Ansichten zu Perry Rhodan Story 03 Bestellter Tod

Bestellter Tod – von Michelle Stern
Es gibt ein Wiedersehen mit Fitz Klem zu feiern. Er ist Hauptakteur in diesem dritten Band der Reihe über die verlorenen Jahrhunderte. Verfasst hat den Roman Michelle Stern. Der Menes Fitz Klem lebt nach seiner Rückkehr wieder auf Cessair. Er wurde zu einer Berühmtheit, als er zusammen mit tausenden von Terranern an Bord eines Sprosses der Gemeni in die Heimat zurückkehrte. Das ist lange her. Klem lebt dank des Amuletts aus gefrorener Eiris seit über 300 Jahren. Klem ist noch immer für den Geheimdienst der Menes tätig. Nur ist er nicht mehr Agent, wie zu der Zeit, als Atlan auf ihn traf. Er ist nun der Leiter der Organisation. Die Langlebigkeit, die ihm der Anhänger, wie anderen Mitgliedern der Familie Klem zuvor, verliehen hat, hielt er stets geheim. Er täuschte gar seinen Tod vor und ließ sich einer kosmetischen Operation unterziehen. Offiziell ist er nun John Klem, ein Nachfahr. Fitz Klem steht nun am Ende eines langen Lebens. Eine Entscheidung hat er noch nicht getroffen. Wer soll sein Erbe werden?
Nur zwei Mitarbeiter des Geheimdienstes kennen sein Geheimnis. Der Gemen Gadurn, mit dem er eng zusammenarbeitet und Sarah Brydon, die nach Klem ranghöchste Mitarbeiterin. Brydon ist es auch, die Klem eines Tages aus dem Sitz der Zentrale der Nodh-Hüter kontaktiert. Sie hat einen Mann namens Adarion festgenommen, der versuchte, in einer Frakturgrube eine Waffe zu kopieren. Nichts Ungewöhnliches, Derartiges wird immer mal wieder versucht. Aber Adarion hat verlautbaren lassen, dass er wisse, welche Last Sird Fitz seit über dreihundert Jahren trägt. Klem muss herausfinden, woher der Mann sein Wissen hat. Unversehens wird Klem mit einem Orden konfrontiert, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, den Weg des Amuletts zu verfolgen. Dabei will Klem doch nur eines. Er will einen Wunsch einlösen, der vor einhundert Jahren an ihn gestellt wurde.
Von den drei erschienenen Geschichten ist dies bislang die Beste. Dabei ist sie nicht besonders spektakulär. Es gibt keine Action und wir erfahren einmal mehr auch nichts darüber wie sich die Milchstraße verändert hat und was mit ihren Bewohnern geschehen ist. Denn das Geschehen spielt weit entfernt in der Galaxis der Gemeni. Michelle Stern hat ihrer Geschichte zwei Spannungsbögen verpasst. Und schafft es in beiden, die Spannung bis an das Romanende aufrechtzuerhalten. Zum einen mussten die Machenschaften des Ordens enttarnt und vor allem die Frage beantwortet werden, wer aus dem Geheimdienst mit dem Orden unter einer Decke steckte. Zum anderen musste das persönliche Schicksal Klems geklärt werden. Im Handlungsstrang mit dem Orden und dem Motiv der Sehnsucht nach der Unsterblichkeit legte die Autorin falsche Fährten. Und in der Klärung von Klems Schicksal setzte die Autorin auf emotionale Details und Spuren, wie beispielsweise die spezielle Uhr und der Besuch des Friedhofs. Und natürlich das Gleichnis mit dem Sohn und dem Neffen des Königs.
In ein oder zwei Textstellen vermisste ich etwas Sorgfalt und ob die sexuelle Ausrichtung Klems unbedingt thematisiert werden musste, bin ich uneins. Für die Geschichte war das aber unerheblich. Insgesamt überzeugte mich der Roman.
 

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