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Ansichten zu Perry Rhodan Heft 3029

Angriff der Signaten – von Uwe Anton
Nachdem Atlan Thantur-Baron Larsav da Ariga auf Zalit unterstützen konnte, bekommt er sämtliche Daten, die von den Arkoniden in den vergangenen Jahrhunderten vom unzugänglichem Arkonsystem gesammelt wurden. Doch der Unsterbliche will seine Heimat mit eigenen Augen sehen. Mit der TREU & GLAUBEN fliegt er die Bleisphäre an, wie das silbrig-bleigraue Wabern genannt wird. Ein diskusförmiges Gebiet mit 35 Milliarden Kilometern Durchmesser. Zahlreiche Raumschiffe, Raumstationen und Sonden umkreisen die Zone. Die meisten scheinen verlassen. Von der CAI CHEUNG sind die Hyperphysikerin Mahu Zakara und der Ortungsspezialist Peer Kauskkatis an Bord gekommen und nehmen ihre Arbeit auf. Die Erkenntnisse sind gering und decken sich mit den Aufzeichnungen der Arkoniden. Der Zustand der Bleisphäre unterliegt zwei Phasen. Einer wirklichkeitsabgewandten Phase, auch De-Realisation genannt, in der eine hyperenergetische Ortung nichts zeigt und einer chaotischen Phase, auch Realisation genannt, in der überwiegend chaotische und widersprüchliche Werte gemessen werden können. Ein Muster in den Realitätsgezeiten kann nicht erkannt werden.
Im Umfeld der Bleisphäre haben sich allerlei merkwürdige Gestalten angesiedelt. Zu einigen von ihnen kann Kontakt aufgenommen werden. Und ein Robotraumer der EPPRIK-Klasse erscheint im Auftrag des Ewigen Imperiums. Auch religiöse Fanatiker, die sich Signaten nennen, tummeln sich auf den Raumstationen. Die Signaten entwickeln schließlich Aktivitäten, die Atlan und seine Begleiter in Gefahr bringen. Und der Unsterbliche hat eine seltsame Begegnung, die vor Jahrtausenden sein Leben beeinflusst hat.
 
Die Fortsetzung der Arkon-Ereignisse hat auch wie schon der direkte Vorgänger einen bedächtigen Aufbau. Und auch dieser Roman bekommt von Uwe Anton einen Action-Anteil spendiert. Die Action war geschickt platziert, weil sowohl zum Auftakt dieser Sequenz als auch mittendrin der Autor das Geschehen benutzt, um zwei Handlungsfäden zusammenzuführen und ein wenig den Schleier um die Geheimnisse der Signaten zu lüften. Dieser Part hat mir am besten gefallen. Die Sichtweise der gleichen Situation aus zwei verschiedenen Blickwinkeln, die eigentlich drei verschiedene Blickwinkel waren, denn die zeitliche Vorhersehung kam ja noch dazu.
Der Signaten-Teil, den Uwe Anton schon im Prolog einem geheimnisvollen Touch verleiht, ist kürzer geraten als die Haupthandlung um Atlan. Darum war ich nicht böse. Religiöse Fanatiker sind nicht so mein Fall. Wobei die Transzendenz, die in den Erläuterungen einfloss noch die Seite ist, die ich verstehen kann. Wie die Transzendenz dann gelebt wird oder mit welchen Mitteln sie verbreitet wird, ist dann eine andere, meist unangenehmere Seite. In beiden, in diesem Roman geschilderten Seiten, bleibt der Autor gemäßigt.
Abgesehen von der kurzen Erwähnung der Cairaner und dem Auftauchen eines ihrer Augenschiffe, bleibt es nach wie vor im Dunkeln, ob und wenn ja wie man eine Einordnung der Geschehnisse in M13 zu diesem Zyklus vornehmen kann. Der Autor lässt seinen Protagonisten Atlan die Bedeutung seiner Beobachtungen für die Zukunft der Milchstraße betonen. Aber das ist eigentlich ein Allerweltsatz. Unsere Helden sind immer an Schauplätzen unterwegs, die mindestens eine solche Bedeutung aufweisen. Darunter geht gar nichts. Andererseits kann ich mir nicht vorstellen, dass neben dem verschwundenen Terra auch noch das verschwundene Arkonsystem in diesem Zyklus zurückkehren wird.
Die Rätsel, die zuletzt dem TARA-Psi angedichtet wurden, werden wohl nächste Woche aufgelöst. Ich bin gespannt, ob es so kommt. Wobei, die Rätsel werden dadurch nicht weniger, denn da war ja noch der letzte Satz in diesem Roman. Die Geschichte hat mir noch einen Ticken besser gefallen als der Roman der Vorwoche vom gleichen Autor.