Ansichten zu Perry Rhodan Heft 3021

Eyshus Geschenk – von Leo Lukas
Die Aussagen des Orakels Eyshu, hinter dem sich YLA verbirgt, setzen Perry Rhodan zu. YLA hat behauptet, dass dies die Erde sei. Nun relativiert sie ihre Aussage. Der Planet befremdet sie und sie vermisst NATHAN. Sie erinnert sich nur an wenig. Nach dem Jahr 1552 NGZ hat sie einige Upgrades erfahren. Dass inzwischen Jahrhunderte vergangen sind, überrascht sie. Und sie ist eine Gefangene oder wird manipuliert. Aber alle Versuche Rhodans, dieses Rätsel zu lösen, scheitern vorerst. Da Rhodan zusammen mit Todoyhu vorausgeflogen ist, um vor den Cairanern am Haus des Orakels zu sein, gerät er unter Druck. Denn die SHAYED mit dem Rest des Teams macht gute Fahrt und die Cairaner folgen dicht auf. Paiahudse Spepher wurde von der Shoijona fest versprochen, dass er zum Orakel darf.
Das Team sorgt daher mit einigen Tricks dafür, dass sich der Flug etwas verzögert. Damit bleibt dem Unsterblichen mehr Zeit. Schließlich aber treffen das Luftschiff und die Cairaner ein. Und Paiahudse Spepher darf das Orakel an der Seite von Todoyhu und Rhodan besuchen. Der Besuch läuft anders als erwartet. Die Ereignisse überschlagen sich und Perry Rhodan kann aufdecken, wer YLA beeinflusst. Und bekommt dafür ein Geschenk.
 
Was bleibt von diesem Roman in Erinnerung? In meiner letzten Rezension schrieb ich, dass einzelne Cairaner ziemlich gewöhnlich, beinahe schon langweilig wirken und das Fluidum des Geheimnisvollen bei diesem Fremdvolk ziemlich verloren gegangen ist. Nun merke ich, wie abhängig es ist, welcher Autor schreibt. Bei Leo Lukas wirken die Cairaner nochmals menschlicher. Wenn der Österreicher seine cairanischen Figuren mit so irdischen Ausdrücken wie „vermaledeit“ oder „ich trete dir in deinen kümmerlichen Hintern“ oder „ihr räumt das Feld“ auftreten lässt, geht jegliches Fremdartige verloren. Allerdings stört es mich bei Leo Lukas nicht. Der Autor hat eben seine bestimmte Art.
In Erinnerung geblieben ist mir, dass die Erinnerung nach den Thoogondu im vorherigen Zyklus immer noch eine große Rolle spielt. Auch YLA kann sich nicht erinnern. Dabei ist sie zusammen mit NATHAN 1614 NGZ geraubt worden. Der Posizid kam später.
In Erinnerung geblieben ist mir auch die merkwürdige Aufdeckung des geheimnisvollen Unbekannten, der YLA in Griff hält. Er kommt ins Straucheln als Rhodan seine Rückenflügel unbewusst schlägt. Eigentlich dachte ich, dies wäre ein Moment, an der sich derjenige an seine Ausbildung oder ein anderes prägende Ereignis in seinem Leben erinnert. Aber ich erinnere mich nicht, das im Roman gelesen zu haben. Andererseits schreibt Lukas in einer seiner Kapitelüberschriften, dass Lyrik oft schwer verständlich sei. Lassen wir es also.
In Erinnerung geblieben ist mir noch die Erinnerungslöschung bei den Ayees, die der harten Ausbildung nicht gewachsen waren. Deren eingeschränkte kognitive Fähigkeiten ließen danach immerhin noch eine Laufbahn als Unterhaltungsmusiker oder Lokalpolitiker zu.
Am Ende des Romans wandeln Perry Rhodan, YLA, Zemina Paath und zwei Ayees bei Mondlicht auf verschlungenem Pfad durch einen verwunschenen Wald und graben am Fuße eines Baumes ein Schatzkästchen aus, das ein Stück eines Thesanit-Gehirns enthält.
Nun bin ich froh, dass die Handlungsebene wechselt.

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