Ansichten zu Perry Rhodan Heft 3062

Zeut – von Christian Montillon / Susan Schwartz
Das Ultimatum der Topsider zur Auslieferung Perry Rhodans ist abgelaufen. Die Zeichen stehen auf Krieg. Die erste Attacke der Topsider gilt Skiaparelli, der Hauptstadt des Mars. Schon Jahrhunderte zuvor, als die Menschen das erste Mal in diesem Zwillingsuniversum auf die Echsen trafen, war der Mars Ziel eines Angriffs. Diesmal sind die Terraner vorbereitet. Doch sie sind der hiesigen Hegemonialmacht an Schiffen hoffnungslos unterlegen. Die Topsider setzen zunächst nur kleine Verbände ein. Auf beiden Seiten kommt es zu Verlusten. Perry Rhodan will die Angreifer bluffen. Sorgfältig vorbereitet wird den Topsidern vorgegaukelt, dass die Terraner über Transformbomben verfügen. Der Bluff gelingt und die Topsider ziehen sich zurück. Mehr noch, die Gelegemutter der Topsider will sich mit dem Unsterblichen treffen.
Bis zu dem Treffen ist noch viel Zeit. Für Perry Rhodan und Sichu Dorksteiger bietet sich die Gelegenheit, endlich mit Homer G. Adams zusammenzutreffen, der die Suspension verlassen kann. Außerdem besuchen sie den Planeten Zeut, der sich auf seiner langen Umlaufbahn nun wieder der Sonne nähert. Auf dem tiefgefrorenen Planeten erwacht langsam wieder das Leben. Zeut hält noch andere Überraschungen bereit. Ein Hyperphänomen lässt Hyperkristalle auf Zeut schneller an Energie verlieren. Sichu Dorksteiger und andere Wissenschaftler wollen das untersuchen. Ein Vorstoß in die auftauenden Meere bringt das Team in Gefahr. Und Rhodans Zellaktivator spielt verrückt. Ebenso wie auf Terra scheint es auch auf Zeut ein Rumoren zu geben. Mit einem speziellen Fahrzeug soll in die Kruste Zeuts vorgestoßen werden.
 
Mit dem Dyoversum läutete Christian Montillon die Halbzeit des Zyklus um den Mythos Erde ein. Die Romane 3050 bis 3053, die der Exposé-Autor alleine schrieb, boten gute Unterhaltung, auch wenn mich die Idee des Dyoversums nicht sonderlich ansprach. Auch die Figuren blieben in dem Viererblock etwas zu blass für meinen Geschmack. Ausnahme war die Figur des Tergén. Der spielt zumindest in diesem Roman keine Rolle. Er war mit Sichu Dorksteiger im Gestänge des Pluto. Und ist wohl zunächst dort geblieben, während Sichu Dorksteiger an die Seite ihres Mannes geeilt ist. Christian Montillon hat sich ebenfalls Verstärkung geholt. Mit Susan Schwartz hat er diesen Roman geschrieben. Es ist der erste Band eines erneuten Vierteilers, den das Duo gemeinsam verfasst.
Die im ersten Vierteiler aufgeworfenen Fragen, bzw. die Suche nach Antworten darauf werden nun offensiver angegangen. Der Roman war sehr abwechslungsreich. Der Konflikt mit den Topsidern nimmt erfreulicherweise nicht die ganze Geschichte ein. Den größeren Part beansprucht Zeut. Und wird damit dem Titel gerecht. Die Figuren wirkten lebendiger auf mich, als noch in den Romanen ab Band 3050. Ein wenig musste ich auch in dieser Geschichte die Stirn runzeln. Die Figuren stellen viele Überlegungen zur Einschränkung der Technik bei erhöhter Hyperimpedanz an. Sogar der Betrieb von Zellaktivatoren, die immerhin aus den Technikschmieden der Hohen Mächte stammen, wird im Zwillingsuniversum vor Probleme gestellt. Bei dieser Vielzahl an Gedanken hätte eigentlich auch der Paau betrachtet werden müssen. Doch der „Koffer“ tut klaglos seinen Dienst und niemanden wundert’s. Der cairanische Vitalenergieorter funktionierte dankenswerterweise auch noch, zumindest ein bisschen.
Abgesehen davon macht die Geschichte Lust auf mehr. Es scheint voranzugehen.

Leave a reply