Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2958

Jede Zeit hat ihre Drachen – von Wim Vandemaan – Handlung:
Opiter Quint und Ernst Ellert haben Wochen gebraucht, um sich von den Nachwirkungen des Protokolls zu erholen, an dem sie Anteil genommen hatten. Eine Sache beschäftigt die beiden Männer besonders. Viele Wege höchst unterschiedlicher Wesen und Völker kreuzen sich. Und neuerdings sind die Haluter von einer Krankheit bedroht. Und die Haluter sind auf die Thoogondu gestoßen. Die wiederum die Terraner ansprachen. Beiläufig wirft auch Homunk ein, dass Informationen zu diesen Themen im Sokarsystem zu finden sind.
Die NEÈFOR mit dem Dolan JASON bricht dorthin auf. 2000 Lichtjahre liegt das System vom Zentrum der Milchstraße entfernt und nur wenige Hundert Lichtjahre von Halut. Aus alten Daten eines Explorers geht hervor, dass Begriffe in dem System dem Arkonidischen entstammen und andere dem Kraahmak. Die ROBERT GRUENER mit zwei weiteren Schiffen hält sich vor Ort bereit, als Quint und sein Team Nachforschungen anstellen. Der vierte Planet ist ein Gasriese namens Sokambur. Dort finden die Sonden ein Feld mit zylindrischen Gebilden. Sehr wahrscheinlich haben Maahks zur Zeit der Mathankriege den Planeten für die Besiedlung vorbereitet. Das Vorhaben wurde jedoch abgebrochen. Auf einem der Monde Sokamburs, Kaikiark genannt, finden die Sonden ein altes arkonidisches Kugelraumschiff. Die VRITRA MADIA liegt dort seit Jahrtausenden im ewigen Eis, was Homunk in Erstaunen versetzt. Das Schiff, sagt er, ist noch da.
Opiter Quint, Ernst Ellert und Mahnaz Wynter verschaffen sich Zugang zur VRITRA MADIA, die gut erhalten aber ohne Besatzung ist. Und sämtliche positronische Speicher sind gelöscht. Nachdem sie das Schiff gründlich durchsucht haben, finden sie in einer Kabine die konservierte Leiche einer Arkonidin. Und neben der Leiche uralte Schriftstücke. Sie sind ein Tagebuch und Mahnaz Wynter liest daraus vor. Es sind die Aufzeichnungen der Essoya Suuna, Kriegspsychologin in den Tagen des Methankriegs im Jahr 10.854 da Ark.
Suuna stammt aus einfachen Verhältnissen. Das, und eine körperliche Behinderung machen es ihr schwer. Aber sie hat eine Beziehung mit Trebon da Minterol, dem Kommandanten der VRITRA, die gleichzeitig Flaggschiff eines von da Minterol befehligten Verbandes ist. Und die Flotte hat gerade einen Sieg gegen die Maahks eingefahren. Doch schon wartet der nächste Auftrag im Kumugiasystem. Dort sammeln sich maahksche Verbände. Auf dem Gasplaneten des Systems steht eine Station der Cwuaur und dort soll an einer neuen Waffe gebaut werden. Die Maahks und ihre Verbündeten stehen auch hier auf verlorenen Posten. Brisant wird der Einsatz, weil sich zwei Haluterschiffe im System aufhalten. Die Haluter unterstützen häufig den Unterlegenen. Ein Stoßtrupp der Arkoniden soll die Waffenunterlagen sicherstellen und deren Verbreitung verhindern. Außerdem soll Kontakt zu den Halutern hergestellt werden. Die Arkoniden, unter ihnen Suuna, dringen in die Station der Methans auf Dvornux ein. Abstürzende Wrackteile lassen die Aktion ins Chaos abgleiten, das durch fünf wildgewordene Haluter noch verschärft wird.
Die Arkoniden zünden eine Arkonbombe auf Dvornux. Später erscheint am Rande des Systems ein unbekannter Kugelraumer. Ein Mann, möglicherweise Kolonialarkonide, namens Lethuur bietet eine Waffe gegen die Haluter an. An Bord des Schiffes gibt sich Lethuur als den Caluriern zugehörig aus. Zum Gespräch mit Trebon da Minterol und Suuna stoßen zwei weitere Gäste. Sie verschweigen ihre Herkunft. Opiter Quint tippt angesichts der Beschreibung in den Tagebuchaufzeichnungen auf Galkiden. Und schließlich nimmt noch ein Thoogondu namens Tomoughash an der Besprechung teil. Die Waffe, um die es geht, ist genetischer Natur. Und es ist eine Langzeitwaffe. Sie zielt auf die besondere Evolution der Haluter. Da sie eingeschlechtlich sind, sind ihre Nachkommen genetische Kopien. Das stets gleichbleibende Genom birgt Nachteile. Eine Krankheit könnte tatsächlich alle Haluter betreffen. Also haben die Haluter einen Genpool angelegt. Gibt es Entwicklungen, weil ein äußerer Einfluss einen Haluter verändert hat und ist dieser interessant, dann wird der Genpool angereichert und alle Haluter können bei Bedarf darauf zugreifen. Die Waffe soll in den Genpool eingeschleust werden. Zu gegebener Zeit soll dann ein Impuls ausgelöst werden, der die implantierte Genmodifikation ausbrechen lässt.
Nun wird auch klar, warum so viele Haluter vor Ort sind. Der Genpool ist in diesem System oder in der Nähe versteckt. Die Arkoniden ziehen sich zur Beratung zurück. Suuna begegnet ein weiteres Wesen an Bord, das sie nie zuvor gesehen hat. Auf einer Zeichnung im Tagebuch erkennen Quint und seine Begleiter einen Gemen.
Suuna wird mehr und mehr von den Entscheidungsprozessen isoliert. Mit drei gekaperten Maahkraumer führen die Arkoniden die Aktion gegen den Genpool durch, der sich damals auf dem Mond Kaikiark des Planeten Sokambur befand. Das Vorhaben gelingt, die Viren werden eingeschleust. Doch damit die Haluter zu gegebener Zeit auf den Genpool Zugriff nehmen, muss der Hauptpool vernichtet werden. Und die Arkoniden, die an dem Angriff beteiligt sind, dürfen nicht als Arkoniden identifiziert werden. Trebon da Minterol schafft Suuna von Bord und setzt sie als seine Erbin ein. Mit anderen gelingt ihm der Schlag gegen den Hauptpool und die Haluter erfahren nicht, wer die Angreifer waren.
Jahre später kauft Suuna ein Schiff und nennt es VRITRA MADIA. Mein Drache. Sie reist wieder nach Kaikiark. Dort stirbt sie. Die Leser des Tagebuchs wissen nun die Vorgeschichte der Krankheit der Haluter. Da erscheint Homunk, der wohl auch für die Löschung der Speicher verantwortlich ist. Der Androide will auch das Tagebuch vernichten. Die anderen halten ihn ab. Sie lassen das Tagebuch zurück, als sie das Schiff verlassen.

 

Rezension:
Ganz am Anfang seiner Geschichte gibt Autor Wim Vandemaan einen Vorgeschmack dessen, was den Leser erwartet. Seine Figuren Quint und Ellert sinnieren über die vielen Völker, deren Wege sich kreuzen. Tatsächlich packt Wim Vandemaan zu den Thoogondu und den Halutern und den Menschen eine weitere Spezies dazu. Es sind die Gemeni, die hier mit den Thoogondu wohl gemeinsame Sache machen. Und als wäre das nicht genug, ist auch ES in die Sache verstrickt. In seltener Deutlichkeit zeigt der Autor die Verstrickungen der Helfershelfer der SI in die damaligen und aktuellen Machenschaften. ES ist der Plan zur Infizierung der Haluter bekannt. Und ES scheint die Infizierung zu billigen und lässt Homunk dazu alle Spuren beseitigen. Andererseits bringt Homunk allerdings die Menschen erst wieder auf die Spur dieser Machenschaften. Es bleibt spannend, was sich die SI dabei gedacht hat.
Nicht alleine durch dieses zyklusbestimmende Geschehen hat mich der Roman des Exposé-Autors fasziniert. Die Geschichte hat mich auch auf andere Weise in ihren Bann gezogen. Es fängt mit dem Romantitel an, auf den der Autor zu unterschiedlichen Zeitpunkten in seiner Erzählung immer wieder zurückkommt. Und dem Titel durch seine Figuren unterschiedliche Bedeutungen zukommen lässt. Und der Titel bleibt, trotz der eingeflochtenen Erläuterungen, bis zum Ende geheimnisvoll und mehrdeutig.
Überhaupt ist es ja nicht nur eine Geschichte, die Wim Vandemaan erzählt. Es sind deren zwei. Da sind die Entdecker, die, angeführt von Opiter Quint, einem alten Geheimnis auf die Spur kommen. Und da ist die Geschichte einer fernen Epoche, die plötzlich wieder lebendig wird.
Ich konnte in beide Geschichten eintauchen. Die Figuren, die Orte, die Handlungen bargen eine Magie, der ich mich nicht entziehen konnte. Der Roman setzte starke Emotionen bei mir frei. So müssen Geschichten sein!

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2957

Die Hooris-Prozessoren – von Michael Marcus Thurner – Handlung:
Admiralin Amber Dessalin, vormals Anführerin der Gäonen-Flotte und Kommandantin der IWAN IWANOWITSCH GORATSCHIN, flieht. Zusammen mit Perry Rhodan. Die beiden haben sich rechtzeitig von den Nachwirkungen der Not-Transition des Schiffes erholt und konnten den um sich schießenden HaLems entkommen. Doch eine der unheimlichen Statuen verfolgt sie. Dessalin kennt ihr Schiff jedoch genau. Sie führt den Unsterblichen in einen Bereich, der von der Überwachung weitgehend abgeschottet ist. Dadurch können sie den Verfolger abhängen. Offensichtlich haben die HaLems Zugriff auf GREGOR, die Schiffspositronik der GORATSCHIN. Die Gäonin ist geteilt. Der Unsterbliche rührt in Wunden, wenn er sie an den Verrat der Thoogondu erinnert. Andererseits sind da draußen immer noch irgendwo ihre Schiffe, die sie erreichen möchte.
Der Verfolger der Gäonin und des Terraners ist Fhyorsharg. Der Thoogondu ist ein Auserwählter. Durch seinen Tod hat er einen von fünf Hooris-Prozessoren belebt. Erst war er tot und erinnert sich daran, wie er im All auf dem Flug von der RAS TSCHUBAI nach Quinto-Center starb. Und nun dieses unglaubliche Gefühl. Noch kontrolliert er den neuen Körper nicht perfekt. Instinktiv bedient er die Waffen seines Körpers und tötet die Feinde. Während seine Kameraden die GORATSCHIN übernehmen, verfolgt er zwei Flüchtende. Doch er verliert deren Spur.
Die Admiralin und der Unsterbliche wechseln den Standort in einen Ausbildungsraum, den die USO an Bord eingerichtet hat, um dort Personal an gäonischer Technik forschen zu lassen. Sie treffen dort auf Maorim D’Abo. Die zierliche QuinTech ist Datenethnologin der USO. Sie ist keine Kämpferin aber als Positronikspezialistin eine große Hilfe. Zunächst ist es auch ihr nicht möglich, Kontakt zu Major Carturan herzustellen, dem USO-Kommandanten der GORATSCHIN. Immerhin finden sich hier SERUNS, so dass alle drei nun besser ausgerüstet sind. D’Abo stellt eine Verbindung zu GREGOR her, die in der Zentrale, und damit von den Hooris-Prozessoren, nicht bemerkt werden kann. Schnell zeigt sich, dass GREGOR unter der Kontrolle der Thoogondu steht, die das Bordgehirn mit Überrangbefehlen unter ihre Kontrolle gebracht haben. Aber GREGOR ist auch in einem Konflikt gefangen, denn die Thoogondu haben zweifelhafte Dinge getan. Amber Dessalin versucht die Positronik für sich einzunehmen. GREGOR bleibt ein Unsicherheitsfaktor. Immerhin will die Positronik den Hooris-Prozessoren keinen Zugriff auf den Funk gestatten. Weiter will die Positronik die Lage an Bord erst einmal beobachten. Doch zunächst hat sie den Standort Rhodans und seiner Begleiter verraten.
Fhyorsharg ist in der Zentrale der IWAN angekommen. Dort hält sich auch Luttmurdh auf, der Anführer der fünf Hooris-Prozessoren. Von GREGOR kommt die Meldung auf den Standort von Dessalin, Rhodan und D’Abo. Luttmurdh gibt Fhyorsharg und Zywashond, einem weiteren HaLem, den Auftrag, die Flüchtigen auszuschalten. Mit Robotern der Gäonen machen sie sich auf den Weg. Die Roboter dringen in den Bereich ein, wo sich die Gesuchten aufhalten. Doch als die beiden Hooris-Prozessoren wenig später folgen, zeigt sich, dass die Menschen erneut entkommen konnten. Auch deshalb, weil die Roboter sich weigerten, auf sie zu schießen.
Perry Rhodan will den Spieß umdrehen. Er plant eine Falle für die Hooris-Prozessoren. Und er will GREGOR umdrehen. Die Positronik soll sich auf ihre Seite stellen, wenn sie sieht, wie die Thoogondu handeln. Bei einem Angriff auf die Transitionstriebwerke kommt es zum Kampf. Dabei gewinnen Rhodan und seine Begleiter neue Erkenntnisse und Zywashond verliert einen Arm. Der HaLem handelt von da an unkontrolliert. D’Abo kann endlich Major Carturan lokalisieren und man trifft sich mit ihm und weiteren USO-Spezialisten. Zwei Störstrahler werden entwickelt, mit denen man die HaLems mit Hyperimpulsen bombardiert. Außerdem soll die GORATSCHIN geteilt werden. Die eine Hälfte den Thoogondu, die andere den Menschen. Dadurch soll der Konflikt GREGORS gelöst werden. Die Störstrahler arbeiten effektiv. Zumindest kurzfristig lassen sich die Hooris-Prozessoren stören. Dabei gewinnen Rhodan und Co wichtige Informationen. Nur speziell ausgebildete und befähigte Thoogondu können eine HaLem übernehmen. Und sie können nur eine für sie bestimmte Statue übernehmen.
Bei weiteren Kämpfen werden die Hooris-Prozessoren dezimiert und die GORATSCHIN geteilt. Inzwischen sind USO-Schiffe und Gäonen-Schiffe eingetroffen, greifen aber nicht ein. Die beiden Waffendome des Schiffes liefern sich ein letztes Gefecht. Der eine Waffendom wird von Perry Rhodan gesteuert, der andere von Fhyorsharg und Luttmurdh. Als die Hooris-Prozessoren zu unterliegen drohen, zerstören sie mit der letzten Energie die beiden Kugelzellen der GORATSCHIN und sprengen sich selbst in die Luft.
Perry Rhodan gibt eine Warnung an das Solsystem vor den HaLems. Er selbst will so schnell wie möglich mit der RAS TSCHUBAI dorthin aufbrechen.

 

Rezension:
Michael Marcus Thurner ist „der Autor“, wenn es darum geht, Konflikte an Bord von Raumschiffen zu schildern. Insbesondere Schreckensszenarien der Art, dass fremde Invasoren oder durchgedrehte Positroniken gegen Leib und Leben der Besatzung vorgehen. An Bord der GORATSCHIN sind es gleich beide. Positronik und unheimliche Invasoren. Damit reiht sich das Schiff ein in die exquisite Liste von Raumschiffen, die Thurner zum Horrorszenario ihrer Besatzungen werden ließ. Die GEMMA FRISIUS, die JULES VERNE, die ORION. Und nun die GORATSCHIN.
Aber diesmal war es irgendwie nur eine Light-Ausgabe für mich. Das lag auch daran, dass die Gefahr für das Schiff, die von den Statuen ausging, bereits Bestandteil des Romans der Vorwoche war. Dort trat ein Hooris-Prozessor schon in Erscheinung und nahm damit dieser Geschichte einen Teil der Spannung. Und ich vermisste auch ein wenig die Vermittlung eines „Bildes“ der anstürmenden HaLems. Die zum Leben erweckten, aus Metall bestehenden Figuren, taten zwar das Übliche, nämlich morden und brandschatzen. Aber ein Gefühl des Unheimlichen wollte sich nicht einstellen. Dazu wechselt der Autor schon sehr früh in eine Innenansicht einer der Statuen und dann war es eben doch „nur“ ein Thoogondu.
Nichtsdestotrotz bot die Geschichte gute Unterhaltung, auch wenn der Erkenntnisgewinn und der Fortschritt für den Zyklus gering waren.

 

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2956

Das Hooris-Phänomen – von Uwe Anton und Michael Marcus Thurner – Handlung:
Am 31. März 1552 NGZ erreicht die RAS TSCHUBAI die Milchstraße. Nach dem Hypertrans-Progressorflug, der das Schiff bis auf 100.000 Lichtjahre an die Heimat führte, ist die letzte Wegstrecke per Linearflug zurückgelegt worden. Dabei traten vermehrt Probleme auf, die durch eine Störung der Semitronik ANANSI verursacht werden. Mal werden fehlerhafte Borduniformen ausgegeben, mal Getränke kochend heiß, statt kalt serviert. Und auch Besatzungsmitglieder „kopiert“ die Semitronik und lässt sie als Hologramme auftreten. Auch wenn die Ausfälle bislang harmlos waren, muss ANANSI dringend repariert werden. Perry Rhodan will Quinto-Center ansteuern. Dort existiert eine kleinere Semitronik namens ODUN MANGKOMA, eine Studienversion. Zuvor findet die Besatzung heraus, dass ANANSI von einer mutierten Version der Barong-Sporen infiziert ist.
Der Unsterbliche nimmt Kontakt zu Hekéner Sharoun auf. Die beiden informieren sich über die gegenseitige Lage. Rhodan erfährt, dass Wanderer seit vier Monaten im Solsystem ist und sich ruhig verhält. Er erfährt von den Gemeni, die er schon kennt, von der Rückkehr Reginald Bulls und von Ernst Ellert. Als Rhodan Quinto-Center anspricht, erfährt er vom Angriff der Gäonen und den neuen Koordinaten des Stützpunkts im Lagunennebel.
Dort angekommen, erhofft sich Perry Rhodan Hilfe von Syllester Ford. Der Gäone soll seine Artgenossen, die im USO-Stützpunkt inhaftiert sind, umstimmen. Hilfe in Bezug auf ANANSI erhält der Expeditionsleiter auch von unerwarteter Seite. Die Kadettin Mia Davoos scheint vom Pech verfolgt zu sein. Hatte sie schon vor den Problemen ANANSIS das Unglück gepachtet, ist sie nun das einzige Besatzungsmitglied, das von allen neuen Vorkommnissen an Bord betroffen ist. ANANSI sucht sich Davoos als Ansprechpartnerin heraus und teilt über ihr mit, was ihr fehlt, so dass Sichu Dorksteiger und die anderen an die Arbeit gehen können.
In Quinto-Center ist der Haluter Golten Patich einer von vier Betreuern ODUN MANGKOMAS. Anders als ANANSI zeigt sich die Gestalt der Studienversion als mannsgroßes Wesen, dessen Oberkörper in einen Sockel übergeht und ein wie aus Lehm geknetetes Gesicht zeigt. Eine Besonderheit ist, dass Patich dem Bioponblock aus Plasma etwas von seinem eigenen halutischen Neuronalgewebe beigefügt hat. Zusammen mit den Betreuern ANANSIS trifft Patich alle Vorbereitungen für eine Kommunikation der beiden Semitroniken.
Nach einem Informationsaustausch mit Monkey hält Rhodan zusammen mit Ford eine Ansprache an die Gäonen. Rhodan bietet den Gäonen die Rücksiedlung an, wenn das ZSI es möchte. Monkey ist von diesem Freibrief wenig begeistert. Aber es gibt dringendere Probleme. Der Lordadmiral und Perry Rhodan unterhalten sich mit Zuo, dem Sprecher der überlebenden Thoogondu. In der IWAN IWANOWITSCH GORATSCHIN wurden Hohlräume entdeckt. In einigen davon waren Statuen versteckt. Die sechs Fundstücke gleichen den Funden vom Merkur. Die HaLem-Statuen werden geborgen. Die Thoogondu behaupten, von nichts zu wissen. Wissenschaftler untersuchen die Statuen, in die Hooris-Kristalle eingearbeitet sind. Da kommt die Meldung von Zuos Tod. Der Thoogondu hat sich selbst getötet.
Mia Davoos arbeitet inzwischen als Verbindungsoffizierin auf der GORATSCHIN und überwacht den Abtransport der Statuen, als eine von ihnen plötzlich zum Leben erwacht. Eingearbeitete Waffen töten einen Menschen, dann flieht der HaLem und zerstört dabei alle Überwachungssysteme. Während die Verfolger die Spur verlieren, dringt die Statue zur Semitronik ODUN MANGKOMA vor und greift Golten Patich an. Der Haluter zerfetzt den HaLem. Allerdings scheint das der Statue innenwohnende Bewusstsein auf ODUN MANGKOMA übergegangen zu sein. Die Semitronik schickt TARAS, die den Haluter angreifen. Obwohl tödlich verletzt, kann Patich ODUN MANGKOMA zerstören. Zuvor jedoch hat die Semitronik unter fremden Einfluss eine Transportfähre zerstört, die alle anderen Thoogondu beförderte. Monkey alarmiert Rhodan, der auf der GORATSCHIN ist, zusammen mit den restlichen fünf HaLems, die möglicherweise nun zum Leben erwachen.
Die GORATSCHIN verschwindet mit einer Nottransition. Sichu Dorksteiger rekonstruiert die Ereignisse. Dadurch, dass das neuronale Gewebe von Halutern ebenfalls Spuren von Hooris-Kristallen beinhaltet, konnte das Bewusstsein aus dem HaLem auf die Semitronik übergehen. Die RAS TSCHUBAI ist im Alarmzustand. Sobald sich eine Spur zur GORATSCHIN ergibt, geht’s los.
Eine Stunde zuvor ist Rhodan mit Admiralin Dessalin an Bord des Gäonen-Schiffes. Der Terraner inspiziert die Sicherungen der HaLems, als ein Rafferspruch von Quinto-Center eingeht, der eine Warnung enthält. Zu spät. Die Statuen erwachen und Rhodan muss mit der Admiralin fliehen.
Rezension:
Nach sechs unterhaltsamen Atlan-Abenteuern wechselt die Handlung zu Perry Rhodan. Der hat die heimatliche Milchstraße erreicht und wird mit den dortigen Vorkommnissen konfrontiert. Schnell werden Pläne geschmiedet, die dann allerdings ebenso schnell durch die aktuellen Geschehnisse torpediert werden. Zuletzt in der Atlan-Ebene hatte ich zu Band 2955 den starken Auftritt Atlans bei seiner Rückkehr in die Serie hervorgehoben, der Rhodans Reise ins Goldene Reich beinahe verblassen ließ. In die gleiche Kerbe schlägt eine Szene dieses Romans, als Monkey Zweifel anstellt, inwieweit Rhodans Besuch in der Ferne verwertbare Ergebnisse erbrachte. Und Rhodan, resp. die Autoren tun sich schwer, die positiven Aspekte von Rhodans Aufenthalt bei den Thoogondu zu begründen.
Auch sonst zeigt sich der Titelheld mal wieder in einer Rolle, die ihm in letzter Zeit gefühlt zu häufig angeschrieben wird. Er hält Reden, versucht zu vermitteln und ist immer ein Stück weit entfernt von der Action. Das könnte sich im Roman der nächsten Woche ändern, wie der letzte Absatz der Geschichte um das Hooris-Phänomen zeigt.
Die Geschichte diese Woche ist geprägt von zahlreichen Widersprüchen und Ungereimtheiten. Manches wirkt banal. Zivile Kleidung wird gewaschen und den Unterkünften der Besatzung zugestellt. Uniformen jedoch nicht. Die muss man sich in Ausgabestationen selbst abholen.
Anderes wirkt unglücklich formuliert oder zu wenig durchdacht. Bei Alarm wird Personal in die Freizeit gelassen, statt zurückgeholt zu werden. Die Settember-Zwillinge werden als die einzigen Gäonen beschrieben, denen man einigermaßen vertraut. Jedoch nicht vollständig. Sie werden überwacht. Die anderen sind Gefangene. Die später im Roman mit USO-Agenten schlafen. In 24h geschieht dies 120-mal. So aktiv hätte ich mir die Agenten bei der Q-Zündung gewünscht. Damals war das ein eingeschlafener Haufen.
Der Strang mit der Kommunikation der beiden Semitroniken wird im ersten Teil des Romans verstärkt in den Vordergrund gerückt. Im zweiten Teil spielt die Genesung ANANSIS dann nur mehr eine untergeordnete Rolle. Auch Rhodans Absicht der persönlichen „Beschäftigung“ mit Admiralin Dessalin geht in der zweiten Romanhälfte verloren, ebenso mach anderes. Eine Erklärung dürfte sein, dass Michael Marcus Thurner kurzfristig als Co-Autor einspringen musste und den Nachfolgeband 2957 bereits geschrieben hatte. Der Roman bot viel seichte Unterhaltung. Das Küsschen Perrys mit Sichu ruft bei den gefangenen Gäonen mehr Applaus hervor, als die Rede des Unsterblichen zuvor. Vielleicht sollte man das mit den Reden Rhodans mal für einige Zeit einfach mal lassen.
Ein typischer „Rückkehr-Roman“, der einige Zeit benötigt, bis er in Gang kommt. Die Umstände, dass Michael Marcus Thurner kurzfristig einsprang, um den Roman zu Ende zu schreiben, führen aber auch dazu, dass nicht alles rund ist.