Ansichten zu Perry Rhodan Heft 3035

Graue Materie – von Uwe Anton
Nach Rettung einiger Quantam und ihres Schiffes QUIQUI handelt Perry Rhodan ein Tauschgeschäft aus. Die Quantam werden auf einen sicheren Planeten im Kugelsternhaufen Puquard gebracht und erhalten einige ausgeschlachtete Korvetten. Die QUIQUI wird den Terranern übergeben und umgerüstet. Sie dient nun unter dem Namen PAQUA als unauffälliges Erkundungsschiff in der Galaxis Ancaisin. Gry O’Shannon geht mit an Bord, ebenso der Onryone Jalland Betazou, der sich ein Fragment der Horchhaut der Quantam hat implantieren lassen. Gry O’Shannon und er sollen insbesondere nach der Grauen Materie Ausschau halten. Hinzu kommen Icho Tolot und Tenga. Begleitet wird die PAQUA von der STARTAC SCHROEDER, die sich getarnt in deren Nähe aufhält.
Anfang Oktober 2046 NGZ erkunden die beiden Schiffe verschiedene Sonnensysteme Ancaisin. Die Galaxis zeigt sich seltsam still. Die Graue Materie wird in einem Sonnensystem entdeckt und untersucht. Nur optische Beobachtung erkennt das Phänomen. Für die Orter gibt es nichts zu entdecken. Versuche zeigen, dass Schiffe per Transition oder im Linearflug die Graue Materie unbeschadet durchfliegen können. Es kommt aber zu Kursabweichungen. Mit HÜ-Schirmen geschützte Schiffe werden von der Grauen Materie aufgelöst, wobei die Graue Materie dabei den Kurs ändert.
In einem weiteren Sonnensystem entdecken die Terraner die Zivilisation der Whanau, die auf ihrem Mond Whan, der den Gasriesen Tophan umkreist, gerade erst die Raumfahrt entdeckt haben. Die Whanau haben Jahrzehnte zuvor den plötzlichen Verlust eines Planeten in ihrem System entdeckt. Und nun beobachten sie eine Wolke aus Grauer Materie, die sich Whan nähert. Und Tenga entdeckt auf Whan das Wrack eines Augenschiffs der Cairaner. Während die PAQUA und die STARTAC SCHROEDER alles versuchen, um die Katastrophe zu verhindern, versucht der Siganese an Daten zu gelangen.
 
Der zweite Roman, der in Ancaisin spielt, kommt erneut ohne Perry Rhodan als Hauptfigur aus. Und ich vermisse den Titelhelden auch nicht. Autor Uwe Anton setzt auf ein Quintett an Handlungsträgern. Mit Gry O’Shannon ist wieder die Figur dabei, die als erstes auf die Graue Materie gestoßen ist. Gry geht an ihre Grenzen, um den Geheimnissen der Grauen Materie auf die Spur zu kommen. Unterstützt wird sie von einem Onryonen, der ein zweifelhaftes Experiment wagt. Dann ist da noch der pralinensüchtige Siganese Tenga zu nennen, der in das Wrack eines cairanischen Schiffes eindringt. Icho Tolot ist endlich wieder als Wissenschaftler tätig. Die Zeiten als Paladin für Bulls Tochter sind vorbei. Und schließlich ist da noch Moana Schnebar. Während die anderen vier vor Selbstbewusstsein strotzen, muss sich die Kommandantin ihren Versagensängsten stellen. Der Handlungsrahmen selbst bietet keine Überraschungen. Die Rückschläge, die eingebaut wurden, überraschen ebenfalls nicht. Gut gefielen mir die verschiedenen Experimente, die mit der Grauen Materie angestellt wurden. Der Autor musste das handwerklich lösen, da die Graue Materie für die hochgezüchtete Technik der Raumschiffe nicht beobachtbar ist. Und die Geschichte profitiert vom hohen Erzähltempo. Und davon, dass der Autor sein Figuren-Quintett ideal einsetzt. Die Handlungsebene Ancaisin gefällt mir bislang gut. So kann es weitergehen.

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