Ansichten zu Perry Rhodan Heft 3075

Die Warnung der Signatin – von Uwe Anton
Die BAILNOOD ist vernichtet worden. Das Agenten-Duo Dancer und Schlafner treibt durch das All. An ihrer Seite der TARA-Psi. Von den Flotten der Naats werden Schiffe in den Sektor entsandt, um Überlebende zu bergen. Dancer, Schlafner und der TARA-Psi werden von der FONAGUR an Bord genommen. Mit ihnen gelangen Naats und Báalols an Bord, die es von der BAILNOOD geschafft haben. Auch Gozom Phibro ist dabei.
Die Lage an Bord der FONAGUR kommt den Geretteten sofort seltsam vor. Niemand nimmt sie in Empfang. Sie durchsuchen das Schiff. Wie es scheint, hat es die Besatzung überstürzt aufgegeben. Dann entdecken sie doch einige Naats. Sie sind in Blasen eingeschlossen, die durch das Schiff treiben. Die goldfarbenen Sphären können Materie durchdringen und scheinen in Richtung der Bleisphäre zu treiben.
Die Báalols versuchen mit ihren Kräften in das Innere der Blasen einzudringen, um die Natur dieses Phänomens zu erkunden. Viel können sie nicht feststellen. Andere Schiffe eilen zur Hilfe. Außerdem melden sich die Signaten und sprechen eine Warnung aus. Die Naats wollen ungeachtet dessen mit einem weiteren Schiff die Experimente fortsetzen. Das setzt nun Markul agh Fermi unter Druck, der dies verhindern will. Er ruft die Posbi-Flotte zur Unterstützung herbei. Die ersten Scharmützel entstehen. In diese aufgeheizte Situation kehrt Atlan mit der THORA zurück. Doch das Erscheinen des Unsterblichen wird von einem anderen Ereignis in den Hintergrund gedrängt. Ein ganz und gar unglaubliches Gebilde materialisiert im Sektor. Das Sternenrad der Cairaner.
 
Uwe Anton schreibt die Geschehnisse um die Bleisphäre fort. Das Objekt der Leserbegierde wurde vorige Woche zwar thematisiert aber eigentlich stand da die Messingwelt des Imperiums im Vordergrund. Jener ominöse Rückzugsort für die imperiumstreuen Weißhaarigen. Die einen Blick auf ein anderes Universum nehmen konnten, das auch das Ziel der Cairaner ist. Vielleicht tun sich ja Messingwelt und Friedensbund zusammen und wandern gemeinsam aus. Über die Bleisphäre. Warum deren Natur das zufälligerweise ermöglichen soll, muss noch erklärt werden. Das Arkonsystem ist seit dem Thez-Zyklus unzugänglich und die Messingträumer dümpeln da auch irgendwo rum. Vielleicht findet ein Großreinemachen im Perryversum statt und man entledigt sich alter Überbleibsel früherer Zyklen.
Zunächst erscheint jedoch das Sternenrad der Cairaner. Bei diesem Machtmittel verwundert es schon, dass die Cairaner überhaupt Probleme haben, in den anderen Zwilling des Dyoversums zu wechseln. Perry hat das schon im ersten Anlauf geschafft. Ohne Bleisphäre, Sternenrad und anderem Getöns.
Zurück zum Roman. Letzte Woche schrieb ich, der Autor müsse eine ordentliche Schippe drauflegen. Das hat Uwe Anton auch getan. Die Geschichte um die Warnung der Signatin las sich deutlich besser als der erste Teil dieses Doppelbandes. Das hat verschiedene Gründe. Die UA-typischen Wiederholungen sind weggefallen. Die teils penetranten Erläuterungen wurden zurückgefahren. Natürlich hatte dieser Roman auch mehr Substanz. Er vermittelte zumindest das Gefühl, dass die Serie mal wieder einen Schritt voranmachte. Zumindest sind die Zutaten für einen solchen Schritt an einen gemeinsamen Handlungsort gebracht worden. Daraus kann sich etwas entwickeln.
Schwach waren die Figuren letzte Woche. Und schwach blieben die Figuren auch diese Woche. Die beiden Kopfgeldjäger Dancer und Schlafner bringen keine Impulse in die Handlung. Schlafner ist wohl eingeschlafen und mit Dancer rockt die Geschichte auch nicht. Auch nicht ansatzweise kann der Autor etwas mit seinen Figuren anfangen. Olem Osborg hätte vielleicht eine interessante Figur sein können. Doch der Autor schiebt ihn in den Hintergrund und setzt eine weitere unbekannte andere Figur davor, die zwei Sätze sagen darf. Atlan stand auch im Hauptpersonenkasten. Aber das war wohl ein Fehler. Der Arkonide durfte nicht ran. Puh, das war gar nichts auf der Figurenseite.
Das Setting des Romans stimmte. Die Figuren blieben farblos.
 

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