Articles for this day of 26. April 2020

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 3061

Die Dunkle Schwere – von Michael Marcus Thurner
Von Zarut ist die RATBER TOSTAN in Richtung Dunkle Schwere unterwegs. Dem Schwarzen Loch im Zentrum von M15. Die NIKE QUINTO hat Monkey und Zemina Paath an Bord genommen und verfolgt den Schlachtkreuzer, der auf keine Funkanrufe reagiert. Zuvor hatte die TOSTAN Fluchtkapseln eines Nuruschiffes aufgenommen. Darin sind mutmaßlich der cairanische Konsul Orpard Surrutaio und zwei Tomopaten. Wie es scheint, wurde die RATBER TOSTAN entführt.
An Bord des Schlachtkreuzers ist die Situation für Daan Gudati, den Kommandanten nicht eindeutig. Der Halboxtorner kämpft gegen einen unsichtbaren Feind. Trotz Mentalstabilisierung hat sich jemand in seine Gedanken eingeschlichen und kontrolliert ihn. Schulterreiter nennt Gudati den bösen Geist. Der hat auch einen Namen. Saessbekker. Der Phersune hat eine einzigartige Fähigkeit. Er kann zwei andere Wesen kontrollieren. Er steckt im Konsul und in Daan Gudati. Letzterer soll ihn zur Stummen Station bringen, die irgendwo im Umfeld der Dunklen Schwere zu finden sein muss. Gudati kämpft gegen den Geist, der seine Gedanken beeinflusst. Er kann nicht verhindern, dass Saessbekker eine angebliche Meuterei initiiert, die es ihm ermöglicht, das Schiff alleine zu fliegen. Die hochrangigen Offiziere der Zentralebesatzung werden in Gewahrsam genommen. Und doch gelingt es dem Kommandanten ein Signal zu aktivieren, der es der NIKE QUINTO ermöglicht der TOSTAN zu folgen. Auch die Bordpositronik des Schlachtkreuzers ist misstrauisch. Einige Offiziere können sich befreien und verstecken.
Während sich an Bord ein Widerstand bildet, hat auch Monkey einen Plan, wie er auf den Schlachtkreuzer kommt. Zusammen mit der Thesan will er den Vorkommnissen auf den Grund gehen. Ihn erwarten aber mit den beiden Tomopaten zwei Gegner, die er selbst als Oxtorner nicht unterschätzen darf.
 
Autor Michael Marcus Thurner scheint ein Faible dafür zu haben, wenn es darum geht, Konflikte an Bord von Raumschiffen zu schildern. Insbesondere Schreckensszenarien der Art, dass fremde Invasoren oder durchgedrehte Positroniken gegen Leib und Leben der Besatzung vorgehen. Zur exquisiten Liste von Raumschiffen, die Thurner zum Horrorszenario für ihre Besatzungen werden ließ, zählen die GEMMA FRISIUS, die JULES VERNE, die ORION, die GORATSCHIN und nun die RATBER TOSTAN.
Ein Phersune mit einer besonderen Fähigkeit ist es diesmal, der Angst und Schrecken verbreitet. Saessbekker ist uns schon bekannt. Thurner war es, der die Figur in 3016 das erste Mal verwendete. Als Hirngespinst, als Dämon. Nun als Schulterreiter, der dem Kommandanten beeinflusst. Ihn gegen seinen Willen Dinge tun lässt. Und ihn als Dummerchen bezeichnet. Was so harmlos und wie eine Neckerei klingt, entpuppt sich als tödliches Spiel. Außerdem verbreiten die Tomopaten Tod und Zerstörung auf dem Schiff. Der Roman bringt ein wenig Licht in eine Ungenauigkeit des Vorgängerromans, als Zemina Paath die Abbildung eines Phersunen nicht erkannte. Nun erinnert sie sich vage.
In dieser Geschichte schien kein Platz für eine detaillierte Figurencharakterisierung. Aber der Autor schafft für Daan Gudati einen Hintergrund. Einen, der erklärt, warum er Wege findet, um den ungebetenen Gast hinters Licht zu führen. Und einen, der sogar ein wenig die Eigenarten seiner ebenso unfreiwilligen Heimatwelt Oxtorne zur Sprache bringt. Der Roman hat mir gut gefallen. Der Cliffhanger am Ende drängte sich geradezu auf. Doch zunächst wechselt das Geschehen wieder zu Perry Rhodan.

Ansichten zu Star Wars IX – Der Aufstieg Skywalkers

Der Aufstieg Skywalkers – Star Wars IX
Den Film habe ich, wie auch schon den Vorgänger, nicht im Kino gesehen. Gestern Abend habe ich ihn mir nun auf Blu-ray angeschaut. Die Story ist recht simpel gestrickt. Die dunkle Seite der Macht hat die letzten Jahre dazu genutzt, eine riesige Flotte von Sternzerstörern auf einem verborgenen Planeten zu bauen. Ein schon tot geglaubtes Mitglied der Sith ist wieder erstarkt und schickt sich an, die Galaxis zu unterwerfen. Rey (Daisy Ridley), Finn (John Boyega) und Poe (Oscar Isaac) müssen ein Artefakt der Sith in ihre Hand bekommen, der sie zur verborgenen Welt führen soll. Schon Luke Skywalker hat danach gesucht. Ihre Bemühungen werden ein ums andere Mal von Kylo Ren (Adam Driver) torpediert, der Rey auf die Dunkle Seite der Macht ziehen will.
Wie auch schon die Vorgängerepisoden setzt auch der letzte Teil der Saga auf die stets gleichen Elemente der 40-jährigen Star Wars-Geschichte. Die Dunkle Seite der Macht will mit einem mächtigen Kriegsinstrument die Galaxis unterwerfen und eine Schar von Rebellen will dies vereiteln. Regisseur J.J. Abrams, der seinerzeit bei der Neuauflage von Star Trek im Kino viel Mut zeigte, präsentiert mit Star Wars IX eine kraftlose Story. Immerhin kann der Film mit rasanter Action punkten und hat auch die eine oder andere Wendung. Die Anknüpfungen an die alten Filme und die früheren Darsteller entfalten bei mir nur wenig Wirkung. Dazu sind sie zu zahlreich und zu bemüht. Beispielweise Leas Auftritte oder Han Solo, als er Ben ins Gewissen redet. Überhaupt weckt der Film nur wenige Emotionen bei mir. Das Geschehen in Episode IX lässt mich weitgehend kalt. Etwas Atmosphäre entwickeln die Szenen, die auf Exegol spielen, wenn sich dort Kylo Ren und Rey durch die riesigen Statuen bewegen. Atmosphärisch und emotional wirkt nur das Ende auf mich. Rey sucht das Haus auf Tatooine auf, in dem Luke seine Kindheit verbrachte. Das von John Williams komponierte Stück „Reys Theme“ untermalt die Szene mit den beiden Sonnen wunderbar. Das ist gelungen. Eine Neuauflage in Form einer weiteren Trilogie braucht es nach diesem Ende nicht mehr.