Ansichten zu Perry Rhodan Heft 3069

Prinzessin in Not – von Verena Themsen
Nach Saessbekkers Tod ist Monkey zur cairanischen Legatin Nevesai Aiaraldi zurückgekehrt und hat ihr die beiden Tomopaten Ly und Genner übergeben. Er verhandelt mit ihr über eine Ausweitung seiner Befugnisse. Die Legatin ist einverstanden. Der Lordadmiral soll jedoch einen weiteren Loyalitätsbeweis erbringen, um ihn als Partner der Cairaner zu bestätigen. Er soll ein Lockmittel in die Hände bekommen, um damit Atlan dazu zu bringen, M13 zu verlassen. Denn auf Atlan haben es die Cairaner abgesehen. Und dieses Lockmittel ist Jasmyne da Ariga. Die Tochter Atlans.
Monkey ist sich sicher, dass Jasmyne längst tot ist. Obwohl sie die Tochter eines Zellaktivatorträgers ist, sind inzwischen acht Jahrhunderte vergangen. Dennoch willigt er in die Bedingung Aiaraldis ein. Widerwillig muss er auch zulassen, dass sie ihm Ly und Genner an die Seite stellt. Der USO-Chef erfährt auch, dass andere Gruppierungen sich bereits auf die Suche nach der Kristallprinzessin gemacht haben. Unter anderem die Ladhonen suchen sie im Shehelesystem in der Nähe des galaktischen Zentrums.
Als die NIKE QUINTO sich dem Planeten Arkhamtar im Shehelesystem nähert, ist bereits eine Raumschlacht weitgehend beendet. Die Ladhonen haben mit der Abwehrflotte der Arkoniden kurzen Prozess gemacht. Die Piraten sind auf dem Planeten gelandet und suchen nach Jasmyne da Ariga. Diese ist Teil einer Doppelspitze der Regierung und hat flüchten können.
Monkey und Zemina Paath landen getarnt auf dem Planeten, um die Prinzessin vor ihren Verfolgern zu finden. Als sie die Kristallprinzessin aufspüren, erlebt Monkey eine Überraschung, als er die Identität der Arkonidin prüft. Der Oxtorner muss tief in die Trickkiste greifen, um mit Zemina und der Arkonidin den Planeten wieder verlassen zu können. Und auch die Tomopaten stellen ein unkalkulierbares Risiko dar.
 
Tomopaten traten erstmals im Hamamesch-Zyklus auf. Danach wurden sie erst 1000 Hefte später mal wieder erwähnt. Inzwischen sind sie aus der Handlung kaum mehr wegzudenken. 😉 Ich freue mich jetzt schon auf den Roman, in dem Monkey den beiden Killern mal richtig auf die Füße, äh Tentakel, tritt.
Der Roman von Verena Themsen fällt in die Kategorie der Arkoniden-Romane. Und die Autorin kennt sich darin bestens aus. Große Teile ihrer Geschichte sind aus der Sicht von Jasmyne da Ariga geschrieben. Das gibt der Autorin Gelegenheit, um auf Land und Leute einzugehen. Und diesen Freiraum nutzt sie aus. Die typischen Schilderungen einer arkonidischen Gesellschaft weichen allerdings schnell den Beschreibungen einer aggressiven Tierwelt des Planeten. Und dem einer Hetzjagd, an der sich unterschiedliche Gruppierungen beteiligen. Dazwischen bleibt noch Raum für die eine oder andere trockene Textstelle. In Erinnerung geblieben ist mir bspw. noch das Gespräch zwischen Monkey und Nevesai Aiaraldi. Darin kündigt der Oxtorner an, die Tomopaten bei unangemessenen Verhalten ohne Schutzanzug aus der Schleuse zu stoßen. Angemessen werden sich die Killer in diesem Zyklus wohl niemals benehmen. Und humorvoll ist auch die Reaktion der Cairanerin, die Monkey auferlegt, diesen Verstoß sorgfältig zu dokumentieren. Jedenfalls hat mich diese Textstelle zum Lachen gebracht.
Apropos Lachen. An anderer Stelle lässt Verena Themsen Monkey lachen. Dieses Verhalten Monkeys dürfte auch einmalig sein. Der Oxtorner spielt in dieser Szene einer Arkonidin etwas vor. Die Autorin kommentiert diese ungewohnte „Lautäußerung“, in dem sie nachschiebt, dass sich Monkeys Hals dabei rau anfühlte. Der Humor kam also nicht zu kurz. Gut getimte und interessante Beschreibungen von physikalischen und astronomischen Begebenheiten des Zentrumsgebiets der Milchstraße ergänzten die Story. Das Zusammenspiel zum Romanvorgänger von Uwe Anton ist perfekt. Verena Themsen vergisst auch nicht zu erwähnen, dass der „Ausschaltknopf“, der den Tomopaten operativ eingebaut worden war, wieder entfernt wurde. Einziger Wehrmutstropfen in der ansonsten sehr unterhaltenden Geschichte ist der geringe Fortschritt der Zyklusstory. Seit einigen Wochen geht es mir etwas zu langsam voran.
 
In eigener Sache:
Alle vier Wochen erscheint in den Romanen der EA eine Beilage zur Fanszene. Die Rubrik wird seit 1,5 Jahren von Christina Hacker betreut. Diesmal bespricht Christina u.a. mein Blog „Ansichten“ unter der Überschrift Internet-Szene. Der Artikel hat mir sehr gut gefallen. Vielen Dank dafür, Christina!
 

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