ES schickt Perry Rhodan mal wieder einen Boten, hier seinen Boten Homunk und lässt ihn ausrichten, dass Perry Rhodan das Polyport-Netz in seinen Besitz bringen soll.

 

Soweit der kurze Abriss zum Inhalt …

 

Ein Resümee fällt mir schwer. Ich erinnere mich an ein Interview mit Robert Feldhoff, das vor einigen Jahren im Magazin der Perry-Rhodan-Fanzentrale (SOL Nr. 32) erschien. Darin gab der „Chefautor“ der Serie die Marschrichtung für einen Zyklusaufbau bekannt. Übermächtiger Gegner bedroht die Menschheit und wird im weiteren Verlauf des Zyklus besiegt. Seiner Meinung nach gäbe es in der Literatur „nicht viele Möglichkeiten Spannung aufzubauen“ und weiter sagt er „eine Spannungsliteratur ohne Bedrohung gibt es z.B. überhaupt nicht.“

 

Insofern überrascht es daher nicht, dass in dem von Robert Feldhoff verfassten Exposé mal wieder eine derartige Bedrohung aufgebaut wird. Es geht mir nicht in den Kopf, dass es zu dieser Form des Zyklusaufbaus keine Alternativen gibt. Kulturelle, soziologische, evolutionäre oder wissenschaftlich-technische Anstöße scheinen dem „Expokraten“ für die Erzeugung von „Spannung“ gänzlich fremd. Eigentlich ein Armutszeugnis für einen SF-Autor. Ich erinnere mich, dass es z.B. im Zyklus „Die kosmischen Burgen“ (Heft 900 bis 999) durchaus auch eine Bedrohung der Menschheit durch eine manipulierte Materiequelle gab. Diese Bedrohung blieb jedoch abstrakt. Sie war dazu geeignet die Motivation unserer Protagonisten zu erklären. Im weiteren Verlauf der Handlung blieb diese Bedrohung allgegenwärtig, rückte aber so sehr in den Hintergrund, dass man sie kaum mehr wahrnahm. Im Vordergrund der Handlung standen kosmische Rätsel, die Suche nach den Burgen, die Suche nach den Schlüsseln, nach den Mächtigen, die Lösung der Rätsel und vieles mehr. Seit vielen Zyklen steht die Bedrohung jedoch plakativ im Vordergrund. Immer sind es irgendwelche Mächte, die ihren Sturmlauf auf das Sonnensystem starten. Nachdem zuletzt die Terminale Kolonne TRAITOR mit Millionen von Raumschiffen gleich mehrere Galaxien besetzt hat und mit Hunderttausenden von Schiffen das Sol-System jahrelang belagerte, freute ich mich auf die Rückkehr zum „Adventure.“ Der Zyklusauftakt verheißt da nichts Gutes.

 

Eine Enttäuschung ist für mich zumindest teilweise auch die Sprache, die der Autor Frank Borsch in seinem Roman verwendet. Die Darstellung von Gewalt in der Literatur kann auf unterschiedliche Art und Weise erfolgen. Ich bevorzuge die zurückhaltende Art. In den Gefechtsszenen, die der Roman reichlich enthält, ist Zurückhaltung in der Beschreibung der Gewalt sicherlich der falsche Begriff. Im Roman zerplatzten Menschen mit hässlichen Geräuschen, die Gegner hingegen zerplatzten nicht, sie wurden geradezu in Stücke gerissen, die Menschen verglühten auch ab und zu mal oder wurden einfach geröstet. Und auch für die sterblichen Überreste der Opfer findet der Autor blumenreiche und umfängliche Beschreibungen. Mir ist nicht ganz klar, welche Leser der Autor damit ansprechen will. Ich vermute jedoch, dass die Serie mal wieder mit Zyklusbeginn auf die eher jugendlichen Neueinsteiger hofft und hat dafür mal eben den Ton der Serie geändert. Was für eine billige Effekthascherei!

 

Auf dem Garching-Con, der am vergangenen Wochenende stattfand, habe ich Frank Borsch beim Kaffeeklatsch mal auf diese Textstellen angesprochen. Er entgegnete, dass er die Sprache „ehrlich“ fand. Das lass ich jetzt mal so stehen.

 

Fortsetzung folgt …