Ansichten zu Perry Rhodan Heft 3033

Das Phantom von Lepso – von Leo Lukas
Einem gemeinsamem Pakt zwischen Cairanern und der USO steht nur noch ein Auftrag auf Lepso im Wege. Die USO soll dort für die Cairaner einen Kriminellen aufspüren, der sehr geschickt agiert und den Ordnungskräften und sogar den örtlichen Machtgruppen immer wieder entwischt. Über diesen Mann ist nur bekannt, dass er von Plophos stammt und Abreu Dool heißt. Monkey nimmt den Auftrag an und die NIKE QUINTO steuert das Firingsystem mit Lepso an. Mit dem gleichen Team, das auch schon auf Hovcai tätig war, geht der Lordadmiral in den Außeneinsatz.
Auf Lepso hat auch die Meisterdiebin Shuana Sul unliebsame Bekanntschaft mit Abreu Dool gemacht. Er hat sie für einen Raubzug ausgenutzt und ist mit der gesamten Beute unerkannt abgehauen. Seine Vorgehensweise hat Abreu Dool auch den Beinamen das Phantom von Lepso eingebracht. Shuana Sul sinnt auf Rache und will dem Phantom von Lepso die letzte Beute wieder abjagen. Sie scharrt ein Team von Spezialisten um sich und kommt auf eine Spur, die sie direkt in das Geheimversteck des Phantoms führt.
Auch Monkeys Team hat inzwischen weitere Informationen zu Abreu Dool sammeln können. Die Erkenntnisse machen es umso rätselhafter, warum die Cairaner diesen Mann haben wollen. Monkey und seine USO-Spezialisten spüren Abreu Dool auf und erleben eine Überraschung.
 
Nachdem sich die USO im letzten Zyklus im Gäonen-Konflikt nicht gerade mit Ruhm bekleckert hatte, lese ich die neuesten Abenteuer dieser Organisation inzwischen mit wachsender Begeisterung. Susan Schwartz und Kai Hirdt haben schon gute Romane dazu geschrieben, aber Leo Lukas setzt noch einen drauf. Ganz allgemein sind Romane, in denen verschiedene Gruppierungen unabhängig voneinander das gleiche oder ein ähnliches Ziel verfolgen, bei mir sehr beliebt. Insbesondere dann, wenn diese Gruppen dann im Showdown aufeinandertreffen. Leo Lukas hat das amüsant und kurzweilig genau so geschrieben.
Wenn ich eingangs erwähnte, dass die USO gegen die Gäonen vor inzwischen 500 Jahren keine gute Figur machte, ist es umso schöner, dass mit Iom Tashtelu-Tempu ein Nachfahr der Haspronerin Dolleringh Tempu zu Monkeys Team gehört. Denn Dolleringh Tempu war es zu verdanken, dass die Unterwanderung der USO durch die Gäonen überhaupt entdeckt wurde. Einer der wenigen Lichtblicke in den damaligen Romanen. Und auch Iom Tashtelu-Tempu leistet einen wichtigen Beitrag in dieser Geschichte, wie überhaupt alle Haupt- und Nebenfiguren mich in dieser Geschichte überzeugen können. Zu nennen ist Shuana Sul, die ihren Körper durch zahlreiche kybernetische Implantate optimierte, um dem Togoya-Modell nachzueifern. Die leider im Showdown etwas unterging. Dann der Stille Stevie, der den Job des Fahrers innehatte. Gar nicht so verkehrt, bei dem Einsatz! Oder der Ertruser Kyasoo, der das Pech hatte, im Showdown auf einen Oxtorner zu treffen. Leo Lukas schafft es, jeder noch so kleinen Figur in seinem Roman einen interessanten Auftritt zu spendieren. Hasproner, Akonen, Mehandor, Jülziish, Morann-Wanderpflanzen, Barniter, Überschwere. Leo Lukas greift in die Vollen und spendiert seiner Geschichte ein sehr buntes Figuren Potpourri. Das war klasse. Das Setting stand dem kaum nach. Von der Schweißöde über die Creakle-Stiftung und der Kristall-Lotterie zur Bank für bionische Produkte und Austauschwaren. Und das alles vor den Hintergrund eines rückhaltlos freien Handels und Handelns. Leo Lukas schöpft auf engen 60 Heftseiten alles aus, was der Handlungsort Lepso zu bieten hat. Ein kurzweiliger, sehr empfehlenswerter Roman.
 

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