Ansichten zu Perry Rhodan Heft 3019

Das Rätsel von Pesha – von Uwe Anton
Die Reise von Perry Rhodan und seinem Team wird fortgesetzt. Das Ziel ist Pesha. Dort residiert Todoyhu, die Shoijona. Eine von vielen Ayees anerkannte Politikerin. Um gegenüber den Cairanern nicht aufzufallen, wird die Fahrt mit einem Zug, der sogenannten Kupferkarawane, angetreten. Obwohl die SERUNS und Masken ihre wahre Identität verbergen, kommt es dennoch zu Zwischenfällen. Rhodan beschließt schließlich, doch die Flugfunktion der Anzüge zu verwenden, um schneller voranzukommen. An einem See, der dem Kaspischen Meer Terras gleicht, und in der Nähe der Cairanischen Mission von Pesha liegt, haben einige Team-Mitglieder eine seltsame Erfahrung. Sie wird als Ausleuchtung beschrieben. Rhodan verdächtigt die Cairaner, die vielleicht Parakräfte haben. Sein Verdacht scheint sich zu bestätigen, als die Gruppe beim weiteren Vorstoß nach Pesha unvermittelt von Cairanern aufgehalten wird.
Doch nicht die Cairaner haben Psi-Kräfte, sondern eine Gruppe von Ayees, die Rhodan und seinen Begleitern zu Hilfe kommen und sie letztlich nach Pesha und zu Todoyhu geleiten. Die Shoijona verlangt Aufklärung darüber, ob ihre Besucher, die Terraner, etwas mit den Teaana zu tun haben, die vor Jahrhunderten die Unsterntage auslösten.
 
Als altem Karl May-Fan sind mir natürlich sofort die Kapitelüberschriften ins Auge gefallen, die an Buchtitel dieses Schriftstellers angelehnt waren. Uwe Anton und Karl May hatten dann auch etwas gemein. Sie bereisten eine ihnen unbekannte Welt.
Aber nicht alleine in den Kapitelüberschriften erinnerte der Roman an die Reiseerzählungen Karl Mays. Der Autor verwendet auch einen ähnlichen Schreibstil und lässt Rhodan und seine Bergleiter mitunter ähnliche Abenteuer erleben, wie sie Kara Ben Nemsi in Mays Geschichten erfuhr. Wen sich Rhodan dabei ertappt, die Ayees mit „edlen Wilden“ zu vergleichen, dann spricht hier Karl May höchst persönlich. Und natürlich durfte der traditionelle Zweikampf nicht fehlen. Die Ich-Form tat ein Übriges, um ganz in den Welt der Reiseerzählungen im Stile Mays eintauchen zu können. Rhodan Ben Nemsi bereiste also mit seinen Gefährten den Planeten Iya. Dazwischen schmuggelte der Autor neben Karl May auch noch Paul Zech in seinen Text. Und die Cairaner wurden erstmals aus deren Perspektive geschildert. Sehr menschlich im Übrigen. Und der aktuelle Konsul scheint auch nicht viel zu wissen. Seine Aussagen zum Trajekt bleiben mysteriös. Allerdings zeigen diese Einblicke in das Handeln wie auch der Umgang mit dem vermeintlichen Spion von der THORA auch, dass die Cairaner nicht die Superbösewichte sind. Der Zeitpunkt ihres Erscheinens bleibt ebenfalls mysteriös. Laut Aussage Bull kamen die Cairaner sehr viel später nach dem Raptus in die Milchstraße. Bei den Ayees ist seit 500 Jahren überliefert, dass die Cairaner ihr Volk vor den Teaana (Terranern) beschützten. Und Paiahudse Spepher, der oberste Entwicklungshüter im Solsystem weiß nichts von einem Terra.
Die Hommage an Karl May war ganz vergnüglich zu lesen. Nicht superspannend und auch die Zyklusgeheimnisse wurden weiterhin gewahrt. Aber mal etwas anderes. Und das schätze ich.

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