Ansichten zu Perry Rhodan Story 05 Admiralin außer Dienst

Admiralin außer Dienst – von Rüdiger Schäfer
Von Rüdiger Schäfer stammt der fünfte und vorletzte Roman aus der Reihe um die verlorenen Jahrhunderte. Der NEO-Autor trägt nicht zum ersten Mal eine Story zum klassischen Rhodan-Universum bei. Etliche Atlan-Taschenbücher stammen von ihm und auch an der Mini-Serie Stardust hat er mitgewirkt. Protagonist seiner Geschichte ist Anna Patoman. Die Ex-Admiralin der Liga-Flotte hat sich vor längerer Zeit vom aktiven Flottendienst zurückgezogen. Nun, im Alter von 191 Jahren lebt sie seit einigen Jahren auf Abaq, dem zweiten von sechs Planeten des Sterns Oroba am Rande der Milchstraße. Hier leben ehemalige Kolonisten des Großen Imperiums der Arkoniden. Fast siebzig Jahre nach dem Ausbruch des Weltenbrands halten sich noch immer einige Folgen. Die Hypersensibilisierung wird weitgehend erfolgreich mit neuen Medikamenten unterdrückt. Dennoch leben die Bewohner überwiegend unter der Erde. Es wird noch Jahre dauern, bis sie an die Oberfläche zurückkehren können. Nur Anna Patoman trotzt den Folgen der Katastrophe und verweigert die Einnahme der Medikamente. Als sie sich tagsüber zur nächsten Versorgungsstation aufmacht, wird sie von starken Symptomen in die Knie gezwungen.
Sie erwacht in einer Klinik des Planeten. Der behandelnde Arzt kann ihr helfen. Doch bevor Patoman die Klinik wieder verlassen kann, wird das Gebäude von zwei Dutzend Eindringlingen besetzt. Diese drohen, das Gebäude in die Luft zu sprengen, wenn Anna Patoman ihnen nicht hilft, die Folgen des Weltenbrands endgültig zu eliminieren. Angeblich besitzt die Admiralin ein Gegenmittel. Anna Patoman muss sich der Gruppe stellen.
Nach Florence Hornigold und Fitz Klem greift die Geschichte eine weitere bekannte Figur aus dem abgelaufenen Genesis-Zyklus auf. Anna Patoman. Und wird erstmals der Ankündigung gerecht, ein wenig darüber zu berichten, wie sich die Milchstraße verändert hat und was mit ihren Bewohnern geschehen ist. Die Folgen des Weltbrands klingen erst nach und nach ab. Die Auswirkungen, wie sie Rüdiger Schäfer eindringlich beschreibt, verändern das Gesicht der Milchstraße. Während die erste Romanhälfte diesem Szenario gewidmet ist, wird in der zweiten Hälfte Anna Patoman mit einem unglaublichen Ansinnen unter Druck gesetzt.
Um dieses Ansinnen zu erklären, greift der Autor tief ins medizinische Handbuch über den Aufbau und die Funktionsweise des menschlichen Gehirns. Hier ging es mir wie Patoman. Ich habe nichts verstanden. Die Darstellung der Ex-Admiralin war überzeugend. Weniger plausibel geriet die Wandlung ihres Gegenspielers. Hier vermisste ich ein paar Andeutungen, Anzeichen oder kleinere Hinweise im Gebaren von Aoris Kiehn, die die spätere Veränderung in seiner Haltung nachvollziehbar gemacht hätten. So geriet die entscheidende Szene etwas zu trivial. Am Ende schwingt dann noch etwas Melancholie durch die letzten Sätze der Geschichte. Aufgrund der Szene davor kann sich die Wirkung der letzten Worte jedoch nicht richtig entfalten.
Bleibt noch die Frage offen, warum Rüdiger Schäfer den Pfefferminztee ausgelassen hat?