Ansichten zu Perry Rhodan Terminus Heft 9

Gestohlene Erinnerung – von Dennis Mathiak – Handlung:

Die Geschichte beginnt übergangslos in einem Trainingszentrum von Terminus. Ein Mensch, dessen Bezeichnung C-13 lautet, trainiert für den Einsatz für Terminus. Die Anlage besteht aus verschiedenen Einrichtungen. TROSS, das eine Art Heimstatt für die Rekruten bildet. HEER, in dem eine Kampfausbildung stattfindet. Und SCHMIEDE, in der vor allem die kognitiven Fähigkeiten geschult werden. Beim Transport zwischen den Einrichtungen werden die Rekruten jedes Mal von einer blauen Strahlung eingehüllt. C-13 ist ein Kämpfer. Die Eignungsprüfungen in SCHMIEDE fallen ihm schwer. Aber in HEER zeigt er seine Qualitäten. Er hat überragende Reflexe und eine herausragende Körperbeherrschung.

Seinen Namen hat C-13 vergessen. Wie so vieles andere. Alles was zählt ist der Einsatz für Terminus. Und da ist noch ein Versprechen, das ihm immer wieder durch den Kopf geht. Sein Einsatz wird belohnt werden. Doch C-13 hat Probleme. In seinem Kopf überlagern sich immer wieder Bilder. Er versucht sich zu erinnern. Aber bereits Ereignisse, die zwei Tage oder länger zurückliegen, verblassen. Doch seine erworbenen Befähigungen bleiben trotz des Erinnerungsverlustes erhalten.

C-13 hat eine merkwürdige Begegnung in einem abgelegenen Bereich der Anlage. Ein Mann, der die Bezeichnung H-37 trägt, stellt ihm Fragen. Ob er Erinnerungslücken hätte. An was er sich erinnern könne. C-13 weicht dem Unbekannten aus und erzählt einem Ausbilder von der Begegnung. C-13 bekommt nicht mit, dass die Ausbilder seine Geschichte ernst nehmen. Er selbst hat wieder eine Begegnung. Ein ihm unbekannter Mann zerrt ihn in einen Lagerraum und presst ein Gerät an seinen Körper. Und plötzlich erinnert sich C-13. Er ist ein Vario-400 und der Mann, der ihm die Erinnerung zurückgab, ist Galbraith Deighton.

Rückblende nach Olymp, am 24. November 3430. Galbraith Deighton heckt zusammen mit Anson Argyris und dem Vario-400 einen Plan aus. Der Vario-400 soll sich in der Kokonmaske des Tom Bistamurti mit dem SolAb-Chef zusammen in die Nowikoy-Handelsgesellschaft als Bewerber einschleichen. Sie entführen Bert Tremois von Nowikoy und erhalten über ihn Zugang zu den Positroniken. Mit gefälschten Unterlagen gelangen Tom Bistamurti und Erik Viteri, alias Galbraith Deighton an Bord der VITALIYA KONTANTINOVA, die mit unbekannten Ziel Olymp verlässt.

Beiden Agenten gelingt es nicht, ihren Zielort zu identifizieren. Und Tom Bistamurti leidet unter Erinnerungsverlusten. Schuld daran ist das Kirlian-Leuchten, das die Rekruten täglich passieren müssen. Auf Galbraith Deighton hat die Strahlung dank seiner Mentalstabilisierung, keinen negativen Einfluss. Doch beim Vario-400 werden die Balpirol-Halbleiter zwischen seiner Positronik und dem Zellplasma gestört. Nur mit einem Gerät, das Deighton von Argyris erhalten hat, kann der Vario-400 zumindest teilweise reaktiviert werden. Doch er ist nicht im Vollbesitz seiner Kräfte.

Die beiden Männer versuchen sich in der Anlage zu orientieren. Sie wissen nach wie vor nicht, wo sie sich befinden. Auf ihrer Flucht durch die Anlage entkommen sie immer wieder den Verfolgern. Der Vario-400 leidet immer mehr unter dem Einfluss der fremden Strahlung. Im Kern ist er ein biopositronischer Roboter. Aufgepfropft wurden ihm die fiktiven Erinnerungen der Figur des Tom Bistamurti. Und schließlich ist da noch die logisch denkende Positronik, die eigentlich übernehmen sollte, wenn mit dem Zellplasma etwas nicht stimmt. Der Vario-400 ersinnt eine Lösung, die seine Existenz gefährden kann. Mit jeder weiteren Gedächtnismanipulation haben sich Potentialfelder in den Balpirol-Halbleitern abgesetzt. Deightons Spielzeug bringt keine echte Heilung. Der Vario-400 braucht einen Neustart. Problematisch sind seine Energievorräte. Damit die Potentialfelder abgebaut werden, muss der Vario-400 länger ausgeschaltet bleiben. Ein Neustart könnte sowohl seine eigenen Erinnerungen als Vario-400, als auch die Erinnerungen des Tom Bistamurti gefährden. Er droht, seine Identität zu verlieren.

Rezension:

Der zweite Beitrag von Dennis Mathiak versetzt den Leser zunächst in ein ganz anderes Szenario. Meine Gedanken gingen in Richtung eines der verschwundenen Menschen von den Welten der Milchstraße. Die Lösung war nur unwesentlich anders. Es war ein verschwundener Terraabkömmling, aber ein Untergeschobener. Der Autor sucht auch in diesem Roman sein Heil zunächst im Detail. Das Abfeuern einer Waffe wird schrittweise zelebriert. Und auch andere Aktionen, selbst wenn sie sich aus dem Kontext erschließen, werden in viele Einzelteile zerlegt, dem Leser dargereicht. Nach ein paar Romanseiten bessert sich das und ich fand mehr und mehr Gefallen an C-13, alias Tom Bistamurti, alias Vario-400 und der Handlung.

Nachdem C-13 wieder ein Stück an seinen Erinnerungen zurückgewonnen hatte, sind er, der Vario-400 und Galbraith Deighton in der unbekannten Anlage des Gegners unterwegs. Irgendwann habe ich da etwas den Faden verloren. Galbraith Deighton gab immer vor, ein Ziel anzusteuern. Allerdings blieb das lange Zeit unklar, unausgesprochen, unkonkret. Der Einsatz der beiden Spione wird durch die Störungen, unter denen der Vario-400 leidet gefährdet. Tatsächlich beschäftigt sich der ganze Roman mit diesem Dilemma. In einem Zyklus, der aus 50 bis 100 Heften besteht, kann man so was machen. Tatsächlich entfaltet die Geschichte mit den unterschiedlichen Persönlichkeiten des Vario-400 einen gewissen Reiz. Als Einzelroman gefiel er mir ganz gut. In Bezug auf Terminus jedoch weniger. Die Miniserie erweckt in mir den Eindruck, dass die Autoren den Überbau aus den Augen verloren haben.

Die Story war ungewöhnlich und deshalb für mich attraktiv. Wenn man dabei Terminus nicht vergessen hätte, wäre ich noch zufriedener gewesen.

Ansichten zu Perry Rhodan Terminus Heft 8

Finale für Arcane 2 – von Olaf Brill – Handlung:

Während sich Perry Rhodan mit seinen Begleitern noch auf Arcane 2 befindet, hat die CART RUDO eine Flotte von Diskusraumern entdeckt, die den zweiten Planeten anfliegt. Rhodan kann nicht mehr gewarnt werden. Und gegen die 210 Raumschiffe der Gaatanyi kann der terranische Schlachtkreuzer unter Kommandant Jason Perez trotz technischer Überlegenheit nichts ausrichten. Doch andere können es. 50 Kugelschiffe, allesamt terranische Nachbauten, darunter sogar fünf Superschlachtschiffe der IMPERIUMS-Klasse erscheinen und greifen die Gaatanyi-Flotte an. Zweierlei geschieht. Während einige Diskusraumer bereits nach Arcane 2 vorgestoßen sind und offensichtlich Bodentruppen absetzen, sind die Kugelraumer im Gegenzug dabei, nicht nur die Flotte anzugreifen, sondern ebenfalls mit einigen Schiffen auf dem zweiten Planeten zu landen. Sie sollen wohl die Werftarbeiter evakuieren.

Der Hyperphysiker Bievre entdeckt ein 51. Schiff bei den Neuankömmlingen. Ein schwarzer Diskusraumer, 400 m Durchmesser, bei 50 m Höhe. Es scheint das Kommandoschiff zu sein. Rund um Arcane 2 entbrennt eine Raumschlacht. Miranda Carter und die Taktiker sollen einen Plan erarbeiten, wie die CART RUDO möglichst unentdeckt, Arcane 2 anfliegen kann, um das Einsatzteam zu bergen. Ein kleineres Diskusschiff hat das Kommandoschiff verlassen und ist an ein Kugelschiff angedockt, auf Arcane 2 gelandet.

Derweil bombardieren Diskusraumer die Geisterstadt, in deren zentralen Turm Perry Rhodan die Daten des Hyperinmestrons entdeckt hat. Gucky teleportiert sich und Rhodan in den Shift zurück und Takayo Sukurai steuert das Gefährt in wilder Fahrt durch die Stadt. Endlich drehen die Angreifer ab, ohne das terranische Fahrzeug entdeckt zu haben. Rhodan will den Arbeitern folgen, die die Stadt bereits verlassen haben und zu einem Sammelpunkt streben. Dort erhofft er sich weitere Informationen. Auf dem Weg dorthin, zieht sich Zitarra um und legt zur Tarnung einen der typischen Schutzanzüge an, wie sie die Werftarbeiter getragen haben. Er lässt sich von Rhodan die Wirkungsweise eines Hyperinmestrons erklären und ist entsetzt über diese Weltuntergangsmaschine.

An Bord des Diskusschiffes sind drei Gestaltwandler nach Arcane 2 gelangt. Caruso, Pavarotti und Lanza. Zum einen soll das Material geborgen werden, wie die Cynos des Freiheitsbundes die Werftarbeiter despektierlich bezeichnen, zum anderen suchen sie eine Geheimstation auf. Die drei Cynos steigen in den Untergrund des Kommandobunkers und aktivieren mit ihren Parakräften eine Maschine, die den Planeten in 150 Minuten zerstören wird.

Auf dem Weg zum Sammelpunkt wird der Shift erneut angegriffen. Und Rhodan empfängt per Rafferspruch einen Rendezvouspunkt von der CART RUDO. Gucky teleportiert Rhodan und seine Leibwächterin aus den Shift und in Sicherheit. Noch bevor er Zitarra holen kann, explodiert der Flugpanzer unter dem Beschuss der Diskusraumer. Was die drei nicht sehen, Zitarra hat überlebt. Er glaubte, dass Rhodan die entführten Dabrifaner und andere in Stich lassen will. Er hat mit einem Raketenrucksack den Shift verlassen und sich zu einer Magnetschwebebahn durchgeschlagen, die den Sammelpunkt anfährt.

Perry Rhodan will nun endlich wissen, warum Gucky die Gedanken der Arbeiter nicht lesen kann, ob sie unter fremden Einfluss stehen und wohin sie gebracht werden. Sie teleportieren zum Sammelpunkt. Rhodan mischt sich unter die wartenden Planetarier, die mit großer Gleichgültigkeit die Evakuierung abwarten. Er erfährt nur, was er eh schon wusste. Die Anlagen sind abgebaut worden, der Planet wird aufgegeben. Seine Begleiter haben indes Darren Zitarra entdeckt und Rhodan schnappt sich den Abtrünnigen. Da wird der Sammelpunkt von Bodentruppen der Gaatanyi angegriffen. Nach einigen Kämpfen müssen sich Rhodan und seine Begleiter zurückziehen. Sie wollen zum Rendezvouspunkt mit der CART RUDO. Der Schlachtkreuzer hat sich auf dem Weg gemacht und ist mit einem gewagten Linearraummanöver dicht an Arcane 2 gesprungen. Gucky teleportiert das Team an Bord und in Sicherheit.

Als Caruso mit seinen Brüdern die Kommandostation verlässt, fällt ihm auf einem der Monitore der zerstörte Shift auf. Ein „terranischer“ Shift, kein Nachbau. Er kann Darren Zitarra mit den Überwachungsmöglichkeiten bis zum Sammelpunkt verfolgen und erkennt dort Perry Rhodan. Das Solare Imperium ist also nicht untergegangen.

Die CART RUDO beobachtet nach der Flucht von Arcane 2 die Situation aus sicherer Distanz. Das kleine Diskusboot hat den zweiten Planeten verlassen und ist zum Mutterschiff zurückgekehrt. Plötzlich schlagen die Orter aus. Die Planetenoberfläche von Arcane 2 blitzt auf und im nächsten Moment ist der Planet eine leblose Kugel im Raum. Bievre analysiert den Vorgang und kommt zum Schluss, dass ein kleines Hyperinmestron zum Einsatz kam.

An Bord des Mutterschiffs erfährt Caruso, dass ein terranischer Kugelraumer vor der Zerstörung zu Arcane 2 vorgestoßen ist. Er hat wohl Perry Rhodan abgeholt. Der Terraner ist eine Gefahr. Doch der Tag der Ankunft ist nah. Was jetzt zählt, ist nur noch Terminus.

 

Rezension:

Mit Olaf Brill steigt der letzte „Neuling“ in das Autorenteam von Terminus ein. Den Autor kenne ich von seinen Geschichten, die er zu den Perry-Comics der Alligatorfarm beigesteuert hat. Die waren immer herrlich schräg und mir haben sie gefallen. Nun also ein erster Roman von Olaf Brill. Ich hatte ihn in Osnabrück beim PRFZ-Con gesehen und seinen Worten beim Terminus-Panel gelauscht. Selbst ins Gespräch kam ich leider nicht mit ihm. Wir hatten lediglich ein paar Worte beim Autogrammgeben tauschen können.

Der Autor war nicht in die Planung der Serie involviert, wie er in Osnabrück mitteilte und stieß als letzter Autor hinzu, als die Serie schon gestartet war. Chapeau! Das beindruckt mich, unter diesen Voraussetzungen und dem engen Zeitfenster, dann den ersten Roman zu schreiben.

Zum Roman. Wie auch die anderen Geschichten zuvor, ist auch dieser 8. Band der Terminus-Serie recht simpel gestrickt. Perry Rhodan und sein Team sind auf Arcane 2 zugange, um etwas über die verschwundenen Menschen in Erfahrung zu bringen. Endlich, wie ich bemerken möchte. Denn in den Vorgängerromanen sind Motive und Ziele der Handlung nicht immer zu erkennen gewesen. In diesem Roman wird meines Erachtens deutlich, dass dies nicht alleine den Autoren anzulasten ist. Die Zyklusaufteilung und die Verteilung der Schwerpunkte und Inhalte ließen keine andere Entwicklung der Handlung zu. Im letzten Roman vermisste ich die Auseinandersetzung der Figur Rhodan mit der Frage nach den Verschwundenen. Und in diesem Roman macht Olaf Brill genau das. Er lässt Rhodan und eben auch Zitarra gezielt den Vorgängen nachgehen. Allerdings sind die Erkenntnisse mau und das liegt eben an den Vorgaben des Zyklus. Bernhard Kempen hatte ich dafür gescholten. Aber er hatte kaum eine Möglichkeit, das Thema adäquat anzugehen.

Auch die Inhalte des achten Romans sind nicht so überragend, wie ich es als Leser gerne hätte. Und die Bedrohungslage, klammert man mal den Untergang von Arcane 2 aus, hielt sich in Grenzen. Klar, als EA-Leser sind zusammenstürzenden Galaxien und Bedrohungen des Multiversums der Stand der Dinge. In Terminus flieht Rhodan im Shift vor den Impulskanonen der Tellerköpfe. Alles eine Spur kleiner. Sehr viel kleiner. Na ja, winzig eigentlich.

Aber Olaf Brill schlägt sich tapfer unter diesen Gegebenheiten. Der Roman hat mir gefallen. Die Beschreibungen der Figuren und das Herstellen von Beziehungen zu den bereits bekannten Fakten wirkten zwar einige Male noch etwas statisch, etwas leblos. Aber es war auch viel Potential zu erkennen, dass der Autor mitbringt. Mit dem typischen Perry Rhodan-Vokabular kann der Autor gut umgehen und leistet sich nur kleinere Schwächen. Der Anflug der CART RUDO auf den Planeten und dem Verlassen des Linearraums in dieser geschilderten kurzen Distanz kann m.E. nicht gutgehen. Und natürlich frage ich mich, warum man mit dem Shift zur Sammelstelle aufgebrochen ist. Dorthin zu teleportieren, wäre logischer gewesen.

Endlich zeigt sich Zitarra etwas rebellischer. Der Alleingang des Agenten hat mir gut gefallen. Das war für mich das Highlight des Romans. Als sehr gut gelungen empfand ich die Szene, als Zitarra es endlich in den Magnetzug geschafft hat und Olaf Brill diesen Moment der Ruhe, der Stille, gekonnt vermittelt. Gelungen auch das Aufeinandertreffen der beiden Streithähne Rhodan und Zitarra am Sammelpunkt. Der Unsterbliche mischt sich mit zwei Bechern Kaffee in die Unterhaltung des Agenten ein. Zu dessen Verblüffung. Hat mir auch gut gefallen.

Mit dem Auftreten der Cynos, ihren Diskusschiffen, ihrem Vorgehen, knüpft der Autor an den ersten Roman zu diesem Thema an. Heft 519 war das, als Vertreter des Heimlichen Imperiums erstmals offen auftraten. Die Szenen hier, wie sie Olaf Brill beschreibt, könnte man auch als Reminiszenz an diesen Band von William Voltz verstehen.

Ansichten zu Perry Rhodan Terminus Heft 7

Die geheime Werft – von Bernhard Kempen – Handlung:

Am 24. November 3430 verlässt die CART RUDO die Freihandelswelt Olymp und fliegt in die galaktische Eastside. In den Daten, die sowohl auf Olymp als auch auf Nosmo erbeutet wurden, konnte ein Koordinatensatz entdeckt werden, der zu einer kleinen roten Sonne in 60.000 Lichtjahren Entfernung führt. Neben Perry Rhodan fliegen seine Leibwächterin Takayo Sukurai und Gucky mit. Auch die beiden Zeitspringer und Professor Bievre sind dabei.

Anderenorts wird der Jülziish Tääj Yöriil vom Volk der Gaatanyi vor die Wahl gestellt. Tääj Yöriil ist kurz zuvor von einem Gericht zum Tode durch Enthauptung verurteilt worden. Doch plötzlich bekommt er die Chance, seinen Hals zu retten. Mit Dutzenden anderer Verurteilter soll er an einem Himmelfahrtskommando teilnehmen. Überlebt er, kann er der Todesstrafe entgehen. Mit anderen geht er an Bord eines Diskusraumers. In engen, speziell abgeschirmten Kapseln wartet er mit seinen Kameraden auf den Einsatz. Es soll gegen die Kugelköpfe gehen, wie die Lemurerabkömmlinge von den Gaatanyi bezeichnet werden. Sie haben einen Stützpunkt im Hoheitsgebiet der Gaatanyi eingerichtet. Ein Stoßtrupp, angeführt von Tääj Yöriil, soll die Anlagen dort sichern.

Fünf Tage nach dem Aufbruch beendet die CART RUDO die letzte Linearetappe am Rande des Zielsystems und versteckt sich in einer Kometenwolke. Das System wird Arcane getauft und hat vier Planeten. Nummer zwei scheint die Hauptwelt zu sein. Dort werden Städte, Raumhäfen und Werften ausgemacht. Um Planet vier treiben die Wracks dreier Bluesschiffe. Rhodan geht mit einem Einsatzteam an Bord eines der Wracks Die Raumschlacht, die zur Zerstörung der Diskusraumer geführt hat, ist erst wenige Tage oder Wochen her. Weitere Daten kann das Team nicht sichern und muss das Schiff überhastet verlassen, als einige Notsicherungssysteme anspringen.

Zurück auf der CART RUDO präsentiert Professor Bievre neueste Erkenntnisse über Planet Zwei. Dort gibt es große Howalgoniumvorkommen, die großmaßstäblich abgebaut werden. Die Ortung meldet etwas Überraschendes. Vom zweiten Planeten starten acht Kugelraumschiffe der 800m-Klasse. Es scheinen exakte Kopien terranischer Schlachtschiffe der STARDUST-Klasse zu sein. Sie tragen keine Kennzeichnung. Überraschend nähert sich eine zweite Flotte von Diskusraumern und greift die Schlachtschiffe an. Die Blues haben keine Chance. Etliche Schiffe werden zerstört, das Flaggschiff zum Wrack geschossen. Der Rest tritt die Flucht an und sammelt sich in einiger Entfernung, wie die Orter der CART RUDO feststellen. Die acht Kugelraumschiffe verschwinden mit unbekannten Ziel.

Perry Rhodan möchte sich auf Arcane Zwei umsehen. Mit einem Shift reist er huckepack auf dem zum Wrack geschossenen Flaggschiff der Bluesflotte. Das Schiff stürzt in einer unbewohnten Gegend von Arcane Zwei ab. Die Bewohner der Welt kümmert das nicht. Vor dem Aufschlag trennt sich der Shift vom Wrack und steuert eine der Werften an. Da bemerkt Gucky die Gedanken von Jülziish. Die waren bisher abgeschirmt. Noch jemand anderes ist wie die Terraner heimlich auf der Werftwelt eingesickert.

Perry Rhodan erreicht mit Gucky, Darren Zitarra und Takayo Sukurai eine der Werften. Es gibt keinen Schutz und sie können ungehindert eindringen. Es gibt eine Belegschaft, deren Gedanken der Mausbiber aber nicht lesen kann. So, als seien die Unbekannten in Trance. Die Fabrik scheint überhastet geräumt worden zu sein. Der Teilbau eines Kugelschiffes steht noch darin. Rhodan entdeckt, dass die Schiffe nach Bauplänen des Solaren Imperiums entstanden sind. Und er entdeckt einen Datensatz, der ihn alarmiert. Doch dann müssen er und seine Begleiter fliehen, weil die Jülziish eintreffen. Auf dem Rückzug muss sich Rhodans Team gegen ein paar Industrieroboter wehren.

Die Terraner machen sich auf den Weg in die nächste Stadt. Derweil erobern die Jülziish die Werft. Als einer der Roboter explodiert, wird Tääj Yöriil der Kopf abgetrennt.

Die Stadt erweist sich als Geisterstadt. Die meisten Bewohner sind weg. In den Appartements sichert Zitarra Spuren von Bewohnern. Er vermutet, dass dort verschwundene Nosmoner gelebt haben. Im zentralen Turm der Stadt arbeiten noch Terraner, Arkoniden und Akonen. Gucky lenkt sie ab, während Rhodan erneut Daten sichert. Er entdeckt zu seinem Entsetzen, dass die Unbekannten auch Daten des Hyperinmestrons haben und daran arbeiten.

An Bord der CART RUDO entdeckt man eine große Flotte Diskusraumer, die den zweiten Planet anfliegt. Rhodan kann nicht gewarnt werden. Mehrere Diskusraumer dringen in die Atmosphäre ein und fliegen die Stadt an, in der sich Rhodan und sein Team aufhalten.

Rezension:

Mit Bernhard Kempen liefert ein weiterer, nicht ganz so bekannter Autor einen Beitrag zu Terminus. Bernhard Kempen schrieb bisher für Atlan-Miniserien und auch zwei Beiträge zu Perry Rhodan-Extra.

In einem Beitrag des Perry Rhodan-Forums hat zuletzt ein Leser gefragt, was denn Perry Rhodan und seine Leute eigentlich auf Olymp wollten. Die Frage fand ich ziemlich gut. Denn die Ziele, die der Unsterbliche im Terminus-Minizyklus verfolgt, sind mir auch nicht so klar. Es geht darum, die Unbekannten aufzuspüren, das sogenannte Heimliche Imperium, das nach Erkenntnissen der Zeitspringer die Galaxis ins Chaos stürzt. Doch die „Datenlage“ ist mau. Vor zwei Heften kristallisierte sich heraus, dass auch jede Menge an Menschen von den Welten des Solaren Imperiums und anderer Machtblöcke verschwunden sind. Dem wollte man auf Olymp nachgehen. Dieses Ziel hat man durch die Aktivitäten der Cynos gestört, ein wenig aus den Augen verloren. Und auch in diesem Roman schwächeln Motiv und Ziel der Figuren.

Zu Beginn der Geschichte dieses Romans werden kurz die Daten angesprochen, derentwegen nun Rhodan in die Eastside reist. Die SolAb hat in Daten, die Saedelaere von Nosmo mitbrachte und anderen Daten von Olymp genau 1 Koordinatensatz entdeckt, der in beiden Quellen auftaucht. Das reicht Perry aus, um mal eben 60.000 Lichtjahre weit zu fliegen. Die Rückkehr des Nosmo-Teams wird übrigens nicht behandelt. Da aber die beiden Zeitspringer mit Rhodan ins Arcane-System aufbrechen, scheinen alle wieder vereint. Der Maskenträger wird nicht erwähnt, ebenso wenig Deighton.

Im Arcanesystem setzt der Autor bei beiden Kommandounternehmen auf das gleiche Team. Indem Zitarra bevorzugt wurde, ging ich davon aus, dass diese Figur ein wenig mehr Spielraum, als bisher bekommen sollte. Tatsächlich bleibt der männliche Zeitspringer harmlos in dieser Geschichte. Nur einmal begehrt er gegen Rhodan auf. Und wird zurrechtgewiesen. Zitarra nickt und ist fortan brav. Das Konfliktpotential, das ich durch die Figur erhofft hatte, spielte der Autor nicht aus. Auch sonst kommen die eingesetzten Figuren über den Part „Anhängsel von Perry Rhodan“ kaum hinaus. Nur einmal darf Gucky eine Extratour drehen und auch die war harmlos.

Seine „Hausaufgaben“ hat Bernhard Kempen gemacht. Er leistet sich keine oder nur geringe Schwächen mit dem Perry Rhodan-Vokabular. Anfangs zieren noch einige sperrige Satzkonstruktionen den Lesegenuss. Mit zunehmende Verlauf und vor allem dann, als die CART RUDO verlassen wurde, wird der Stil gefälliger. Die Problematik des Ortungsschutzes, bzw. das „Nichtauffallen“ im Arcanesystem wird für meinen Geschmack etwas zu häufig eingesetzt, bzw. zum Thema gemacht.

Auf Arcane selbst fällt auf, dass der Autor seine Figuren doch arg einbremsen muss. Die Geheimnisse des Zyklus sollen nicht zu früh aufgedeckt werden. Von daher ist es doch sehr merkwürdig, dass Rhodan und sein Team keinerlei Anstalten machen, eine der auf dem Planeten angetroffenen Terraner, Arkoniden, Ferronen oder Akonen, näher zu untersuchen, zu befragen, zu belauschen. Was auch immer. Rhodan geht den verschwundenen Menschen nicht nach. Dabei lag es auf der Hand, dass die Menschen, die dort die Raumschiffe bauten und die von Gucky geespert wurden, zu den Verschwundenen zu zählen waren. Zumindest hätte man versuchen können, einen Blick auf die Belegschaft zu erhaschen. So aber tat die Gruppe Rhodan alles, um selbst unter Deflektorschutz allen und jedem aus dem Weg zu gehen.

Ein braver Roman. Irgendwie wollte der Funke bei mir nicht so recht überspringen.