Articles by Uwe Bätz

Perry Rhodan Set Ankerkraut Geschmacksgalaxien

Perry Rhodan Set Geschmacksgalaxien
Seit ein paar Tagen bietet Ankerkraut ein Perry Rhodan Set an. Limitiert, wie es heißt, wobei zur „Auflage“ keine Zahlen angegeben werden. Anlass ist die Herausgabe des 3000. Teils der Perry Rhodan Reihe. In einem schwarzen Karton mit den Maßen 31,5 x 20,5 x 8,5 cm bekommt man Sternenstaub und Heldengewürz. Dazu eine Ausgabe von Perry Rhodan “Mythos Erde“. Das Cover zeigt ein anderes Logo der Serie und natürlich auch den Schriftzug Ankerkraut. Auch die erste Umschlaginnenseite zeigt sich verändert. In der normalen Ausgabe wird dort Werbung für das Perry Rhodan-Buch von Andreas Eschbach gemacht. In der Ankerkrautausgabe vermittelt die Seite ein paar Infos über die Serie Perry Rhodan. Hinter dem Sternenstaub (190gr) und dem Heldengewürz (230gr) verbergen sich bekannte Gewürzmischungen des Anbieters. Das Heldengewürz ist das Magic Dust, und der Sternenstaub sind Steak und BBQ Salzflocken.

 

 

 

Bleibt noch die Frage aller Fragen zu klären. Werde ich als Sammler die Gewürze verwenden? Ich überlege noch. Die Mischungen sind nachbestellbar.

Ansichten zu Perry Rhodan Story 04 EL DORADO

EL DORADO – von Oliver Fröhlich
Oliver Fröhlich hat den vierten Band aus der Reihe über die verlorenen Jahrhunderte verfasst. Er spielt mindestens zwei Jahrhunderte nach Ausbruch des Weltenbrands in der Zwerggalaxis Sagittarius. Hauptakteur ist der Terraner Sheb Mahoon, Koch des im Privatbesitz befindlichen Raumschiffs EL DORADO. Das Schiff heißt so, weil seine Besatzung immer auf der Suche nach einem neuen und einträglichen Abenteuer ist. Auf Vendant, dem Spielerparadies schlechthin in Sagittarius, sollen Mahoons besondere Fähigkeiten genutzt werden. Er besitzt einen ausgezeichneten Geruchssinn. Dieser soll ihm bei einem Glücksspiel helfen, winzige Hormonschwankungen seines Gegenspielers zu riechen und zu seinem Vorteil zu nutzen. Der Plan gelingt und Mahoon gewinnt den Spieleinsatz des Gursüy Tyramin Fyün. 127,4 Kilogramm Hyperkristalle. Doch als die EL DORADO zum nächsten Ziel aufbricht, wird es von der FYÜN verfolgt. Tyramin Fyün erweist sich als schlechter Verlierer. Auf der Flucht macht die Besatzung der EL DORADO die Bekanntschaft eines mysteriösen Wesens. Janta führt sie in ein System, das sich als El Dorado erweisen könnte.
Okay, es ist der vierte Roman der Reihe und ich habe es inzwischen auch kapiert, dass die Romane, die in den verlorenen Jahrhunderten angesiedelt sind, nicht unbedingt den Klappentext widerspiegeln. Nämlich darüber zu berichten, wie sich die Milchstraße verändert hat und was mit ihren Bewohnern geschehen ist. Zumindest räumlich hat sich der vierte Roman der Milchstraße genähert. Allerdings knüpft er dafür inhaltlich deutlich weniger an Ereignisse aus dem Genesis-Zyklus an, als die drei anderen Geschichten zuvor. In Sagittarius hatte Puoshoor das Volk der Gursüy als Verbündete für seine Invasion der Milchstraße verpflichten wollen. Punkt. Oliver Fröhlich erzählt eine neue Geschichte und ich habe Schwierigkeiten darin, sie zu verstehen. Es geht um Täuschung und Blendwerk. Um Glücksritter, um unerfüllte Liebe. Dazu kommen noch die Hinterlassenschaften einer SI, eine Überlebende eines ihrer Hilfsvölker und mal wieder ein Lkandoner. Zumindest als Statue. Die Plejaden lassen grüßen. Wie das alles zusammenpasst? Genau das ist mein Problem. Es fehlt mir an einem Thema, das der Autor verfolgt. Eigentlich ist die Geschichte ganz gut geschrieben. Die Perspektive aus Sicht des Kochs, seine Beobachtungen, seine Gedanken, seine Art Zwiegespräche zu führen und das ganze hin und wieder mit lakonischen Ausdrücken zu garnieren. Das machte den Roman einigermaßen reizvoll. Aber um was geht es?
 

Ansichten zu NEO-Story 18 – Der Riss im Kern der Welt

Der Riss im Kern der Welt – von Rainer Schorm – Inhalt:
Atlan möchte den Regenten stürzen und eine neue Regierung im Großen Imperium installieren. Zu seinen Aktionen zählt ein Einsatz auf der monströsen Welt Naat, die von den riesenhaften Naats bewohnt wird. Während sich ein fürchterlicher Sturm aufbaut, erhält er eine Nachricht, die ihm ein bisher nicht gekanntes Bild dieser Welt zeigt. Ein arkonidischer Planeteningenieur und ein Naat’kaa sind zum Kern der Welt vorgestoßen und haben dort eine seltsame Begegnung gehabt.

 

Rezension:
Wie schon Neo-Story 17 vom gleichen Autor, ist auch diese Story keine klassische Kurzgeschichte. Sie scheint erneut die Erweiterung einer bekannten Handlung der Neo-Serie zu sein. Und doch folgte ich der Geschichte mit wachsender Begeisterung. Rainer Schorm findet für seine Beschreibungen einer fremden Welt eine Balance, die mich ansprach. Einerseits erzeugt er genau jenes Flair, das ich von einem Besuch eines anderen Planeten erwarte. Andererseits arten diese Beschreibungen nicht aus oder werden gar zum Selbstzweck. Er vergisst nicht, mit seinen Figuren die Handlung voranzutreiben. Schwerpunkt der Story ist hier die Heimatwelt der Naats. Und ein Planeteningenieur, der hinter das Geheimnis der Wüstenwelt kommen will, deren starre Steinhülle einen Gasriesen umhüllt. Mit dem seltsamen Gespann aus einem Naat’kaa und einem Arkoniden geht’s in die Unterwelt. Bereits im Anflug auf den Planeten hatte der Autor die Figur des Krom interessant gemacht. Der heranziehende Sturm und der Trip in die Unterwelt sind packend geschrieben. Dort treffen die beiden Forscher auf eine schöne Unbekannte, die sich dann als Quiniu Soptor entpuppt. Die Figur sagte mir vage etwas. Sie ist wohl bereits in den ersten Bänden in Erscheinung getreten. Dann werden Zeitbrunnen beschrieben und Krom folgt der Frau. Atlan bekommt die Aufzeichnung und plötzlich war Schluss. Der Autor hatte mich richtig neugierig gemacht und dann endet die Geschichte abrupt. Mir ging es wie Atlan: „Im Moment würde ich (Atlan) das Rätsel um Naat und Quiniu Soptor nicht lösen können. Ebenso die Frage, wohin Krom, der Planeteningenieur, verschwunden war.“
Irgendwie lässt mich der Autor am Ende im Stich. Tolle Story, gut geschrieben, bloß das Ende passt gar nicht.
 
Mit der Neo-Story 18 liegt die letzte Kurzgeschichte dieser Reihe vor. Die Storys waren Bestandteil der Buchausgabe der Neo-Serie. Da die sog. Platin-Edition mit Band 18 eingestellt wurde, fallen auch die Kurzgeschichten in der E-Book-Variante weg. Das ist schade, ich mochte diese Storys sehr. Da waren echt gute Geschichten dabei. Für mich war es auch eine Gelegenheit, zumindest partiell, am Neo-Kosmos dranzubleiben. Als Anhänger der klassischen Serie, die vor ein paar Tagen Band 3000 präsentierte, folgte ich Neo anfänglich zunächst mit Begeisterung, dann mit Skepsis. Die Serie, die „neu“ geschrieben wurde, brachte mir bekannte Figuren, Orte und Szenarien in einem neuen Gewand. Der Schreibstil war auf der Höhe der Zeit, was mir gefiel. Aber die sich abzeichnenden Unterschiede zu den bekannten Elementen der EA störten mich zusehends. Es war mir, als würde meine Historie aus der klassischen Serie überschrieben werden. Mal sehen, ob sich Neo ab Band 200 getraut, sich weiter von der klassischen Serie zu lösen. Dann könnte ich mir vorstellen, als Leser zurückzukehren.