Ansichten zu Perry Rhodan Trivid 03 – Die Klonverschwörung

pr_trivid03Trivid 03 – Labor – von Christian Montillon und Oliver Fröhlich – Handlung:

Um Lian Taupins Herkunft aufzuklären und um hinter das Geheimnis der mysteriösen Erpressung zu kommen, sind Perry Rhodan und die Trivid-Künstlerin in der Kuppelstadt Merkur III auf das zerstörte Labor von Jeobald Tenglar gestoßen. Rhodan entdeckt ein Gewölbe darunter und darin etwas Lebendiges. Er entdeckt aber auch eine Spionsonde, die er abschießen kann. Die Trümmer verraten nichts über deren Herkunft.

Tage zuvor hat Dano Zherkora in den Trümmern von Tenglars Labor ein Instrument gesucht, das ihm womöglich helfen könnte. Er wird über Funk von einem Mann geleitet, den er nicht ausstehen kann, den er aber braucht. Das Serum, das er täglich von seinem neuen Bekannten bekommt, bringt ihm Linderung aber keine Heilung. Als er das Instrument nicht findet, planen er und der Mann am Funk eine andere Aktion. Sie wollen Danos Schwester finden und Perry Rhodan, der als Schirmherr von TRAFO einen Teil der Verantwortung trägt, soll sie aufspüren. So entsteht der Plan, die Schwester auf dem Mars zu entführen. Dano lässt eine Spionsonde zurück.

Perry und Lian sind schließlich in das Gewölbe vorgestoßen. Dort machen sie eine grauenvolle Entdeckung. Eine ganze Batterie von Wachstumstanks enthält Klone in unterschiedlichen Stadien der Entwicklung. Alle sind tot, bis auf eine junge Frau, die Lian bis aufs Haar gleicht.

Dano Zherkora ist im Auftrag des Mannes am Funk nach Terrania zurückgekehrt. Er trifft sich mit Bran Lindholm, weil er erfahren möchte, wieviel Perry Rhodan weiß und welche Quellen der Unsterbliche bei seinen Recherchen benutzt. Zherkora wird von seinem Bekannten dazu missbraucht, Lindholm zu töten.

Perry Rhodan hat inzwischen Unterstützung von der Polizistin angefordert, die sie in Merkur III begrüßt hatte. Ein Medo-Roboter ist zugegen, als der Wachstumstank mit dem letzten lebenden Klon geöffnet wird. Die junge Frau wird in ein Koma versetzt und an Bord von Rhodans Gleiter gebracht. TLD-Agenten sollen die übrige Ausrüstung des Labors bergen. Der Unsterbliche bringt den Klon und Lian zum Mars, in die Klinik von Herman Lugauer. Dort trennen sich zunächst die Wege von Lian und Perry. Die Trivid-Künstlerin bleibt bei Ischi, wie sie den Klon getauft hat und Rhodan kehrt in sein Haus in Terrania zurück, um weitere Nachforschungen anzustellen.

Den Unsterblichen interessiert, ob es in den Melderegistern weitere Personen gibt, die übereinstimmende Merkmale zu Dano und Lian aufweisen. Außerdem untersucht er, wie überhaupt die Daten der beiden Klone in die offiziellen Datenbanken gelangt sind. Jemand mit umfassenden positronischen Kenntnissen muss das bewerkstelligt haben. Tenglar kann das nicht gewesen sein.

Dano Zherkora und sein Beistand haben mitbekommen, dass Lian wieder auf dem Mars weilt. Zherkora wagt es nicht, in die Klinik einzudringen, da er davon ausgeht, dass Lian und Rhodan inzwischen Vorkehrungen getroffen haben. Sein Partner will sowieso etwas anderes. Zherkora soll Lussa töten, der für Tenglar die Lebensläufe von ihm und Lian in die Meldesysteme eingespeist hat.

Auf dem Mars ist Ischi erwacht. Die junge Frau scheint zumindest mit einigen Basiserinnerungen „programmiert“ worden zu sein. Neugierig erkundet sie ihre Welt. Plötzlich bricht sie jedoch zusammen. Medo-Roboter stellen eine erste niederschmetternde Diagnose. Ihre zelluläre Kohäsion versagt. Ischis Körper zerfällt.

Perry Rhodan ist auf die Spur des Cheborparners Lusurrgochena Santorifecazi gekommen, einem Kriminellen mit dem Beinamen Datenteufel, der auf Mimas für Castoral Positronics arbeitet. Rhodan fliegt hin. Gerade als er Lussa befragen will, verübt Dano Zherkora ein Attentat auf den Cheborparner. Rhodan schützt den Datendieb und Dano entkommt. Er lässt eine Bombe detonieren, die das ganze Gebäude, in dem sich Perry Rhodan und der Datenteufel aufhalten, in Schutt und Asche legt.

 

Rezension:

In Teil 3 der Miniserie um die Trivid-Künstlerin Lian Taupin geht es spannend weiter. Zum ersten Mal trennen sich die Wege von Perry Rhodan und der jungen Frau, die seit dem Prolog stets zusammen aufgetreten sind. Dazu wartet die Geschichte mit einer Rückblende auf, die ein wenig die Ereignisse beleuchtet, warum es überhaupt zu einer Erpressung von Perry Rhodan gekommen ist.

Die Figur des Dano Zherkora wird stärker beleuchtet. Zwei, drei Kapitel, bzw. Zwischenspiele sind aus seiner Perspektive geschrieben. Während Zherkora in Band 2 noch den Platz des großen Unbekannten hinter Lindholm eingenommen hatte, zeigt sich nun, dass Zherkora wiederum durch einen anderen Unbekannten gelenkt wird. Der Klon scheint die gleichen Probleme zu haben, wie Ischi. Ohne das Serum des Unbekannten würde er sterben.

Wie die anderen Teile auch, ist auch die dritte Geschichte wieder sehr flott geschrieben. Mir erscheint sie in einigen Szenen allerdings etwas „verspielter“ als noch die beiden ersten Romane. Das Geschehen konzentrierte sich bislang sehr stark auf Lian Taupin und ihre Beobachtungen und Gefühle. Perry Rhodan nahm den Part des unerschütterlichen Begleiters und Beschützers ein, der zudem durch seine Recherchen die Handlung vorantrieb. Dieses Szenario dominierte die Story. Nebenhandlungen traten kaum auf, Handlungsorte wurden sparsam beschrieben, der Fokus lag auf den Figuren.

In diesem dritten Teil fällt die eine oder andere Beschreibung oder Beobachtung hingegen etwas länger aus. Sei es in Terrania, als Zherkora die SenTri-Arena aufsucht, sei es auf Mimas, als Rhodan etwas länger über die Historie des Mondes und seine Bedeutung nachdenkt. Oder in der Szene, als der Empfangsroboter ein Autogramm erbittet.

Der dritte Roman zeigt allerdings auch härtere Szenen. Die Entdeckungen im Labor Tenglars bringen Taupin an ihre Grenzen. Außerordentlich gut hat mir hier wieder das Zusammenspiel der Figuren Rhodan und Taupin gefallen. Auf dem Mars, in der Klinik, muss sich Taupin das erste Mal alleine beweisen. Ich habe keine Ahnung, wie man Klone „programmiert“, aber die Dialoge zwischen Ischi und Lian vermitteln eine sehr intime und eigenartige Stimmung, die durch den eintretenden Zerfall jäh unterbrochen wird.

Ich wiederhole mich, aber ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung.

Ansichten zu Perry Rhodan Trivid 02 – Die Klonverschwörung

pr_trivid02Trivid 02 – Klinik – von Christian Montillon und Oliver Fröhlich – Handlung:

Nach der verstörenden Erkenntnis, dass der geflüchtete Dano Zherkora identische Kindheitserinnerungen mit Lian Taupin teilt, klappt die Trivid-Künstlerin zusammen. Ihre Welt liegt in Trümmern. Sie hat wieder den gleichen Traum, der sie schon ihr ganzes Leben quält. In diesem Traum sieht sie wie durch eine Flüssigkeit ein weltenumspannendes Gesicht, das sie beobachtet.

Als Lian erwacht, liegt sie in der Medostation der Trivid-Station 7. Perry Rhodan ist da und nachdem er sie drängt, erzählt sie ihm von diesem Traum. Der Unsterbliche ist sicher, dass der Traum etwas bedeutet, denn er hat in der Zwischenzeit weitere Nachforschungen angestellt. Da es auf der Station nichts mehr zu untersuchen gibt, fliegen die beiden zum Mars. Unterwegs erzählt Rhodan, was seine Nachforschungen erbracht haben.

Vor 13 Jahren war Rhodan Schirmherr eines Forschungsprojekts namens „Analyse, Forschung und Optimierung der Telencephalon-Raffination. In New Pounder City auf dem Mars wurde das Projekt im TRAFO ins Leben gerufen, einem Gebäude, das aufgrund seiner Form aus zwei viertelkugelförmigen Teilen, einem menschlichen Gehirn nachempfunden war. Rhodan begegnete dem Projektleiter Doktor Herman Lugauer und einigen Sponsoren, unter denen sich auch Aras befanden. Das Projekt verfolgte das Ziel, die menschliche Intelligenz zu steigern. Grundlegende Forschungen, warum manche Menschen ein fotografisches Gedächtnis besitzen und andere nicht, sollten vorgenommen werden, um mit den gewonnenen Erkenntnissen die Leistung des Gehirns zu steigern. Im Verlauf der Einweihung wurde Rhodan auch die Probandin Neyla Abiola vorgestellt, die über ein fotografisches Gedächtnis verfügte. Da die Begegnung nur Sekunden dauerte, hat Rhodan sie längst vergessen. Bis zum heutigen Tag.

Perry Rhodan forschte nach der Frau, die Lians Mutter sein soll und ging bisher davon aus, dass die erst kürzlich entführt sein könnte. Er hat dann den Zeitrahmen erweitert und die Positronik hat die Akte Neyla Abiola ausgespuckt, die vier Jahre nach dem Projektstart von Telencephalon-Raffination, das sich als Fehlschlag erwies, verschwand. Ihr Ehemann hat sie vermisst gemeldet. Untersuchungen verliefen ergebnislos. Ein Bild von Neyla Abiola hat frappierende Ähnlichkeit mit Lian. Lian ist wie betäubt. Und Rhodan hat noch mehr herausgefunden. Auf der Station hat er genetische Material von Dano Zherkora auf dem Gerät von Lindholm gefunden und analysiert. Auch Zherkora ist höchstens 5 Jahre alt. Seine auswertbaren Lebensdaten sind gefälscht. Rhodan schockt Lian mit der Erkenntnis, dass sie und Dano Klone sind. Zherkora muss das schon vor einiger Zeit herausgefunden haben. In dem Genom von Lian hat das Analysegerät einen Schriftzug in einem Fremdmaterial gefunden, dass dort hinzugefügt wurde. TRIVID 36. Bei Dano ist es TRIVID 35. Rhodan geht davon aus, dass dies nichts mit Trivid-Shows oder ähnlichen zu tun hat. Das Genom von Neyla Abiola, das Rhodan aus dem Geburtenregister erhalten hat, stimmt bis auf das zugefügte Fremdmaterial zu 100 % mit dem von Lian überein. Neyla Abiola ist das Original des Klons Lian Taupin.

Auf dem Mars treffen sich die beiden mit Herman Lugauer. TRAFO ist inzwischen eine Klinik. Der ehemalige Projektleiter erklärt, wie es zum Forschungsende kam und wie einer der Wissenschaftler, Jeobald Tenglar, in Zorn das damalige Gremium verließ. Lian Taupin ist geschockt. Tenglar ist das Gesicht aus ihren Träumen.

Noch bleibt vieles unklar, denn wenn Neyla die Mutter von Lian ist, warum hat das Genom, das Rhodan via Trivid empfing und Lian zugeordnet wurde, die Bezeichnung TRIVID NULL getragen? Sie forschen weiter und erfahren, dass Jeobald Tenglar tot ist. Die Spur führt zum Merkur. Vor Jahren hat dort ein Privatdetektiv für den Ehemann von Neyla Abiola Nachforschungen angestellt. Shorek Abiola und der Privatdetektiv haben ein Labor von Tenglar gefunden. Als dieses in die Luft flog, starben der Detektiv, der Ehemann und Tenglar. Ein Speicherkristall mit den letzten Aufzeichnungen des Detektivs verrät diesen letzten Augenblick. Rhodan und Taupin sehen sich in den Trümmern des Labors in einer Kuppelstadt auf dem Merkur um.

Sie entdecken ein Gewölbe unter den Trümmern. Ein Dämpfungsfeld, das über die Jahre immer schwächer geworden ist, hat das Gewölbe bisher verborgen. Und es gibt etwas Lebendiges dort unten.

 

Rezension:

Teil 1 „Kontakt“ hat mir sehr gut gefallen und ich war gespannt auf die Fortsetzung. Aufgrund der Aufmachung des Covermotivs hatte ich die Vermutung, dass sich die Reihe eher dem Genre Thriller als denn Science Fiction verschrieben habe. Aber natürlich ist es auch ein Krimi. Tatsächlich habe ich den Eindruck nach der Lektüre von Band 2, der den Untertitel „Klinik“ trägt, dass das Science Fiction-Element noch weiter reduziert wurde. Wer den Roman gelesen hat, wird mir jetzt sofort widersprechen. Raumstationen, Flug zum Mars, SERUNS, Klone, Kuppelstadt auf dem Merkur. Das ist Science Fiction!

Aber die genannten Elemente werden nicht näher beschrieben. Wer zum ersten Mal Perry Rhodan liest, hat noch in Band 1 erfahren, dass Perry Rhodan und seine Begleiterin eine Space-Jet benutzen, ohne dass erklärt wurde, was das ist. Im zweiten Teil entfällt sogar diese Information. Rhodan und Taupin reisen durch das innere Sonnensystem. Ihr Gefährt wird nicht erwähnt, Flug, Landung, etc. werden nicht beschrieben. Die Orte sind es, wie Pounder City oder eine Kuppelstadt, die benötigt werden, weil wir uns im Perryversum bewegen. Ansonsten konzentriert sich die Geschichte aber sehr stark auf die Aufklärung von Lians Herkunft und andere Handlungselemente. Eine Ausnahme bildet die Einführung von TRAFO. In einem knappen Absatz werden die Forschungen etwas detaillierter hervorgehoben. Die Enthüllungen der DNA-Untersuchungen und die Reaktionen der Beteiligten verdrängen diese Informationen jedoch rasch.

Die junge Frau muss einiges einstecken in diesem zweiten Teil. Darin liegt auch der Thrill, denn sie durchlebt Höhen und Tiefen. Exzessiv wird diese Element aber nie. Die Figur Perry Rhodan, von der sie begleitet wird, sorgt mit seiner Erfahrung auch für die ruhigeren Momente in der Geschichte.

Die Übergänge in den Kapiteln haben es mir ebenfalls angetan. Das Szenario wechselt das eine oder andere Mal überraschend und zu Beginn des nächsten Kapitels erfolgt eine ebenso überraschende, wie schnelle Aufklärung einer vorher angesprochenen Untersuchung oder einer Rückblende. Der lapidare Tonfall, mit dem das Schicksal des insektoiden Detektivs aufgeklärt wird, hatte etwas.

Ausnehmend gut haben mir erneut die Dialoge und die Überlegungen der Figuren gefallen. In Gesprächen und in ihren Gedanken verarbeiten die Protagonisten ihre Beobachtungen und die Ergebnisse ihrer Untersuchungen. Wieder werden naheliegende Schlussfolgerungen gezogen. Die Figuren sind sehr intensiv mit der Verarbeitung der gewonnen Informationen beschäftigt. Die Geschichte ist komplexer, als es die Zusammenfassung oben vermuten lässt. Und auch in den ruhigeren Momenten verliert die Geschichte nie an Fahrt. Wie Rhodan mit Taupin redet, als sie erfährt, dass sie ein Klon ist und er das Menschliche in ihr betont, dass ist richtig gut.

Zum Schluss noch eine Beruhigungspille. Eingefleischte Rhodanisten müssen keine Angst haben. Die Balance wird gehalten. Es ist immer noch eine Perry Rhodan-Story. Meine Erwartungshaltung an den zweiten Teil war hoch und sie wurde sogar noch übertroffen.

 

Ansichten zu Perry Rhodan Trivid 01 – Die Klonverschwörung

pr_trivid01Trivid 01 – Kontakt – von Christian Montillon und Oliver Fröhlich – Handlung:

Perry Rhodan ist mit Lian Taupin zum Mars geflogen. Ein Erpresser hat ihn und die Trivid-Künstlerin in die Siedlung Valerysion gelockt. Mit dem Bild einer entführten Frau, die Lians Mutter sein könnte. Doch ihre Mutter starb, als Lian drei Jahre alt war. Aber es gibt noch eine weitere Merkwürdigkeit. Nach der genetischen Analyse ist Lian Taupin gerade mal 4-5 Jahre alt. Und nicht zweiundzwanzig. Rhodan und Taupin bleibt keine Zeit für eine Diskussion. Kampfroboter greifen an und sie müssen sich wehren. Die Trivid-Künstlerin übertreibt es beinahe und Rhodan muss sie retten. Allerdings fällt ihm auf, dass die Roboter keineswegs am Tod von Lian interessiert waren. Sie haben sie verschont.

Während Rhodan und die junge Frau nach Terra zurückkehren, sind zwei Beobachter des Geschehens enttäuscht. Ihr Plan, Lian Taupin in ihre Gewalt zu bringen, ist vorerst gescheitert. Zurück in Rhodans Haus in der 746 Upper West Garnaru Road entdeckt Lian weitere Ungereimtheiten in der Trivid-Nachricht des Erpressers an Rhodan. Sie haben nur noch wenig Zeit, bis das erste Ultimatum ausläuft. Lian, die sich auch in der Technik der Trivid-Sendungen gut auskennt, entwickelt ein Programm, um den Absender der Nachricht, wenn er sich ein zweites Mal meldet, zurückverfolgen zu können. Der Unsterbliche interessiert sich derweil für Lians Vergangenheit.

Nach dem Tod der Mutter kam sie in ein Heim auf dem Jupitermond Europa. Er erfährt einige Details aus ihrem Aufenthalt dort. Dann meldet sich der Erpresser ein zweites Mal. Er wendet sich direkt an Lian und behauptet, ihre Mutter in der Gewalt zu haben. in weiteren 24 Stunden muss sie sterben, wenn Rhodan und sie nicht die Aufgabe lösen, die er gestellt hat. Das Signal kommt von der Trivid-Station 7, die auf einem Lagrange-Punkt im Solsystem stationiert ist. Rhodan und Taupin fliegen hin. Der Chef der Station ist ein Siganese, der ihnen nach einigen Hin und Her Zutritt erteilt. Nur ein Insider aus dem Team der Station kann der Täter sein. Perry Rhodan und Lian Taupin können einen möglichen Verdächtigen identifizieren. Er heißt Bran Lindholm.

Bevor sie etwas unternehmen können, explodiert eine Bombe. In dem Chaos macht Lian Bekanntschaft mit einem verletzten Stationsmitglied, Dano Zherkora. Dann meldet sich der Erpresser wieder und kündigt eine zweite Bombe an, die die ganze Station zerstören würde. Es ist jedoch nur eine Ablenkung. Sie richtet geringen Schaden an und der Attentäter kann fliehen. Rhodan und Taupin sind überrascht. Es ist nicht Lindholm, wie sie vermuten, sondern Zherkora, der alle seine Spuren verwischt hat und mit einem Transmitter floh. Lindholm hatte Zherkora unterstützt, ohne zu ahnen, was der von Rhodan oder Taupin wollte. Eine Aufzeichnung eines Gesprächs zwischen Lindholm und Zherkora offenbart eine verstörende Aussage. Zherkora behauptet gegenüber Lindholm, dass er nach dem Tod seiner Mutter im Alter von drei Jahren zum Mond Europa gebracht wurde. Es sind exakt die gleichen Details, wie sie Rhodan von Lian erfahren hat. Lian ist wie er oder er wie sie.

 

Rezension:

Perry Rhodan Trivid – Die Klonverschwörung ist die erste nur in elektronischer Form publizierte Serie aus dem Perry Rhodan Universum. Alle anderen Hefte, Taschenbücher, Bücher etc. sind gedruckt worden. Hier beschreitet der Verlag also einen neuen Weg. Es gilt auszuloten, ob eine reine E-Book-Serie erfolgreich sein kann.

Optisch präsentiert sich die Serie ebenfalls neu. Es gibt für alle 6 Folgen nur ein identisches Covermotiv. Das Titelbild ist schwarz-weiß gehalten und setzt nur mit dem „V“ aus Trivid und der Nummernfolge einen auffälligen Farbakzent. Das knallige Rot suggeriert ein wenig einen reißerischen Inhalt, der den Leser hier erwarten könnte. Zumindest wirkt es auf mich so. Der bekannte Perry Rhodan-Schriftzug darf natürlich nicht fehlen. Aber er tritt durch seine Platzierung unten rechts und dazu noch um 90 Grad gedreht in den Hintergrund. Offenbar wollen die Macher der Serie die Herkunft des Produkts zwar nicht verschweigen, aber vielleicht soll dadurch auch erreicht werden, dass diese Romane auch potentielle Leser ansprechen, die bislang Perry Rhodan aus dem Weg gegangen sind. Mir gefällt die Aufmachung. Inwieweit eine elektronische Publikation auf ein bestimmtes augenfälliges Präsentationsbild angewiesen ist, kann ich nicht beurteilen. Auf einer Internetseite mit anderen Motiven sticht dieses Cover jedoch heraus. Ich fühle mich davon angesprochen und hätte auch ohne PR-Hintergrund wohl mal neugierig nachgeschlagen, um was es dabei geht.

Den Prolog gab es für alle Leser umsonst zum Download und mit Trivid 1 beginnt jetzt die Serie sozusagen richtig. Nun erscheinen in 7-tägigem Abstand die sechs Romane von Oliver Fröhlich und Christian Montillon. Ein bisschen seltsam ist, dass der Prolog nicht nochmal zu Band 1 vorangestellt wurde. So beginnt die Geschichte mit dem Durchbrechen der Roboter durch eine Wand.

Die folgende Actionsequenz ist sehr rasant und mit Taupins Kenntnissen virtueller Gefechte kann sich die Figur problemlos an der Seite des Unsterblichen behaupten. Zunächst jedenfalls, denn als Spielerin in Trivid-Shows muss sie nicht um ihr Leben kämpfen. Doch diese Situation ist ernst. Die Art und Weise, wie Taupin in der Szene agiert, wie sie gezwungen wird, das vermeintliche „Computerspiel“ aufzugeben und sich der Wirklichkeit zu stellen, das war überzeugend geschrieben.

Zurück auf Terra offenbart die Figur ein weiteres Talent. Sie kennt sich ausgezeichnet in der Trivid-Technik aus. Das kommt etwas überraschend, da sie mit ihren 22 Jahren (?) und einigen Jahren als Künstlerin kaum Zeit gehabt haben kann, sich solche Programmierkenntnisse zuzulegen. Unmöglich ist es jedoch nicht.

Bei dem Besuch auf der Station werden die Protagonisten und die Leser sehr geschickt auf eine falsche Fährte gelockt. In der Zusammenfassung oben gehe ich nur auf die wesentlichen Inhalte ein. Sehr gut gefallen, haben mir die Dialoge. Die beiden Hauptfiguren werden von den Autoren sehr lebendig geschildert. Sie setzen sich mit ihren Problemen sehr intensiv auseinander. Naheliegende Gedanken werden diskutiert. Wenn mir als Leser ein Gedanke kommt, warum manches so ist, wie es die Figuren gerade erleben, setzen sich auch die beiden Darsteller genau damit auseinander. Das Geschehen ist präsenter, dichter am Leser als so mancher Stoff der Hauptserie.

Ich bin gespannt auf die Fortsetzung.