Ansichten zu Perry Rhodan Jupiter Heft 10

pr_jupiter10Ganymed fällt – von Hubert Haensel/Kai Hirdt – Handlung:

Auf Ganymed geht Reginald Bull inzwischen davon aus, dass der Mond nicht mehr zu retten ist. Selbst wenn es zu verhindern ist, dass Jupiter sich in ein Schwarzes Loch verwandelt, kann die Kollision Ganymeds mit dem Riesenplaneten nicht mehr aufgehalten werden. Also müssen die Ganymedaner evakuiert werden. Hier liegt das nächste Problem. Bull geht davon aus, dass sich inzwischen Hunderte von Schiffen der Liga dem Jupiter genähert haben. Aber die Schwerkraftanomalien lassen eine Landung auf Ganymed nicht zu. Und Funkkontakt ist ebenfalls nicht möglich. Das einzige größere Schiff, das Bull zur Verfügung steht, ist das Beiboot der CHARLES DARWIN II. Leider ist auch zu diesem Schiff die Verbindung abgebrochen. Reginald Bull muss unbedingt einen schweren Gleiter auftreiben, mit dem er zum Raumhafen fliegen kann. Der Syndikatssenator Starbatty, der inzwischen ebenfalls den Ernst der Lage erkannt hat, begleitet den Residenz-Minister.

Auf MERLIN ist Chayton Rhodan mit seinen Kämpfern des Lichts unterwegs, um den Kommandoraum der Faktorei zu stürmen. Er will von dort die Station aus dem Gefahrenbereich navigieren. Der Vorstoß in den Kontrollraum gelingt trotz heftiger Gegenwehr der SteDat. Doch Chayton hatte seinen Leuten Tau-acht gegeben und die Mutantenfähigkeiten geben den Ausschlag. Doch im Kontrollraum kann Chayton nichts mehr ausrichten. Die Triebwerke sind außer Kontrolle und obwohl er Triebwerksspezialist ist, kann er sie nicht kalibrieren, um sie zu beeinflussen. Zudem tritt in unmittelbarer Nähe zu MERLIN ein Schwerkrafteffekt auf, der wie ein kleines Schwarzes Loch wirkt. Die Kräfte des Mikro-Lochs sind so groß, dass Chayton mit seinen Leuten fliehen muss.

Reginald Bulls Versuch einen schnellen Gleiter zu besorgen, wird von SteDat-Leuten unterbunden. Starbatty wird abgeführt, Bull kann entkommen. Der Unsterbliche muss anders vorgehen, da die SteDat inzwischen alle Kuppeln auf Ganymed kontrolliert. Zusammen mit der Bürgermeisterin und ihren Leuten will er das Isidor-Bondoc-Building stürmen, das Hauptquartier seiner Gegner.

Auf MERLIN lässt sich Chayton von einem der Techniker aus dem Kontrollraum überzeugen, dass man MERLIN nicht mehr retten kann. Aber es gäbe eine Space-Jet, mit der man fliehen kann. Die Gruppe erreicht den Hangar mit dem Beiboot. Als einer der letzten will Chayton an Bord. Doch Tarla Phel wendet sich gegen ihn. Hilflos muss er zusehen, wie die anderen mit der Space-Jet die Station verlassen. Obwohl er weiß, dass es ihn töten wird, nimmt er eine letzte Brise von dem Tau-acht. Chayton fühlt sich mächtig, denn nun erwacht seine Paragabe, die es ihm ermöglicht, Eingriffe auf die Schwerkraft vorzunehmen. Er spürt die Gravitonen und kann sie beeinflussen. Er will sich an Oread Quantrill rächen.

Der Überfall auf das Isidor-Bondoc-Building bringt Reginald Bull und seine Unterstützer wieder im Vorteil. Im Zweikampf tötet der Unsterbliche den SteDat-Chef Daubert Eviglich. Nun endlich kann Bull zur Korvette der DARWIN vorstoßen. Die Besatzung ist von der SteDat paralysiert worden. Als alle wieder einsatzbereit sind, startet Bull einen Angriff auf das Artefakt. Die ersten Versuche schlagen fehl. Das Waffenfeuer kann dem Gravitonen-Effektor nichts anhaben. Selbst ein kleines Transformgeschoss verpufft wirkungslos. Bull erinnert sich an Kateen Santoss. Die Frau stand in merkwürdiger Beziehung zum Artefakt. Er lässt sich berichten, wie die Mediker es geschafft haben, Santoss vom Artefakt abzuschirmen. Darüber findet Bull einen Weg, das Gebilde auszuschalten. Die Gefahr ist gebannt, doch Ganymed taumelt weiter Richtung Jupiter.

Endlich gibt es auch wieder Kontakt zu den Einheiten der Flotte. Trotz allem, käme eine Evakuierung zu spät, bzw. würde sie zu lange dauern. Bull gibt den Befehl aus, Galileo-City und die anderen Kuppeln aus dem Eis des Mondes herauszulösen und vom Mond wegzuschleppen. Mit vereinten Kräften gelingt der Plan.

Die Folgen, wenn Ganymed auf Jupiter trifft, sind unvorhersehbar. Der Mond muss zerstört werden. Von dem inzwischen eingetroffenen Experimentalschiff TSUNAMI-X wird auf Bulls Anweisung hin, ein SHIVA-Antimaterietorpedo auf Ganymed abgefeuert.

 

Rezension:

Die Geschichte um Reginald Bull ist deutlich besser aufgestellt als in Band 6, als der Unsterbliche doch relativ hilflos und ohne Fortune agierte. In der aktuellen Geschichte spielt Bull stärker auf. Das größte Problem der Story ist allerdings, dass man für die Gesamtstory insgesamt auf drei Hauptdarsteller setzt, die in der Erweiterung der ursprünglichen Geschichte nun noch Chayton Rhodan berücksichtigen muss. Bei diesem relativ übersichtlichen Handlungsort Jupiter und Ganymed und der zeitlichen Abfolge innerhalb weniger Tage kommt es daher zu einem Ermüdungseffekt, wenn die drei (vier) Protagonisten unabhängig voneinander den Geheimnissen um den kollabierenden Riesenplaneten auf die Spur kommen wollen.

Im Falle von Reginald Bull hätte die Befriedigung seiner Neugierde in Band 6 mehr Sinn gemacht, als hier in diesem Band, wo der Untergang dicht bevorsteht. Dennoch konnte Bull endlich beweisen, warum er in dieser Miniserie mit dabei ist.

Von Chayton Rhodan war ich anfangs angetan. Die Verknüpfung mit Perry Rhodan auf einer privaten Schiene machte den Auftaktband zu etwas Besonderem. Inzwischen zeigt sich jedoch, dass die Hereinnahme einer weiteren stärker aufspielenden Figur nicht unbedingt das Gelbe vom Ei ist. Wie erwähnt, muss auch Chaytons Handlungsebene mit den gleichen Informationen gefüttert werden, wie Perrys, Mondras und Reginalds Ebene. Obwohl ich den alten Roman „Jupiter“ nicht gelesen habe, weiß ich aufgrund des Lesens der Erstauflage von den Folgen der Geschichte. Mit diesem Wissen tritt, zumindest für mich, auch immer stärker zu Tage, dass Chaytons Handlungsebene bestimmte Ereignisse nicht beeinflussen kann. Während Perry, Mondra und Bull für die Ergebnisse sorgen, ist Chayton nur ein Mitläufer. Und leider einer, der mich immer weniger anspricht. Wenn seine Kämpfer des Lichts durch die Station trotten und er sie nur mühsam zu etwas bewegen kann, wird kein Echo bei mir erzeugt. Das liegt auch daran, dass die Figur Chayton häufig  selbst nicht den Eindruck macht, etwas bewegen zu wollen. Jedenfalls kann ich mit Chayton immer weniger anfangen. Irgendwann, es war wohl in den Lüftungsschächten von MERLIN, habe ich die Figur verloren.

 

Ansichten zu Perry Rhodan Jupiter Heft 09

pr_jupiter09DANAE – von Kai Hirdt/Christian Montillon – Handlung:

Chayton Rhodan ist von Tarla Phel befreit worden. Die anderen Mitglieder des Widerstands sind unter der Führung Gabriels aufgebrochen, um eine Bombe im Casino zu zünden. Chayton und Tara wollen das verhindern. Vor dem Casino werden sie aufgehalten. Chayton gibt der SteDat einen Tipp und Gabriel und seine Leute werden paralysiert und inhaftiert. Chayton hat zwar das Attentat verhindert, allerdings braucht er den Widerstand, um seine eigenen Pläne gegen Oread Quantrill durchzusetzen. Er macht sich auf, um die Gefangenen zu befreien. Dies gelingt ihm auch, wobei er Gabriel allerdings in seiner Zelle zurücklässt. Die anderen Mitglieder der Gruppe wollen Chayton zum neuen Anführer machen, doch dem Verwandten Rhodans ist das unheimlich. Er macht sich aus dem Staub. Er will einen Positronikterminal finden, mit dem er die ursprüngliche Positronik MERLIN aktivieren kann, damit sie ihn gegen DANAE unterstützt.

Mondra Diamond, Gili Saradon und Porcius Amurri sind inzwischen in Runde 4. Dion Buster Matthau ist in der Runde zuvor getötet worden und nun schleppen sich die drei Terraner durch eine glühende Wüstenlandschaft. Sie entdecken Flaschen im Sand. Ein Flaschengeist entsteigt der ersten Flasche und erklärt die Regeln dieser Runde. Auch die gegnerische Mannschaft wird gleich an die Flaschen gelangen. Wer sie öffnet, hat drei erfüllbare Wünsche frei. Die Runde zu verlassen, gehört nicht dazu. Aber man kann die andere Gruppe angreifen. Mondra und ihrem Team gelingt durch schnelles und geschicktes Äußern ihrer Wünsche der Sieg in dieser Runde.

In Runde 5 werden Mondra und ihr Team in eine virtuelle Welt von Vampiren entführt. Dort trifft Mondra auch wieder auf Perry Rhodan. Ihr Lebensgefährte erscheint seltsam entrückt aber andererseits verfolgt er den Plan, den Grafen des Schlosses, in das es sie verschlagen hat, zu töten. Die Gruppe um Rhodan gewinnt diese Runde und per Transmitter wird der nächste Level angesteuert.

Chayton Rhodan hat indessen einen Zugangspult zu MERLIN gefunden und kann ihn aktivieren. MERLIN ist jedoch schwer beschädigt und Rhodan muss erst Reparaturen vornehmen, bis er brauchbare Informationen erhält. Er bekommt Zugriff auf Oread Quantrills Schriften, die die Ziele beschreiben, die der Leiter der Faktorei verfolgt. Mit Grausen erkennt Chayton, dass Quantrill ein Größenwahnsinniger ist, der schon lange vor der Entdeckung von Tau-acht in der Jupiteratmosphäre unter Allmachtsphantasien litt. Nach und nach werden die Pläne Quantrills offengelegt. Chayton erfährt von der Umwandlung Jupiters in ein Schwarzes Loch und dass sich die Honovin, die neue Menschheit, in dessen äußeren Bereiche zurückziehen wollen, um dort Schutz und Zuflucht zu finden. Chayton versucht mit seiner kleinen Hilfspositronik einzugreifen, doch seine Zugangsdaten sind inzwischen gesperrt. Er muss doch wieder Unterstützung beim Widerstand suchen.

Mondra und ihr Team sind in Runde 6 im Casino der Station. Dort treffen sie auch auf Perry Rhodan und seine letzte Begleiterin Charleana. Es kommt zu einem Kampf, in dessen Verlauf Gili Saradon Rhodans Begleiterin tötet. Anschließend fällt Gili Saradon etwas an Rhodan auf. Sie rammt ihn ein Messer in den Hals. Aus Rhodan wird Onezime Breaux, der SteDat-Chef, der ebenfalls Tau-acht-süchtig ist und dessen Mutantenfähigkeit ihm half, Perry Rhodan zu kopieren. In einem letzten Reflex tötet er Gili Saradon. Mondra verlangt von Oread Quantrill die Herausgabe der versprochenen Space-Jet für den Abzug, doch der Faktoreichef führt sie zu DANAE, um sie dort mit Tau-acht zu überschütten.

Chayton ist abermals beim Widerstand. Dort ist aber Gabriel wieder der Anführer, der sich aus der Zelle befreit hat. Es kommt zum Kampf und Chayton tötet Gabriel. Nun ist Chayton Rhodan der Anführer von MERLINS Widerstand.

 

Rezension:

Die Verortung dieser Geschichte fällt mir etwas schwer. Klar ist, dass damit die Geschehnisse aus Heft 7 fortgesetzt werden. Zum Spiel auf Leben und Tod hatte ich schon in der Rezension zum Vorgängerband etwas geschrieben. Nachvollziehbar erschien mir Mondras Entscheidung nicht. Aber die ersten Level hatten ihren Reiz. Nun wurde der Parcours fortgesetzt. Die weiteren Runden waren wieder sehr ausgefallen. Irgendwie passten die Geschichte aus 1001 Nacht und der Vampir-Level nicht ganz zu dem Geschehen rund um das Casino auf einer Raumstation in 3000 Jahren. Aber okay, der Autor hat seine Level eben sehr breit gestreut.

Gestört hat mich vor allem Mondras Reaktionen auf den vermeintlichen Perry Rhodan und vor allem ihre Naivität am Ende der letzten Runde. Die Entlarvung des falschen Rhodans blieb Gili Saradon vorbehalten. Und daran zu glauben, die Station einfach so mit einer Space-Jet verlassen zu können, ist schon ziemlich einfältig.

In der zweiten Handlungsebene wird Chayton Rhodan endlich wieder aktiver, auch wenn mich das Vorgehen und die Ziele dieser Figur das eine oder andere Mal narrten. Chayton hat erkannt, dass die Ziele des Widerstands unter Gabriels Führung seinen Zielen ähnlich sind. Der Widerstand setzt jedoch ungleich brutalere Methoden ein. Mehr noch, Gabriel ist ein Fanatiker, ein Sektierer. Zu einer Zeit, als Chayton noch gar nicht klar war, wie Gabriel seine Leute beeinflusst, unternimmt Chayton mehrere Versuche, mit diesen Fanatikern zu sprechen und scheitert jedes Mal. Für meinen Geschmack mindestens 1 x zu viel. Es war schon nervig, wie Chayton immer und immer wieder gegen Mauern rennt, beim Versuch, die Widerständler auf seine Seite zu ziehen.

Bis jetzt ist es nur Perry Rhodan, der in dieser Story die entscheidenden Akzente setzt. Bully und Mondra haben zwar ihre Auftritte, können den Titelhelden bislang aber nicht entscheidend unterstützen.

 

Ansichten zu Perry Rhodan Jupiter Heft 08

pr_jupiter08Wie man Sterne programmiert – von Wim Vandemaan – Handlung:

Auf Jupiter sind Perry Rhodan, Pao Ghyss und Firmion Guidry in ihrem Skaphander in den Fluktuationstransmitter gezogen worden. Eine Stimme in Interkosmo begrüßt sie und fordert sie auf, den Helm zu öffnen. Die drei steigen aus und werden von einem entfernt humanoiden Wesen begrüßt, dessen Körper knöchern und dürr wirkt und in dessen Schädel als einzige Sinnesorgane nur zwei Augen sitzen. Der Fremde nennt sich Ileschqa vom Volk der Schiqalaya. Sie sind im inneren der NAPHAUT DOSCHUR, einem Hyperraumboot der Schiqalaya, das nach einer Kollision mit dem TERRANOVA-Schirm vor 117 Jahren auf Jupiter gestrandet ist.

Ileschqa bittet Perry Rhodan um Hilfe. Der Terraner reagiert zurückhaltend, denn er will zunächst die Zusammenhänge begreifen lernen. Immerhin ist Jupiter dabei, sich in ein Schwarzes Loch zu verwandeln und die Schiqalaya scheinen diesen Prozess initiiert zu haben. Ileschqa bringt Rhodan und seine Begleiter zu einem Versammlungsort. Zusammen mit anderen Schiqalaya lässt Ileschqa die Besucher an den gemeinsamen Erinnerungen seines Volkes teilhaben.

Es beginnt in ferner Vergangenheit mit dem Ende der Heimatwelt der Schiqalaya. Qala ist dem Untergang geweiht. An Bord mehrerer Generationenschiffe verlassen zehntausende Schiqalaya die Heimat und fliegen mit Ionenantrieb tausende von Jahren zu zwei Sternsystemen. Zu den Schiffen, die nach Tatauqqa flogen, brach der Kontakt ab. Aber einige Schiqalaya erreichten den Planeten Schelekesch und besiedelten ihn. Nach Jahrzehnten entdeckten die Siedler ein Artefakt. Ein unzugänglicher Turm aus fremdartigen Material erhob sich aus dem Boden des Planeten. Nach Jahrhunderten öffnete sich der Thesaurus. In seinem Inneren fanden die Forscher seltsame Tropfen. Einige Schiqalaya konnten diese Tropfen aufsaugen. Die Tropfentrinker waren von da an voller Tatendrang und bereichert von Plänen. Das Volk der Schiqalaya erlebte mit der Bewusstseinserweiterung dieser Tropfentrinker einen riesigen Aufschwung.

Ein Transszenarium wurde gebaut, das nicht nur durch den Hyperraum fliegen, sondern auch darin verweilen konnte. Die Erforschung des Hyperraums führte zu Erkenntnissen, die das Wissen der Terraner bei weitem übersteigt. Rhodan ist von den Fragmenten, die er vermittelt bekommt, fasziniert. Die Schiqalaya flogen nach Tatauqqa, um nach den anderen Generationenschiffen zu forschen. Diese waren zerstört und ein Objekt, das sich später als Rufer der Zhiridin entpuppte, schien dafür verantwortlich zu sein. Ein Sternenreich, der Bund von Ducphaun, wurde in der Galaxis Baschq gegründet. Mehrere Dutzend Völker, darunter die Schiqalaya, gehörten diesen Bund an, der sich alsbald Angriffe von außen ausgesetzt sah. Der Bote einer Superintelligenz namens YNTRIM III machte dem Bund ein Angebot, den dieser ablehnte.

Dann kam der Tag, der alles änderte. Die Tritheophane Präsenz erschien und bot allen Leben in Baschq an, in den Dienst der Apostel der Tritheophanen Präsenz zu treten. Die Zhiridin duldeten keine Ablehnung. Als der Bund nein sagte, vernichteten sie einer seiner Welten. Es kam zum Krieg, der endlos währte. Im vierzigsten Jahr erschien erneut der Bote YNTRIMS. Ein Schiqalaya empfing ihn. Es war Ileschqa, wie Rhodan erkennt. Ileschqa konnte den Boten dazu bewegen, einen Plan zu initiieren, der es den Schiqalaya ermöglichte, Baschq zu verlassen und die Tropfen des Thesaurus mitzunehmen. Gleichzeitig wurde der Thesaurus vor den Zugriff der Zhiridin geschützt. Ileschqa bekam einen Zellaktivator, um die Umsetzung der Pläne langfristig begleiten zu können.

Ein Quarkstern wurde manipuliert, um daraus exotische Materie zu gewinnen. Damit wurde der Thesaurus, den der Bote als Psionen-Born bezeichnete, angeregt, Unmengen an Psionen zu produzieren, die von den Schiqalaya eingesammelt wurden. Die Schiqalaya wanderten in den Hyperraum aus, den sie den Transzendenten Raum nannten. Nach einiger Zeit kam es dort zu einem Phänomen, der Absoluten Aberration. Nur die Tropfentrinker, nur sieben Prozent der Bevölkerung, waren immun. Der Rest verlor sich im Hyperraum. Ein weiteres Problem wurde prognostiziert. Die Erhöhung des hyperphysikalischen Widerstands stand bevor, die das Leben im Transzendenten Raum unmöglich machen würde.

Die Schiqalaya brauchten ein neues Refugium. Dazu wurde nach psionischen Ankern gesucht. So wurden sie auf Zeut im Solsystem aufmerksam und das PEW-Metall. Als Zeut zerstört wurde, floh der Anker zum Planeten Jupiter. Er verwandelt den Planeten in ein Schwarzes Loch, dem zukünftigen Rückzugsort der Schiqalaya. Doch deren Zeitpläne gerieten durcheinander. Als sie mit der NAPHAUT DOSCHUR havarierten, hätte das Schwarze Loch längst entstanden sein müssen. Schiqalaya verirrten sich in der Jupiteratmosphäre und wie Rhodan vermutet, sind auch Psionen entwichen. Er sieht einen Zusammenhang zu Tau-acht. Rhodan erfährt auch, dass der Fluktuationstransmitter vom Boten YNTRIMS stammt und nun mit der NAPHAUT DOSCHUR fusioniert ist. Die Schiqalaya haben keine Kontrolle mehr. Nur auf Schelekesch, wo jetzt die Zhiridin herrschen, könnte man auf den Transmitter einwirken. Perry Rhodan muss nach Schelekesch.

 

Rezension:

Der Roman von Wim Vandemaan stellt zwar das Geschehen in dieser Miniserie nicht auf den Kopf, präsentiert aber einen Handlungsfortgang, der so nicht zu erwarten war. Das Artefakt erwies sich zwar als geheimnisvoll aber da dessen Aufklärung noch nicht erfolgt ist, zeigten sich andere Elemente deutlich präsenter. Von Drogen war bisher die Rede, von einem Syndikat, das mit Hilfe der Drogen die Vision einer schlaflosen Menschheit verfolgt. Darin verwickelt ein Verwandter von Perry Rhodan. Als der Resident zum Ganymed aufbricht, werden auch Mondra Diamond und Reginald Bull involviert. Das Gespann musste sich in den ersten sieben Geschichten zunächst normalen, beinahe schon trivialen Problemen stellen.

Nun aber schlägt Vandemaan ein ganz anderes Kapitel auf. Eines mit kosmischen Flair. Der Kontrast zu den Abenteuern Mondras oder Reginalds der letzten Hefte ist entsprechend gewaltig. Es ist nicht alleine die Historie der Schiqalaya, die diesen Roman aus der breiten Masse heraustreten lässt. Die Geschichte dieses Volkes, das sich immer wieder eine neue Zufluchtsstätte erschließen muss, ist sogar in einigen Abschnitten nicht ungewöhnlich. Der Bote einer SI, die Begünstigung durch eine unbekannte Maschinerie, die kriegerischen Auseinandersetzungen. Das sind alles bekannte Elemente. Wim Vandemaan macht daraus jedoch ein schon episch anmutendes Szenario.

Eine besondere Bedeutung in diesem Roman erhält das Thesaurus. Damit bezeichnen die Schiqalaya ein Artefakt, das sie auf Schelekesch finden. Wim Vandemaan verleiht diesem Fund, ganz im Sinne dieses Wortes, mehrfache Bedeutung. Für die Schiqalaya ist es ein Schatz, der ihnen einen Ausbau ihres Wissens ermöglicht.

Für den Leser ergibt sich eine weitere Bedeutung. Die Schiqalaya erleben einen Aufschwung. Sie bauen Raumschiffe, erschließen sich den Hyperraum und machen andere Entwicklungen. Nur dass Wim Vandemaan hier auch den Thesaurus einsetzt. Als Synonymwörterbuch werden zu allen möglichen und unmöglichen Begriffen andere Ausdrücke von ihm verwendet. Aus Galaxien werden Lichtweiden. Aus dem Hyperraum der Transzendente Raum, aus Raumschiff ein Transszenarium und so weiter. Akzeptiert man das als Leser, erschließt sich einem ein überaus phantasievoller Roman, der Lust auf die Fortsetzung macht.