Ansichten zu Perry Rhodan Stardust Heft 9

Das Seuchenschiff – von Dennis Mathiak – Handlung:

Perry Rhodan und Eritrea Kush sind mit dem Virus des Generex infiziert. Mit ihrer Rückkehr an Bord der FUNKENREGEN haben sie auch die Besatzung angesteckt. Trotz seines Aktivators zeigt der Unsterbliche ebenfalls Symptome der Krankheit. Kommandant Patrick Dirmio hat weitere schlechte Nachrichten. Das HMI-Virus hat sich rasend schnell verbreitet, Quarantänemaßnahmen kamen zu spät. Die FUNKENREGEN ist nun ein Seuchenschiff. Da weitere Schiffe der Stardust-Union an Rettungsmissionen auf den Kolonialwelten beteiligt waren, sind wohl 25 Prozent der Flotte betroffen.

Die Amöbenraumschiffe um den Planeten Horatio verhalten sich ruhig. Von einem der Schiffe hat man ein Signal von Mehul Tondesi, dem verschleppten Piloten der FUNKENREGEN, empfangen. Doch zunächst müssen alle Kräfte auf die Bekämpfung der Seuche konzentriert werden. Der Ara Tippatz vermittelt einen Kontakt zu seinem Landsmann Varrim-Ga, dem angeblich besten Mediker in Far Away. Rhodan kann den arroganten Ara dazu bewegen, mit seinem Schiff an die FUNKENREGEN anzudocken. Varrim-Ga verlangt 100 Millionen Galax für die Suche nach einem Gegenmittel. Rhodan willigt ein und überlässt Varrim-Ga alle bisher bekannten Daten. Der Ara bekommt auch Proben der aus der Vergangenheit mitgebrachten Tagaris-Blumen. Nach einer ersten Sichtung der Daten ist Varrim-Ga zuversichtlich, ein Gegenmittel entwickeln zu können. Er kommt sogar ohne Schutz an Bord der FUNKENREGEN. Von Rhodan nimmt er eine Blutprobe. Bei der Untersuchung kann er zumindest feststellen, dass der Terraner durch seinen Aktivator inzwischen geheilt wurde und auch als Überträger des Virus nicht mehr in Betracht kommt.

Inzwischen kommt Mehul Tondesi an Bord des Amöbenraumer in einem Tank mit schleimiger Flüssigkeit zu sich. Über Schläuche wird der junge Terraner beatmet. Tondesi schöpft Hoffnung aus dem Gedanken, dass etwas von Rhodan auf ihn übergegangen sei, das ihm Kraft gibt. Tatsächlich kann er sich aus dem Tank befreien. Auf seiner Flucht tötet er einen Pseudo-Jaroc und macht eine schreckliche Entdeckung. In einem Raum, in dem er sich verstecken möchte, ragen die Oberkörper dreier Terraner aus den Wänden. Das Amöbenschiff ist dabei, die Unglücklichen in sich zu integrieren. Tondesi wird erneut gefangen und in den Tank gesteckt. Doch sein Aufenthalt dort ist nur von kurzer Dauer. Pseudo-Jaroc holen ihn und er wird an eine Wand des Amöbenraumers gestellt. Das Schiff beginnt sofort damit, seinen Körper zu assimilieren. Tondesi resigniert.

Varrim-Ga ist inzwischen einen Schritt weiter gekommen. Mittels Aufbau-Präparaten kann er den Prozess der Krankheit verlangsamen. Nach seinen Berechnungen bleiben den Menschen etwa 4 Wochen bis die Ansteckung zum Tod führt. Der Ara sichtet auch die Aufzeichnungen des Generex. Er entdeckt, dass der HMI-Virus sehr heimtückisch ist und nur intelligentes Leben tötet. Nur das Volk der Indochimi hat in der Vergangenheit in Far Away überleben können. Die Wasserbewohner waren gegen das in der Luft übertragene Virus geschützt. Und es muss einen Assimilator geben, der das Virus jeden Planeten und seinen Bewohner anpasst. An Bord eines Amöbenschiffs könnte man vielleicht den Assimilator finden.

Mehul Tondesi kommt wieder zu sich. Zu seinem Entsetzen ist sein Körper nahezu vollständig vom Amöbenschiff aufgesogen worden. Sein Bewusstsein soll mit den Bewusstseinen der anderen integrierten Menschen als Steuerhirn dienen. Im Gegensatz zu seinen Leidensgenossen ist Tondesi mit seinen Gedanken jedoch frei. Tondesi erkennt, dass die Schiffe ins Stardust-System fliegen wollen. Er kann die Datenbanken des Schiffes durchsuchen und ein Datenpaket an die FUNKENREGEN absetzen.

Die FUNKENREGEN ist inzwischen vom Administrator der Stardust-Union darüber informiert worden, dass der Planet Tark unzählige fortentwickelte Amöbenschiffe ausspuckt. Man benötigt jetzt alle Kräfte. Rhodan möchte mit einem Team an Bord des Schiffes gehen, wo er Tondesi vermutet und er will Daten zum Assimilator suchen. Doch Admiralin Kush will keine Zeit auf die Eroberung eines einzelnen Amöbenschiffs verschwenden. Tondesi kann die Schutzschirme des Amöbenraumers abschalten. Kush lässt das Feuer eröffnen und der Feindraumer vergeht in einer Explosion.

 

Rezension:

Autor Dennis Mathiak steuert seinen 2. Roman zum Stardust-Zyklus bei. Die Geschichte beschränkt sich auf zwei Handlungsorte. An Bord der FUNKENREGEN wird der Kampf gegen die Seuche geschildert und an Bord des Amöbenraumers kämpft ein Terraner ums Überleben.

Der fiktiven Geschichte über eine virale Bedrohung steht in der wirklichen Welt eine ganz und gar reale Bedrohung gegenüber. Derzeit vergeht kein Tag, in der nicht über das Ebolavirus berichtet wird. Und obwohl ein Schutz möglich ist, kann sich das Virus ausbreiten. Sogar in Isolierstationen und trotz Schutzkleidungen stecken sich Menschen an. Der Grund ist wahrscheinlich menschliches Versagen. Mathiaks Roman spielt in einer technisch weit entwickelten Zukunft. Und doch wird es dort eines mit Sicherheit auch noch geben. Menschen, die versagen. Tatsächlich wissen Rhodan und Kush über die Vergangenheit des Generex nun Bescheid und dass er mit dem Virus ganz Far Away entvölkert hat. Rhodan weiß auch, dass Anthur die Ampulle an sich gebracht hat. Und doch werden keinerlei Maßnahmen zum Schutz ergriffen. Es gibt keine Seuchenprotokolle, keine Isolierstationen nach der Rückkehr, keine wie auch immer geartete Abschottung sensibler Schiffsbereiche. Ja selbst die Information an andere Schiffe der Stardust-Union wird nur mit Verzögerung rausgeschickt. Das alles wirkte träge aber lässt sich eben mit menschlichen Versagen erklären.

Die Figur Rhodan kommt erneut nicht gut weg. Der Unsterbliche ist Teil dieser Versagerkette und kann lediglich mit seinem Verhandlungsgeschick punkten, als er den Ara für 100 Millionen Galax überzeugen kann, an einem Gegenmittel zu arbeiten. Die kranke Eritrea Kush ist den ganzen Roman keine Hilfe trotz ihrer Präsenz an allen Orten. Am Ende trifft sie eine falsche Entscheidung und Rhodan bleibt einmal mehr nur der wütende Abgang. Also das einzige Amöbenschiff, das durch Tondesi geschwächt, Informationen zum Assimilator hergeben könnte, wird von Kush vernichtet, mit der Begründung, die Stardust-Union kann sich damit nicht aufhalten. Dümmer geht’s nimmer.

Während die Situation an Bord der FUNKENREGEN seltsam antiseptisch wirkte, ist der zweite Handlungsstrang dem Autor besser gelungen. Zwar mutete der Gedanke Tondesis, etwas von Rhodan sei auf ihn übergesprungen, etwas seltsam an, immerhin war das aber dir treibende Kraft für etwas Handlung. Die Szenen im Tank und der kurzen Flucht, sowie die Entdeckung, welches Schicksal den jungen Terraner erwartet, hat der Autor überzeugend schildern können.

 

Ansichten zu Perry Rhodan Stardust Heft 8

Anthurs Ernte – von Andreas Suchanek – Handlung:

Auf Horatio, einer Kolonie der Stardust-Union, erwirtschaften sich die Kolonisten ihren Lebensunterhalt mit der Jagd auf einheimische Maden, deren Fleisch eine begehrte Delikatesse ist. Die Maden durchlaufen mehrere Stadien einer Metamorphose. In den einzelnen Stadien sind die Maden sehr gefährlich. Madenjäger müssen daher immer auf der Hut sein. Doch Gorsten Resnac hat andere Probleme. Jaroc sind auf Horatio gelandet und machen ihrerseits Jagd auf ihn. Seine Freunde sind bereits getötet oder paralysiert und von den Invasoren verschleppt worden. Resnac kann sich in die Siedlung Elisabethtown retten aber auch dort ist er nicht sicher.

Nach ihrer Rückkehr aus der Vergangenheit setzt Kerat Tinga seine Begleiter auf einer Welt von Far Away ab. Er will so schnell wie möglich zu Whistler zurückkehren. Die Proteste von Perry Rhodan und Eritrea Kush ignoriert der Jaranoc. Immerhin verständigt er ein Schiff der Stardust-Union und die FUNKENREGEN nimmt die beiden Gestrandeten an Bord. Dort erfahren sie, dass bereits acht Welten der Union von den Amöbenschiffen angegriffen wurden. Virenfähren setzen Jaroc ab und machen Jagd auf Menschen. Ein Funkspruch von Horatio trifft ein und für Kush und Rhodan ist klar, dass sie der Kolonie helfen werden.

Im Orbit um Horatio befinden sich zwei Amöbenraumer. Kristalljäger und Virenfähren sind auf der Oberfläche im Einsatz. Die zuständige Administrationsbeauftragte von Horatio zeigt sich widerspenstig. Man befände sich mitten in der Erntesaison, eine Evakuierung käme nicht in Frage. Mehul Tondesi, der Pilot der FUNKENREGEN und Rhodans Begleiter bei der Begegnung mit dem Netzweber stammt von Horatio. Er macht den Vorschlag, sich an Vermis X. Horatio, den mächtigsten Patriarch des Planeten zu wenden. Kush, Tondesi und Rhodan landen mit einem Shift auf der Kolonialwelt, da die FUNKENREGEN wegen der Stärke der Amöbenraumer nicht eingreifen kann. Derweil werden Schiffe zur Evakuierung angefordert.

Rhodan und die Admiralin werden von Tondesi zum Patriarchen gelotst. Der ist mit seinen Söhnen auf der Jagd und will sich von der Admiralin nichts vorschreiben lassen. Auch Rhodan kann ihn nicht dazu bewegen, die Jagd abzublasen. Noch während die Diskussion in Gange ist, greifen Jaroc an. Ein Sohn von Vermis wird verletzt und die Gruppe bricht in unterirdische Stollen ein, die von den Maden gegraben wurden. Dort müssen sie sich nicht nur gegen die Jaroc sondern auch gegen angreifende Maden wehren. Tondesi wird von den Invasoren verschleppt.

In Elisabethtown macht Gorsten Resnac eine überraschende Entdeckung. Ein Metamorphosestadium der Maden sind riesige fliegende Geschöpfe, die als Behemoth bezeichnet werden. Sie emittieren starke elektromagnetische Strahlung und stören sogar Hypertechnik. Als Kristalljäger die Stadt angreifen, wenden sich die Tiere gegen die Angreifer. Die Flugmaschinen der Invasoren stürzen ab. Im allgemeinen Tumult entdeckt Resnac einen Menschen, der einen Kristalljäger entsteigt und den Jaroc Befehle gibt. Es ist Anthur, der die Invasion befehligt. Nachdem Anthur zahlreiche Menschen paralysiert hat, lässt er sie zu den Amöbenschiffen transportieren.

Wieder greifen fliegende Behemoth an. Als sie beschossen werden, kommt es zu verherrenden Explosionen, die große Teile des Planeten zerstören. Resnac und Tondesi treffen sich in der Gefangenschaft. Dort erfahren sie auch, dass die Maden Mutationen früherer Biospeicher der Pahl-Hegemonie darstellen.

Rhodan und Kush können endlich den Patriarchen überzeugen, Horatio zu evakuieren. Es gibt kaum noch Überlebende. In der Krankenstation erhalten Kush und Rhodan eine niederschmetternde Diagnose. Anthur hat einen Virus ausgesetzt und beide haben sich infiziert. Auch Rhodan leidet trotz Zellaktivator unter den Auswirkungen. Die aus der Vergangenheit mitgebrachten Tagaris-Blumen werden untersucht, doch die Wissenschaftler sind zunächst machtlos.

 

Rezension:

In seinem Beitrag zum Stardust-Zyklus setzt Andreas Suchanek den gleichen Stil ein, der auch die bisherigen Romane gekennzeichnet hat. Rhodan und Kush sind im Team unterwegs und sind weitgehend auf sich gestellt. Zuletzt wurden die beiden von Tinga unterstützt. Diesmal werden sie von Tondesi begleitet. Obwohl Rhodan und Kush diesmal stärker als zuletzt in die Geschehnisse eingreifen können, sind sie weitgehend machtlos. Ohne dieses Zweierteam scheint auch der Rest der „Neuen Menschheit“ weitgehend planlos zu sein. Dazu kommt, dass Anthur den beiden Hoffnungsträgern stets einen Schritt voraus ist. Und die Überlegenheit der Amöbenschiffe lässt auch ein direktes militärisches Eingreifen nicht zu, wobei hier noch nicht mal der Versuch gemacht wird, da die FUNKENREGEN das einzige Schiff der Stardust-Terraner ist, dass die Kolonie anfliegt. Neben dem beschriebenen Verbot des Einsatzes hyperenergetischer Geräte wendet sich dann auch noch die Fauna des Planeten gegen Bewohner und Helfer. Und als wäre das alles nicht genug, sind die Bewohner trotz Invasion und Verschleppung von Familienangehörigen und Freunden vor ihren Augen nicht bereit, die Erntesaison abzubrechen.

Damit war die Saat bereitet, das dynamische Duo Kush/Rhodan auf Maden, Madenjäger, Invasoren und den Rest der Welt loszulassen und etwas Schwung in die vorgezeichneten Abläufe zu bringen. Doch weit gefehlt. Dem Autor Suchanek gelingt es zu keiner Zeit, dem Unsterblichen Perry Rhodan so etwas wie Leben einzuhauchen. Während um ihn herum geschossen und entführt wird, lässt Suchanek den Helden eine Diskussion über seine politischen Erfolge der Vergangenheit führen. Und auch Kush bekommt vom Autor keine Gelegenheit, ihr Potential als Kämpferin auszuspielen. Die Admiralin darf hin und wieder fluchen, erbost mit dem Fuß aufstampfen oder hin und wieder die Augen verdrehen. Dazu darf dann schon mal Rhodan seine Partnerin beruhigend an den Arm greifen.

Derweil geht um die beiden maßlos enttäuschenden Helden herum der ganze Planet zugrunde. Die Handlung um den Madenjäger Gorsten Resnac konnte noch am ehesten überzeugen. Die Auftritte Rhodans und Kush hingegen muteten seltsam teilnahmslos an. Rhodan hätte ein selbstbewussteres Auftreten verdient gehabt. Stattdessen führt er langwierige Debatten im Wüstensand. Als dann kurz darauf die Kristalljäger angreifen wirkt das Szenario eher wie ein Kammerspiel als eine bedrohliche Kampfszene. Während Rhodan und Kush träge die Angreifer beobachten und die Planetenbewohner darüber debattieren, welche Waffen sie einsetzen wollen, erzielt der Gegner seine Erfolge.

Auch Rhodans Gedanken sind pomadig. Der berühmte Sofortumschalter rafft nichts. Rhodan und Kush erfahren, dass die Jaroc in der Gegenwart mehrere Welten überfallen haben. Das deckt sich mit den Erkenntnissen der Zeitreise, denn dort haben die Terraner erfahren, dass es immune Jaroc gab, die in Tiefschlaf versetzt wurden. Auf dem Madenplaneten indes verwirren die Jaroc Rhodan, der sich nicht erklären kann, woher die Fremden plötzlich kommen.

Die Figur des Anthur hat sich geändert. An der Seite von Rhodan konnte der Helfer des Generex noch eine undurchsichtige Fassade aufrechterhalten. Suchanek verpasst dieser Figur einige neue Wesenszüge. Abgesehen davon, dass er seine Gefangenen quält, zeigt sich die Figur auch seltsam klatschsüchtig.

Fazit: Der Autor lässt seine Hauptfiguren weitgehend lustlos in einer simplen Story agieren.

 

Ansichten zu Perry Rhodan Stardust Heft 7

Die Pahl-Hegemonie – von Rüdiger Schäfer – Handlung:

Perry Rhodan, Eritrea Kush und Kerat Tinga sind mit Hilfe der Meergrün-Stadt ca. 185.000 Jahre in die Vergangenheit gereist, um mehr über die Pahl-Hegemonie zu erfahren. Ihr Spindelschiff NEARBY bringt sie nach Far Away. Kaum angekommen, werden sie Zeuge einer Raumschlacht und kleine Amöbenschiffe kesseln das Schiff ein. Ein Jaroc meldet sich und fordert Zutritt an Bord. Da gibt es erneut Ortungsalarm und mehrere große Amöbenschiffe erscheinen, die zur Überraschung von Rhodan nicht nur die NEARBY, sondern auch die kleineren Amöbenschiffe angreifen.

Obwohl die Machtverhältnisse unklar sind, ergreift die NEARBY zugunsten der kleineren Schiffe ein und kann den Angriff abwehren. Dar Togas, der Anführer der kleinen Amöbenschiffe bedankt sich. Er ist ein Rebell und die Angreifer sind die Schiffe des Generex gewesen. Dar Togas schlägt einen Treffpunkt in der Nähe vor und dort erfahren die Zeitreisenden die Geschichte der Hegemonie von Pahl. Dieses Sternenreich ist zum Zeitpunkt der Geschehnisse, also 184.982 Jahre in der Vergangenheit, schon etliche tausend Jahre alt. Entwickelt hat sich der Völkerbund im Kugelsternhaufen Pahl, der wie Far Away zu Anthuresta gehört. Die Jaroc wurden zur führenden Zivilisation. Sie stießen auch nach Far Away vor, zu jener Zeit Sarc genannt, und fanden den Kugelsternhaufen entvölkert vor. Gleichzeitig wurde auch ein anderes Reich auf Sarc aufmerksam. Die Enklave von Tau provozierte die Hegemonie von Pahl mehrmals, bis es schließlich zum Krieg kam. Ein Feldherr der Jaroc, Las Quar, erlangte schnell einen legendären Ruf. Doch nach einiger Zeit blieben die Erfolge aus. Las Quar gab die Schuld der Regierung und führte einen Putsch durch. Gerade als er sich in seiner Rede als zukünftiger Herrscher Generex an alle Bürger der Hegemonie wendet, wird ein Anschlag auf ihn ausgeführt.

Dar Togas unterbricht seine Geschichte, da er eine wichtige Mission ausführen muss. Er bittet Tinga, Rhodan und Kush, ihn zu begleiten. Die Absicht ist klar. Er erhofft sich Hilfe von der NEARBY, deren technischen Mittel ihn beim Angriff der Schiffe des Generex beeindruckt haben. Während des weiteren Fluges berichtet der Jaroc weiter von den Ereignissen. Las Quar hat den Anschlag schwer verletzt überlebt. Seine Lebenserwartung ist trotz intensiver medizinischer Betreuung gering. Die Bürger der Hegemonie werden über den Gesundheitszustand des Herrschers getäuscht, der unbarmherzig nicht nur gegen die Enklave von Tau sondern auch gegen die eigenen Bürger vorgeht. Insgeheim verfolgt der Generex einen Plan. Wissenschaftler haben einen Virus geschaffen. Der HMI-Virus soll die Enklave von Tau besiegen. Aber nicht nur das, es soll auch die Hegemonie von Pahl auslöschen. Auf Jaroca, der zu dieser Zeit Delm hieß, gab es eine Pflanze, deren Wirkung eine Immunität herbeiführte. Ausgewählte Jaroc wurden immunisiert und sollten im Kälteschlaf die Zeit überdauern, bis alles Leben in Pahl und Sarc ausgelöscht war. Außerdem wurden auf dem Nachbarplaneten von Delm, Tark, Amöbenschiffe und Material eingelagert.

Der Generex setzt das HMI-Virus frei und Billionen Wesen sterben. Während der Todeskampf andauert verbindet sich der Generex mit der Positronik Sirio, die ihm als Partner dient. Sirio eröffnet dem Generex, dass er sterben wird. Er verabreicht sich selbst das HMI-Virus, das ihn seinem Körper mutiert, ihn aber am Leben lässt.

Schließlich erfahren die Zeitreisenden vom Plan Dar Togas. Der Jaroc möchte Delm vernichten. Während Kush darauf drängt in die Gegenwart zurückzukehren, da man ja weiß, dass der Plan Togas fehlgeschlagen ist, denn in der Zukunft existiert Delm/Jaroca noch, folgt Rhodan seinem Instinkt. Sie landen auf Delm, wo tatsächlich einen Offensive der Enklave von Tau dazu führt, dass die Rebellenschiffe von Togas vernichtet werden. Zuvor bekommt Rhodan jedoch noch einen Datenträger von dem Jaroc mit der Geschichte des Generex. Kerat kann einige Blumen ernten, die Rhodan als Tagaris erkennt, jene Blume, mit der einen Immunität zum HMI-Virus erlangt werden kann. Dieser Erfolg ist auch nötig, denn Rhodan ahnt, was in der Phiole gewesen ist, die Anthur im Schrein auf Jaroca an sich nahm.

Zurück an Bord der NEARBY wird eine letzte Datei zur Geschichte des Generex freigeschaltet. Das Flaggschiff des Generex, die MOKRA hat sich selbst infiziert und verändert sich. Sirio versetzt das Schiff und den Generex in einen Tiefschlaf. Die weitere Entwicklung ist unbekannt. Die NEARBY erreicht wieder die Meergrün-Stadt, um mit ihr in die Gegenwart zu gelangen.

 

Rezension:

Wie schon der Vorgängerroman ist der Storyaufbau der Fortsetzung geradlinig. Rüdiger Schäfer bietet den Zeitreisenden, bzw. seinen Lesern einen Einblick in die Geschichte der Hegemonie von Pahl. Die Rückblicke sind in drei Abschnitte geteilt. Zuerst berichtet Togas seinen Zuhörern direkt, später per Funk und am Ende wird dann noch eine Datei, die Whistler im Bordrechner der NEARBY hinterlegt hat, freigeschaltet. Unterbrechungen erfährt die Geschichte lediglich durch ein paar Dialoge zwischen diesen Abschnitten und einer klitzekleinen Planetenexkursion am Ende. Der Autor entschloss sich zudem, die Pausen zwischen den Geschichtsexkursionen mit dem Gefühlsleben der drei Besatzungsmitglieder der NEARBY zu füllen. Die Empfindungen von Rhodan und Kush wirkten z.T. aufgesetzt oder künstlich, da sie augenscheinlich nur als Füllmaterial dienten.

Glichen im Vorgängerheft die beschriebenen Emotionen der Figur Whistler noch einer Achterbahnfahrt, so trifft diese Beschreibung nun auch auf Rhodan zu. Die Figur wird sehr unstet beschrieben. Allerdings sind die Probleme, die der Autor mit dieser Figur hat, zum Teil hausgemacht. Rhodan ist die meiste Zeit nämlich nur Beobachter oder Zuhörer, es bietet sich kaum eine Gelegenheit zum Handeln. Wie schon erwähnt versucht der Autor die Geschichte des Generex etwas aufzulockern, indem er die Figur Rhodan einige Gemütsbewegungen durchleben lässt. Leider mit wenig Erfolg. Die wenigen Gedanken, die Schäfer seine Hauptfigur anstellen lässt, passen häufig nicht. Der Autor kann zu keiner Zeit die beschriebenen Aufregungen schlüssig herleiten. Infolgedessen lässt er die Figur selbst das eine oder andere Mal darüber sinnieren, woher die plötzlichen Gefühlsschwankungen herkämen. Anfangs drückt der Autor dem Serienhelden den Stempel des ständig nörgelnden und Nerv tötenden Warners auf, worunter insbesondere Kerat Tinga zu leiden hat. Dann folgen die Phase des Zauderers und schließlich die Phase des kleinen bockigen Kindes. Tinga zeigt etwas mehr Selbstbewusstsein und scheint die Rolle des treuherzigen Paladins ablegen zu wollen. Und Eritrea ist lediglich Stichwortgeberin. Zwar ist es grundsätzlich eine gute Idee, den Geschichtsvortrag hin- und wieder zu unterbrechen aber diese Pausenfüller konnten nicht überzeugen.

Wichtige Themen vernachlässigt der Autor stattdessen. Beispielsweise die Gefahr, dass Rhodan und Co. absichtlich oder unabsichtlich die Zeitlinie ändern. Alleine das Eingreifen zugunsten der Rebellen hätte der Autor nutzen können, um sich stärker als er das in seinem Roman tat mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Spätestens als Rhodan seinen Instinkt nachgeht und auf Delm landet, wird die Gefahr einer Veränderung der Vergangenheit akut. Im Vorfeld der Landung sind nebenbei erwähnt die Streitereien zwischen Rhodan und Kush deutlich überzeichnet.

Fazit: Ein Roman mit einer simplen Story, die man so oder so ähnlich schon häufiger lesen konnte. Dem Autor ist es nicht gelungen, diesen an sich vertrauten Inhalten eigene neue Impulse zu geben.